Rififi

Du rififi chez les hommes (1955), FR Laufzeit 111 Minuten, FSK 18, Kriminalfilm, Thriller, Kinostart 30.09.1955

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8.0
Kritiker
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7.1
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8 Kommentare
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von Jules Dassin, mit Jean Servais und Carl Möhner

Vier begabte und gründliche Verbrecher, Meister ihrer Fächer, wollen ein Juweliergeschäft in Paris ausrauben. Unter ihnen ist auch Toni, der gerade aus der Haft entlassen wurde. Der Plan scheint zunächst unausführbar, da sowohl Alarmanlage als auch Safe des Juweliers als unüberwindbar gelten. Doch das Profi-Team glaubt, den perfekten Plan gefunden zu haben.

Hintergrund & Infos zu Rififi
Rififi ist ein Klassiker und Meilenstein des Heist-Filmes, dessen Einflüsse in fast allen Genrevertretern wiederzuerkennen sind. Unnerreicht an Spannung ist jedoch die berühmte 20 minütige Überfallsequenz, die komplett ohne Dialog abläuft.

Ursprünglich sollte die Gangster-Film-Ikone Jean-Pierre Melville Rififi drehen, doch auf dessen Bitten überließ er Jules Dassin die Regie. Dieser wurde zuvor nach einer Denunzation des Regisseurs Edward Dmytryk vom Komitee für unamerikanische Umtriebe aus der USA ausgewiesen – ein Erlebnis, welche sich im Themenkomplex Verrat von Rififi wiederspiegelt. Auch zurück in Europa wurden viele seiner Filmprojekte durch amerkikanische Einflussnahme abgelehnt, so dass Rififi sein erster Film nach 5-jähriger Pause wurde.

Obwohl Dassin ohne Stars und mit wenig Budget auskommen musste und er auch Teile der Buchvorlage von Auguste Le Breton ablehnte, gewann er für Rifi den Preis für die Beste Regie bei Filmfestival Cannes 1955.

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Cast & Crew


Kritiken (1) — Film: Rififi

Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...

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10.0Herausragend

Die fast halbstündige Einbruchssequenz, in der kein Wort gesprochen wird, machte RIFIFI weltweit berühmt; die nachdrücklichste Szene des Films ist jedoch eine andere: Ein weißer Luftballon, der den Händen entgleitet und langsam im Himmel zwischen den Wolken verschwindet. Wie ein Fingerzeig in Richtung des nahenden Unheils, ist es eben jene Einstellung, die Dassins erste europäische Produktion schlagartig von der Blaupause für alle kommenden Heist-Movies in einen melancholischen Abgesang auf eben jene umkippen lässt. Wenn der Film gegen Ende ebenso wie seine Figuren alle bisherige Hemmung über Bord wirft, und das Kalkül dem Exzess weicht, steht fest: Der Mensch entgeht seinem eigenen Scheitern nie.

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Kommentare (7) — Film: Rififi


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Gearbreaker

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Zeitloser Klassiker des Film Noir, der zwischen den Stühlen steht - und das sehr standfest.
Durch die Vermengung von europäischem und amerikanischem, traditionellem und modernem Stil erhält der Film eine - für die 50er außerordentliche und bis heute einzigartige - Atmosphäre. Dies und die Tatsache, dass er stilprägend war für das Genre des Heist-Films macht ihn zur erfahrbaren Filmgeschichte. Über kleinere Mängel (wie das kleine, dumme Kind) kann man dabei nahezu mühelos hinwegsehen und wird dafür von Jules Dassin mit einem extravaganten Juwel sowohl unter Gangsterfilmen der Fünfziger, als auch unter Filmen generell belohnt.
Deswegen vergebe ich 8 von 10 mit Löschschaum zubetonierten Alarmanlagen für "Rififi"!

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ShadowBroker

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Bewertung9.0Herausragend

Habe den Film über die Liste der "Top 7 der coolsten Heist-Movies" hier auf MP gefunden und bin extrem beeindruckt. Ich hatte anfangs Zweifel was die Aussage hinsichtlich der 28-minütigen, dialoglosen Einbruchszene angeht, jedoch hat sie mich umso mehr überrascht. Sehr spannend gemacht bis auf die Szene in der die Frau in der Bar singt ist auch nichts irgendwie zu lang gezogen gescheige denn langweilig - im Gegenteil ich finde den Film äußerst spannend. Noch beeindruckender ist die Tatsache, dass der Film 56 Jahre! nach seiner Veröffentlichung auf dieser Liste noch immer Platz 1 hält und das meiner Meinung nach, zu Recht.

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Blonder

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Bewertung9.0Herausragend

Wer denkt bei dem Film nicht sofort an die Einbruchsszene, bei der über 20 Minuten kein Wort geredet wird. Aber nicht nur der Einbruch selbst ist großartig, sondern wirklich alles an dem Film ist überragend. Da wären die großartigen Schauspieler, die sehr gute Kamera-Arbeit, die Klasse Musik und natürlich der super Schnitt.
Ein großer Klassiker der Filmgeschichte und die Mutter des Heist-Movie schlecht hin.

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Tytus

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vorgemerkt

so an alle die denn Vorgemerkt haben, läuft heute auf BR um 0:00

MP pennt mal wie üblich :P

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 10 Antworten

guggenheim

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"Heiße Spur" hab ich noch nicht gesehen, werde ich auch diesmal nicht (aber passt ja auch: ist von Arthur Penn). Ich guck mir später vielleicht noch "Ein Leben für ein Leben" an...


Tytus

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oh denn hätte ich übersehen, klingt interessant.

Hab etwas in "das leben der anderen " reingeguckt na ja


Sonse

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Eine Gruppe Ganoven plant einen Juwelier in Paris auszurauben.
"Du Rififi chez les Hommes" (1955) ist ein klassisches Heist-Movie und doch mehr, eine Referenz und Vorlage für alle filmischen Heists, die da noch kommen sollten.

Höhepunkt und Herzstück ist die 20-30 Minuten lange, wortlose Sequenz, in welcher der Raub ausgeführt wird. Ist man aufgrund seiner Kenntnis des Genres, das Rififi entscheidend mitgeprägt hat, heutzutage über Anfang und Ende nicht so überrascht, verfolgt man die Durchführung des Plans mit großer Spannung. Nicht dass die Männer nicht flüstern könnten, sie arbeiten jedoch so professionell, das dies nicht nötig ist. Dabei ist der Einsatz von Geräuschen und Musik besonders wichtig und enorm gelungen. Hier fiebert man mit, weil man simples Handwerk sieht, einen Heist den fast jeder mit relativ einfachen Mitteln durchführen könnte. Keine exorbitanten Investitionen, realitätsferner Hi-Tech-Schnickschnack, Akrobaten und schieres Glück wie wir es zum Beispiel aus den Ocean's-Filmen kennen, sind erforderlich, sondern ein Regenschirm, ein Feuerlöscher, ein Hammer, ein wenig Stoff, ein paar Seile, ein Fluchtwagen, etwas zum Verstauen der Beute sowie - und das ist noch das außergewöhnlichste (wenn auch für mich das unglaubwürdigste hier) - eine Art selbstgebauter Dosenöffner für den Tresor, der jedoch größtenteils auch nur Zeit und Druck voraussetzt.

Darum folgt man gespannt diesem Coup, nicht weil man die Kriminellen so ausgesprochen nett findet, worin sich Rififi doch von den meisten Vertretern seines Genres unterscheidet. Vor allem die Hauptfigur, Tony Stephanois, ist niemand an den ich auch nur ein Symapthiepünktchen verschwende. Just aus dem Knast quält er erstmal seine Ex-Freundin und peitscht sie aus. So wird er uns vorgestellt und sein striktes Beharren auf irgendeinen ollen Gangstercode macht das nicht besser.

Jules Dassin, ein Amerikaner, der aufgrund einer Vorladung vor das HUAC nach Frankreich flüchtete, vermischt in Rififi geschickt das europäische Setting mit Einflüssen aus US-Gangsterfilmen. Basierend auf einem Roman von Auguste Le Breton, ist Dassins Film überfüllt mit Gangsterlingo, die zumindest in der Synchronisation oftmals sehr albern und holprig daherkommt. Mein Französisch wird wohl niemals gut genug sein, um diese Sprüche im Original beurteilen zu können, aber es ist davon auszugehen, dass sie besser passen.

Wer Heist-Movies mag, der muss Rififi schauen, sonst kann man eigentlich nicht mitreden. Auf der deutschen DVD befindet sich eine Kinofassung und eine, um einige Minuten längere Fassung. Vor einem möglichen Hollywood-Remake mit Pacino, das angeblich in Planung ist, graust es mir offen gesagt.

bedenklich? 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

Blonder

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Der Film ist ein zeitloses Meisterwerk und ein Remake ist überflüssig.


Sonse

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Bei Topkapi bin ich mir nie so sicher, ob ich den nicht als Kind mal gesehen habe. Ist aber schon so lange her, dass ich mir den mal wieder anschauen muss. "Le Cercle Rouge" gibt's bei uns ja leider nicht auf DVD...


moep0r

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Bewertung6.5Ganz gut

Die Szene des Diebstahls ist wirklich grandios, aber sonst ist der Film eher so medium.

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VisitorQ

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ich lasse gleich Charlie mit der langen Pfote auf dich los.


Tobias

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Vermutlich der beste französische Gangsterfilm überhaupt. Und die schönste und längste Juwelenraub-Inszenierung der Filmgeschichte.

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