Todesstille

Dead Calm (1989), AU/US Laufzeit 95 Minuten, FSK 16, Thriller, Drama, Kinostart 27.07.1989

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6.4
Kritiker
11 Bewertungen
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7.0
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356 Bewertungen
22 Kommentare
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von Phillip Noyce, mit Nicole Kidman und Sam Neill

Stiller Ozean – Lähmende Angst: Für John und Rae sollte es eine Reise in ein neues Leben werden. Doch plötzlich wird ihre Idylle auf hoher See gestört: Ein Fremder, von einem sinkenden Schoner herübergerudert, erzählt, daß die gesamte Besatzung des Schiffes an einer Lebensmittelvergiftung gestorben sei. Weil John ihm nicht glaubt, setzt er über – und macht eine grauenvolle Entdeckung.

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Kritiken (1) — Film: Todesstille

Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...

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7.0Sehenswert

"Dead Calm" bietet gelungenes Spannungskino ohne großen Leerlauf, sollte aber tunlichst auch als solches gesehen werden, denn einer näheren Betrachtung oder höchsten Ansprüchen hält Noyces Film nicht stand.
Das ist schade, und wäre relativ einfach vermeidbar gewesen: Der australische Regisseur nutzt sein Szenario nicht mit der wünschenswerten letzten Konsequenz aus, was vorallem daran liegt, dass ihm der Mut zum reinen Kammerspiel fehlt: Seine Figuren sind Schablonen, fast schon als Karikaturen angelegt, verharren aber ärgerlicherweise vorallem von der zehnten bis zur letzten Minute im psychologischen Status quo.
Damit einhergehend wirkt jeglicher Charakterbruch in der Konstellation Zane-Kidman unglaubwürdig und als reines Zugeständnis an eine thrillereske Spannungskurve, die durch die Konstruktion mannigfaltiger Zufälligkeiten die Toleranzgrenze seines Publikums sowieso schon herausfordert. Die Spannung in "Dead Calm" entsteht zumeist nur durch Inszenierung, nicht durch Empathie.

In Gänze nett anzusehen, wenn auch mit dem schalen Beigeschmack, dass die Verkürzung und Banalisierung die Scorsese für sein thematisch ähnliches Finale in "Cape Fear" vorgenommen hat, "Dead Calm" ebenso gut getan hätte.

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Hitmanski

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Danke!
Ich mag Zane ebenfalls, aber hier ist er mir ein Stück zu sehr auf den Klischee-Weirdo getrimmt (man denke nur an sein seltsames und abwesendes Getanze am Anfang). Leider hat er wenig Möglichkeit gehabt, in seiner weiteren Karriere groß zu brillieren - außerhalb seines Beiwerk-Auftritts in "Titanic" dürften ihn nur die wenigsten kennen; was andererseits vielleicht wieder gut ist, denn unter seinen neuen Filmen sind entsetzliche Gurken dabei...


horro

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Fand das Getanze doch ziemlich "psycho" :) Hat wirklich nicht die guten Rollen abbekommen; man denke nur an "Das Phantom" :(



Kommentare (21) — Film: Todesstille


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beast667

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Bewertung9.0Herausragend

Man nehme das Meer, ein Boot und 3 herausragende Schauspieler und bekommt was? Einen der besten Thriller aller Zeiten. Atmosphärisch dicht, klaustrophobisch (obwohl das Meer in gewisser Weise eine unfassbare Weite hat) und unglaublich spannend und beklemmend.

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Schnürfee

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Bewertung4.5Uninteressant

"Todesstille" ist grundsätzlich nicht schlecht und gut besetzt. Mir ist er stellenweise allerdings echt zu öde. Schade!

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denratten

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Bewertung7.0Sehenswert

Ok, die Schauspieler waren gut, aber wirklich aussergewöhnlich war der Sound, der verdient 10 Punkte. Wann wird ein Thriller schon mal mit solchen Soundeffekten versehen? Sowas hört mensch eher bei irgendwelchen okkulten Gruselfilmen alá Suspiria.

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JackoXL

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Bewertung7.5Sehenswert

Fesselnder Ausi-Thriller aus einer Zeit, als Sam Neill noch als Lover von Nicole Kidman durchgehen konnte, die noch ihre echtes Gesicht und Haar spazieren trug und Billy Zane noch wie ein talentierter Darsteller wirkte, bevor er von Uwe Boll gestillt werden musste.
Phillip Noyce inszeniert ein straffes, extrem atmosphärisches Kammerspiel auf hoher See. Drei Akteure, ein minimaler Handlungsort und der Ozean als optisch zwar weites, tatsächlich aber um so begrenzteres Spielfeld. Noyce macht von Anfang an alles richtig und wird dem Titel des Films (im Original wie der deutschen Übersetzung) absolut gerecht. Musik gibt es fast nicht (wenn nur sehr dezent und ausgewählt platziert), in der Stille liegt die Furcht. Kompakt und schnörkellos treibt er die Geschichte voran, die selbst in den ersten, für den (naiven) Zuschauer noch als idyllische erscheinenden Minuten schon eine Stimmung erzeugt, in der etwas bedrohliches schlummert. Auch als die Handlung richtig Fahrt aufnimmt, verfällt Noyce nicht in Hektik und hällt seine ruhige, dabei aber fiebrige Spannung konstant.
Die Inszenierung ist somit großartig, wenn das Drehbuch da immer mithalten könnte, ein fantastischer Film. In dem Punkt gibt es kleine Hänger, das vorhandene Potential wird nicht bis zur letzten Konsequenz abgerufen. Da wäre noch ein wenig mehr drin gewesen, aber sei es drum: "Todesstille" macht seinem Nahmen alle Ehre und ist auch so ein richtig guter Thriller. Zwingend empfehlenswert.

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ihre-herrlichkeit

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Die Seite hat mich auch angefixt.
@ Jacko: Der arme Kerl kennt es von zu Hause wohl nicht besser.


lieber_tee

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Nein, stimmt schon so. Da wäre mehr drin gewesen. Das Ende hat den Film zu glatt gemacht und in der Mitte hängt er ein wenig. Vielleicht würde der heute produziert (noch) strammer und böser sein.


Lori007101

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Bewertung7.0Sehenswert

Der Film ist gut. Er ist einfach, ohne grosses Schnickschnack, abgedreht. Die Geschichte ist übersehbar, und die drei Darsteller spielen klassisch. Ein minimalistischer Film mit grosser Spannung!

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Mike Myers

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Bewertung7.5Sehenswert

Da war die Welt noch in Ordnung. Billy Zane ein vielversprechendes Talent, die Kidman noch ein süßes unoperiertes Aussie-Chick und Phillip Noyce konnte einen Film machen, der nur drei Menschen und zwei Schiffe braucht und dennoch fast nie leer läuft... Nur das nachgedrehte Ende ist genauso überflüssig wie das von "Eine verhängnisvolle Affaire"... Hollywood halt

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Jason Bourne

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Bewertung9.0Herausragend

Phillip Noyce's Kammer-Thriller "Todesstille" ist einer jener Filme der in seiner Handwerklichen einfachheit und seinem Kleinem Schauplatz es schafft übergroß zu wirken. Kann mann doch bei fast jeder Szene dieses Gewaltige nichts sehen. Das Nichts des Meeres. Schon dieser eigene Charakter des Filmes macht ihn so Intensiv und besonders.

Phillip Noyce bietet uns zudem mit seiner Umsetzung des Romanes ''Tödliche Flaute'' von Charles F. Williams Nervenzerfetzendes Thrillerkino an das man sich nicht satt sehen kann. "Todesstille" zieht seine Spannung aus dem klaustrophobischen Schauplatz und den eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten der Figuren sowie durch die Frage, ob sich Rae (Kidman) selbst wird befreien können oder jemand sie von außen befreit.

Der Spannungsbogen steigt von Minute zu Minute und fesselt den Zuschauer bis zum Ende.

Die 3 Hauptdarsteller sind alle überzeugend und Sympathisch. Ja richtig gehört selbst der vermeintliche Psychopath Billy Zane hat einige positive Züge und wirkt wie ein netter Kerl. Bis man merkt das man ihn lieber doch nicht mögen sollte.Sam Neill überzeugt voll als Einzelkämpfer der um sein Leben im sinkenden Schiff fürchtet und alles daran setzt zurück zu seine Frau zu kommen. Nicole Kidman strahlt eine jugendliche frische aus die man Später auch nie mehr so sehen sollte. Ist sie doch über die Jahre von einer Schönen Frau zu einem Gelähmten Gesichschlauchboot geworden. Aber hier in diesem Film überzeugt sie Schauspielerisch und Optisch. Der Soundtrack ist einfach Genial und sorgt für Gänsehaut wenn man ihn Hört. Dazu ist dieser Soundtrack auch wirklich nur gezielt eingestzt worden. Sonst ist der Film nämlich ohne Musikunterlegung. Aber in den richtigen Abschnitten ertönt dieser tolle Score und trägt Atmosphärisch viel bei.

Todesstille ist ein Ungemein Spannend inszenierter Kammer-Thriller der jedem Filmfan der solche Filme mag ans Herz zu legen ist.

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fabel

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Bewertung7.5Sehenswert

Eine Seefahrt, die ist lustig – oder auch nicht!

Stellt dir folgendes Szenario vor:
Du schipperst auf hoher See mit deiner Anvertrauten um Abstand zu gewinnen von einem stressigen Leben und nicht gerade schönen Erlebnissen der Vergangenheit. Das Schicksal meinte es nicht gut mit dir und du möchtest einfach nur Ruhe und
Entspannung. Doch in diesem Leben werdet ihr wohl keine Freunde mehr werden, denn auch dieses Mal meint es es wieder einmal nicht gerade gut mir dir. Mitten in der friedlichen See verwest ein Segelschiff. Das einzige Besatzungsmitglied scheint ein netter Mann zu sein, scheinbar der einzige Überlebende einer Lebensmittelvergiftung, doch in Wahrheit ist dieser kein unschuldiger Zeitgenosse, sondern ein kaltblütiger Mörder. Von nun an heißt es Mord an Board ...

Eine schöne Vorstellung, nicht wahr? Wenn du auf so was stehst, dann bist du goldrichtig. Stehst du nicht drauf? Nicht schlimm, du machst nichts falsch. Du kannst nichts falsch machen. „Todesstille“ ist ein durch und durch ordentliches und vor allem intensives Katz und Maus Spiel zwischen einer jugendlich unbekümmert wirkenden Kidman und einem wunderbar sympathischen Zane, der den Killer mit einer erfrischenden Leichtigkeit darstellt (für mich einer der besten Killer in Filmen überhaupt). Dazu kommt noch ein überzeugender Sam Neill, dem man die Qualen der Figur nicht nur ansieht, sondern diese auch spürt. Authentisch!
Vertrauend auf seine saustarken Darsteller braucht Noyce dann auch kein großes „Krach, Boom, Piff, Paff, Puff“, sondern entwickelt mit seiner Neuerfindung des Kammerspiels auf hoher See einen fesselnden Überlebenskampf zweier Menschen. Der Eine gegen ein defektes Schiff und bebende Naturgewalten, die Andere gegen den ungebetenen Gast.Ein schöner Kontrast, der dem Ganzen nochmals eine pikante Würzung gibt. Einfälle wie die Verständigung der Eheleute per Morsezeichen unterstützen diese Spannung nochmals; Einfälle wie die Tanzstunde für den Hund durch den Eindringling lockern das Geschehen an passenden Stellen auf.
Neben dieser ungeheuer intensiven Umsetzung und der raffinierten Story fehlt es dem Film zwar noch am allerletzten Feinschliff, der den Streifen von ordentlich zu hochexplosiv katalpultiert, aber dennoch bleibt mir „Todesstille“ als ein absolut anständiger, weil andersartiger, Thriller in Erinnerung, den man sich sicherlich noch das ein oder andere Mal ansehen kann, ohne das man irgendwelche Schmerzen befürchten müsste.Packend gespielt, richtig gut in Szene gesetzt, schlichtweg empfehlenswert.

Klein aber fein!

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der cineast

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Fabel, bin mal gespannt.
Habe dem damals ne 9 gegeben, aber kann eine 3,5 total nachvollziehen. Kann auch ganz schön nerven diese Pseudocoole Schnittornanie ;)


fabel

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Da ist er. Zwar was kurzes, mehr hat diese pseudocoole (hey, mir fällt gerade auf, dass ich das Wort auch benutzt habe ^^) Veranstaltung auch nicht verdient! Aber danke für dein Verständnis.;)

@stu:
Sei gnädig. Na ja, morgen Mittag wird mein Postfach es dann wohl merken. (hoffentlich nicht...:D) Bis dahin viel Spaß.^^


BlueSquirrel

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Bewertung7.5Sehenswert

"Dead Calm" ist eine fast meisterhafte Inszenierung, die sich aber auch nur bis zur Wasseroberfläche traute. Konsequent auf jeden Fall, verschließt der Film sich gegenüber Thriller-Avantgarde und setzte auf Altbewährtes, aufgemotzt und abgebrüht. Dunkelheit sei langweilig und in dieser panisch den Zündschlüssel zum Truck zu suchen erst recht. Ausgeliefert sind die gesichtslosen Akteure. Sie sind nicht dämlich sondern Schachfiguren auf einem sehr hübschen Brett. Ihr wisst schon. Es gibt die aus Marmor und dann die mit Magneten fürs Flugzeug. Das Spiel bleibt gleich. Aber mit dem einen hat man vielleicht Spaß, mit dem anderen schlägt man die Zeit tot. Ich bitte jeden Piloten der ließt, meine Schach-Anekdoten zu vergessen und mir zu glauben, dass mir speziell die finale Suche nach dem verlorenen Schiff, mit der musikalischen Untermalung sehr gut gefallen hat. Eine Kidman-Show habe ich bis jetzt auch selten genossen.

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Mr. Pink

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Bewertung7.5Sehenswert

Gelungener Kammer-Thriller mit gerade mal drei Darstellern. Die klaustrophobische Weite des Meeres wurde sehr gut eingefangen und wirkt geradezu beängstigend. Nicole Kidman gefällt mir hier übrigens von allen Filmen, die ich mit ihr gesehen habe, mit am besten.

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strangelet

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Objektiv ein ganz konventioneller Thriller ohne große Besonderheiten. Aber er spielt auf dem Meer.

Ich bin ein Fan vom Meer.

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cruzha

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ausgezeichneter Thriller mit top aufspielenden Akteuren und nervenzerfetzender Spannung. Typisches Kind der 80er - schon ein paar Jahre später fingen Amerikas Regisseure an, Thrill und Athmosphäre großteils aus ihren Scripts zu streichen.

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patcharisma

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Bewertung10.0Herausragend

Hab den Film nach Jahren wiedermal geschaut und war ab dem 20-jährigen Aussie-Klassiker einfach komplett verblüfft. Was hier für mich so legendär und viel wichtiger als die ganze (und auch gute) Story ist, ist diese unglaublich durchgehende und je länger je mehr packende Atmosphäre darin, gemixt mit diesem Klasse-Soundtrack, der im Kopfhörer wunderbar tönt. Der besteht aus Tupfern von ge-hallten Synthesizern, die sich mit der Zeit immer weiter zu einer Sound-Fläche extenden, plötzlich gepaart mit Schwaden von unsäglich thrilligen Chorälen - Brian Eno's und Peter Gabriel's Ambient-Werke der 80er lassen grüssen. Die gleissende weisse Sonne, das Wogen und Wiegen des Meeres, das endlose Blau, der dazu beängstigend leere 180-Grad Horizont und die Blitze eines näher kommenden Gewitters sind die fliessende und wahre Slow-Bedrohung. Und wenn die Farben der Dämmerung nach einer Stunde Laufzeit den Tag verdrängen und Nicole die Segel aufzieht, wird's ein echter Stimmungs-Overkill. Dagegen kann man das Kammerspiel zwischen der herrlich unbeholfenen Miss Kidman und dem ebenso untypisch gegleisten Psychopathen Zane (der oftmals noch sympathische Züge zeigt) fast sekundär verstehen, während gleichzeitig die (stumme) Kommunikation vom (immer grossen) Sam Neill - weitweg - sich mit all dem unheimlichen Karsumpel des zweiten (und sinkenden!) Kutters abspielt. Saucool ist ebenso diese Gradlinigkeit des Ganzen: Auf ein grosses Intro wird verzichtet, nach 10 Minuten ist die Spannung schon unerträglich. Die sauberen Schnitte und Bild-Übergänge sind ebenso zu erwähnen.

Fazit: Das Ganze empfinde ich nur bedingt als "Psycho-Thriller" - vielmehr geht hier um die Betonung dieses surrealen Touches, das Gleiten ins Nirgendwo als eine Form eines minimalistischen Drogentrips in Slow Motion. Das ist alles niemals 08/15-Thriller-abgespuhlt, es ist cineastische Kunst vom Höchsten - ob so beabsichtigt gewollt oder nicht!

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patcharisma

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Ja, ich war heute auch so verblüfft, es hat mich umgehauen! Alles stimmt, sogar die teilweise etwas - charmy - Unbeholfenheit. Wie ein so Oldie aus den 60ern, deren Mankos plötzlich im Nachhinein so abgerundet stimmen...


Sonse

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"Surreal" passt zwar nicht, finde ich, aber "Dead Calm" ist wirklich klasse! In keinem anderen Film fand ich Kidman besser. Hier hat sie noch ihre jugendliche Natürlichkeit, die ihr mittlerweile leider komplett abhanden gekommen ist. Zane an Bord bedeutet übrigens immer Unheil (Titanic, Survival Island...), da ist der Schiffbruch vorprogrammiert.
Ich kann Segeln auf den Whitsundays im übrigen auch nicht weiterempfehlen. ;)


Filmkenner77

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Psychothriller der Extraklasse mit einer sehr jungen, hoch erotischen Nicole Kidman in der Hauptrolle. Spannend!

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doctorgonzo

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Klaustrophobie auf offener See, eine wahnsinnig machende Spannung und eine kammerspielartige Inszenierung, die mit gerade 3 wirklichen Darstellern auskommt und wieder zeigt, dass großes Thrillerkino nicht automatisch durch ein Riesenbudget zustandekommen muss.
Ein furioses und mitreißendes Werk, das Kidmans Durchbruch bedeutete und schließlich in ihrer Ehe mit einem gewissen Tom Cruise mündete (diese Kapitel hätte sie vielleicht lieber ausgelassen).
Neill und Zane wachsen beim Gegeneinander über sich hinaus und bieten eine tolle Show, Zane konnte leider sein Potential nur noch einmal in "Memphis Belle" wirklich zeigen, bevor er zu überwiegend mittelmäßigen Rollen, die seine Wirkung deutlich unterforderten, verflucht schien. Neill hatte da schon mehr Glück. Ihm gelang mit Rollen wie in "Jagd auf Roter Oktober", "Das Piano" oder "Jurassic Park", in denen er glänzen konnte, das Kunststück, Kassenschlager mit überzeugendem Schauspiel zu bereichern. Zane durfte zwar im Über-Blockbuster "Titanic" ran, bekam aber nur die unendlich farblose Rolle des Verlobten, in der er mir beinahe leid tat.
Kidman hingegen war bis zu "Moulin Rouge" nicht mehr so attraktiv wie hier und spielte mit ihren 22 Lenzen die männlichen Kollegen sogar noch an die Wand.
Ein Meisterthriller, der zwar vorhersehbar ist, aber so intensiv umgesetzt und vor allem gespielt wird, dass am Ende auch Salzwasser und Blut auf den Klamotten zu haben scheint.

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Sonse

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Oh ja, hier mag ich Kidman am liebsten. Da wirkt sie noch richtig natürlich.


Flick

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Dem stimme ich 100% zu!
Ab "The Others" fangen ihre Gesichtszüge leider an zu versteinern und ihre Lippen zu Schlaubooten zu werden! :-(


BobbyIII

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Bewertung7.0Sehenswert

Film, bei welchem ich über Jahre hinweg immer mal wieder die Möglichkeit hatte ihn mir anzusehen. Hatte allerdings nie die Intention dazu dies auch wirklich zu tun. Und jetzt wo ich ihn eines Nachts aus Langeweile im öffentlich rechtlichen Fernsehen gesehen habe, frage ich mich wirklich warum ich mich so lange gegen ihn gesträubt habe. Denn eigentlich mag ich den Film schon vom Grundaufbau: Minimalistisches Set mit nur ganz wenig Schauplätzen und Minimalistisches Casting mit nur 3 Schauspielern. Und der Film ansich macht auch wenig falsch! Die Schauspieler sind gut. Die Story okay. Und die Atmosphäre und Spannung erdrückend. Wieso ich mich jetzt allerdings nicht durchringen kann den Film noch etwas besser zu bewerten kann ich so vom logischen her auch nicht wirklich sagen, aber irgendwie hat mir wohl doch irgendwie was gefehlt.

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xtheunknown

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

starke atmosphärische bilder, gute schauspieler und eine hochspannende story machen den film zu einem hit.

unbedingt die ungeschnittene version besorgen.

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Matty

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Mit wenig Aufwand einen maximalen Ertrag an Spannung erstellt.

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Flick

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Kidman in ihrer ersten glänzenden Rolle...Eindringliches Kammerspiel auf hoher See und einen jungen knackigen Billy Zane, der die Kidman die Klamotten vom Leib reisst!!!

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Sonse

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

War auch schon auf den Whitsundays segeln. Meine Erinnerungen sind auch nicht nur positiver Natur...

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