The War Zone

The War Zone (1999), GB
Laufzeit 98 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 01.06.2000

6.9 Kritiker
5 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.4 Community
88 Bewertungen
8 Kommentare
The War Zone - Bild 6254731
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von Tim Roth, mit Ray Winstone und Tilda Swinton

Toms Familie ist aufs Land gezogen. Die Mutter erwartet ihr drittes Kind und das Haus bietet mehr Platz. Tom ist die Einöde zuwider. Als er eines Tages ums Haus schleicht, sieht er seine Schwester Jessie und seinen Vater nackt im Badezimmer. Er konfrontiert Jessie mit seiner Entdeckung, aber Jessie tut sie als Gehirngespinst ab. Dieser Film ist das Regiedebut von Tim Roth, bekannt als “Pumpkin” aus “Pulp Fiction”.

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Kommentare (8) — Film: The War Zone

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stalker

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Bewertung9.0Herausragend

Die Seele im Kriegszustand. Dabei beginnt es doch so harmlos, so gewöhnlich und natürlich sind da Zeichen, doch wer will diesen nachgehen und da ist noch ein Foto, doch wer will dem glauben und erst als man es selbst sieht, da ist keine Ordnung mehr, kein Vertrauen, kein Halt und alles ist fremd, verstört, beklemmend, das ist die Warzone, die das Leben umpflügt und nur Dreck hinterlässt, auf dem niemals mehr eine Saat gedeihen wird.

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VisitorQ

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein Film, der einem die gute Laune mal ganz schnell wegpustet. Düsteres, brutales Meisterwerk. Die leider viel zu unbekannte Lara Belmont brilliert. Unbedingt ansehen.

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Bartel aka Faniel Dranz

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Bewertung9.0Herausragend

Wer keine Lust mehr auf diese immergleichen FEEL-GOOD Movies hat dem sei dieser FEEL-VERY-BAD Streifen ans Herz gelegt...
Missbrauch in der Familie...ein ernstes Thema welches gerne von den Medien massentauglich ausgeschlachtet wird aber niemals so verstörend und hässlich auf Film gebannt wurde wie in Tim Roth´s Regiedebut...
Nach diesem Film fühlt man sich sprachlos und beschissen und es wird einem nie wieder so gut gehen wie vorher! Versprochen!
Es tut mir wirklich leid euch diesen Film empfehlen zu müssen! Sorry!

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dbeutner

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Bewertung6.5Ganz gut

Ich denke, der Film braucht eine etwas differenziertere Bewertung, als sie hier bisher erfolgt ist. Ich fürchte ja, dass die Einschätzungen stark mit einem "Tim Roth-Bonus" einhergingen, und selbst meine hier angesetzten 6.5 Punkte möchte ich davon nicht einmal komplett ausnehmen.

Wenn man sich die Interviews auf der DVD insb. mit Tim Roth selbst anschaut, so erfährt man, dass Tim Roth "auch mal" Regie führen wollte und sich dann auf die Suche nach einem geeigneten Stoff gemacht hat. Es sollte für mind. 10 Jahre seine einzige Regiearbeit bleiben, und trotz aller (Vorschuss)Lorbeeren für "The War Zone" - vielleicht ist es auch besser so.

Das erklärte Ziel war es, eine "ganz normale" Familie darzustellen, um deutlich zu machen, dass Inzestdramen in jeder Familie vorkommen können und durch eine Fassade nach außen nicht sichtbar werden. Hieran ist Roth zumindest gescheitert: Die Familie ist alles andere als "normal", von Anfang an, auch, als man nur die "heile Fassade" sehen soll, sieht man doch in Gesichter, bei denen man sicht denkt: Boah, wie schräg sind die denn drauf. Es gibt eben gerade keine wirkliche "heile Welt" nach außen. Dazu tragen unter anderem die Geschwister bei, die schauspielerisch unerfahren waren; diesenm Mangel an Darstellerkunst wurde dadurch begegnet, dass man die Gesichter auf trostloses Dreinschauen und möglichst wenige Dialoge reduziert hat.

Weiterhin sind die Vorgänge in der Familie über Strecken unglaubwürdig. Roth bringt gerade weniger eine Außenansicht der Familie ins Spiel (mit der eine "heile Fassade" sicherlich eher zu vermitteln gewesen wäre), sondern die Innenansicht, da der Film durchgehend aus der Perspektive des Bruders erzählt wird. Dabei versucht Roth dennoch, die "heile Welt" zu schildern - wobei gerade das Verhältnis der Tochter zu ihrem Vater "überentspannt" gezeigt wird. Hier sollen die ZuschauerInnen später dann besonders überwältigt werden durch die (dann geradezu über-)drastischen konkreten Ereignisse - danach kann auch Roth nicht mehr zurück.

Diese Kritikpunkte kann man wohl nur ausblenden, wenn man schon vor dem Aufspann im Rhythmus "Roth, Roth, Roth" klatscht, wie es etwa in dem hier gezeigten "Trailer" (es ist keiner) getan wird. Dennoch bleiben ein paar positive Aspekte, wobei ich in erster Linie die düstere Grundstimmung des Films hervorheben möchte. Von Anfang an "wabert" etwas in der Luft, was sich später in handfesten Erlebnissen manifestiert. Wirklich "langweilig" wird der Film nie, wenn auch die schweigenden Gesichter mit der Zeit etwas anstrengen können.

Letztendlich denke ich, hat Roth selbst sehr richtig erkannt, dass er ein deutlich besserer Schauspieler als Regisseur ist. Und so wird Roth vielleicht meiner Kritik am Ende mehr zustimmen als den lobhudelnden Zeilen, die sonst hier noch zu lesen sind ;-)

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Corky242

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ziemlich heftiger Film. Nichts für zart besaitete.

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christof.s

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Kompromisslos harte Story und düstere visuelle Umsetzung.

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8martin

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Dass Tim Roth ein toller Schauspieler ist, wissen wir seit langem. Aber dass ihm mit seiner ersten Regiearbeit gleich so ein beeindruckender Film gelingt, überrascht schon. Mit vorwiegend in schwarz und blau gehaltenen Bildern erzählt er von Kindesmissbrauch in der Familie, von einem krankhaft perversen Vater und der zunächst verstörten Hilflosigkeit der Kinder. Und er erzählt schockierend direkt. Mit subtilem Gespür für das Unglaubliche lässt er uns in die Abgründe menschlicher Abartigkeiten blicken. Insofern ist der Originaltitel noch geschmeichelt. Es ist eigentlich schlimmer als die schlimmste Hölle was wir da sehen müssen.
Einer der Schlüssel zu diesem Drama ist am Schluss die Frage des Bruders an die Schwester:“Und was machen wir jetzt?“ Dies verleiht dem Film eine höchst brisante gesellschaftliche Relevanz. Denn letztendlich gibt es auch unter Fachleuten keine einhellige Meinung, wie man dem Problem beikommen kann. Leider.
Ein Muss für Hartgesottene.

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agent mandarine

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Bewertung9.0Herausragend

Tim Roth geht in seinem Regiedebüt mit der nötigen Radikalität und Tiefgründigkeit an das heikle Thema Inzest heran und inszeniert eine extrem bedrückende Variation der Ödipus-Tragödie. Die Leistungen der Darsteller sowie die symbolische Bildersprache lassen dabei keinen Abstand zu den seelischen Abgründen der Protagonisten zu. Ein Film, der nachwirkt.

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