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The House of the Devil
The House of the Devil (2009), US Laufzeit 91 Minuten, FSK 16, Horrorfilm
7.3
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von Ti West, mit Jocelin Donahue und Tom Noonan
Erzählt wird die Geschichte der jungen Samantha, die einen Babysitterjob annimmt, um die 300 Dollar Monatsmiete für ihre neue Wohnung zu verdienen. Zu spät merkt sie, dass sie in eine Falle gelockt wurde. In dem düsteren Haus beginnt ein blutiger Kampf auf Leben und Tod, in dem die Protagonistin im wahrsten Sinne durch die Hölle geht!
Mehr Bilder (7) und Videos (1) zu The House of the Devil
Cast & Crew
Drehbuch
Filmdetails The House of the Devil
- Genre
- Horrorfilm
- Handlung
- Babysitter, Kindermädchen, Student
- Stimmung
- Gruselig
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Kritiken (11) — Film: The House of the Devil
Kubrick_obscura: CinemaForever
Kommentar löschenInhaltlich und formal bewegt sich "The House of the Devil" äußerst lautstark auf dem Parkett von Polanskis Klassiker "Rosemary's Baby" und es wäre eine Lüge zu behaupten, dass es da nicht auch ab und zu knarren würde. Ti West hat hier so etwas wie einen historischen Horrorfilm gedreht, der nicht nur die 80er wieder aufleben lässt, sondern sich auch mit den Phänomenen dieser Zeit auseinandersetzt. Inhalt, Sub-Text und filmische Mittel sind auf ein Minimum reduziert. Es bleibt nur die Angst.
11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten
Le Samourai Sun, 16 Dec 2012 17:18:51 -0000
Antwort löschenGanz genau. Und genau DAS macht ihn so stark und pur. Schon INNKEEPERS gesehen?
Kubrick_obscura Sun, 16 Dec 2012 17:21:22 -0000
Antwort löschenNee, der lief ja am Freitag im UCI und ich musste Samstag früh arbeiten. Ich werde mir die Blu-Ray im Januar holen. :)
Le Samourai Sun, 16 Dec 2012 17:23:29 -0000
Antwort löschenAch echt? Nicht mitbekommen.
Na dann freu dich schon mal. Setzt meiner Meinung nach noch einen drauf...
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der cineast Mon, 17 Dec 2012 12:17:57 -0000
Antwort löschenIM KINO UND IHR WART NICHT DA=? :O
Kubrick_obscura Mon, 17 Dec 2012 18:03:27 -0000
Antwort löschenJA!
Arakune: CinemaForever, Im Wendekrei...
Kommentar löschen[...] Bereits von Beginn an ist unsere Protagonistin ein Final Girl, denn sie hat permanent mit der beängstigenden [zwischenmenschlichen] Einsamkeit zu kämpfen, die sie umklammert und nur selten ihren festen Griff löst. Lediglich ihre Lieblingsmusik auf dem Walkman vermag das Gefühl der hilflosen Angst zu verdrängen, die sie innerlich gefangen hält. Im Angesicht der überwältigenden Gefahr befreit sie sich von ihren metaphysischen Fesseln und wächst inmitten eines emanzipatorischen Rausches über sich hinaus, handelt ausgesprochen mutig und logisch. Doch trotz allem Respekt, den West seiner geliebten Protagonistin entgegenbringt, beendet er seinen Konflikt der Generationen auf äußerst hinterhältige Weise – Heute triumphiert über Gestern; aber nicht, ohne zu einem Großteil davon beeinflusst und manipuliert worden zu sein. Sein gefilmter Konflikt lässt sich partiell auch auf den Bruch zwischen ursprünglichem und modernem Horrorkino anwenden.
Das düstere, geheimnisvolle Anwesen, die spannende quälend-lange Einleitung, das gnadenlose Finale. In einer brutalen Klimax zerreißt West mit fortschreitender Filmdauer sämtliche Nerven des Zuschauers, penetriert und verwöhnt ihn mit beeindruckend kreativen Kameraeinstellungen und lässt ihn schließlich mit spärlich dosierter Gewalt verstört zusammensinken. THE HOUSE OF THE DEVIL ist das gezielter verspielte Äquivalent zu Rob Zombies HAUS DER 1000 LEICHEN, das spannendere TEXAS CHAINSAW MASSACRE. Lächelnd poussiert er mit den Genre-Meilensteinen in ihren Schatten, um letztlich daraus hervorzutreten und ihnen auf Augenhöhe einen liebevollen Kuss zu geben. Denn Horror-Film, das ist oft eben auch pure Leidenschaft.
Kritik im Original 14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
der cineast Mon, 10 Dec 2012 22:18:45 -0000
Antwort löschenHübsch.
Oceanic6: CinemaForever
Kommentar löschenDer Teufel steckt bekanntlich im Detail.
13 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...
Kommentar löschen[...] Damit ist HOUSE OF THE DEVIL in erster Linie auch ein Bekenntnis zum Medium Film selbst, eines zur Kraft von Bild- und Tonkomposition, die weder Geschwätzigkeiten, noch visuelle Überladenheit benötigt, um eine einzigartige Atmosphäre zu kreieren. Denn - und hier wird Wests Verehrung gegenüber Roman Polanski, die sich durch den ganzen Film, zieht, deutlich - ebenso wie die Apartment-Trilogie des polnischen Regisseurs, ist auch West mehr am „Wie“, denn am „Was“ seiner Geschichte gelegen: Wenn Jocelin Donahue das Anwesen in der Einöde erreicht, gibt es keinen Zweifel an der weiteren Entwicklung des Plots, dessen ist sich HOUSE stets bewusst, weshalb sich der Blick auch zunehmend auf die wachsende Paranoia zentriert, und spätestens wenn Donahue wie einst Mia Farrow mit dem Messer in der Hand durch die düsteren Gänge des Hauses stolpert, dann ist dies nicht nur ein nettes Zitat des wegweisenden Klassikers ROSEMARY‘S BABY, sondern auch dessen Quintessenz: Der eigentliche Horror spielt sich im Kopf ab, weit bevor er sich in der Realität manifestiert.
Und trotz dieser einschlägigen Prägung fühlt sich Wests vierter Film eigenständig an, setzt er Genrefloskeln und Verweise doch wohl dosiert ein, und zeigt mit dem stilistischen Bruch während des Finales, dass er sich sehr wohl von den großen Vorbildern emanzipieren kann, sobald es nötig erscheint. Umso faszinierender, dass sich all dies auch noch erstaunlich homogen anfühlt, und gar prächtig funktioniert: Die bewusste Reduktion und das gemäßigte Tempo provozieren mehr Unwohlsein, als alle Highspeed-Slasher im vergangenen Jahr. [...]
Kritik im Original 21 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten
filmschauer Sun, 13 Mar 2011 17:49:40 -0000
Antwort löschen@Hitmanski: Sehr schön!
@duffy: Anschauen lohnt sich (obwohl mutmaßlich kein Konsensfilm, wenn man sich die Bewertungen so anschaut).
Hitmanski Sun, 13 Mar 2011 19:21:18 -0000
Antwort löschen@ filmschauer: Danke :)
@ duffy: Ich schließe mich da meinem Vorredner an; anschauen lohnt auf jeden Fall, gerade weil West sich nicht heutigen Konventionen anbiedert, sondern riskiert, dass man seinen Film auch langatmig finden kann. Könnte aber auf jeden Fall was für dich sein (auch wenn unsere Übersinstimmung ja etwas anderes behauptet :P).
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der cineast Mon, 14 Mar 2011 08:27:51 -0000
Antwort löschenDat Teil lohnt sich also?
Hitmanski Mon, 14 Mar 2011 10:50:18 -0000
Antwort löschenWenn man sich darauf einlässt: Auf jeden Fall :)
Julio Sacchi: Das Manifest
Kommentar löschenHOUSE OF THE DEVIL, das ist wie 70 Minuten sagenhaft tolles, rundum perfektes megageiles Vorspiel und dann ein kurzer, total öder Fick.
Wobei der Film es vorher tatsächlich schafft, über die nerdige 80er-Mimikry hinaus zu gehen und sich als nahezu makellos inszenierter Film zu präsentieren (inkl. schauspielerischer Highlights von Noonan und Gerwig). Allerdings merkt man kurz vorm mißratenen Payoff schon, daß der Spannungsbogen überdehnt wird (zumal man von Anfang an eh schon weiß, was die Leute mit Samantha vor haben).
Das Finale paßt in Stil und Ton nicht, ist viel zu überdreht und grell, außerdem zu abgeschmackt und dann auch noch mit einem blöden "ha ha"-Ende überwürzt.
Dennoch absolut sehenswert.
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Flibbo: Wie ist der Film?
Kommentar löschenWas Altmeister Sam Raimi („Tanz der Teufel“) 2009 mit „Drag Me To Hell“ gelang, schafft nun ein Jahr später ein Nachwuchsfilmemacher in einer gänzlich humorlosen Variante: Die Reinkarnation des Oldschool-Horror. In beeindruckend authentischer 80er-Jahre-Optik präsentiert Regisseur, Autor und Cutter Ti West mit „The House of the Devil“ einen hundsgemeinen Horrorstreifen der ganz klassischen Variante, welcher viele Genrefans angesichts der hochstilisierten Gruselfilmchen aus jüngster Zeit geradezu aufatmen lässt. Ganz im Retrostil, jedoch stets eigenständig und ernsthaft, ohne sich allzu deutlich mit Hommagen aufzuhalten, lehrt West uns das Fürchten, wie es manch einer schon fast vergessen hatte. [...]
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenWenn es nur um die Bewertung der genauen Imitation eines 80er Horrorfilms ginge, dann müsste der Film die volle Punktzahl bekommen. Look, Style, Requisite, Filmmaterial und Musik sowie Schauspieler und Dialoge sind Spot-On.
Hier hat sich der Regisseur wirklich Fleisskärtchen verdient, denn wer es nicht besser weiß, wird wohl tatsächlich annehemen einen klassischen Horrorfilm zu sehen, der irgendwo zwischen Bloody Valentine und Amityville Horror angesiedelt ist - mit einem Schuß "The people under the stairs" und "Rosmarys Baby" abgeschmeckt.
Die Frage ist allerdings, ob der Film ein guter 80er Film gewesen wäre und da bleiben dann doch einige Wünsche offen, denn der Film ist im Grunde nur Atmosphäre und wenig Fleisch. Suspense ist ja gut und schön, aber nachdem schon der Vorspanntext sagt worum es geht, gibt es eigentlich nicht mehr viel was der Film nicht schon verraten hätte. Mädchen nimmt Baby-Sitter-Job bei Creepy Familie in einem Haus am Arsch der…
/p>8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
Flibbo Sat, 10 Apr 2010 02:38:26 -0000
Antwort löschenDas ist so ein Film wo ich beide Lager im Publikum absolut verstehe, sodass ich mich selber kaum entscheiden kann. Aber die Atmosphäre war einfach zu überteugend.
SiameseAlex Thu, 25 Aug 2011 12:02:21 -0000
Antwort löschenDer Kommentar von Flibbo triffts!
Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...
Kommentar löschenBester Horrorfilm seit mindestens drei Ewigkeiten.
Kritik im Original 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
Batzman Fri, 12 Mar 2010 03:05:21 -0000
Antwort löschenRetro alleine ist auch nicht abendfüllend ;)
Mr Vincent Vega Fri, 12 Mar 2010 03:07:27 -0000
Antwort löschenHabe ich auch nicht behauptet. :)
peter-noster: Mostly Movies
Kommentar löschenAls Horrorfan war ich sehr gespannt auf den Low Budget Streifen. Die Trailer und das Plakat versprachen einen Retrohorror im Stile der späten 70er ohne jegliche Ironie. Und ich wurde nicht enttäuscht. Setting, Technik und das Filmmaterial lässen die Hochzeit des okkulten Horrors wieder sehr lebendig erscheinen. Doch ahnlich wie der andere Horroreintrag in dieser Liste (“Pontypool”) krankt auch “The House of the Devil” eine wenig an dem im beinahe kathartischen Finale. Doch bekommt man eine höchst spannenden Thriller zu sehen, der nach dem hitchcockschen Suspense Prinzip arbeitet. Wir als Zuschauer wissen, das in dem Haus was faul ist, was der eingeladene Babysitter aufgrund des versprochenen Geldes gerne übersieht. Die Situationen sind gerade so konstruiert, dass es glaubhaft bleibt, weshalb die Protagonistin bis zum bitteren Ende keinen Verdacht schöpft.
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Mr.Vengeance: Lost In Imagination
Kommentar löschenTi West's HOUSE OF THE DEVIL ist nicht mehr und nicht weniger als der mit Abstand beste Film des Genres in 2009. Und außerdem die einmalige Chance daran erinnert zu werden, was ein Horrorfilm eigentlich ist und was die Filmindustrie gerade daraus zu machen versucht. Hyper spannender und clever inszenierter 70s-Retro-Film.
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Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...
Kommentar löschenEin süße kleine Brünette mit großen und unschuldigen Rehaugen. Ein Aushilfsjob den man besser nicht angenommen hätte. Eine alte und düstere Villa außerhalb der urbanen Metropole. Ein dunkle, von einem Wald umgebene Straße, die zu dem alten Gemäuer führt. Ein düsterer Friedhof der auf dem Weg liegt. Ein älterer und bärtiger Mann, freundlich und zurückhaltend, in schwarz gekleidet der sich schwer auf seinen Gehstock stützt, nebst seiner noch freundlicheren Frau. Kommt euch das bekannt vor? Ja? Völlig richtig und so ist es ja auch gedacht. „The House of the Devil“ erzählt nicht nur von einer düsteren Horror-Geschichte die angeblich auf wahren Tatsachen beruht, sondern beschwört gleichzeitig auch die Geschichte des Horror-Films an sich. Regisseur Ti West hat mit dieser kleinen horrorlastigen Episode einen Beitrag abgeliefert, der allein schon auf Grund seiner nostalgischen Natur als charmant zu bezeichnen ist. „The House of the Devil“ überzeugt dabei in der ersten Hälfte vor allem mit dem Spiel mit den gängigen Chiffren und Klischees des Genres, die von West immer wieder zitiert werden, womit er dem Zuschauer immer wieder ein belustigt-wissendes Kopfschütteln abluchsen kann.[...]
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Kommentare (55) — Film: The House of the Devil
sebastian-boldt Thu, 16 May 2013 21:05:16 -0000
Kommentar löschenDer Film hat für mich leider viel zu lange gebraucht um in Fahrt zu kommen. Vor dem Finale hat er doch so einige Einstellungen zur Verfügung gestellt um den Zuschauer einen gehörigen Schreck zu verpassen. Ich sag nur Spiegel und Fenster, aber aus irgendeinem Grund wird hier darauf verzichtet, schade eigentlich. Das hätte das Ganze für mich abgerundet. Zudem ist die synchro mehr als grottig, was jetzt aber nicht zu Abzügen in meiner Bewertung führt. Alles in Allem ein Streifen den man sich ruhig mal angucken kann.
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Daymare Tue, 14 May 2013 22:35:15 -0000
Kommentar löschenTi West-Filme sind ganz offenbar nichts für mich und das obwohl dieser Streifen schon deutlich besser war, als der unsagbar öde "The Innkeepers", vor allem der Retro-Look hat es mir angetan! Schade ist nur, dass auch "The House of the Devil" unfassbar lange braucht um mein Interesse zu gewinnen...
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Ohne Wiederkehr Thu, 09 May 2013 21:42:53 -0000
Kommentar löschenKomennat enthält Spoiler !!! (auf keinen Fall lesen, wenn ihr den Film noch nicht kennt aber sehen wollt).
Der Mond prangt am Himmel, klar und bedrohlich.
Ein Haus in einem dichten Wald, weit fernab jeglicher Zivilisation. Mit zunächst nur wunderlich wirkenden Hausherren. Ein Ort des Schreckens, ein Ort dem man nicht entkommen kann, ein Ort der einen gefangen hält, der einen packt und nichtmehr loslässt. Ein Ort so schrecklich, wie die Hölle selbst.
Ti Wests Film ist langsam, sehr langsam, wer Action und Gore braucht sollte es garnicht erst mit diesem Film versuchen, er würde sowieso nur enttäuscht werden. Doch gerade diese Langsamkeit ist es, die den Film zu einem meiner schlimmsten Filmerlebnisse gemacht hat, die icch jemals hatte, denn man befindet sich stets in der Erwartung, dass jede Sekunde der Schrecken über die Protagonistin hereinbricht, doch es geschiet nichts, man weiß, das die Gefahr lauert, doch Ti West gibt ihr bis zum Ende kein Gesicht und macht seinen Film dadurch unerträglich spannend (Im Ernst, ich habe mehrmals kurzzeitig abgebrochen und wollte eigentlich garnicht wieder weitergucken, weil ich es kaum ausgehalten habe). Denn der Zuschauer befindet sich bis zum Ende total im Ungewissen, man weiß nicht was es ist, dass da im Haus sein Unwesen treibt und vor allen Dingen wo es ist, man weiß nur DAS es da ist und da es schrecklich ist. Hinter jeder Ecke, hinter jedem Möbelstück oder hinter jeder Tür kann es sein, jedes kleinste Geräusch kann ein Anzeichen sein und somit befindet sich der Zuschauer permanent unter Anspannung. Er wandert selbst durch das Haus und erträgt das gleiche, wie die Protagonistin.
Das Ende, in dem der lauernden Bedrohung endlich ein Gesicht gegeben wird, kommt dann fast, wie eine Erlösung und im ersten Moment freut man sich sogar, dass man endlich Gewissheit hat, doch dieses Gefühl ist nur von kurzer Dauer. Denn das was nun folgt ist nicht weniger fürchterlich als das, was man vorher erleiden musste. Ich glaube, ich habe tatsächlich noch nie soein krankes, abstoßendes, entsetzliches Finale in einem Horrorfilm gesehen und das beste ist, selbst das Ende erklärt im Grunde überhaupt nichts und lässt den Zuschauer weiterhin im Ungewissen, der sowieso nicht die geringste Ahnung hat was da gerade passiert.
Ti West inszeniert einen Film, der nicht auf Action und Gewalt (obwohl diese am Ende natürlich auch vorkommt, ein Horrorfilm ganz ohne Gewalt ist einfach fast unmöglich), sondern auf Atmosphäre und Spannung setzt und wird dafür von vielen Seiten gehasst, das ist schon fast typisch.
Ja Ti Wests Filme sind alles andere als zeitgemäß und deshalb geniale Genrekost.
An dieser Stelle muss ich unbedingt den Kameramann lobend erwähnen, ich glaube ich habe bisher noch nie soeine geniale Kameraarbeit gesehen, zumindest wäre es mir bis jetzt nicht aufgefallen.
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Maniac131 Mon, 06 May 2013 02:02:12 -0000
Kommentar löschenHervorragender Psychoterror, der einen mit einer Homage nach der anderen direkt in die 70ger befördert. Klasse, dass sich das mal einer traut und es nicht verkackt.
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Happiness Thu, 02 May 2013 18:12:20 -0000
Kommentar löschenGeiler Film, grottenschlechte Synchro. Sowas kann u.U. nen ganzen Film verderben. Wenns geht im Original anschauen.
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johnboy1979 Tue, 16 Apr 2013 15:43:59 -0000
Kommentar löschenNun, nach dieser mir doch recht befremdlichen Diskussion hier zu diesem Film, habe ich beschlossen, doch nochmal die Gegenargumente in einem neuen Kommentar zu präsentieren, gerade auch deshalb, weil Polanski mit in die Diskussion gebracht wurde.
Ich beziehe mich hier vor alllem auf die Theorie der Objektivierung vom User "boxcarsboxcars", also: die Weiterführung der 'Ich'-Krise bei Polanski hin zur völligen Auflösung, also dem Sieg des Objekts bei Ti West. Die Theorie, der Gedanke an sich gefällt mir.
Ja, gefällt mir sogar sehr, da man so wirklich den Ansatz Polanskis weiterdenken könnte. Eine vollig erstarrte Welt, in der das 'Ich' sich endgültig aufgelöst hat, in der nur noch die Kälte des Gegenstands, der Objekte herrscht, eine enthumanisierte Welt, die gerade deshalb der absolute Horror ist.
Jedoch! Meine Meinung, mein Eindruck ist, dass die Leere und Starrheit der Bilder beil Ti West eine ist, die in ihrer Refenzwut sicherlich gewollt ist, aber nicht diese Dimension aufweist, die hier angesprochen wurde. Das Schöne an einer Leere eines Filmes ist ja, dass man tatsächlich jede Theorie rauflegen kann, denn, wenn es nichts gibt, was aus den Bildern spricht, dann gibt es auch nichts, was widerspricht.
Das Problem ist, dass es im Film eigentlich auch keinerlei Hinweise gibt, die den Konflikt: Objekt : Subjekt andeuten, sondern halt nur die absolute Flachheit der Charaktere und Bilder. Flach ja gerade deshalb, weil alles Verweis ist: Eine Referenzmonster, ein Mosaik der Hüllen!
Vielmehr erscheint mir Ti West als Kind seiner Zeit, welches im Retrogedanken voll und ganz aufgeht. Retro an jeder Ecke, wohin man auch schaut; in der Musik, in der Mode usw.. - und nichts anderes macht er auch: Er spielt mit den Versatzteilen der populären Kultur des 20. Jahrhunderts, er ordnet sie neu an, sampelt hier was und da was. Er ist der Dj des Horrorfilms, der die ganzen Platten neu zusammenmixt. Insofern hat "boxcarboxcars" schon Recht: wo es nur noch Hüllen gibt, da gibt es kein Subjekt mehr. Das innere Selbst ist durch 100 Jahre intensiver Kulturbestrahlung ein Konstrukt geworden, dass sich aus einer Vielzahl an Hüllen zusammensetzt, die ihre Bedeutung verloren haben. Das Objekt regiert sozusagen das 'Ich'. Aber gut, das war das 'Ich' schon immer: Ein Konstrukt! Die Zusammensetzung der kulturellen Domestikation sowie der individuellen Struktur, die dem entgegenwirkt.
Ich meine, man kann sicherlich so etwas auch interessant finden, aber dem Film die Weihen des Hochkomplexen, der Philosphie und Psychologie zuzuschreiben, ist meiner Meinung nach eindeutig überzogen!!! Ti West ist nicht der Lenker dieser Fragenstellung, wenn überhaupt, ist er das exemplarische Beispiel für diesen Prozess.
Und das ist es, was ihn von Polanski unterscheidet: West ist das Kind, dass mit tausenden Versatzteilen rumspielt, unfähig durch die Last der Hüllen, etwas eigenes daraus zu formen, während Polanski der Dirigent seiner Filme ist, die ganz zielgerichtet auf den Konflikt der Ich-Krise gerichtet sind, einer, der den zugrunde liegenden Konflikt seziert und reflektiert hat, so dass er wie bei "Der Mieter" den Verlauf der Krise minutiös nachzeichen kann. West fehlt dieses reflektorische Vermögen, er vermag es nicht, sich vom unbewussten Konflikt abzuheben, damit er diesen dann objektivieren, verarbeiten, analysieren und schlussfolgern kann.
Die Krise, das Gefühl, nur noch von Außen, von den Objekten bestimmt zu sein, ist ja auch nicht so neu, sondern setzt mit der einhergehenden Industrialisierung, des beschleunigten Zivilisationsprozess und der damit verbundenen Auflösung der alten, haltgebenen Strukturen ein. Schon Kafka, hat ja diesen Umstand in seinen Büchern beschrieben, Charlie Chaplin hat es in "Modern Times" visualisiert und in "Fight Club" wurde dann der Aufstand gegen diese Strukturen geprobt.
Ti West steht hier aber nicht in einer Reihe mit diesen Filmemachern/Filmen. Vielleicht sind seine Filme ganz anständige Gruselfilme mit netten Referenzen, aber mehr auch nicht!
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boxcarsboxcars Sun, 14 Apr 2013 11:56:21 -0000
Kommentar löschen(ich spoilere, und zwar alles.)
‘The impression that you sell \ Passes in and out like a scent \ But the long face that you see \ Comes from living close to your fears \ If this is up, then I'm up \ But you're running out of sight \ You've seen your name on the walls \ And when one little bump \ Leads to shock miss a beat \ You run for cover and there's heat’
Das Problem an ‘kontrovers diskutierten’ Filmen ist, dass ein Parteiergreifen unumgänglich zu sein scheint. Ein Entweder-Oder macht den Boden der Auseinandersetzung aus und verdirbt sie zumeist. Entweder, man sieht ‘den besten Horrorfilm der letzten zwanzig Jahre’, der es endlich, nach ‘The Shining’, wieder schafft dem Genre neues Leben einzuhauchen, oder man fühlt sich in den knapp neunzig Minuten ‘zu Tode gelangweilt’. All den schönen Punchlines, die durch Polemik hin und wieder erzeugt werden, zum Trotz, lenkt eine derart hitzige Diskussion zu oft vom eigentlichen ab.
Davon, wie unfassbar geschickt Ti West alle Fäden, die seit Beginn des Genres, vom ‘Student von Prag’, über ‘Nosferatu’, bis zu Klassikern der zweiten Jahrhunderthälfte, weitergesponnen wurden, aufnimmt und neu verknotet. Fast jedes Set, vom Studentenheim, über die nächtliche Autofahrt bis zum ‘House of the Devil’ ist dermaßen aufgeladen, dass das ‘Fehlen’ einer anspruchsvollen Geschichte, bzw. ihrer Komplexität, unnötig wird. So ist die Simplizität der Handlung, die sich auf einer Streichholzschachtel niederschreiben ließe, nicht als Mangel, sondern viel mehr als kirstalline Klarheit zu begreifen.
Eine Klarheit, die sich so, in diesem Maße, in meinen Augen in erster Linie bei Roman Polanski, in vergleichbaren Filmen findet. West kombiniert die Unsicherheit, die kindliche Naivität - ‘ich werde immer für jünger gehalten usw.’ -, die schon Catherine Deneuve in ‘Repulsion’ verkörperte, mit der Schlussszene aus ‘Le Locataire’. Der markerschütternde Schrei, der das Ende bei Polanski markiert, wird von West allerdings vor den Bildschirm verlagert. Nicht Jocelin Donahue brüllt voller Entsetzen, sondern das Publikum, das von der Schwangerschaft der Protagonistin erfährt.
Diese Bewegung, aus dem filmischen, hinein in den Raum der Rezipienten, gehört zu den großen Kniffen Wests, der den Horror aus dem filmischen Bild verbannt und ihn in das vorgestellte Bild verlegt. Der Trick mag kein gänzlich neuer sein. Neu ist die Souveränität, mit der er vollzogen wird.
Um doch in die angebrachte Polemik zu verfallen: ‘The House of the Devil’ steht in einer Reihe mit den Großen. Die Stringenz von ‘Repulsion’, die Stilsicherheit von ‘Suspiria’ und die Subversion eines ‘Funny Games’, um mal einen Film einzuwerfen, der bisher noch nicht zum Vergleich gezogen wurde. Die Ambivalenz, die sich aus einem ‘Warten auf etwas, das da noch kommen mag’ und der letztlichen Einkehr dieses ‘Etwas’, ergibt, ist keineswegs inkonsequent. Sie ist das Wesen eines Films, dessen vielleicht schönste Szene es schafft den ausgelassenen Tanz eines Mädchens mit einem Zähneklappern zu assoziieren: ‘Comes from living close to your fears.’
http://www.youtube.com/watch?v=F913LrBAMSg
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Oceanic6 Sun, 14 Apr 2013 12:55:38 -0000
Antwort löschenSehr schön!
johnboy1979 Mon, 15 Apr 2013 16:02:22 -0000
Antwort löschenNun gut, also ich melde mich hier nur zu Wort, weil du einen meiner Lieblingsregisseure, Roman Polanski, mit diesem Film in Verbindung bringst.
Du hast schon Recht, Polanski ist ein Meister darin seine Botschaft aus dem Drehbuch in das Bild zu bannen. Die Storylines sind letztlich nicht wirklich von Bedeutung, aber die Symbolik der Bilder macht das überflüssig. Soweit teile ich deine Analyse.
Was ich aber nicht teile, ist, dass du tatsächlich behauptest, dass dieser Til West diese Kunst ebenso beherrscht. Also Bitte, die Bilder sind in ihrer Symbolik lahm und eindimensional, sie verweisen auf nichts, wie es zum Beispiel die Bilder Polanskis immer tun!
Wenn der Mieter bei Polanski aus seinem Zimmer, über den Hof in den Toilettenraum hinüber sieht, und dabei schemenhaft Figuren erblickt; ganz verschwommen im Nebel seiner Wahrnehmung, welche immer mehr verwirrt und zu einem Fieber wird, dann sind die Bilder so intensiv, weil sie auf etwas verweisen: den wahren Horror , der das bedroht und in Frage stellt, worüber der Mensch sich definiert: Das 'Ich'.
Genauso sind seine anderen Filme immer durch diesen unterschwelligen Horror geprägt; der Paranoia, der nicht zu definierenden Angst.
So, und du behauptest nun, dass dieser Pseudo-Horrorfilm wirklich in einer Liga spielt mit Mr. Polanski? Bitte, welche Beudeutungsebene ist denn hier verschlüsselt, welches psycholgische Moment? Da ist doch nicht außer Retro und Verweise auf andere Horrorfilme. Alleine schon die Mordszene auf dem Friedhof, an dem die Freundin der Protagonistin auf der Rückfahrt anhält, ist einfach nur trashig, weil ohne wirkliche Bedeutung. Til West, wo ich so darüber nachdenke, mag das vielleicht versucht haben, aber seine Bilder sind flach, unlebendig, starr, eindimensional.
Deshalb meine Bitte: Bitte lass Roman Polanski da raus!
Oceanic6 Mon, 15 Apr 2013 16:49:56 -0000
Antwort löschenUnd genau das macht Ti West hier aus. Er möchte nichts sein, nichts zeigen und ist doch so viel und vor allem beherrscht keiner heutzutage das Genre so gut wie er. Und spätestens mit "The Innkeepers" hat er bewiesen, dass er nicht nur so hervorragend wie Roman Polanski inszenieren, sondern auch genauso gute/wichtige Geschichten erzählen kann. Ti West ist die Hoffnung des modernen Horrorkinos, nicht weniger.
johnboy1979 Mon, 15 Apr 2013 17:18:25 -0000
Antwort löschenSorry, aber das ist für mich letztlich nur eine Behauptung, aber keine Begründung, wie ich sie versucht habe, zu Polanski zu bringen.
Das: "(...)er möchte nichts sein, nichts zeigen und ist doch so viel und vor allem beherrscht keiner heutzutage das Genre so gut wie er. (...)Ti West ist die Hoffnung des modernen Horrorkinos, nicht weniger." sagt mir jetzt recht wenig über die Qualitäten, die du anscheinend wahrnimmst.
Oder ist es vielleicht nicht doch nur ein konstruierter Hype!? Ein Art: Des Kaisers neue Kleider?
Seht doch richtig her, der Kaiser ist in Wirklichkeit ganz nackt! ;)
Oceanic6 Mon, 15 Apr 2013 18:23:27 -0000
Antwort löschenNe, ich habe nur keine Lust, etwas nochmal im Detail zu erläutern und klar darzulegen, was man in genug Kritiken nachlesen kann.
johnboy1979 Mon, 15 Apr 2013 21:49:57 -0000
Antwort löschenNaja, es gibt unzählige Kritiken mit unterschiedlichsten Positionen; dann verweis mich doch einfach auf eine Kritik, die das alles in deinem Sinne begründet. :)
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boxcarsboxcars Tue, 16 Apr 2013 07:57:16 -0000
Antwort löschenIch habe nirgendwo geschrieben, dass die Storylines bei Polanski nicht von Bedeutung sind. Meine Argumentation verlief wie folgt (im Grunde wiederhole ich mich jetzt nur aber vielleicht trägt das zum Verständnis bei): West zitiert ganz offen Polanski - neben etlichen anderen Zitaten ist dies eines der offensichtlichsten, gerade, weil es das Schlussbild einnimmt, ich sehe hier auch überhaupt nicht, wie man das irgendwie anzweifeln kann -, was ich als Hinweis auf etwas verstehe. Die Szenen unterscheiden sich nämlich in einer Sache, dem Schrei, bzw. dem nicht vorhandenen. Dieser scheint mir emblematisch für das Kino Wests zu sein. Er markiert nicht nur den Unterschied zwischen zwei Szenen, sondern zwei verschiedenen Vorstellungen des Horrorfilms. Um es mal auf deine Kritik zu beziehen: ‘Das Ich’, das bei Polanski noch in einer Krise steckt, sich selbst sucht, vor sich flieht usw., existiert nicht mehr. Es gibt keinen Ich-Bezug, sondern nur noch das ‘Du’, das ‘Andere’. Das zeigt sich sowohl im Film selbst, in dem es immer nur darum geht, was ‘die Welt’ gerade mit Samantha macht. Sie wartet auf jemanden, er kommt nicht, sie will in ihr Zimmer, sie kann nicht rein, sie kann ja nichtmal selbstständig zum Titel gebenden Haus fahren! Sie ist keine handelnde Person in dem Sinne, sie ist ein Objekt, mit dem etwas gemacht wird - ‘ein Gefäß’, um es theologisch zu besetzen.
Dieses Schema weitet sich auf die Machart des Films aus. Er spielt in einer anderen Zeit, nicht in ‘unserer’ oder der Ti Wests, er kennt keine eigene Stilistik, er kennt nur die der anderen, der Filmgeschichte.
Es geht mir nicht um die Ehrerrettung von Ti West. Mir ist es auch - eigentlich - ganz egal, ob du ‘findest’, dass er in einer Liga mit Polanski spielt, oder eben nicht. Ich versuche nur, diesen Film, über den immer und immer wieder auf die Art gesprochen wird, wie du es tust, für irgendeine Überlegung zu verwenden. Ich sehe einfach keine ‘flachen, eindimensionalen und starren’ Bilder. Was ich auf jeden Fall sehe, ist ein Polanski Verweis und den kann ich ernst nehmen, von dem aus kann ich etwas argumentieren.
johnboy1979 Tue, 16 Apr 2013 15:45:07 -0000
Antwort löschenIch habe, weil es etwas ausführlicher wurde, mal die Argumente als neuen Kommentar verfasst.
Boogers666 Thu, 04 Apr 2013 11:52:54 -0000
Kommentar löschenMinimale Spoiler
Horror (von lat. horror „Schrecken“, „Abscheu“, „Grausen“, „Zittern“, „Starren“) steht für:
ein Gefühl des Unheimlichen.
Was macht einen guten Horrorfilm aus, was muss er leisten damit man sich gruselt? Was benötigt man für Szenerien, um den Zuschauer nachhaltig zu verstören und ihm weit über das Ende Angst zu machen? Alle Zutaten die ein wirklich ordentlicher Horrorfilm heutzutage zu benötigen scheint sind: Dümmliche Charaktere, ein mittelmäßiges 0815 Klischee Setting und Schockeffekte au masse. Diese drei Zutaten findet man in beinahe jedem Horrorfilm der nach 2000 entstanden ist und das daraus resultierende Ergebnis ist meist ein paar nette "Jumpscares" und eventuell sogar kurzweiliger Grusel, aber mehr nicht. Ich sage nicht das alte Horrorfilme dies teilweise besser machen, denn auch wenn viele immer meinen die besten Horrorfilme kämen aus den 80ern bzw 70ern, dann haben sie durchaus recht , aber ganz ehrlich heute gruseln viele Filme von damals einfach auch nicht mehr, weil eben der Zahn der Zeit an allem nagt. Aber es gibt einige zeitlose Perlen wie "Shining" , "Halloween" oder "Suspirira" die mir auch heute noch unfassbar Angst machen, so und was sind nun die elementaren Bestandteile dieser Filme? Genau, Suspense, lange Charaktereinführungen, ein ruhiger Aufbau, und ein bombastischer Score ("Shining" jetzt mal außen vor genommen). Und all diese Bestandteile hat Ti West in seinem 70er Jahre Retro Horrorfilm "House of the Devil" verinnerlicht , neu aufgearbeitet und nahe der Perfektion umgesetzt. Denn wie auch in "Suspiria" fürchtet man sich hier schlicht und ergreifend bis zum Ende vor eigentlich gar nichts, ja es passiert im Grunde nichts aber auch gar nichts was gruselig erscheint, aber dieses große Haus dieser meisterhafte Retro-Score und dieses unfassbar ausweglose beklemmende Atmosphere lösen ein solch abartiges Kopfkino aus, das ich mich zum ersten Mal seit Ewigkeiten wieder mal im Sessel festkrallen musste. Es gab sogar eine Szene in der ich so viel Angst bekam das ich mich nicht traute hinzusehen, was mir eigentlich nie passiert.
Aber ich fange vielleicht am besten von vorne an. Um was gehts überhaupt in diesem Film, für die die zu faul sind die Inhaltsangabe oben zu lesen werde ich es etwas näher erläutern. Samantha zieht in eine neue Wohnung und braucht dringend Geld um die Miete zu zahlen, das sie sich nichts vom Vater ihrer Freundin pumpen will nimmt sie einen Babysitter-Job zum Stundenlohn von 100 Dollar in einem omniösen alten Haus an, sie soll laut dem Besitzer nur auf die Großmutter des Hauses aufpassen mehr nicht. Samatha willigt wiederwillig ein und eine Nacht des Grauens beginnt. Hört sich vielleicht etwas 0815 an, vielleicht ist es das ja sogar, aber man erkennt schon am Anfang das dieser Film anders ist, ewige Charaktereinführungen, und der eigentliche Horror beginnt erst nach 45min, dann aber so geballt aber trotzdem gleichermaßen subtil, das man sich teilweise selbst Sachen einbildet die gar nicht passieren. "Da ein Geräusch...was war das? Eine Diele, der Schrank.. oh nein auf der Treppe!... Moment da ist ja gar nichts!" genau es ist nichts wie erwähnt passiert bis auf die letzten 15min eigentlich rein gar nichts horrormäßiges, und trotzdem scheißt man sich fast ins Höschen. Außerdem gibt es einige Szenen im Film die ich so noch nie gesehen habe und , wahrscheinlich auch so schnell nicht mehr werde. Es gibt eine Szene in der im Haus der Strom ausfällt und der Film ins schwarz weiße wechselt, plötzlich verdunkelt sich der Bildschirm und roter Mond ist zu sehen, seltsam verkrisselt flackert er immer wieder für ein paar Sekunden auf und alleine diese einfache Szenerie ist wie gesagt einzigartig und meisterlich
Um den Film zu vergleichen würde ich sagen , er ist eine Mischung aus "Suspiria" , "Shining" und "Rosemarys Baby". Denn Ti West kupfert zwar teilweise etwas ab, aber das stört nicht denn trotzdem macht er sein eigenes Ding . Und ich danke dir Ti West für dieses Meisterwerk und freue mich auf deine nächsten Filme und für mich ist er durch diesen Film zur größten Horrorhoffnung der nächsten Jahre geworden.
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Mr Vincent Vega Thu, 04 Apr 2013 11:58:30 -0000
Antwort löschenAbsätze können nie schaden. Sonst aber feine Beschreibung, meine Reaktion(en) auf den Film war(en) sehr ähnlich. Dann solltest Du Dir nun schnell The Innkeepers anschauen - gutes Gruseln wünsche ich.
Boogers666 Thu, 04 Apr 2013 12:01:57 -0000
Antwort löschenAuf den warte ich schon lange muss sehen das ich mir den zulege ;)
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Deathpool Thu, 04 Apr 2013 18:35:28 -0000
Antwort löschenAbsätze sind überbewertet, schöner Kommi.Werde mal reinschauen.
Boogers666 Thu, 04 Apr 2013 19:11:14 -0000
Antwort löschenHaha :D
Danke :)
Tu das, der Film spaltet die Massen was ich durchaus auch nachvollziehen kann. Aber vielleciht gefällt er dir ja, würde mich über nen Kommi zum Film mit deiner Meinung freuen ;)
jeffcostello Wed, 20 Mar 2013 14:41:47 -0000
Kommentar löschenLange ließ dieser Film auf sich warten, viel zu lange, ein stilsicherer Horrorfilm der alten Schule, der richtig Schockt, der Angst macht, unbehagen verbreitet, das Publikum in seinen Bann zieht.
Fernab von den modernen Entwicklungen des Horrorfilms, wie Found-Footage, z.B. das mittlerweile nur noch ärgerliche Paranormal Activity Franchise (nicht falsch verstehen, Found Footage kann durchaus funktionieren, wie man z.B. an Cannibal Holocaust sieht), oder der immer Größer werdenden Anzahl an Torture Porns ( auch hier muss man differenzieren, denn auch hier gibt es bessere und schlechtere Vertreter) besinnt sich Wests „House oft the Devil“ auf Atmosphäre und Suspense.
Der Film könnte durchaus den 70/80er Jahren entsprungen sein, stilistisch sowie vom Spannungsaufbau, langsam, ohne unnötiger Hektik zu verfallen, aber von Minute zu Minute deutlicher, zieht West die Spannungsschraube immer mehr an, bis es beinahe unertrträglich ist, um die Spannung dann in den letzten 20 Minuten in einem beinahe apokalyptischen Finale zu entladen.
Für mich der beste Horrorfilm des neuen Jahrtausends, eine Offenbarung.
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Hartigan85 Wed, 20 Mar 2013 21:44:33 -0000
Antwort löschenKlingt gut, hoffentlich ist der besser wie "The Innkeepers".
jeffcostello Wed, 20 Mar 2013 22:16:53 -0000
Antwort löschenInkeepers hab ich noch nicht gesehen, also kann ich dir nicht sagen ob die sich großartig unterscheiden, aber gib dem hier auf jeden Fall ne Chance, der ist der Hammer! :)
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Hartigan85 Wed, 20 Mar 2013 22:23:55 -0000
Antwort löschenKlar ich gibt grundsätzlich (fast) jedem Film ne Chance. Aber Innkeepers hat mir leider überhaupt nicht gefallen. Manch einer fand den ja auch Hammer ;)
jeffcostello Thu, 21 Mar 2013 02:25:27 -0000
Antwort löschenIch bin nach House ziemlich neugierig auf Inkeepers und werd den nächste Woche wohl mal schauen, dann kann ich dir ja bescheid sagen, ob sich der was Spannungsaufbau und Konzeption angeht von House unterscheidet.
Mac_C_Tiro Fri, 15 Mar 2013 21:50:20 -0000
Kommentar löschenEinmal mehr bin ich in Mondlaune, es ist düster von oben, schneeweiß (oder knochenbleich^^) von unten und der Mond wirkt sehr neblig... es is Zeit für guten, stimmungsvollen Horror, Zeit für Ti West! Gedacht, getan.. BR in den Player und sofort fühle ich mich in die Kindheit und meine ersten zarten Kontakte mit dem stimmungsvollsten Sujet des Horror, der atmosphärischen Gruselmär, versetzt! Ti West gelingt es mühelos diese 70er Jahre Hommage authentisch zu gestalten, sei es in Form von Kleidung, Musik, Verhalten der Charaktere... einfach der Wahnsinn! Zuerst einmal wird die grundlegende Situation, sowie der Charakter der Protagonistin(Jocelin Donahue) beleuchtet und sofort stelle ich fest was ich schon bei "The Innkeepers" feststellen konnte, der Regisseur hat ein Händchen für Darstellerauswahl. Samantha ist derart warm angelegt und man spürt ihre finanzielle Bedrängnis dermaßen intensiv das man sofort in den Film, an ihre Seite und in die scheue Ratlosigkeit gezogen wird. Man lernt also sie und ihre nicht minder überzeugend gespielte Freundin kennen und dazu gibt es einen herrlich schrägen 70er/80er Pop- Score (natürlich mittels Walkman, ich hab meinen auch noch :D) sowie ein paar merkwürdige Telefonate mit einem seltsam klingenden Mann der verzweifelt einen Babysitter sucht. Viel mehr passiert auch in der ersten halben Stunde nicht, bis man, nun endgültig eins mit dem Schicksal der Hauptdarstellerin und quasi zwischen ihr und ihrer besten Freundin stehend, vor dem Haus des mysteriösen Mannes steht und klingelt... dann aber schlägt der erste Höhepunkt der Beklemmung des Films trügerisch sanft zu! Dies geschieht in der Gestalt des ältlichen Ehepaars und durch 2 Faktoren. Zunächst einmal natürlich deren Schauspiel, aber vorallem durch eine diffuse Form der Beleuchtung und eine Kameraführung die die perfide angedeutete Annormalität des Ehepaars und dessen düster erstickende Ausstrahlung und Größe geschickt zu betonen weiß. Ich bin regelrecht verblüfft und fühle mich sehr an die Kameraarbeit aus "Rosemarys Baby" oder auch dem eher unbekannten "Die Hexen von Baycove" erinnert. Diese beiden älteren Menschen gehen einem wirklich unter die Haut!! Und dann entspinnt sich eine Schreckensnacht die von sanft bis extrem blutig (schönes klassisches Filmblut!) jede Form von Gänsehautfaktor bedient. Der finale Showdown bricht dann derart radikal mit dem bis dahin eher leisen Nervenhorror und verwandelt die Szenerie in ein blutiges Katz und Maus Spiel, das man nur entgeistert die Augen aufsperren kann... selten habe ich einen so gewaltigen Stilumbruch in einem Film erlebt... Keinen Fan des empathischen Horror wird dieses schaurige Vergnügen unberührt lassen!
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TinaCocaine Sun, 24 Feb 2013 17:35:27 -0000
Kommentar löschenEin auf mich seltsam wirkendes Machwerk. Die 80-er-Jahre-Aufmachung, die düstere Atmosphäre und die Kulissen sind 1A, die Darsteller, die Story und die Synchro lassen aber mehr als stark zu Wünschen übrig. Erst passiert 70 Minuten lang quasi nichts, es bleibt aber trotzdem irgendwie spannend, dann kommt das große Gemetzel im Showdown und dann ist Ende. Ich hätte mir etwas mehr Pepp in der Handlung gewünscht, Gründe für das, was da passiert und ein bisschen mehr "Schauder-Feeling". Dennoch war ich den gesamten Film über gespannt, was selten vorkommt, wenn so wenig passiert. Die Effekte finde ich bescheuert. Also alles in einem ist "The house of the devil" ein Streifen, den man sich mal angucken kann, einmal reicht mir dann aber auch!
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nikl 1987 Wed, 13 Feb 2013 09:59:34 -0000
Kommentar löschenWahrlich ein sehr ruhiger Film. Atmosphärisch auf jeden Fall. Als Zuschauer und recht erfahrener Horrorfan erwartet man hinter jeder Tür oder jeder Kameraeinstellung im Haus den großen Knall- bzw. Schockeffekt, der aber nicht kommt. Ich denke, hier soll eher mit genau jener Erwartungshaltung des Zuschauers gespielt werden. In der letzten halbe Stunde zieht das Tempo dann auch etwas an, bis dahin jedoch wird eher kontinuierlich Spannung aufgebaut. Das weiß zu gefallen, kommt doch das erste 2/3 des Films dadurch, das eher wenig passiert, realistischer und glaubwürdiger rüber, als wenn alle 5 Minuten ein Krachbumm- Effekt abgefeuert werden würde oder bleiche Geistermädchen durch die Räume irren würden. Nichtsdestotrotz muss man sich vor Augen halten, dass das hier ein Horrorfilm darstellen soll, und wenn ich mich nicht hin und wieder mal grusel oder zusammenzucke, dann hat so ein Film einfach nicht seine Wirkung entfaltet. Gegruselt habe ich mich gelegentlich, bin auch ein oder zwei Mal zusammengezuckt. Insgesamt ist das aber entscheiden zu wenig. Die Atmosphäre ist gelungen, das war es aber auch schon. Da gibt es wahrlich bessere Spukhausfilme, z.B. Shining, oder in gewisser Weise auch Zimmer 1408 oder mein persönlicher Schock- Gruselfavorit Darkness von Jaume Balagueró. Im Vergleich zu diesen Filmen stinkt dieser hier geradezu ab, und da muss mir auch keiner was von großartiger Atmosphäre oder bester Horrorfilm seit langen erzählen. Atmosphärisch ja, aber das alleine reicht eben nicht, wenn sich über 90% des Films kein echter Horror einstellen will. Der 80er- Jahrelook ist aber echt gelungen, wenn man es nicht besser wüsste, könnte man echt meinen, einen Spukhausfilm aus alten Zeiten über die Mattscheibe flimmern zusehen. Die deutsche Synchro ist ein Graus, deshalb lieber im Original schauen. Wegen netter Atmosphäre, dem 80er- Look und einigen wenigen recht originellen "Horror"- Einfällen noch wohlwollende 7 Punkte.
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zmpfl Sun, 17 Feb 2013 07:45:44 -0000
Antwort löschenAuf den Punkt. (wenn auch zu "wohlwollend" mMn :D)
INNKEEPERS hat mir erheblich besser gefallen, das hier ist einfach zu mager.
Die grottige Synchro finde ich allerdings (unabsichtlich) passend...;-)
nikl 1987 Sun, 17 Feb 2013 10:02:49 -0000
Antwort löschenJa, habe auch gezögert, ihm 7 Punkte zu geben, aber man ist ja kein Unmensch ;). Die Geschichte und alles Drumherum war ja ganz ok, nur Horror war Mangelware. INNKEEPERS fand ich allerdings noch schlechter als den hier, dem habe ich nur 5 Punkte gegeben, da er zwar auch 2 erstklassige Horrorszenen enthalten hatte (z.B. die Szene im Bett), war mir allerdings auch insgesamt leider zu wenig :(. Aber von der Story her kann INNKEEPERS punkten, schön klassisch irgendwie (Alter, mysteriöser Mann, der in das Hotel eincheckt, die Unterteilung in Kapitel etc.) War mir aber insgesamt viel zu wenig. Vllt. müsste ich ihn noch einmal sehen, wer weiß, vielleicht ist ja noch eine höhere Wertung drin
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zmpfl Mon, 18 Feb 2013 06:22:48 -0000
Antwort löschenInsgesamt hat THOTD zwar einen höheren Horroranteil aber INNKEEPERS hat die interessanteren Charaktere.
nikl 1987 Thu, 21 Feb 2013 11:14:05 -0000
Antwort löschenDem kann ich wiederum zustimmen.
Kevin2803 Tue, 12 Feb 2013 19:35:23 -0000
Kommentar löschenKaum zu glauben das der Film aus dem Jahr 2009 sein soll. Hier wirkt alles so Oldschool, was ja auch beabsichtigt war und wüsste ich nicht das der Film erst vor vier Jahren entstanden ist würde ich glauben er ist aus den 80ern. Das langsame Erzähltempo hat mir ganz gut gefallen. Obwohl nicht wirklich viel passiert hat man die ganze Zeit ein unbehagliches Gefühl, da man genau weiß das dort etwas nicht stimmt. Die Synchronisation ist allerdings ziemlich mies, doch ansonsten hat mir "The House of the Devil" ziemlich gut gefallen.
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Benner Sun, 27 Jan 2013 23:03:42 -0000
Kommentar löschenTi West versuchst sich daran, seinen kleinen Horrorstreifen im Look vergangener Jahre, was aber leider nur Anfangs auf einen gelungenen Oldschool-Horror schätzen lässt.
Denn nimmt man mal den Look weg, bleibt nichts. Absolut gar nichts. Es passiert nichts, abgesehen von 10 Minuten 0-8-15 Ritual-Dreck. Kein Kopfterror. Nichts.
Da kann mir leider auch niemand sagen, dass der Spannungsaufbau dadurch aufgebaut wird, dass der Film sich Zeit lässt und seinem Stil treu bleibt.
Eine Hommage der Nichtigkeit. Das haben die 70-/80er Jahre Filme mehr als deutlich besser gemacht. Sorry, lieber Herr West mit deiner Möchtegern Laurie Strode, das war schlecht geschriebener, mittelmäßig inszenierter Müll.
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swissroland Sat, 05 Jan 2013 22:53:58 -0000
Kommentar löschenUnbelehrbar nennt man des wohl, Ti West Filme zu schauen, im Wissen man wird sich grösstenteils langweilen! Und er erfüllt leider meine Erwartung, zumindest was die erste Stunde angeht. Und nein, es wird keine Spannung damit aufgebaut, einer total untalentierten HD dabei zuzuschauen wie sie durch ein Haus dackelt. Die Atmosphäre ist zwar echt gelungen und die letzten 30 min entschädigen wenigstens ein bissi für den Anfang. Trotzdem für mehr als 5.5 Pkt reicht des ned!
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Jeppers Creep Fri, 04 Jan 2013 12:30:08 -0000
Kommentar löschenEine kleine Hommage an den 70´er Jahre Horrofilm.
Wo noch Ringtelefone an der Ordnung waren und man
lässig den Walkman an die Hose geschnallt hatte.
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MrDepad Sun, 23 Dec 2012 23:30:17 -0000
Kommentar löschen"The House of the Devil" ist ein Horrorfilm von Ti West, der sich stark von den üblichen Horrorfilmen von heute abhebt.
Sehr schnell fällt auf, dass West viel Wert auf eine altmodische Old-School-Inszenierung legt, wodurch der Film wirkt, als wäre er vor gut 20 Jahren schon entstanden. Die ersten ca. 25 Minuten sind noch etwas unspektakulär und dienen erstmal dazu, schonmal etwas Atmosphäre aufkommen zu lassen, doch nach diesen Minuten geht es richtig los. Hauptfigur Samantha soll für 400 Dollar Babysitterin in einem großen Haus spielen, natürlich abends. Sobald das Mädchen dann allein ist, zieht die Atmosphäre extrem an. Statt schnelle Schnitte und viel Blut bekommt man hier von West allerdings etwas völlig anderes geboten. "The House of the Devil" ist nämlich der atmosphärisch stärkste Horrorfilm seit langem und unterwandert ständig die Erwartungen des Zuschauers. Schockeffekte gibt es kaum, stattdessen wartet man ständig auf ein schockierendes Ereignis. Dieses Spiel mit der Erwartungshaltung wird immer wieder in perfekt inszenierten Abschnitten auf die Spitze getrieben.
Ich kann gar nicht nachvollziehen, dass den Film so viele gar langweilig finden. Ich bin selbst viele Horrorfilme gewohnt, doch dieser hier hat mich extrem gefesselt und ich hab mich an einigen Stellen wirklich ordentlich gegruselt. Gegen Ende wird es dann überraschenderweise doch etwas expliziter und die letzten 15 Minuten fallen ein wenig aus dem Rahmen gegenüber dem vorigen Teil des Films, trotzdem wird dem Zuschauer hier nochmal ordentlich zugesetzt und man wird mit einem ungemütlichen Gefühl in den Abspann entlassen.
"The House of the Devil" ist angenehm altmodische Horrorunterhaltung, die genau das schafft, was man von dem Genre heutzutage viel zu selten noch geboten bekommt, nämlich wirklich für Grusel zu sorgen durch eine beklemmende Atmosphäre. Eine hervorragende Abwechslung zum Einheitsbrei und eine unbedingte Empfehlung.
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DonChris Sun, 23 Dec 2012 22:29:22 -0000
Kommentar löschen"The House of the Devil" von Ti West ist ganz klar beeinflusst von der Hochphase des Horror in den 70`er/80`er Jahren. Man könnte sogar meinen er versucht sich in diese Zeit zurückzuversetzen. Mit dem Zuschauer klappt das allemal, ich selbst habe irgendwann nach 10 oder 15 Minuten erst mal etwas verwirrt die Pausetaste bemüht und mich noch ein mal per alt bekannter Suchmaschiene und deren bereitgestellten Links vergewissert, dass ich auch wirklich den richtigen Film drin habe - nämlich den mit Baujahr 2009. Zu perfekt inszenierte West sein Werk im Look der 80`er Jahre. Kulisse, Kostüm, Frisuren, ja sogar das Filmmaterial sah farblich nach den 80`ern aus und auch der Schnitt roch förmlich nach dieser Zeit - Kurzum, die Sinnestäuschung war perfekt.
Der Film baut sich dann auch genau so auf, wie ich es mag - Lange passiert nichts, man taucht quasi zuallererst in den Alltag unserer Protagonistin ein. Dieser normale, typische Alltag macht es einem einfach sich in die Situation unserer Protagonistin einfühlen, von Horror ist bis hierher keine Spur und zum Glück wird auf den heute typischen Aufbau und Große Animation verzichtet. Es geht eher um das Ungewisse, dass spürbar in der Luft liegt und unseren Weg kreuzen wird.
Wenn man dem Film etwas vorwerfen kann, dann nur das er im Grunde nicht besonders gruselig ist, richtige Schocker sind Mangelware und an dieser Stelle ist es eben Typsache, ob man genau dies von einem Horrorfilm erwartet. Ich selbst war von der Detailverliebtheit und der Reise in die Vergangenheit begeistert. Es war mir eine Freude auch im Umgang mit Kamera, Maske, Schnitt und Dramaturgie durchgängig in Vergessenheit geratene Elemente wiederzuerkennen - Allein das Ende macht Lust auf mehr.
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eXonic Mon, 17 Dec 2012 15:15:59 -0000
Kommentar löschenVorsicht, leichte Spoiler!
Filme mit Grindhouse-Filter und Liebesbekundungen an die glorreichen Zeiten der 70er und 80er im verspielten Retro-Look erfreuten sich in den letzten Jahren an großer Beliebtheit. „The House of the Devil“ reiht sich mit Röhrenjeans und Walkman perfekt in diesen Trend ein, stellt allerdings einen ganz besonderen Beitrag innerhalb dieser neuen alten Filme dar. Ti West vollbrachte mit seinem Werk nämlich etwas, was bisher noch keinem seiner Regiekollegen so recht vergönnt war: Es atmet geradezu den Flair vergangener Tage, könnte genauso gut vor 30 oder 40 Jahre gedreht worden sein und ist eben nicht nur rein oberflächlich eine Kultfilm-Reminiszenz.
Die Einfachheit der damals dargebotenen Geschichten passt sich West dabei erfreulicherweise an und er gerät nie in Versuchung, wirre Plotpfade zu beschreiten oder seinen Film mit unnötigen Effekten zu überladen. Ganz klassisch präsentiert sich außerdem das langsame Erzähltempo, mit dem „The House of the Devil“ voranschreitet. Über 90 Minuten hinweg geschieht nämlich nahezu gar nichts, doch genau aus dieser Tatsache zieht der Film seine eigentliche Stärke. Wie West mit der Erwartungshaltung seines Publikums spielt, gleicht einem Geniestreich: Kinoplakat, Titel und die ganze Szenerie suggerieren einen von vielen Horrorfilmen, wie sie bereits zuhauf über den Bildschirm flimmerten. Den Horror spart der zum Drehzeitpunkt erst 29-jährige Regisseur lange aus und lässt Samantha, die in einem abgelegenen Haus einen Babysitter-Job übernehmen soll, ihren Arbeitsplatz bei fast völliger Stille auskundschaften. Natürlich ist es währenddessen Nacht und sie ganz allein, doch wirkliche Gründe, um sich zu gruseln, sind das freilich nicht. Da einem jeden Zuschauer aber ständig bewusst ist, dass er sich gerade in einem Horrorfilm befinden sollte, erwartet er hinter jeder Ecke und Tür den nächsten Schock – welchen es nicht gibt. Gerade deshalb fühlt sich „The House of the Devil“ wesentlich intensiver an als fast sämtliche andere Genrefilm der Gegenwart: Die gewohnten Verschnaufpausen nach den obligatorischen Reißer-Szenen kommen somit nicht zustande, was in einer bald unaushaltbaren Spannungs-Anstauung resultiert.
Samantha geht es dabei auch nicht anders. Als würde sie nach dem Grauen suchen, wandert sie im „Haus des Teufels“ umher, ohne aber etwas wirklich Bedeutsames zu finden. Wie eine Texttafel zu Beginn des Films verrät, glaubten in den 80ern 70% aller Amerikaner an Satanismus. Zählt Samantha etwa auch dazu? Wie sonst lässt sich das völlig übertriebene Ende erklären, das überhaupt nicht zum vorigen Geschehen passen will, außer damit, dass es sich lediglich in ihrem Kopf abspielt, ausgelöst durch ihre angesammelte Angst vor dem Nichts und der Überzeugung, dass der Teufel existiere, der für das Unheimliche verantwortlich sein muss? Denkbar wäre es also, dass West nicht nur mit den Erwartungen seines Publikums spielt, sondern auch mit denen seiner Hauptperson. Ob dies nun die Absicht von Ti West war oder nicht, ist unerheblich - „The House of the Devil“ funktioniert in jedem Fall und bildet mit seiner subtilen Oldschool-Optik und seinem unglaublichen Spannungsbogen das krasse Gegenstück zu den vielen gegenwärtigen Horrorfilmen.
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filmschauer Mon, 17 Dec 2012 18:03:57 -0000
Antwort löschenHehe, es hätte mich auch gewundert, wenn der dir nicht gefallen hätte. Schöne Kritik!
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eXonic Mon, 17 Dec 2012 21:28:26 -0000
Antwort löschenDanke!
Ja, hätte mich auch gewundert nach all den Lobpreisungen hier von den Leuten, die etwas Ahnung von Horrorfilmen haben. Beim Otto Normalverbraucher kommt der Film dagegen ja zumeist schlechter weg. Ich freue mich jetzt so richtig auf "The Innkeepers". Kennst du den schon?
filmschauer Mon, 17 Dec 2012 21:38:02 -0000
Antwort löschenNoch nicht, ist aber schon weit oben auf meiner Liste, genauso wie "V/H/S".
Trainman Mon, 17 Dec 2012 14:07:24 -0000
Kommentar löschenMein erster Eindruck war: Mist, ich hab das 80er Jahre Original erwischt.. Weit gefehlt.
Irgendwie war das wohl Absicht. Ein Film mit endlos wirkenden Längen, der zwar Spannung aufbaut, aber auch ein Spannungsbogen ist irgendwann überspannt und statt nervenaufreibender Szenen hat man nervtötende Langeweile. Zugegeben: Wenn was kam, kams gut, aber es kam einfach insgesamt zu wenig. Die letzten 10 min mit fleischgewordener Menstruation auf zwei Beinen hilft da auch nicht mehr. Desweiteren ist der Film an manchen Stellen eher unfreiwillig komisch. Am meisten faszinierend: die 80er Jahre Authentizität. Aber dafür schau ich mir einfach nen echten 80er an.
Logik/Realitätsnähe 4
Story 4
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Dialoge 3
opt. Effekte 7
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