Naokos Lächeln

Noruwei no mori (2010), JP Laufzeit 133 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 30.06.2011


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6.4
Kritiker
14 Bewertungen
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6.6
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300 Bewertungen
32 Kommentare
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von Anh Hung Tran, mit Rinko Kikuchi und Kenichi Matsuyama

Naokos Lächeln ist eine Verfilmung des gleichnamigen japanischen Romans von Haruki Murakami. Nach dem Selbstmord seines besten Freundes, kommen sich Toru und dessen Freundin, Naoko, immer näher. Die Beziehung ist durch den Tod des gemeinsamen Freundes allerdings von Anfang an stark belastet. In seiner Studienzeit lässt sich Toru mit anderen Frauen ein und muss sich bald zwischen Naoko und der attraktiven Midori entscheiden.
Norwegian Wood ist anspruchsvolles asiatisches Kino, welches vor allem durch tolle Kameraarbeit und Ausstattung zu überzeugen weiß. Rinko Kikuchi, welche die Titelfigur Naoko portraitiert, ist bekannt aus dem 2006 erschienen Film Babel.

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Naokos Lächeln
Genre
Drama, Liebesfilm
Zeit
1969, Winter
Ort
Japan, Norwegen, Tokyo
Handlung
Dreiecksbeziehung, Gewitter, Große Liebe, Kerze, Liebe, Mann zwischen zwei Frauen, Partnerschaft, Risiko, Romanze, Schlagzeuger, Schnee, Schwimmbad, Sex, Suizid, Tod eines Freundes, Zuneigung
Stimmung
Berührend, Geistreich, Traurig
Verleiher
Pandora Filmverleih
Produktionsfirma
Asmik Ace Entertainment, Fuji Television Network, Toho Company

Kommentare (21) — Film: Naokos Lächeln


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MasterZ

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Bewertung2.0Ärgerlich

Ich bin ein riesengrosser Haruki Murakami Fan und seine Bücher sind wirklich cool aber die Verfilmung von Naokos Lächeln ist einfach nur schund so wenig Herzblut und Emotion hab ich schon lang nicht mehr in einem Film gesehen

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ShayaNova

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sehr schade, der sensei ist so ein genie :(


Smoover

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Bewertung4.0Uninteressant

Depressionen
Sex
Depressionen
Sex
Depressionen
Sex
Depressionen
Sex
Depressionen
Sex
Depressionen
Sex
Depressionen
Sex
Depressionen
Sex
......

Irgendwann wurde mir der Film zu eintönig auch wenn der Rest (Kamera usw.) ganz gut waren. Axo und ja dein Lächeln war auch schon in Babel nichts besonderes.

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miss_nintendo

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Bewertung6.0Ganz gut

Der Film ist sehr ähnlich wie das Buch. Im Buch geht es viel darum, wie das Leben der Hauptdarsteller zwar weitergeht, sie aber irgendwie in der Zeit feststecken und nicht loslassen können. Ich finde, es ist eine gute Verfilmung des Buches; nun kommt es aber darauf an, wie man das Buch findet. Die Bilder jedoch sind fabelhaft und die Schauspieler sehr gut. Lob an die Crew; schade, dass es für jene, die das Buch nicht kennen, zu langgezogen und langweilig ist.

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Thomas479

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"Naokos Lächeln" ist japanisches Kunst-Kino, auf das sich der Betrachter erstmal einlassen muss. Wenn er das tut, dann wird er mit einem intensiven Filmerlebnis belohnt. Es gibt viele tolle Bilder, grandiose Kamerafahrten und einen tollen Soundtrack. Doch es gibt auch Dialoge, die auf den Zuschauer etwas befremdlich wirken. Mich hat es überrascht, das der Film ab 12 Jahren freigegeben ist. Es gibt doch einige Sexszenen, die es in sich haben, vor allem bezüglich der Intensivität. Da wurde schon für weniger die Altersfreigabe nach oben gezogen.

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dustyOn3

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Bewertung4.0Uninteressant

Kaum noch als Kitsch zu bezeichnen. "Naokos Lächeln" fühlt sich viel mehr wie ein 70 Jahre durchgekauter Kaugummi an. 133 Minuten voll mit verwirrend leeren Dialogen und außerdem durfte Rinko Kikuchi doch bereits zwei Jahre zuvor schon einmal eine zähe Rolle spielen. In "Eine Karte der Klänge von Tokio" gab es aber trotzdem noch das gewisse Etwas und eine sinnvolle Ausleuchtung der Charaktere.

Ich habe das Buch weder gelesen, noch bin ich erpicht darauf, dies nach zu holen. Von Trần Anh Hùng hatte ich zuvor auch noch keinen Film gesehen und ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich mir noch einmal einen antun werde.

Larifari.

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JimSommer

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Bewertung5.0Geht so

Extrem schleppend und so wenig berührend wie ein Aschestern in einer anderen Galaxie ...

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spanky

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Bewertung3.5Schwach

Ich wurde vorgewarnt: das Buch habe den gleichen Unterhaltungswert, wie Schimmelpilzen beim wachsen zuzusehen und man könne es gar nicht zu Ende lesen. Und dann das selbe mit dem Film: dialogleere Einstellungen von epischer Länge, die quälend um das Siegel "Poesie" ringen, aber höchstens als Schlafkrankheit auslösende Essenz der Langeweile durchgehen können. Eine furchtbare Enttäuschung, die einem im Grunde nur die Stop- und Open-Tasten am DVD-Player zur Option lassen.

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Tuvok

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Bewertung6.5Ganz gut

Der Film ist sehr weiblich, bezieht er sich doch auf die Gesichtsveränderung einer Japanischen Jungen Frau. Der Film der eigentlich ein Frauenfilm für mich ist, schon vom Titel her, könnte doch auch Naokos Achselschweiß heißen, oder Naokos Hühneraugen. Denn die Figur im Film wird so richtig in den Mittelpunkt gerückt, was an sich nicht schlecht ist, aber doch etwas stört. Nicht die Darstellung der Frau ist es was stört, sondern dass sie öfters zu sehen ist als andere Vielleicht wichtige Nebenfiguren. Zwar nur die erst Hälfte aber immerhin.

Das Ganze ist ja streng genommen 'ne kleine Literaturverfilmung, in dessen Film oft geflüstert und leise geredet wird. Ich schätze dass soll den Anspruch erhöhen oder die Hörfähigkeit von leicht tauben Zusehern verstärken. Keine Ahnung jedenfalls ist der Roman vom japanischen Schriftsteller Haruki Murakami, der es 1987 veröffentlichte, sein Werk.

Im Film wie im Buch geht es um den 37 Jährigen Tōru Watanabe der im Flugzeug die Beatles hört und an die 1960 er Jahre denkt wo er noch jünger war. Und diese Zeit war für ihn sehr entscheidend. Die Zeit wo es noch richtige Freundschaft gegeben hat. Eben wie er und Kizuki und Naoko, die alle so um die 17 oder 18 sind.

Irgendwann muss Kizuki umziehen, nach Tokio und die Freunde verlieren sich aus den Augen bis sie sich irgendwann in der U Bahn wieder treffen. Die treffen sich dann immer, latschen durch Tokio und sind fröhlich.

Später irgendwann hat Kizuki Selbstmord getan, Naoko verkraftet das nicht und wird von den Eltern in ein Sanatorium eingewiesen. In der Zwischenzeit ist Tōru mit Midori Kobayashi befreundet, die viel lustiger als Serien Exfreundin Naoko, die sich sehr einsam fühlt, weil eben der Freund eine andere Frau kennen gelernt hat, doch er mag noch immer die schüchterne Naoko die im Sanatorium ist und muss sich nun zwischen den 2 Frauen entscheiden.

Jedenfalls hat man das Buch dann 2009 verfilmt, heuer 2011 war dann er Film im Kino vom Regisseur Trần Anh Hùng, der damals den Film „Cyclo“ gemacht hat. Im Film ist mehr von der Beziehung zu sehen, KIZUKI bringt sich um als sie 17 ist, im Buch ist dass glaube ich anders habe ich gehört, egal, im Film sieht man viel vom Land, wenig von Tokio, die Beziehung zwischen TORU und KIZUKI und NAOKO geht schon lange, seit dem 3. Lebensjahr kennen sich die. Was im Film wirklich gut kommt ist als NAOKO erklärt wie sie sexuell erregt ist, aber nicht so ordinär, was auch die Sexszenen betrifft, sondern teils psychologisch und tief gehend, so dass du richtig mitfühlen kannst, ja das macht der Film gut.

Die Szenen spielen die Darsteller gut, der Film ist mit seinen 129 Minuten sehr lange, ich bin einige Male fast eingenickt, weil er sehr dialoglastig für mich ist, obwohl eh genügend Abwechslung ist, aber trotzdem. Er ist etwas zu langatmig für mich. Die Musik im Film ist vom Gitarristen Johnny Greenwood, der seiner Band seinen Namen gegeben hat.

Der Schauspieler von Watanabe, Ken’ichi Matsuyama, spielt die Rolle nicht übel, er wirkt ruhig, er wirkt nachdenklich und ist mit seinen 17 Jahren auf alle Fälle vielen Leuten weitaus mehr voraus als andere Darsteller die älter sind. Man merkt er ist kein Hollywoodstar, er spielt ohne Starallüren, Also er spielt nicht so dass er sich beweisen muss, nein er spielt einfach ruhig, mir zu ruhig aber gut, wie ein Laiendarsteller die oft besser sind als Darsteller, weil die das ernster nehmen.

Allen voran natürlich die Naoko, die von Rinko Kikuchi gespielt wird, die ist 1981 in Japan geboren hat blonde Haare, ist kein hübsches Mädchen im Film aber sieht sie besser aus als in echt. Vielleicht kennen sie noch einige Leute aus dem Film „Babel“ der meiner Meinung nach ein bisschen ähnlich ist vom Anspruch her, vom Faktor nachdenken im Film und vom Gefühl her.

Premiere hatte der Film bei den Internationalen Filmfestspiele von Venedig im September 2010, und da ging es um nichts anderes als um den Goldenen Löwen.

Was der Film auf alle Fälle gut macht sind die Landschaftsaufanhmen die sind im Kino einfach eine Wucht, das saftige Grün, die Bäume, die Natur und einfach die Stadt von oben und von unten aber nicht so oft, der Film ist weniger in der Stadt gedreht was ich gut finde, sondern eher dort wo kein Tourist hin kommt in Japan, das sowieso viel zu teuer ist zum hinreisen.

Naoko spielt im Film oft ein Mädchen dass zu sehr an Sex denkt. Was ja eh super ist wenn Frauen so denken und reden, aber irgendwie hat es im Film nicht dass gebracht was es sein sollte, einfach die Romantik fort zu treiben. Ich mag romantische Filme, hin und wieder Frauen Filme, überhaupt die von Gina Wild.

Cool war als sie ihn dauernd sekiert, ob er einen Steifen hat, ob er Sex will, das war nicht ordinär, das war wieder ehrlich und gefühlvoll, ja so reagiert der Film, so richtig unschuldig und nett.

Übrigens in Asien hat der Film für die beste weibliche Hauptrolle den Preis gewonnen. Und das Kostüm ist auch nominiert worden. Dass ist eine 21 köpfige Jury aus vielen Ländern in Asien die in 10 Kategorien Preise vergibt.

Angeblich ist der Schriftsteller in Japan sehr berühmt, der Film ist nicht so beliebt da unten warum weiß ich nicht, Vielleicht ist er zu melancholisch denn das ist er, und da ich mir denke dass Bücher oft mehr an Gefühlreaktionen haben als Filme ist das Buch noch melancholischer, Also wenn man das Buch liest bist du Selbstmordgefährdend.

Schade dass der Film so schwermütig klingt, ich glaube da hat auch ein bisschen die Musik beigetragen die ich gar nicht so richtig bemerkt habe, ich habe mich jedenfalls ertappt als ich mir dachte he wann ist der Film denn nun aus.

Ich hätte jedenfalls Vielleicht gerne mehr von Watanabe gesehen und nicht dauernd die ganzen Depression und Innenleben von Naoko. Sicher war das nicht so plakatierend dargestellt, aber etwas zu viel doch, und das finde ich schade bei so einem Film, weil die Geschichte ist recht gut gewesen zwar nicht unbedingt was fürs Kino aber immerhin. Vielleicht liegt das daran dass der Regisseur aus Vietnam kommt und dort werden anderen Filme gemacht als in Japan.

Was vielleicht auch zu viel war, die Todessehnsucht im Film, da hat man irgendwie das Gefühl, dass die Leute die nicht so viel im Film machen, da hat keiner so richtig einen Job, ja die würden sich alle glaube ich umbringen wenn sie die Möglichkeit hätten. Da ist meiner Meinung nach zu viel an Gefühlen rein interpretiert worden oder wie man das nennt.

Humor habe ich im Film vermisst, obwohl es gar nicht geplant war, aber einiges hätte lustig sein können, und eines wundert mich, sowieso, der Film hat den Titel vom Lächeln, also davon sah ich nicht viel.

So gesehen ist es ein guter Film, die Musik nicht übel aber das Ganze zu melancholisch, dafür die Schauspieler sind gut, Naoko kann Kizukis Tod nicht verwinden, oder Midori wie sie vor Leben nur so sprüht, das waren wirklich oft unvergessliche Schauspielerische Momente die ich gerne so sehe.

Der Film hat auch explizite Sexszenen die fast Hardcore sein könnten, wenn man mehr zu sehen hätte, nur eines fehlt noch, man hat sich mit den Schauspeilern nicht identifizieren können, nicht so richtig und darum hat mir wegen dieser vielen Dinge der Film nicht so sehr gefallen und ich vergebe daher nur magere 69 von 100 Punkten.

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Baumkopf Holzfaust

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Der lernts nimmer.


ShayaNova

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mir ging dasselbe durch den kopf LOL


katinkaka

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Bewertung4.5Uninteressant

Ein Film für Depressive und die, die es noch werden wollen, mit schönen Bildern, einer perfekten Stimmungsvermittlung, reichlich tragischem Kitsch und einem Zuviel an Darstellung und Gesprächen von Sex. Nicht mein Geschmack.

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Leila57

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Bewertung4.0Uninteressant

Japanische Filme sind generell zu empfehlen, aber in diesem Fall: Finger weg vom Versuch einen Murakami zu verfilmen. Das geht an alle Filmemacher. Schon dem Trailer ist zu entnehmen, dass die Nähe zum Buch nicht bedeutet, dass die Schauspieler die Charaktere treffen oder sich die Tiefe zwischen den Zeilen in romantische Klischeeszenen pressen lassen. Don't try it again!

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SCIIAS

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Bewertung7.0Sehenswert

Der Film war gut, tolle Kamera und die Stimmung hat mir gefallen. Aber ich habe mich des Öfteren ratlos gefühlt was die Aktionen der Protagonisten angeht. Da ist vieles verwirrend und nicht nachvollziehbar. Warum sind die alle so depressiv? Naja vielleicht sollte ich das Buch mal lesen.

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emaka

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Bewertung7.5Sehenswert

"Romanze" ist der völlig falsche Begriff. Dieser traurig schöne schwere Film hat Tränen in meine Augen getrieben. Ich habe auch das Buch gelesen. Die Verfilmung ist schon gelungen, aber irgendwie zieht sich die erste Hälfte länger hin als die zweite. In der zweiten Hälfte wird es erst so richtig wunderbar. Ich würde auch empfehlen den Film aufgrund seiner sexuellen Offenherzigkeit mit einer Person seines Vertrauens zu schauen und nicht mit einem ersten Date, da man ansonsten vielleicht doch unangenehm berührt im Kinosessel hin- und herrutscht. Im Vergleich von Buch und Film, fand ich noch dass man im Film evtl zu stark Sympathien für die eine oder andere Person vergibt, was ich im Buch nicht das Gefühl hatte. Da waren die Sympathien ausgewogener und die Charaktere gleichwertiger, irgendwie.

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Muriku

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Bewertung6.0Ganz gut

Ja, Filme sind kommen ja fast nie an das Buch ran, man darf das auch nicht erwarten, is' ja ne andere Kunstform, bla und blubb. Normalerweise versuche ich auch wirklich das auseinanderzuklamüsern und beides unabhängig voneinander zu sehen, aber für mich ist der Film so weit am Buch vorbei, dass aus Murakamis atmosphärischem Roman eine verkitschte Teenagerromanze geworden ist, die nur in einigen wenigen Szenen die Stimmung des Buches wiedergibt (In Naokos Wohnung bei Regen z.B.). Schon allein die Darsteller (abgesehen vielleicht von Naoko, die ich mir wirklich einfach nur anders vorgestellt habe und Nagasawa, den ich gut getroffen, im Vergleich zu den anderen aber zu alt fand) sind viel zu glatt und hübsch, wie japanische Popsternchen, die normalerweise die Titelsongs von Animes singen. Vielleicht ist es aber auch unmöglich die Gedanken und Gefühle der Hauptfigur, auf denen das Buch nun einmal baut, filmisch wiederzugeben, die lebensfrohe und grundehrliche Midori nicht aufgesetzt und überdreht wirken zu lassen, oder Naoko fünfmal wiederholen zu lassen, dass sie einfach nicht feucht geworden wäre, ohne dass es lächerlich wirkt. Vermutlich hat sich der Film aber auch mal wieder nur zu sehr an der Vorlage entlangehangelt und ist eben dadurch völlig an ihr vorbei, weil man einen Inhalt meistens eben nicht eins zu eins in ein anderes Medium übertragen kann, ohne ihn dadurch zu vermurksen.
Vielleicht ist das alles aber auch nur eine subjektive Beurteilung, die auf meiner Faszination vom Roman und den Figuren beruht, die ich für mich eben anders interpretiert habe.
Die Synchronisierung ist aber ohne jeden Zweifel furchtbar.

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Bibabiest

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Bewertung7.0Sehenswert

Ich weiß nicht, ob ich zu prüde bin oder die Authentizität des Films einfach zu gewollt. Über die wunderschönen Bilder, die Stärke der Schauspieler und die musikalische Untermalung ist wohl nicht mehr viel zu sagen, ein Genuss für jeden Cineasten. Wenn man sich zwischendurch immer wieder selbst mit entrückten Mimiken auf die Leinwand starrend erwischt, dann muss der Film etwas haben, das einen nicht loslässt.
Nichtsdestominder empfand ich die "Echtheit" der Gespräche als störend. Man hatte das Gefühl, der Film möchte einem das ungeschminkte Leben zeigen, indem möglichst viel Intimes diskutiert wird, das einen nicht selten verstört in die nächste Szene entlässt. Eine schöne die Idee, die für meinen Geschmack aber schon zu sehr ins Extrem ging. Eine konsequente Weiterführung dieser Idee wäre vielleicht eine 5-minütige Dokumentations eines Toilettenganges des Protagonisten gewesen.
Mit seinen 133 Minuten hätte der Film nichts eingebüßt, wenn man ein- bis zweimal weniger eine "Ständer"-Diskussion eingebaut hätte. Vielleicht liegt dieses Gefühl, das ich habe, aber auch an der deutschen Übersetzung.
Trotzdem ein Film, den man sich anschauen sollte! Bereuen tue ich es auf jeden Fall nicht.

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karma-karman

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kein Interesse

Murakami gefällt mir nicht. Insofern interessiert mich auch diese Verfilmung nicht die Bohne...

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JimSommer

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Es war die richtige Entscheidung - nerv!


Tekl

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Scheinbar bin ich dem Kitsch verfallen. So werden Murakamis Werke gerne mal als sprachlich schwächelnder Kitsch hingestellt und dann scheint dieser Film sogar noch nicht mal diese Schwäche zu erreichen. Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Muss ich mich wohl mit abfinden, dass ich nun einen Hang zum Kitsch entwickle. ;)

Mangels Vorabinformation und Kenntnis bin ich absolut ohne Erwartungen in den Film gegangen, einzig das Land war mir bekannt. Mich hat der Film zutiefst beeindruckt und absolut getroffen. Alleine die recht karge aber zutiefst treffende Sprache. Schauspielerisch extrem mitreißend und immer wieder so kleine detailverliebte Szenen, wo eben das Detail genau darin bestand, bestimmte Dinge nicht zu zeigen. Das kam immer gewollt und nie amateurhaft rüber. Z. B. die Szene wo Watanabe und die Musiklehrerin niedergeschlagen im Raum sitzen. Da musste man genau hinschauen, dass sie eine Gitarre in den Händen hielt. Das war ein entscheidendes Detail dieser Szene, doch man sah nur ein Stück vom Gitarrenhals.

Sehr bewegend fand ich auch die ungeschönten und gefühlvollen und zugleich oft kühlen Sexszenen. Vor allem deren Kulisse. Murakami wird verblümte Jugendsprache angedichtet, filmisch konnte ich das nicht ganz nachvollziehen. Die Szenen hatten alles was irritierend authentisches, wo die Umgebung hängen bleibt und ihren Charme zur Situation beiträgt. Ich denke da nur an das Bett vor dem Fenster wo der Schnee rieselt.

Ach und die kleinen Details, wo Watanabe z. B. an seinem Verband riecht.

Der Hammer ist wie hier schon erwähnt die Szene an der Küste. Die ist für sich schon ein Meisterwerk und aus meiner Perspektive unerreicht.

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der Suk

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Bewertung5.5Geht so

Naoko war für mich ein Halb-und-Halberlebnis. Die erste Dreiviertelstunde ließ ich mich berieseln von den ruhigen Momenten, den stillen Sätzen. Ich genoss den Regen, den Schnee, den Wind, fühlte mich, als würde ich den Traum eines anderen träumen. Ein leichtes Fieber lag auf den Bildern. Doch, Genuss. Aber die kommende Dreiviertelstunde ermüdete ich langsam, so als befände ich mich zu lange auf einer wunderbaren Ausstellung. Genug gesehen. Auch fand ich irgendwann die „Erlöserrolle“ Watanabes („Schlaf mit mir.“) etwas überzogen; ergänzt durch Stigmata an der Hand, einer Jungfrau und einer großen (räusper) Trockenheit. Meine Füße tippelten nervös wartend dem Ende entgegen, als nochmal eine kräftige Woge von ca. 5 Minuten den Film auffrischte. Die Szenen an der Küste haben eine unglaubliche Bild- und Tongewalt, dass mir fast der Atem stockte. Man glaubte, das Herz Watanabes im Leib zerreißen zu hören. Ganz große Kunst und für mich einer der besten Filmmomente seit Langem. Wirkte noch lange nach und ließ mich die restlichen 10 Minuten, die noch so nachblubberten, freundschaftlich durchwinken. Aber, wie gesagt, halb und halb. Ich habe es nicht bereut ihn zu sehen, aber ein zweites Mal steht in weiter Ferne...

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ungesagt

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Bewertung5.0Geht so

An Murakami kommt die Verfilmung bei weitem nicht heran. Außer schönen Bildern hat der Film nicht wirklich etwas zu bieten.

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andyewest88

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Bewertung6.0Ganz gut

Norwegian Wood ist solides asiatisches Kino. Vor allem auf der optischen Ebene liefert Regisseur Anh Hung Tran tolle Arbeit ab. Allerdings gleitet ihm in unzähligen Nahaufnahmen die unspektakuläre, dafür aber einfühlsame, Geschichte schon früh aus den Händen. Absehbar, einfallslos und repetitiv: Tran ist es nicht gelungen die extrem erfolgreiche Buchvorlage des Japaners Haruki Murakami adäquat in Bewegt-Bild zu übersetzen. Unterm Strich bleiben nicht mehr als ein paar schöne Bilder (tolle Ausstattung!), viele ruhige Kamerafahrten und solide Schauspieler hängen. Ganz gut!

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chriskaps

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Hätte ich nicht besser zusammenfassen können. Mein Kommentar spar ich mir.


RLX-Devlin

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Bewertung6.0Ganz gut

Japanischer Kitsch, überwältigende Bilder, Rinko Kikuchi. I'm sold.

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