Nach der Hochzeit

Efter brylluppet (2006), DK Laufzeit 125 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 01.02.2007

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6.9
Kritiker
18 Bewertungen
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7.5
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892 Bewertungen
34 Kommentare
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von Susanne Bier, mit Mads Mikkelsen und Sidse Babett Knudsen

Jacob Petersen arbeitet in einem Waisenhaus in Indien, seit er vor Jahren Dänemark den Rücken kehrte. Doch nun soll er zurück: Jorgen, ein millionenschwerer Geschäftsmann, will dem Heim die Zukunft sichern, unter der Bedingung, dass Jacob nach Dänemark kommt.

Jacob (Mads Mikkelsen) arbeitet schon seit Jahren in Indien für ein Waisenhaus und kümmert sich dort besonders um den kleinen Pramod. Als er nach Dänemark zurückkehren soll, um die Geldgeber persönlich zu treffen, weigert er sich zunächst. Doch weil ansonsten die Schließung des Heimes droht, filmt er die Kinder auf einem Videoband und fliegt nach Kopenhagen. Dort lernt er den schwerreichen Jorgen (Rolf Lassgård) kennen, der sich augenscheinlich kaum für das Projekt interessiert. Um Jacob besser kennenzulernen, läd er ihn zur Hochzeit seiner Tochter Anna (Stine Fischer Christensen) ein, auf der Jacob zufällig seine Exfreundin Helene (Sidse Babett Knudsen) trifft, die er vor etwa zwanzig Jahren zuletzt sah. Die beiden begegnen sich recht verfroren. Während der Feier erfährt Jacob, dass Jorgen nicht Annas leiblicher Vater ist. Sofort nimmt er an, selbst der Vater zu sein.

Wenige Zeit später erfährt er, dass seine Befürchtung der Realität entspricht und er Annas Vater ist. Helene verweigert sich jedoch der Aussprache, für sie ist Jorgen der Vater. Als Anna davon erfährt, bemüht sie sich jedoch, ihren leiblichen Vater kennenzulernen, der nun länger als geplant in Kopenhagen bleibt. Jorgen stellt Jacob einen Fonds für das Waisenheim von 12 Mio. Euro in Aussicht, doch er muss noch ein bisschen in Kopenhagen verweilen.

Jacob bleibt so in einem Land, dem er längst fremd geworden ist. Er ist zunehmend genervt von Jorgens überheblicher Art und kann aber nicht abreisen, da Jorgen nicht unterschreibt. Auch Helene kommt das Verhalten ihres Mannes komisch vor. Da erfährt sie vom Arzt, dass ihr Mann bald sterben wird. Jorgen bemüht sich scheinbar, alles für seine Familie nach seinem Tode zu regeln und Jacob soll der neue Familienvater sein. Nachdem Jacob zunächst von dieser Idee abgestoßen ist, freundet er sich jedoch zunehmend mit Anna an und realisiert, dass er auch Helene gegenüber nicht gleichgültig sein kann.

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Kritiken (4) — Film: Nach der Hochzeit

Arakune: CinemaForever, Im Wendekrei...

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6.5Ganz gut

Häufig sind Susanne Biers Filme geprägt von einer feministischen Weltsicht und auch NACH DER HOCHZEIT kommt nicht ohne den fremdgegangenen Büßer aus, der in eine für sie typische, groteske Familienkonstellation geworfen wird. Spielend kontrastiert sie die Probleme von Arm und Reich, ohne sich jedoch selbstgerechterweise ein abschließendes Urteil über das Gezeigte zu erlauben. Auch hier steht im Zentrum der Geschichte ein schlechter Mensch, der aus seinen Fehlern lernen muss und durch gemeinnützige Arbeit schließlich zur Läuterung gelangt. Getragen wird das Werk hierbei von seiner emotionalen Intensität, die hervorragend von ihren Hauptdarstellern (allen voran: Rolf Lassgård als Jørgen) transportiert wird. Bissige Dialoge und interessante Seitenhiebe auf Kapitalismus und Konsum machen NACH DER HOCHZEIT zu einem überaus sehenswerten Stück Soziologie-Film, dessen teils plumpe Symbolik und die tendenziell langatmige Geschichte eine höhere Wertung leider verhindern.

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SoulReaver: CinemaForever

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7.0Sehenswert

[...] Mit sensibler Hand werden wir durch die Geschichte geführt und erleben einen Film, der sich um Konflikte, Verantwortungen, Entscheidungen und die Wichtigkeit der Familie selbst dreht. Zarte Annäherungen werden hier zu schweren Wendungen und alles was war, wird wieder aufs Neue durchgemischt. Immer und immer wieder. Die Zeit nach der Hochzeit steht hier nicht nur als Veränderung für das junge Brautpaar, sondern wirklich für jeden Beteiligten. So wird Susanne Biers Film zu einem stillen, nicht selten etwas zähen, aber intensiven und authentischen Drama, welches in seiner ganzen Kraft berührt und mitreißt. [...]

Kritik im Original 14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

SoulReaver

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Danke! Starker Film, passt schon. :)


Punsha

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Na gut. Die Wertung zu "König der Fischer" verzeiht alles. ;)


Fricki76: Asianfilmweb.de

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7.0Sehenswert

Der idealistische Däne Jacob (Mads Mikkelsen) leitet voller Herzblut ein Kinderheim in Indien. Doch der Einrichtung steht das Wasser bis zum Hals: Die finanziellen Mittel sind aufgebraucht und die letzte Möglichkeit das endgültige Aus zu verhindern, ist einen Sponsor zu finden. Aus diesem Grund kehrt Jacob in die fremd gewordene Heimatstadt Kopenhagen zurück, wo der Industrielle Jorgen (Rolf Lassgard) eine großzügige Spende in Aussicht gestellt hat. Doch Jacob konkurriert mit anderen Projekten um Jorgens Gunst, der noch keine endgültige Entscheidung getroffen hat. Um Jacob besser kennen zu lernen, lädt er diesen übers Wochenende kurzerhand zur Hochzeit seiner Adoptivtochter Anna ein. Auf der Hochzeit begegnet er seiner Exfreundin Helene (Sidse Babett Knudsen), die inzwischen mit Jorgen verheiratet ist. Das kann eigentlich kein Zufall sein, doch mit dem Verdacht konfrontiert, bestreitet Jorgen, das „zufällige“ Treffen arrangiert zu haben. Dann findet Jacob heraus, dass er der leibliche…

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plomlompom: Filmblogs

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7.0Sehenswert

... in seinen zwei Stunden immer noch bis zum Zerbersten mit haarsträubendsten melodramatischen plot twists gefüllt, von denen so ungefähr alle zehn Minuten mindestens einer sich zu ereignen und sämtliche Verhältnisse neu durchzuschütteln hat, damit jede Figur sich mal gegen jede wutentbrannt werfen oder an ihr ausheulen oder ihr eine Verheimlichung übelnehmen darf. Der Wahnwitz, der hierbei durchkommt [...], gerät zum hochvergnüglichen Selbstzweck. Unmöglich, die Figuren und ihre Welten über ihre Funktion zur Wahnwitz-Erzeugung hinaus noch ernstzunehmen, und warum auch.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (30) — Film: Nach der Hochzeit


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Ferdy

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Das dänische Drama "Nach der Hochzeit" ist Kinounterhaltung auf hohem Niveau, welches auf experimentelle Art und Weise geschickt die Konventionen eines spannenden Krimis mit den Möglichkeiten eines Rollentauschdramas verknüpft. Drehbuchautor Anders Thomas Jensen entwickelte ein mutiges Drehbuch mit einer Vielzahl von Motiven und Konflikten, das aber nie ins Leere führt. Regisseurin Susanne Bier machte aus dem kostbaren Skript ein intimes Drama um Verantwortung, die Macht der (Un)zufälligkeiten, die Ansprüche auf individuelle Freiheit und die Komplexität der Institution Familie. Dabei arbeitet die Regisseurin gekonnt die Zerrissenheit und Kontroversen ihrer Figuren heraus und macht dadurch dieses soziologische Drama so glaubwürdig. Auch Dank der herausragenden Schauspieler entwickelt sich der Film zu einem berührenden Familiendrama, das raffiniert und packend erzählt wird. Ein großer kleiner Film und ja, ein Geheimtipp!

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JackoXL

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Bewertung7.5Sehenswert

Dank Regisseurin Susanne Bier und Autor Anders Thomas Jensen, zwei der wichtigsten und besten Filmemachern Dänemarks, schlägt "Nach der Hochzeit" einen Ton ein, der im US-Kino in dieser Form kaum noch vorstellbar scheint. Eine mit hoher Emotionalität und berührender Tragik durchzogenen Geschichte verzichtet gänzlich auf klebrigen Kitsch und seziert seine Figuren mit sensibelen Tiefgang.
Langsam und ohne in Hektik zu verfallen wird der Zuschauer in die Geschichte eingeführt und steht dabei zunächst immer auf der selben Stufe wie Protagonist Jacob. Ihm und uns erscheint es unglaubwürdig, dass alles nur ein Zufall oder hämischer Wink des Schicksals sein soll. Warum kommt ausgerechnet er zu genau diesem Zeitpunkt mit genau diesen Menschen zusammen? Da muss einfach mehr dahinter stecken und wenn dem so ist, aus welchem Grund? Wer steckt hinter dieser merkwürdigen Zusammenkunft und was soll der Nutzen sein? Diese Frage bleibt relativ lange unbeantwortet, bis schließlich das Geheimnis gelüftet wird.
Spätestens an dem Punkt hätte alles scheitern können. Emotionale grenzwertige Kitsch-Stolperfallen lauern in jeder folgenden Minuten und es lässt sich nur zu gut erahnen, wie schnell diese den Film zum Verhängnis werden könnten. Es erfordert ungemein viel Inszenierungsgeschick, ein feinfühliges Drehbuch und hervorragende Darsteller, um den Zuschauer zu packen und eben nicht mit Anlauf in dieses Minenfeld rennen zu lassen.
Das alles zeichnet "Nach der Hochzeit" aus. Die Figuren wirken von Beginn an und, das ist entscheidend, auch bis zum Schluß ehrlich und authentisch. Jede ihrer Emotionen wirkt niemals überzeichnet oder künstlich, als Zuschauer fühlt man sich nie manipuliert durch überzogene Theatralik oder schablonenhafte Holzschnittfiguren. Das Szenario ist sicherlich nicht alltäglich, mutet auf den ersten Blick vielleicht auch nicht realistisch an, doch Bier gelingt das Kunststück, es genau so wirken zu lassen. Ich nehme ihr, und auch den Darstellern, das uneingeschränkt ab und zwar in jedem Moment. Nie wirkt irgendwas überzuckert oder überdramatisiert, stattdessen lässt man sich gerne mittreißen von einer leisen, menschlichen und letztenendes auch traurigen Geschichte.
Großes Lob gebührt dem Darstellerquartett Mikkelsen/Lassgard/Knudsen/Christensen, die ihre Rollen bis in die kleinste Nuance perfekt verkörpern. Jeder noch so kleine Blick wirkt niemals zufällig und wohl überlegt, wird darüberhinaus von Bier auch noch so präzise eingefangen. Es ist wirklich schön zu sehen, wie so viel Gefühl in die Rollen gelegt wird, ohne dabei zu überdrehen oder in oberflächliche Standards zu verfallen. Eine der, wenn nicht die, ergreifenste Szene gehört Rolf Lassgard: Sein letzter Auftritt im Film ist so fantastisch, besser lässt sich das kaum spielen.
"Nach der Hochzeit" hat sicherlich eine etwas konstruierte Geschichte, verkauft sie dafür exzellent. Inhaltlich wäre auch noch mehr drin gewesen, mit einer anderen Inszenierung würde der Film kaum so positiv wirken. Das ist es dann aber auch mit Kritik.
Wer einen Gegenentwurf zur Holzhammerrührseligkeit Marke Hollywood sehen möchte, sei der Film uneingeschränkt an's Herz gelegt.

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JackoXL

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So, zurück von der Arbeit.
@tee: Das klingt, wenn man die Story grob erzählt, wirklich nach einer Soap. Das ist ja gerade die Besonderheit des Films, es so stark zu verkaufen und erstaunlich glaubhaft und wirklich einfühlend-ehrlich zu erzählen.
@sonse: In dem Thread werde ich bei Gelegenheit mal einiges nennen, hier gibt es Inhaltsangaben, nach denen braucht man den Film nicht mehr ansehen.


Sonse

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@N. Hornblower:
Wenn da unerträglich gespoilert wird, würde ich das schon versuchen. syrbal kuckt dann sicher, was sie da verbessern könnte.

@JackoXL:
Nur zu, dafür ist der Thread ja da und mit syrbal seit kurzem endlich jemand, der den zuverlässig und regelmäßig durchgehen kann. Juhu! :)


movie.max

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Trotz Jumpcuts gefällt mir Susannes Glanzlook besser, als der Dogma-Stil.
Die Geschichte nimmt zahlreiche Wendungen, die aus der anfangs undurchsichtigen Handlung ein unglaublich intensives Drama macht. Die Darsteller, vor allem Rolf, sind absolute Spitzenklasse.
Einfach ein toller Film!

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f-rex

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Bewertung9.5Herausragend

Sehr intensive Darstellung. Toller Film.

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Punsha

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Eine oberflächliche und kitschig anmutende Geschichte, ausgefüllt von Figuren, die allesamt wie stereotype Schablonen wirken, entwickelt sich im weiteren Verlauf dank zahlreicher, überraschender Wendungen zu einem ergreifenden und vielschichtigen Familiendrama, das ebenso als Charakterstudie fungieren kann. Zahlreiche Konflikte von Arm und Reich bis Alter und Jugend bilden einen handfesten Rahmen um den Reifeprozess eines Mannes, der lernen muss, neue Pflichten zu akzeptieren und von den Alten los zu lassen. Besonders Mikkelsen und Lassgård (Serienfans vielleicht als Kurt Wallander bekannt) liefern herausragenden Leistungen ab und lassen eine recht konstruierte Story vollkommen natürlich und real erscheinen. Ein stiller Film, der jedoch immer wieder von großen Gefühlsausbrüchen unterbrochen wird und ausgezeichnet den Wert der Familie charakterisiert.

bedenklich? 11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

Punsha

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Zusatz: NICHT die Inhaltsangabe auf Moviepilot lesen. Die spoilert schon fast alles...


*frenzy_punk<3

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Dann gleich dem Kängufant bescheid geben, wenn so ein Fall auftritt :)


skinflowers

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Gute Story, gute Schauspieler. Sollte sich jeder anschaun!

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michebavaria1986

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein sehr bewegender, ausgezeichneter Film.

Ich habe ihn im Original mit deutschen Untertiteln angesehen und war vor allem von Rolf Lassgard begeistert. Sicher ist die Motivation vor allem seiner Figur nicht immer nachvollziehbar. Aber gänzlich unglaubwürdig fand ich es nicht.

Es ist vor allem den durchweg hervorragenden darstellerischen Leistungen zu verdanken, dass die Szenen nie ins Kitschige abdriften. Die sehr gute Musik ist auch passend ausgewählt und sehr gut eingesetzt. Auch dies trägt dazu bei, dass der Film nie zu dick aufträgt.

Ein paar Kameraeinstellungen (Dogma-Style) fand ich hingegen unnötig und störten irgendwie den Filmfluss.

Aber von dem abgesehen, eine klare Empfehlung für den Film.

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Mr. White

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Nach der Hochzeit" ist ein rührendes Drama, dass eine nicht allzu besondere Geschichte thematisiert, dennoch von Anfang an unergründbar bleibt, bis sich am Ende alles offenbart. Starke Darsteller können die Emotionalität in diesem Werk grandios rüberbringen und über den ganzen Film tragen. Daraus resultieren keine Längen, Interesse des Zuschauers und ein Treffen mitten ins Herz.
"Nach der Hochzeit" ist eine kleine, versteckte Perle unter den Dramen.

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hamburgerjung77

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Bewertung9.0Herausragend

Ein wirklich guter Film

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Jomo

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Kamera und Schnitt sind bis auf wenige gute Ideen nervig. Hektisches Kameragewackel sogar in Szenen, die eigentlich Ruhe zeigen sollten. Von den letzten 30 Minuten kann man 25 getrost weglassen. Um nicht zu spoilern: es wiederholt sich alles und wird nur immer rührseliger. Aber dafür sind die Schauspieler gut und die ersten 90 Minuten ansonsten wirklich überzeugend, sodass ich mich bis dahin gefragt hatte, warum ich beim letzten Angucken "nur" 8 Punkte vergeben hatte.

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marek-2

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Susanne Bier halt. Da kann nicht wirklich was schlechtes rauskommen.

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Wombat

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vorgemerkt

Muss ich Mir wohl auch mal anschauen.

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Sozionaut

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Bewertung9.0Herausragend

Ein wunderbarer Film.

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Fulsome.

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Bedürfnis des Lehrers. Hat mir damals jegliche Freude an der Literatur und Lyrik geraubt - deutsch war damals wie Mathematik - alles musste errechnet werden - es gab nur eine richtige Lösung - die des Lehrers. Traurig aber wahr.


ReubenCogburn

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Eins meiner Lieblingsgedichte. Ich hatte Glück und mein Lehrer war immer sehr neugierig auf die Interpretationen seiner Schüler.
@Fulsome.: mittlerweile gesehen ? -^^


Tobias

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Bewertung9.5Herausragend

Absolut sehenswert.

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maclatz

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Bewertung9.5Herausragend

Nach der Hochzeit - was soll ich sagen, ist für mich einer der ergreifendsten Filme der letzten Jahre. Vielleicht etwas zu menschlich und an einigen Stellen konstruiert, mag sein. Aber dafür werden alle Figuren auch wirklich aus allen Blickrichtungen ausgeleuchtet, sodaß man jede Tat, und sei sie anfangs noch so unverständlich, töricht oder gar verwerflich, verstehen oder zumindest nachvollziehen kann. Das ist für mich die große Kunst dieses Films. Andere verstehen - egal ob man die Schlussfolgerungen teilt oder nicht. Auf jeden Fall für mich ein filmisches Ereignis ...

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8martin

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Bewertung7.5Sehenswert

Nach der Hochzeit der Kinder, die sich als Schuss in den Ofen entpuppt, wird eine Lawine losgetreten, die alles, was bisher unter den Teppich gekehrt worden ist, aufdeckt. Alle Leichen im Keller der Beziehungen werden als Licht gezerrt. Am Anfang steht eine missglückte Beziehung mit Folgen. Was dann folgt, ist eine sehr komplexe Schilderung der menschlichen Verantwortlichkeiten dafür. Die Dialoge und Reaktionen der Figuren sind absolut überzeugend und bewegen sich in einem Netz aus unerfüllter oder wieder möglicher Liebe, finanzieller Wiedergutmachung, verletztem Stolz und charakterlicher Weiterentwicklung zum Besseren hin. Beeindruckend erzählt, kommt keine Depression auf, denn in jeder Krise steckt auch eine Chance, die von den Betroffenen ergriffen wird…

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cannibal83

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Bewertung5.0Geht so

SPOILER!

Ich mag ja emotionales Kino, aber in "Nach der Hochzeit" menschelt es wirklich in allen Ecken. Und dann immer diese Schicksalsschläge: Der Stiefvater krank, der frischgebackene Ehemann springt mit einer anderen ins Bett, und zu allem Überfluss vergisst man beim Frühstücksbüffet im Hotel auch noch der Mutti einen Saft mitzubringen... spätestens da muss man natürlich in Tränen ausbrechen.

Um es seriöser auszudrücken: Die Melodramatik nimmt in diesen Streifen irgendwann groteske Züge an, und die Handlung wirkt dadurch mehr als hanebüchen. Vergleiche mit Rosamunde Pilcher - Filmen sind angebracht.

Sehr störend ist auch der visuelle Stil von "Nach der Hochzeit", die Doku-Optik mit häufig verwackelter Kamera und den ewigen Closeups von Mund und Augen, machen diesen Film anstrengender als er eigentlich sein sollte. Es ist als ob der Film die Worte "Wir machen ja soooo alternatives-anspruchsvolles-europäisches Kino, da brauchen wir auch eine ganz unkonventionelle/nervige Kamera" förmlich herausschreit.

Was unterm Strich bleibt ist so ein bisschen "Verbotene Liebe" mit besseren Darstellern (Mads Mikkelsen wie immer toll!) und wenigen Momenten in denen man sieht das die Regisseurin eigentlich mehr könnte. Das erste richtige Treffen zwischen Tochter und leiblichen Vater ist z.B. klasse inszeniert, geht dann letztlich aber mit dem schwachen Drehbuch unter... schade.

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stalker

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Banause.


stevenwolff

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5,0 ist vielleicht ein bisschen zu hart, aber grundsätzlich hast du mit deiner Kritik recht. Es ist einfach zu übertrieben melancholisch.


digifan

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Bewertung3.0Schwach

Vorsicht vor diesem Film!

Auch ich war außerordentlich enttäuscht vom Plot. Bis zur Mitte des Films ist man gefangen vom großartigen Spiel des Rolf Lassgard und fragt sich, welches skrupellose Spiel er mit allen treibt. Mit der Auflösung kommt die Ernüchterung. Warum die Geheimniskrämerei? Was sollen einem die einzelnen Handlungsstränge (z.B. zur Tochter) sagen?

Letztlich fand auch ich den Film trotz der hervorragenden Kameraführung und dem zum Teil beeindruckenden Spiel der Akteure nur eine bessere ROSAMUNDE-PILCHER-VERFILMUNG!

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digifan

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Warum? Wo ist im Plot der Unterschied?


mieps

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inszenatorische details. natürlich ist das hier ein familienmelodram, aber in punkto figurenzeichnung und dialoge kann keine deutsche TV-Schmonzette dem hier das Wasser reichen…


JimiHendrix

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Bewertung7.5Sehenswert

Tja die Dänen sind nicht nur die Meister des schwarzen Humors.

Rolf Lassgård und Mads Mikkelsen spielen beide großartig. Nur das ich Mikkelsen vorher noch nie in einer so ernsten Rolle gesehen hatte.
Die Tragik und den Schmerz, den seine Gestick zwischenzeitlich ausgedrückt hat, war grandios. Bin selten so gefesselt worden, von dem Gesicht eines Schauspielers, wie das jedes mal bei mads Mikkelsen der Fall ist.

Zum Film selber lässt sich noch die wirklich inovative Handkamaraführung, mit vielen Nahaufnahmen von Mimik und körperlichen Signalen, erwähnen.

Die Geschichte hab ich anfangs nicht so recht durchblickt, aber er kristallisierte sich immer mehr heraus, was wohl gesehen würde. Kann auch alles so passieren wie dort dargestellt, also kam für mich keine Unglaubwürdigkeit auf.

Der Schluss war wirklich aufwühlend und heftig, obwohl es nicht überdramatisch insziniert war, oder genau deswegen.

Anerkennbares Drama aus Dänemark, mir zwei stark spielenden Hauptdarstellern.

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mister mo

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Bewertung7.5Sehenswert

nach "open hearts" ging ich an "nach der hochzeit" mit hohen erwartungen ran - so ganz befriedigt wurden sie nicht, dafür ist die handlung teilweise zu durchsichtig. Dennoch ist Frau Bier einfühlsam wie eh und je und ein nicht zuletzt toller Mikkelsen reißt vieles raus - der braucht sich wirklich nicht zu verstecken und zeigt außerdem, dass er mal lieber beim dänischen Film bleiben sollte. Bitte bitte bitte!

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