Pickpocket

Pickpocket (1959), FR Laufzeit 72 Minuten, FSK 16, Drama, Kriminalfilm

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7.7
Kritiker
4 Bewertungen
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7.1
Community
142 Bewertungen
6 Kommentare
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von Robert Bresson, mit Martin LaSalle und Marika Green

Michel schlägt sich in Paris mit Taschendiebstählen durch. Er glaubt, er könne sich über die geltenden Gesetze hinwegsetzen und lässt sich weder von seiner Freundin Jeanne noch von einem ihn verdächtigenden Kommissar davon abbringen. Nach und nach verfeinert er seine Technik und wird vom Amateurdieb zum Profi. Doch auch die größte Meisterschaft kann ihn nicht vom unvermeidlichen Ende seiner kriminellen Karriere abhalten. Erst ganz am Ende realisiert er, dass die Liebe einer Frau ihn läutern und sein ganzes Leben ändern kann.


Cast & Crew


Kommentare (6) — Film: Pickpocket


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tom777

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Bewertung6.5Ganz gut

Ich hatte das Vergnügen Pickpocket In einer Sondervorstellung im Filmmuseum im französischen Original sehen zu können,darüber hinaus noch in Anwesenheit von Hauptdarstellerin Marika Green,übrigens die Tante von Eva Green und erstaunlich gut erhalten wenn man bedenkt das der Film bereits 53 Jahre alt ist,die am Beginn ein paar einführende Worte sprach und nach dem Film auch gemeinsam mit Jean-Michel Frodon dem Publikum Rede und Antwort stand.
Pickpocket drehte Bresson quasi am Zenit seiner Popularität im Anschkuss an "A Man Escaped",er wurde aber im Gegensatz zu seinem vorherigen Film-Erfolg sowohl von den Kritikern als auch vom Publikum ziemlich schlecht aufgenommen.Einer der Gründe dürfte wohl gewesen sein das Bresson komplett auf Schauspieler verzichtete und statt dessen "Modelle" wie es auch Marika Green beschrieb von seinen Scouts suchen ließ die den Figuren in seinem Drehbuch möglichst genau entsprachen oder es zumindest sollten.
Diese Laiendarsteller agierten dann in emotional minimalistischer Manier in mit spartanischer Eleganz ausgestatteten Sets welches nicht unbedingt den damaligen Sehgewohnheiten entsprach.
Das ganz große Meisterwerk das so manche Kritiker in diesem Film sehen wollen,konnte ich für mich trotz einiger positiver Aspekte wie etwa der Atmosphäre oder der hervorragenden Darstellung der Taschendiebstähle inklusive erhellender Einblicke in das Gefühlslebens des Hauptdarstellers Michel durch geschickten Einsatz des Voice Overs nicht unbedingt erkennen,was weniger an den eher durchschnittlichen Dialogen die Bresson in eifrigem Streben nach Perfektion unzählige male wiederholen lies um dann doch oft den ersten oder zweiten Take zu verwenden,als vielmehr am recht simpel gestrickten Drehbuch lag.
Aber wie sagte Bresson (laut Marika Green) selbst so schön:
"Ich zeige eigentlich ganz simple Dinge,erstaunlich was manche Kritiker darin alles zu entdecken vermögen."

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Wumz

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Bewertung9.0Herausragend

"Ein Mensch mit überdurchschnittlichen Fähigkeiten, nicht nur intelligent, sondern auch mit Talenten ausgestattet von denen die Gesellschaft profitieren könnte. Soll dieser Mensch, durch die Umstände gezwungen, vor sich hin vegetieren oder darf er das Gesetz brechen um sich entfalten zu können?"

In "Pickpocket" begleitet man den Taschendieb Michel ab seinen ersten Versuchen als Taschendieb. Des Weiteren bekommt man die Geschichte von ihm aus dem Off erzählt. Das habe ich als sehr entspannend wahrgenommen und noch dazu schafft es ein Vertrautheit zur Hauptperson. Sehr intensiv sind die Diebstähle inszeniert, auch weil die Stimme aus dem Off die Gefühle beschreibt die während dessen durch den Kopf gehen. Man bekommt mit was es für eine Überwindung kostet, jemanden in der Bahn in die Taschen zu greifen und in was für einer Gefahr man in diesem kurzen Augenblick ist. Das in dem gesamten Film nur sehr selten Musik eingespielt wird tut der Stimmung sehr gut.
Michel entwickelt sich weiter und die Gefahr erwischt zu werden wächst. Und ich war von alldem bis zum Ende sehr fasziniert.

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Wumz

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Ich hab noch den Film über den Esel Balthazar hier auf den ich mich schon sehr freue.


Sigmund

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Der ist auch ganz toll. Hat sich bei mir inzwischen ebenfalls zu einer 9 aufgeschwungen.


Tyler__Durden

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Bewertung6.5Ganz gut

Wird am Anfang noch darauf hingewiesen das es sich nicht um einen Thriller handelt, vom Stile jedenfalls, ist es doch genau die Spannung mit der "Pickpocket" den größten Pluspunkt in der Tasche hat. Zu sehen wie Hände sanft und geräuschlos um her gleiten, wie sie Geldbeutel aus der Jacke tricksen oder Uhren von dem Armgelenk drehen ist schon ab der ersten Szene eine Spannungsgeladene Angelegenheit. Höhepunkt ist wohl der Raubzug am Bahnhof. Meisterlich, um es kurz zu sagen. Die Laien Schauspieler gehen dann aber auf den Keks genauso wie unnötige Charaktermomente oder Nietzschisches Supermann Gelaber.

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Filmsuechtiger

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Ja aber was rettet jede verlorene Seele? Die Liebe! Da bin selbst ich gerührt. Die Taschendiebstahlszenen hat Bresson sich übrigens von Samuel Fullers Polizei greift ein abgeguckt.


Tyler__Durden

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Recht haste, fände ich auch schön. Nur haben die Akteure und die Laufzeit da, für mich persönlich, nicht mitgespielt um die Emotionen wirklich auszubauen.
Polizei greift ein ist Vorgemerkt, danke.


Cash

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Großartig, wie die Taschendiebstahl-Szenen inszeniert wurden. Die Laiendarsteller sind natürlich erwartet hölzern und das Ende lässt ein wenig zu deutlich Bressons religiöse Ansichten durchschimmern, aber für 72 Minuten ist man wirklich gut unterhalten und wenn nicht, dann zumindest fasziniert.

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AugusteB

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Bewertung10.0Herausragend

Vielleicht der geeigneteste Film um herauszufinden ob man Cineast ist. Ich bin einer!

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Geistertexter

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Bresson ist der radikalste Stilist des französischen Kinos und "Pickpocket" sein bedeutendster Film.

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