The Church

La chiesa (1989), IT
Laufzeit 98 Minuten, FSK 18, Horrorfilm

- Kritiker
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6.6 Community
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3 Kommentare
The Church - Bild 3850588
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von Michele Soavi, mit Hugh Quarshie und Tomas Arana

Im Mittelalter haben Kreuzritter ein ganzes Dorf ausgelöscht, deren Einwohner der Teufelsanbetung verdächtigt wurden, und haben eine Kirche über den menschlichen Überresten errichtet. Jahrhunderte später wird die versiegelte Krypta geöffnet, und eine kleine Gruppe wird von dem freigesetzten Dämon befallen.


Cast & Crew


Kommentare (3) — Film: The Church

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crab1973

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Bewertung7.5Sehenswert

Das vierte Türchen des ungeheuerlichen Adventskalenders und weil heute Sonntag ist gehen wir brav in die Kirche. „The Church“ von Michele Soavi.
Soavi, der lange Schüler Dario Argentos war und oft als Second Unit Director für den Italiener mit der Vorliebe für ausgefeilte Kamerafahrten gearbeitet hat, legt nach dem Giallo „Stage Fright“ aka „Aquarius“ aka „Deliria“ seinen zweiten Spielfilm vor und man kann ihm getrost bescheinigen, dass er eine Menge von Meister Argento gelernt hat obwohl ich mich ein bisschen schwer damit tue „The Church“ als eigenständiges Werk Soavis zu sehen.
Eigentlich als „Dämonen 3“ geplant und auch so als Arbeitstitel gelistet ist der fertige Film sehr uneinheitlich und ich werde jetzt einfach mal ein bisschen mutmaßen, woran das liegen könnte.
Der Anfang um die teutonischen Ritter und die verfluchte Kirche, den Siegelstein (oder so) könnte durchaus der Plot zum dritten Teil von Lamberto Bavas Dämonenreihe sein, im letzten Drittel kippt die Handlung aber in eine ganz andere Richtung.
Es macht fast den Eindruck als ob sich die Filmemacher (oder der Produzent) mitten in den Dreharbeiten dazu entschlossen hätten dem Film eine andere Richtung zu geben und anstelle eines Splattermovies einen atmosphärischen Grusel, irgendwo zwischen „Rosemaries Baby“ und „Die Fürsten der Dunkelheit“, zu drehen.
So ist die zweite Hälfte eindeutig Michele Soavi anzurechnen, da hier die, für ihn typischen surreal, alptraumhaften Bilder zu finden sind, vollgestopft mit sexueller und religiöser Symbolik. Diesen Stil hat er dann ja mit „Dellamorte Dellamore“ perfektioniert.
Auch gibt es aus der ersten Hälfte Handlungsbögen, die einfach ins Nichts führen oder aber kurz vor dem Ende, mehr schlecht als recht zu einem Schluss geführt werden.
Trotzdem liegt „The Church“ immer noch weit über dem Durchschnitt, ach weil Soavi, ebenso wie Argento ein begnadeter Techniker ist und man ist oft durch schöne Kamerafahrten, ungewöhnliche Blickwinkel und die hervorragende Ausleuchtung einfach abgelenkt ist von der Handlung, die gar keine richtige Bezugsperson für den Zuschauer bietet.
Eine seltsame Atmosphäre des Irrwitzes legt sich über den gesamten Film in der zweiten Hälfte. Ich weiß nicht, ob das wirklich so beabsichtigt war aber es hat wahnsinnig viel Stil. Während die ersten Todesfälle noch, Italo typisch hart in Szene gesetzt sind, dominieren am Ende Bilder die eher an Hieronymus Bosch erinnern. Die gute Musik von Goblin und Keith Emerson verstärken diese surreale Stimmung auch noch.
Also für Leute,die etwas nachvollziehbares möchten ist das sicher nichts. Mir hat Soavis Zweitling trotz oder gerade wegen dieser Handlungsmängel (beziehungsweise wie der Regisseur sie kaschiert) ausgesprochen gut gefallen. Allerdings bin ich auch ein großer Fan von „Dellamorte Dellamore“ und mag seinen Inszenierungsstil wirklich gerne. Es ist schade, dass Michele Soavi seit 1994 nichts mehr im Genre gedreht hat. Er mag zwar ein Schüler von Dario Argento gewesen sein, seine völlig eigene Art eine Geschichte zu erzählen hat er aber trotzdem.

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lieber_tee

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Schönes Loblied auf einen Klasse-Film.


crab1973

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Vielen Dank für die Blumen! Mir fehlt jetzt in meiner Soavi Sammlung auch nur noch "The Sect". Der ist aber erst im neuen Jahr dran. :)


Homunculus

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Bewertung7.0Sehenswert

Weitgehend unterschätzter Argento/Soavi Streifen, der mit einigen visuellen Reizen, seltsam bizarr-surrealer Atmosphäre und geschickten Kamerafahrten punkten kann.Die Schauspielkunst ist nicht sonderlich erwähnenswert, die Synchro ist z.T entsetzlich, auch kommen hier und da (für Argento Verhältnisse erheblich reduzierte) Splattereinlagen zur Geltung, über die man aber gnädig hinwegsehen kann.
Außergewöhnlich ist der Score, der mich mit seinen zum Teil unwirklichen Klangfarben überzeugen konnte und eher dürftige Filminhalte durchaus aufgewertet hat.
Erwähnenswert auch die Szene einer Satansmesse in den Gewölben der "Church", die sicherlich als eine Art Hommage an Polanski`s Rosemary`s Baby gedacht war.
Insgesammt eine Fusion aus ansprechend obskur mystischer kathedralen Ästhetik, banalen bis albernen Figurenklischees und unappetitlichen Splatter. Letztlich die Aussage, dass sich das vermeintlich "Böse" ins Diametrale verkehrt, recht so..

Wer Interesse hat, kann sich das Teil übrigens derzeit über youtube in der deutschen Fassung reinziehen(Dario Argento`s the Church), wer weiß wie lange noch..

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

ZornGottes

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Argento hat den Film nur produziert, Regie führte Michele Soavi.


Homunculus

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Ok haste recht, das Detail hab ich übersehen, allerdings sollte man die Produktion nicht unterschätzen, die ist beim Film ähnlich wichtig wie bei musikalischen Projekten, der letzte Feinschliff sozusagen und da kommt der Argento ziemlich oft klar durch


xtheunknown

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

nichts für horrorfans die einen hauptcharakter und einen klaren logischen storyablauf benötigen. der film lebt mehr von seiner optik, ausstattung und atmosphäre. bereits der anfang im mittelalter ist genau so dreckig und düster wie man es sich wünscht. die kirchenszenen im rest des films beeindrucken mit einer aufwendigen ausstattung. verborgene mechanismen, dämonen, besessenheit, ein wenig splatter und geheimnisvolle mächte sind die zutaten auf die sich der genrefan freuen darf.

im übrigen war the church mal als dämonen 3 gedacht.

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