DeDavid

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DeDavid aus Erfurt heißt David Exner, ist 22 Jahre alt. Er hat sich auf moviepilot angemeldet und hat schon unglaubliche 2375 Filme bewertet und legendäre 225 Kommentare geschrieben. Schreibt derzeit hier:: http://www.drei-cineasten.blogspot.de/ Ist aber hoffentlich irgendwann motiviert genug, seine ganzen Texte auch hier zu veröffentlichen. *?* Smother the demons! Mehr


Gästebucheinträge

  • hoffman587 10.05.2015, 15:53 Geändert 10.05.2015, 15:54

    Ah, das mit den beiden anderen Filmen ist mir sogar bisher gar nicht aufgefallen, vielleicht auch deshalb, weil parallel dazu ja wieder neue erschienen sind auf der Liste. Bogdanovich selbst wertet THE LAST PICTURE SHOW ja auch als sein großes Meisterwerk, von dem er sagt, dass man in seinem Schaffen nur einmal einenn solche Film dreht, bei dem alles stimmt. Ansonste decken sich unsere Erfahrung mit Bogdanovich so gut wie vollständig, bloß, dass bei mir noch NICKELODEON dazu kommen würde. DOC nicht ganz unähnlich (es handelt sich um eine Hommage an die frühen Tage des Kinos, in der Bogdanovich besonders gern traditionelle Stilmittel und Slapstickzitate bemüht). Jeder muss dieser Film dahingehend eher als misslungen bezeichnet werden, da er zum Großteil nicht mehr ist als zappeliger und trotteliger Nonsense ist, der sich auf klassischen Slapstick stürzt, das Ganze dahingehend aber auch überstrapaziert. So wirkt sein Film zwanghaft diffus aneinandergereiht, das mag Methode von Bogdanovich sein, ändert aber nichts daran, dass sein Film ein heilloses (und vor allem oberflächliches) Durcheinander zu sein scheint, eine manchmal wilde Blödelei mit teils enervierenden Figuren. Klingt jetzt aber wahrscheinlich erst einmal schlimmer als es ist. Aber vielleicht sollte man vorher lieber zu PAPER MOON oder BEWEGLICHE ZIELE greifen. :-)

    • Aber du wirst doch nicht leugnen, dass bei dir schon mehrere Filme mit 0 Punkten existieren, oder? Darum ging es mir. :-P
      Den Film sollte man auch meiden. Andererseits weiß man dann auch wozu der Emmerich alles fähig sein kann und blickt (wie du auch schon festgestellt hast) ganz anders auf seine bisherigen Filme. Vielleicht sogar ein bisschen froh darüber, dass die doch nicht so aussehen wie das Ding. Das mit dem Ananym ist mir ehrlich noch überhaupt nicht aufgefallen. Jetzt ging mir wirklich ein Licht auf. Mein Gott ist das stumpf. :-D

      Aber wo schon bei hassenswerten Filmen können wir ja auch gleich mal auf das Gegenteil umschwenken, denn ich wollte schon länger fragen, wann denn genau Bogdanovichs LAST PICTURE SHOW auf deiner Lieblingsfilmliste gelandet ist?

      • hoffman587 08.05.2015, 14:06 Geändert 08.05.2015, 14:06

        Mensch, Mensch, Mensch. Wer hat denn da wieder 0 Punkte verteilt?:-)

        • na klar nehme ich an. :D

          • Das Ende begeistert mich zwar auch nicht (den damaligen zeitlichen Kontext da mal ausgeblendet, für den das wahrlich mutig gewesen wäre), aber es ist doch schon mal ein besseres als das, was der Film letztlich hatte. Das stimmt.^^
            Danke auf jeden Fall für die Aufklärung. :)

            • hoffman587 20.03.2015, 14:53 Geändert 20.03.2015, 14:55

              Ich bin da ehrlich gesagt etwas zwiegespalten, was die Anmoderation angeht. An sich finde ich sie schon ganz nett. Was mir aber aufgefallen ist, umso populärer der vorgestellte Film ist, umso phrasenhafter und austauschbarer ist die Präsentation. Umso unbekannter die Filme sind, umso anregender sind manche Gedankengänge, die da so aufgegriffen werden. Graf war zumindest ein schöne Überraschung.^^

              Ach und das ist ja interessant. Über die Veränderungen des Endes habe ich noch gar nichts gelesen. Könntest du mich da vielleicht aufklären, wie und weshalb da Änderungen vorgenommen wurden?

              • Ja, das kann man so sagen. Dabei hatte Dominik Graf in der (dadurch überraschenden und schicken) Ankündigung eigentlich schon großes Interesse an dem Film geweckt, die der Film selbst dann nicht einzuhalten wusste. Auch wenn ich ehrlich gesagt auch nicht viel erwartet hatte. Ansonsten ist das wirklich ein relativ lasch erzählter, spröder und in seiner Plotkonstruktion eher dumpfer, aber in seiner schlichten Harmlosigkeit zum Teil auch gefälliger und gemütlicher Film noir mit einer Frau, die zum Verhängnis wird, einen Unschuldigen, der des Mordes beschuldigt wird, Nachtclubs und dubiosen Schatten in der Geschichte.

                • Wunderbare Wahl des Videos! Danke sehr. :-)

                  • Leider nicht. Da weißt du sogar mehr als ich, ich wusste nämlich für meinen Teil noch gar nicht, dass er noch dieses Jahr im TV ausgestrahlt werden sollte (falls das tatsächlich eintreten sollte, wäre das natürlich überaus erfreulich). Etwas genaueres habe ich zum Thema auch noch nicht gelesen.

                    • Wobei mir das mit der geringen Aufmerksamkeit irgendwie ganz recht ist, denn bei Smoke hat man ja (wieder) gesehen, was passiert, wenn dem so ist und gegen Graf losgezogen wird, was in seiner Argumentation teils haarsträubend fand.^^

                      Und ja, die reichen Leichen würde ich auch eher als eher gemütlichen und drolligen Heimatkrimi beschreiben, dessen reißerische Sektenszene. die mich irgendwie an Parkers Mississippi Burning erinnerte, dabei besonders hervorsticht. Damit hat Graf in diesem sehr aktiven Jahr eine wirkliche Rundschau an verschiedenen Filmen geliefert: einen kleinen Fernseh-Film (der Starnbergkrimi), einen großen Fernseh-Krimi (Smoke on the Water), eine Doku (Es werde Stadt) und sogar einen Kinofilm (Die geliebten Schwestern), der in die deutsche Geschichte eintaucht. Nicht schlecht für ein Jahr, würde ich meinen.