Nuit Noire - Die schwarze Nacht

Nuit noire (2005), BE
Laufzeit 89 Minuten, FSK 18, Drama

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- Kritiker
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5.7 Community
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von Olivier Smolders, mit Fabrice Rodriguez und Yves-Marie Gnahoua

Dieses düstere Fantasymärchen dreht sich um einen Insektenforscher, der sich unter anderem mit schlimmen Kindheitserinnerungen auseinandersetzen muß. Er bekommt Besuch von einer fremden Frau, die schwer krank sein Zimmer betritt, sich in sein Bett legt und nicht wieder gehen will – und sich auf unerklärliche Weise zu verwandeln beginnt.


Cast & Crew


Kommentare (6) — Film: Nuit Noire - Die schwarze Nacht

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CatafalqueForFallenFlies

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Bewertung9.0Herausragend

Als hätten sich Franz Kafka, David Lynch und Lars von Trier unter einer Sonnenfinsternis zu einem gewaltigen, dunkelbunten Insekt transformiert und anschließend eine Leinwand bespien. Für den Inhalt fehlen die Worte bzw. verweigert er sich gegen solche und was bleibt ist verstörend-grandios. Bitte mehr davon!

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Ezra

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Bewertung7.0Sehenswert

War ganz gut. Ich muss mir den auf jeden Fall nochmal angucken.

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Niotq

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Bewertung7.0Sehenswert

Ich möchte dem Regisseur jetzt einmal unterstellen, dass sein Ziel die Arthouse-Kategorie war, in der er zur Rechten David Lynchs sitzen wollte. Leider wirken die, hust, kafkaesken Lynchismen - oder was man eben dafür hält -, von denen es einen wahren Haufen gibt, oft zu beliebig und willkürlich, als dass man dieses Werk über die volle Laufzeit hinweg ernst nehmen könnte. Was allerdings bleibt, ist ein visuell sehr ansprechendes Füllhorn surrealer Ideen, das auf DVD genossen sicherlich besser wirkt als im Kino, wo wirklich an den falschesten Stellen gelacht wurde. Ich fühlte mich alles in allem sehr gut unterhalten, und das nicht durch etwaige unfreiwillige Komik.

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Magnolia.odora

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Bewertung6.5Ganz gut

Nuit Noire, ein bildgewaltiges Gedankenschwurbeln, das an Käferblenden nicht spart.
Lange und gebannt gleitet der Zuschauer durch die Schwärze einer nicht enden wollenden Nacht, in der gleichsam mehrer Grenzen zu verschwimmen scheinen.
Zum Beispiel die zwischen Erotik und Ekel, oder die zwischen zwei Menschen.
Da bricht sich die weiße Schwester einen Weg aus der kränklichen schwarzen Frau auf dem Bett.
Und Kinder mit Masken verschwinden im Dschungel.
Hätte der Film an diesem Punkt sein Ende gefunden, so wären viele lose Fäden (in meinen Augen!) sinnig verknüpft wurden und der Film zu einem runden Abschluss gekommen.
Aber irgendwie überschreitet hier die Handlung ihren Zenit und führt uns weiter zu einer mordenden, tanzenden Schönheit und macht das Gedankenkonstrukt, was bis dahin recht schlüssig schien kaputt.
Ich werde ihn mir definitiv nocheinmal anschauen müssen, aber dieses "Überspannen des Bogens" war schon beim ersten Sehen ein kleiner Wermuthstropfen im ansonsten grandiosen Bildermeer.

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novak 2807

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Bewertung10.0Herausragend

Eraserhead lässt grüßen.

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Pako

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Düster, morbid, surreal - herrlich. Kafka und Lynch lassen Grüßen - ein echter Geheimtipp für Freunde des Surrealismus. Einige Parallelen zu obig genannten gibt es jedenfalls.

Die Welt des Insektenforschers ist brutal und gleichzeitig bezaubernd schön, man freut sich direkt in die Düsternis einzutauchen. Zum Beispiel weiss man nie, ob man sich vor den zahlreichen Großaufnahmen allerhand exotischer und heimischer Insekten ekeln soll oder ob man einfach nur gebannt die Schönheit dieser Tiere genießt.
Der Film wirkt zu keiner Zeit bedrohlich, im Gegenteil, sanft wird der Zuschauer in die Tiefen der Nacht, der Seele, der Welt der Träume hinabgeführt.
Der Film ist ein Kunstwerk, der mit der Sinnlichkeit, Erotik, Unschuld und Schönheit spielt. Man will ständig mehr sehen, mehr eintauchen in die bizarre Welt von "Nuit Noire". Der Soundtrack tut jedenfalls auch seinen Beitrag dazu.
Am Ende ist es schwer, das Gesehene in Worte zu fassen.

Meine Empfehlung: Lasst euch diesen audiovisuellen Lynch-Trip nicht entgehen!
(PS: Der aktuelle Trailer auf "moviepilot" ist falsch, er hat nichts mit dem Film zu tun!)

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