Rude Boy
Rude Boy (1980), Laufzeit 133 Minuten, Drama, Musikfilm, Dokumentarfilm, Kinostart 02.01.1981
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mit Joe Strummer und Mickey Jones
Halb fiktional, halb dokumentarisch erzählt “Rude Boy” die Erfahrungen des “The Clash”-Fans Ray Gange, der seinen Job in einem Sexshop in Soho zurücklässt, um als Roadie für die Punkband zu arbeiten. Aus Rays Perspektive erlebt der Zuschauer “The Clash” hautnah, wird aber auch hineingezogen in eine brisante Phase britischer Geschichte. Der Film besteht in Teilen aus elektrisierenden Konzertmitschnitten von den “On Parole”- und “Sort it Out”-Touren Ende der 70er Jahre und begleitet Joe Strummer, Mick Jones, Paul Simonon und Topper Headon bei den Aufnahmen zu ihrem zweiten Album “Give ‘Em Enough Rope”. Währenddessen diskutiert Ray mit den Bandmitgliedern in Rock ‘n’ Roll-Manier über das politische und künstlerische Klima der Zeit. In seiner losen Zusammensetzung ist Jack Hazan and David Mingays Film “Rude Boy” ein gutes Stück Punk und entwirft ein musikalisch-soziologisches Zeitbild seiner Ära. Er lief im Wettbewerb der Berlinale 1980 und wurde von der Jury mit einer lobenden Erwähnung bedacht.
Cast & Crew
-
Joe Strummer
-
Mickey Jones
Schauspieler
- Genre
- Sozialdrama, Musikfilm, Inszenierter Dokumentarfilm
- Zeit
- 1970er Jahre, 1980er Jahre
- Ort
- Großbritannien, Soho
- Handlung
- Armut, Bühne, Demonstration, Garage, Gewalttätigkeit der Polizei, Konzert, Kultfilm, Open-Air, Polizei, Polizeistaat, Proberaum, Punk, Roadie, Sexshop, Sozial schwache Familie, The Clash, Tournee
- Stimmung
- Aufregend, Ernst
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Filmdetails Rude Boy
Trailer zum Film Rude Boy
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Kommentare
Kommentar schreibenmikkean 2010/10/07 12:22:53
Kommentar löschenPunk: Rotz, Randale und laute, wütende Musik - oder so ähnlich. Jedenfalls gibt es davon reichlich in "Rude Boy", der gefakten Doku um The Clash. Was haben die auch für grossartige Musik gemacht! Auf dem Höhenflug ihres Debüt-Albums wagten sie sich an einen Kinofilm. Jack Hazan und David Mingay begleiten die Band und lassen Ray Gange einen Fan spielen, der zum Roadie und permanenten Begleiter wird. Joe Strummer, Mick Jones, Topper Headon und Paul Simonon lassen ihn sogar ins Studio, nach dem hektischen Gewusel der Gigs gönnt man sich abends ein Bier. Wer sich an "Rude Boy" wagt, sollte keine großen Erwartungen mitbringen. Denn dieser Film entzieht sich einer dramaturgischen Erzählweise. Bis es überhaupt irgendwie richtig losgeht, durchleben wir etwas vom Alltag von Gange. Arbeiten im Sex-Shop, die Nacht im Polizei-Gewahrsam, im Club mal oral verwöhnt werden. Dazwischen fangen Aufnahmen von Demos von und gegen die rassistische National Front den Vibe der Zeit ein. Als Zeit-Dokument erfüllt "Rude Boy" seinen Anspruch. Was den Teil der Handlung angeht, wird es für ungeübte Zuschauer schon schwieriger. Gange hängt mit den Jungs, erlebt einige der legendärsten Gigs der Band, da erfahren wir endlich, wo die ganzen tollen Live-Clips von The Clash herkommen. Dann werden da wiederum auch einige Episoden inszeniert, wie die Roadies, die einen Typen mehrere Minuten hinter der Bühne blutig zusammenschlagen. Natürlich geht der Sinn da irgendwann verloren, denn Gange und die anderen leben halt nur vor sich hin. Auch eine parallel gezeigte Crime-Story um drei schwarze Nachwuchs-Kriminelle erschließt sich nur teilweise als sinnvoll. Aber was soll's? Wer sich an solchen Details stört, sollte vielleicht auch keine Punk-Platten hören. Klar, auch Strummer und Co. zeigten sich über den fertigen Film entsetzt, aber für das bisschen Anarchie zwischendurch ist "Rude Boy" perfekt. Über die Band-Geschichte kann man sich auch in "Westway to the World" von Don Letts hervorragend erkundigen, "Rude Boy" reicht einfach mal die Bilder der Zeit um '78/'79 nach, als Punk-Sein eine Flucht vor der tristen Wirklichkeit war. Und keine Ansammlung von schnellen Nummern, zu denen Kids in Marken-Klamotten und Kajal-Bemalung abgingen.
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