Tödliche Entscheidung - Before the Devil Knows You're Dead
Before the Devil Knows You're Dead (2007), US Laufzeit 117 Minuten, FSK 16, Drama, Thriller, Kriminalfilm, Kinostart 10.04.2008
44 Bewertungen
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2284 Bewertungen
94 Kommentare
Keine
von Sidney Lumet, mit Philip Seymour Hoffman und Ethan Hawke
Philip Seymour Hoffman und Ethan Hawke spielen zwei ungleiche Brüder, die aus akutem Geldmangel den Überfall auf einen Juwelierladen planen – der ihren Eltern gehört…
Andy (Philip Seymour Hoffman) bezieht als Geschäftsführer eines Wirtschaftsprüfungsunternehmens ein sechsstelliges Jahreseinkommen und ist mit einer schönen Frau (Marisa Tomei) verheiratet. Sein jüngerer Bruder Hank (Ethan Hawke) dagegen ist geschieden, lebt allein in einem kleinen Apartment, ist mit den Unterhaltszahlungen für seine Tochter hoffnungslos im Verzug, trinkt zu viel und hat eine Affäre … mit der Frau seines Bruders. Dennoch ist es Andy, der von beiden die größeren Probleme hat. Seine Ehe mit Gina steht kurz vor dem Scheitern, und um seinen extravaganten Lebensstil und exzessiven Drogenkonsum zu finanzieren, hat er Geld der Firma unterschlagen. Da diese aber gerade die Steuerprüfer im Haus hat, ist es nur noch eine Frage von Tagen, bis der Betrug auffällt. Sein nach außen hin so erfolgreiches Leben ist im Begriff sich aufzulösen. In dieser Situation sieht Andy nur noch eine Möglichkeit, wie er seine Probleme lösen kann – zumindest seine finanziellen. Hank soll den Juwelierladen ihrer Eltern ausrauben. Ganz früh am Morgen, wenn nur die Angestellte im Laden ist. Da sie Hank nicht kennt, besteht keine Gefahr erkannt zu werden. Die Eltern bekommen das Geld von der Versicherung wieder, die Brüder verkaufen die Juwelen, und jeder ist glücklich. Nach einigem Zögern erklärt sich Hank bereit mitzumachen. Weil er sich aber nicht traut, den Überfall alleine durchzuziehen, nimmt er den Kleinkriminellen Bobby mit, den er aus Mooney’s Pub kennt, wo er regelmäßig verkehrt. Bobby soll in den Laden gehen, während Hank im Wagen bleibt und wartet. Als Bobby aber bewaffnet den Juwelierladen betritt, trifft er nicht wie erwartet auf die Angestellte, sondern auf Hanks und Andys Mutter, Nanette (Rosemary Harris). In ihrer resoluten Art setzt sie sich zur Wehr. Es kommt zu einem Schusswechsel, bei dem sie selbst lebensgefährlich verletzt wird und Bobby tot vor dem Laden zusammenbricht. Nachdem die Mutter im Krankenhaus gestorben ist, beginnt Charles (Albert Finney) auf eigene Faust nach dem Mörder seiner Frau zu suchen. Eine Spur führt ihn zu seinen eigenen Söhnen…
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Cast & Crew
- Genre
- Familiendrama, Thriller, Drama, Kriminalfilm
- Zeit
- 2000er Jahre
- Ort
- New York City
- Handlung
- Abhängig, Affäre, Alimente, Alkoholiker, Arbeitsplatz, Außer Kontrolle, Betrug, Beweis, Bruder-Bruder-Beziehung, Brutalität, Büro, Drogen, Drogendealer, Drogenmissbrauch, Drogensucht, Dysfunktionale Familie, Ehebruch, Eltern-Kinder-Beziehung, Ermittlung, Erpressung, Erschiessen, Ersticken, Ex-Frau, Familienkonflikt, Frau zwischen zwei Männern, Geldgier, Geldnot, Geschiedene Eltern, Gewalt, Gier, Heroin, Heroinsüchtiger, Hysterie, Juwelenraub, Juwelier, Karriere, Liebe, Lügner, Mord, Nervenzusammenbruch, Nervosität, Pistole, Plan, Polizei, Raubmord, Raubüberfall, Scheitern, Schuld, Schulden, Schuldgefühl, Schönheit, Selbstmordversuch, Sex, Streit, Suche nach Mörder, Ungeschicklichkeit, Untreue, Vater, Vater-Sohn-Beziehung, Vater-Tochter-Beziehung, Vaterfigur, Verlust der Mutter, Versehentlicher Mord, Verzweiflung, Wahnsinn, Wut und Hass, Überfall
- Stimmung
- Hart, Spannend
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Kritiken (17) — Film: Tödliche Entscheidung - Before the Devil Knows You're Dead
SoulReaver: CinemaForever
Kommentar löschen[...] Dabei setzt der Regisseur eigentlich auf eine simple Geschichte, die sich um einen missglückten Überfall dreht, aber so komplex vorgetragen wird, allein wegen der brillanten Charakterzeichnungen, dass Lumet den Zuschauer mit seiner nüchternen und doch so emotionalen Inszenierung einfach in einen Rausch der Zerstörung zieht. "Tödliche Entscheidung" ist ein düsteres und pessimistisches Drama, in dem die Tragödie unausweichlich ist und die Zeitebenen wie Perspektiven sich gekonnt verschieben und nach und nach jeden Blickwinkel durchleuchten, die die Geschichte rundum Gier, Sucht, Rache und Abschied komplettieren. Lumet ist hier ein schweres, eiskaltes, hartes und ambivalentes Meisterwerk gelungen, welches man lange Zeit nicht vergessen wird. [...]
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JackoXL Sun, 19 Aug 2012 20:20:08 -0000
Antwort löschenIch like das, wenn es wieder geht. Film wie Kommentar großartig.
SoulReaver Sun, 19 Aug 2012 20:25:45 -0000
Antwort löschen:-*
JackoXL Sun, 19 Aug 2012 20:29:17 -0000
Antwort löschenGeht. :)
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SoulReaver Sun, 19 Aug 2012 20:35:06 -0000
Antwort löschenKüsse sind das Geheimnis des Likens. :)
JackoXL Sun, 19 Aug 2012 20:40:06 -0000
Antwort löschenWerde ich mir merken. :)
Dietmar Kesten: Filmmag.de
Kommentar löschen[...] Natürlich sind es die Figuren, die hier am interessantesten sind. Lumet geht der Frage nach: Mit welchen Menschen haben wir es zu tun, warum werden sie zu dem, was sie auf einmal sind, warum verstricken sie sich im Verbrechen? [...]
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Julio Sacchi: Das Manifest
Kommentar löschenLumet erzählt das alles gottlob mit unterkühlter Nüchternheit; jede weitere Emotionalisierung würde dieses gnadenlose, humorfreie Konstrukt aus Verlust und Niedertracht zur melodramatischen Implosion führen. Unter seiner Regie entstehen stattdessen die intensivsten Szenen, die man derzeit im Kino zu sehen bekommt. Das ist natürlich das, was man Schauspielerkino nennt.
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Kaltduscher: MoviezKult.de
Kommentar löschenErst vor ein paar Tagen habe ich mein Erstaunen zum Ausdruck gebracht, wie viele hochkarätige Independent-Produktionen zurzeit aus den Staaten in unsere Kinos schwappen. Sidney Lumets Thriller-Drama Tödliche Entscheidung - Before The Devil Knows You’re Dead fügt sich da nahtlos in diese Riege ein.
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Corsovilla: SchönerDenken
Kommentar löschenWie empfiehlt man einen Film, über dessen Inhalt man so wenig wie möglich preisgeben möchte und eigentlich nur sagen will: Geht! In! Diesen! Film! „Tödliche Entscheidung – Before the devil knows you’re dead“ von Sidney Lumet – leiderleider fehlte wieder einmal dem deutschen Verleiher die Lust, diesem Film einen weniger austauschbaren Titel zu geben. Der irische Trinkspruch, dem der Originaltitel entlehnt ist, passt hervorragend auf die beiden Brüder Andy (Philip Seymour Hoffman) und Hank (Ethan Hawke), jeder ein Looser auf seine Weise. Andy, erfolgreicher Unternehmensberater, ruiniert sich und seine schöne Gattin (Marisa Tomey) durch ein luxuriöses Leben und eine ebenso luxuriöse Drogensucht, sein kleiner Bruder hat es zu nichts gebracht. Obwohl er so gerne ein besserer Mensch wäre, schafft er es nicht einmal, regelmäßig Unterhalt für seine Tochter und Exfrau zu zahlen, die ihm nur noch die Monate der ausstehenden Zahlungen ins Gesicht brüllt. Nie zuvor habe ich Ethan Hawke so ausdrucksvoll spielen sehen.
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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschenDurch die präzisen Dialoge und die hervorragenden Schauspieler lässt sich der unheilvolle Absturz der kriminellen Brüder aus der sicheren Distanz genüsslich betrachten. Einziger Schwachpunkt ist die etwas zu stark verbogene Handlung. Dadurch resultieren einige wilde Sprünge auf der Zeitlinie, die manchmal der Wirkung abträglich sind. Die Erzählweise hat aber durchaus auch positive Auswirkungen. Dadurch gewinnt die unerbittliche und finstere Handlung nämlich einen gewissen morbiden Humor.
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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs
Kommentar löschenAuf Basis des exzellenten Drehbuchdebüts von Kelly Masterson realisierte Altmeister Lumet einen gewaltigen Familienfilm und einen genialen Thriller. „Tödliche Entscheidung“ ist gleichzeitig klassisch gut und modern, hat die tragische Wucht der alten Griechen und die Absurdität der Gier aus Coen-Filmen.
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M. Klingbeil: filmfuchs.de M. Klingbeil: filmfuchs.de
Kommentar löschenMit ‚Tödliche Entscheidung' präsentiert Altmeister Lumet ein packendes, unkonventionelles Schuld-und-Sühne-Drama um einen missglückten Raubüberfall, bei dem alle Beteiligten am Ende als Verlierer dastehen. Die Ereigniskette, die einmal losgetreten nicht mehr aufzuhalten ist wirkt auf unbequeme Weise real und wenig konstruiert. Großartig besetzt mit Philip Seymour Hoffman, Ethan Hawke, Albert Finney und Marisa Tomei sollte man sich diese beeindruckende Charakterstudie nicht entgehen lassen.
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Synopsis: zeitgeist Print & Online
Kommentar löschenDas Ergebnis ist die Summe aller Dinge. Dieses Zitat aus dem Film könnte auch dessen Übertitel sein. Was im Vorfeld todsicher schien, offenbart sich im Nachhinein, Szene für Szene, als Faß ohne Boden. Dieses Spätwerk des Kultregisseurs Sidney Lumet macht betroffen - in seiner präzise skizzierten Auswegslosigkeit und der beinahe unvermeidlichen und schließlich eskalierenden Gewalt. Umrandet wird das ungewöhnliche Familiendrama, eigentlich nur Spiegelbild gesellschaftlicher Scheinidylle, von einem musikalischen Thema, das die drückende Grundstimmung noch spürbarer werden lässt. Authentischer geht kaum.
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Evie: www.inderzange.de
Kommentar löschenDer Film besticht klar durch seine überaus guten Schauspieler, jedoch ist der Anfang des Filmes sehr langatmig und hinziehend durch die Szenen, die immer wieder wiederholt werden. Zum Ende hin nimmt der Film nocheinmal Fahrt auf, was ihm auch ganz gut tut.
Sehr gute Schauspieler, gute Story, aber leider hackt es ein wenig bei der Umsetzung.
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S Hentschel: Brigitte S Hentschel: Brigitte
Kommentar löschenDass sich selten jemand so verrechnet hat wie Andy, der den todsicheren Plan ausgetüftelt hat, ist nicht das Überraschendste an diesem großartigen Thriller. Es ist die Selbstverständlichkeit, mit der sich aus einem Krimi eine Familientragödie entwickelt, in der jedes zivilisierte Benehmen vor die Hunde geht. ... Mit Hoffman und Hawke sind zwei wunderbar uneitle, ungeheuer kraftvolle Stars am Werk, die das Ganze auch schauspielerisch zum Ereignis machen.
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Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...
Kommentar löschenEine simple Prämisse, die mit ihrer Rückblendenerzählung zunächst auch simpel umgesetzt scheint. Doch Lumet interessiert sich nur wenig für clevere Verstrickungen und Zeitsprünge, ergötzt sich nicht am filmischen Vexierspiel – es geht ihm nicht einmal gänzlich um die Krimiaspekte seines Thrillers. "Before the Devil Knows You're Dead" ist ein kraftvolles Familiendrama, fest in den Zügeln seines Erzählers gespannt.
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Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,... Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,...
Kommentar löschenBei allem Tempo besitzt dieser Thriller eine staunenswerte Gelassenheit. In langen Einstellungen, in denen die Handkamera nicht nervös, sondern einfühlsam vibriert, schafft er seinen Darstellern Raum, um die Emotionen zu entfalten, und gewährt den Zuschauern die Muße, um deren unbegriffene Impulse zu reflektieren.
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HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschenDies ist alles andere als ein Alterswerk; es kommt nicht milde versöhnlich daher, sondern gnadenlos konsequent. Wenn ein Regisseur - wie Lumet vor drei Jahren - den Ehren-Oscar für sein Lebenswerk erhält, hat er üblicherweise das Ballen seiner Fäuste verlernt. Sidney Lumet kann immer noch zornig sein - wie mit seinem Erstling "Die zwölf Geschworenen" vor einem halben Jahrhundert.
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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenKlug erzählt und ohne die Zeitspiele zum Gimmick werden zu lassen, beweist Lumet, daß er auch mit über 80 noch spannend Geschichten inszenieren kann. Es mag wie eine Studie in Kleine Ursache, große Wirkung-scheinen, bis man realisiert, daß die Figuren schon lange bevor dieser Film beginnt verloren sind. Hawke und Hoffman und Finney überspielen kleinere Längen problemlos.
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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...
Kommentar löschenDie beiden erstklassigen Schauspieler Ethan Hawke und Philip Seymour Hoffman sind die unumstrittenen Stars dieses packenden und raffiniert erzählten Thrillers um einen blutigen Überfall, der eine Familie an den Rand des Abgrunds bringt. Gelungene Kinounterhaltung um ein misslungenes Verbrechen.
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Mr.Vengeance: Lost In Imagination
Kommentar löschenLieß großes erwarten und wurde mit zunehmender Spielzeit zur reinsten Tortur. Aber eben nicht weil wir ein erschreckendes, packendes Charakterspiel sehen, sondern weil Lumet's Film in so vielen Metern Zelluloid so verdammt wenig erzählt. Nach der 5. Zeitsprung wirkt auch dieses Stilmittel ausgelutscht. Und auch wenn Ethan Hawk mit seinem unsäglichen (!) Overacting am Rande des Erträglichen kratzt, mochte ich diese kleine Gaunerposse in der ersten Hälfte noch bedingt. Dann geht es aber kontinuierlich Berg ab und mündet schließlich in unfassbar difusem Quark. Einziger Lichtblick meiner Meinung nach: Philip Seymour Hoffman. Der war wirklich stark. Der Rest war igendwie, trotz einiger Höhepunkte, eine kleine verkackte (sorry) Pseudostudie, bei der man den Hasenkot schon gerochen hat, als das Tier sich noch einen geeigneten Platz suchte.
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Kommentare (77) — Film: Tödliche Entscheidung - Before the Devil Knows You're Dead
brigerbaerger Sun, 31 Mar 2013 11:06:35 -0000
Kommentar löschenInteressanter Filmaufbau mit den verschiedenen Sichtweisen, die den gleichen Zeitabschnitt aus den Perspektiven der verschiedenen Protagonisten zeigt. Interessant, aber nicht neu. Es wird immer wieder Neues sichtbar bei diesen Wechseln, aber eben in meinen Augen nicht so überraschend viel Neues, dass dieser Sichtwechsel zwingend nötig gewesen wäre. Somit bleibt am Schluss die Erkenntnis, wie aus einer harmlosen, unblutigen Idee etwas sehr Tragisches werden kann. Auch das ist nichts Neues. Überzeugt haben mich Philip Seymour Hoffman, aber auch Ethan Hawke spielt diesen ängstlichen mit der Situation völlig überforderten jüngeren Bruder von Hoffman sehr intensiv und glaubwürdig. Für mich weniger ein Thriller als viel mehr ein Melodrama, so wie es auch Regisseur Sidney Lumet im DVD-Kommentar darlegt. Ruhiges, aber intensives Kino mit zwei grossartigen Schauspielern in einer vielleicht etwas zu harmlosen Story.
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heikschn Wed, 20 Mar 2013 11:25:02 -0000
Kommentar löschenWie so oft in Filmen, in denen ein Ereignis eine Kette an Folgen hervorruft, aus denen sich die Protagonisten nicht befreien können, ist es auch hier. Die Ursachen für ihr Scheitern tragen die Figuren längst in sich. Es braucht nur noch den entscheidenden Auslöser um ihr Schicksal zu besiegeln. Als dem Untergang geweihte sorgen sie selbst dafür.
Neu ist dieses Storykonstrukt nicht. Viel neues kann der Film zu dem Thema auch nichtbeitragen. Es ist lediglich eine weitere Geschichte zu dem Thema, wenn auch hier großartig besetzt.
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RoosterCogburn Tue, 12 Mar 2013 05:34:13 -0000
Kommentar löschenEine einfache Geschichte, ein kleiner Raubüberfall, aus Geldnot eher als aus bloßer Habgier begangen, entwickelt schnell die Ausmaße einer Tragödie unter Kleinkriminellen. Als dramatischen Thriller erzählt Sidney Lumet die Geschichte vom unaufhaltsamen Niedergang zweier Brüder. Das Besondere ist die komplexe Erzählstruktur. Und genau das macht diesen Film ebenso unterhaltsam, wie die Besetzung den Filmfreund neugierig machen sollte. Abgesehen von Alt-Star Albert Finney und einer überraschend guten (und sexy) Marisa Tomei, ist die Präsenz von Philip Seymour Hoffman schwer zu überbieten. Von ihm wird Ethan Hawke glatt an die Wand gespielt, was nicht weiter wundert.
So simpel die Ausgangsidee klingt, so vielschichtig setzt Lumet die Story um. Der Film verwechselt nie Ursache und Wirkung mit Moral: es geht nicht ums Urteilen, sondern ums Darstellen. Spannung entsteht nicht aus dem Plot, sondern aus dem Mitfiebern mit den Figuren. "Schau, dass du im Himmel bist, bevor der Teufel mitkriegt, dass du tot bist." Es geht eben nie darum, ob etwas gut ist oder richtig, sondern nur darum, ob man damit durchkommt.
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jacker Tue, 12 Mar 2013 10:33:39 -0000
Antwort löschenHoffman ist hier der Gewinner, das unterschreibe ich, aber auch Ethan Hawke hat mich in diesem Film umgehauen. Hatte den immer als 'Okay' abgelegt. Hier wächst er völlig über sich hinaus, ich hätte nicht gedacht, dass er so eine Leistung abliefern kann!
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Mac_C_Tiro Wed, 13 Mar 2013 08:57:04 -0000
Antwort löschenSchöner Kommentar, hast mich richtig neugierig gemacht, Rooster! Danke für den Tipp ;)
RoosterCogburn Wed, 13 Mar 2013 09:32:12 -0000
Antwort löschenWas es manchmal für schicke Filme bei den Öffentlich-Rechtlichen gibt :)
jakob3 Fri, 22 Feb 2013 16:48:01 -0000
Kommentar löschenFamilientragödie im Gewand eines Kriminalthrillers mit beeindruckender Erzählstruktur und tollen schauspielerischen Leistungen. Ständiges Springen zwischen unterschiedlichen Kameraperspektiven und Zeiten, die atmosphärische Kälte und eine tolle Zeichnung der Charaktere, machen diesen Film fast zu einer uneingeschränkten Empfehlung. Auch wenn die Handlung, meiner Meinung nach, etwas zu simpel gehalten ist und dem Film die letzten nötigen Punkte zur vollen Wertung nimmt.
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schwedenretter Fri, 15 Feb 2013 14:08:46 -0000
Kommentar löschenAuch wenn die Schauspieler ihre Sache gut machen, irgendwann hab ich vorgespult, weil es mir zu langweilig wurde.
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bugsb Fri, 07 Dec 2012 00:04:50 -0000
Kommentar löschenEigentlich ist die Geschichte ziemlich weit hergeholt, aber das ist egal. Der Film ist spannend und die Schauspieler sind hervorragend. Es wird immer nur schlimmer und trotzte hofft man auf ein Happy End.
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Frankenchrist Sat, 17 Nov 2012 05:24:05 -0000
Kommentar löschenDer Schneeballeffekt: Klein fängt alles an und nimmt nach und nach gewaltige Ausmaße an. So ist der Film, wie eine Lawine. Es gibt kein Entrinnen davon, eins führt zum anderen, nötigt einen immer weiter zu gehen. Die Protagonisten können wohl ein Liedchen davon singen. Es heißt, dass Not erfinderisch macht, oftmals leider werden fixe Ideen daraus geboren und man wird gezwungen, Wagnisse einzugehen. Die Verlockung, einen schnellen Reibach zu machen, ist zu groß und die Umsetzung scheint zu leicht. Dieser Schein der Einfachheit macht unvorsichtig, es werden keine möglichen Zwischenfälle bedacht, wird kein "Plan B" entworfen. Auch das sehen wir. Und noch eins: Verbrechen lohnt sich nicht. Aber das ist eine Binsenweisheit. Solche Gedanken kamen mir während des Schauens, und danach noch. So sehr wühlt einen der Film auf, nimmt mit und engt einem die Brust ein. Die Schauspieler tragen ein Gutteil dazu bei. Das raffinert konzipierte Drehbuch den größten. Die leicht angedeuteten suizidalen Tendenzen haben es mir besonders angetan, sie erscheinen mir absolut plausibel (die vergrößerte Not hinterher; Erpressung; Morddrohung; das drohende Gefängnis, man ahnt es schon zu riechen; vor Tochter in Ungnade gefallen; und vor allem: die Mitschuld am Tod der eigenen Mutter; die, Verzeihung, Scheiße ist unerbittlich, aus der man sich hier zu winden versucht, und sich doch nur tiefer in sie hineingräbt: Da haftet dem Tod geradezu etwas Erlösendes an). Es muss furchtbar sein, in dieser Haut zu stecken. Das konnte ich bitterschön nachfühlen. Hut ab vor dem Schöpfer dieses Werkes: Ehrenhafter und verdienter kann man kaum das Himmelreich für Filmregisseure betreten.
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Smartgirl63 Mon, 07 Jan 2013 21:40:08 -0000
Antwort löschenSPOILER
Frankenchrist Tue, 08 Jan 2013 08:58:11 -0000
Antwort löschenWo?
bestseimon Sun, 04 Nov 2012 21:55:23 -0000
Kommentar löschen"My life, it doesn´t add up. Nothing connects to anything else. I´m not the sum of my parts. All of my parts dont´t add up to one...to one me."
Sidney Lumets letzter Film, sollte gleichzeitig mein erster von ihm sein. Und selten war ich mir von Anfang an so sicher, dass nichts gut ausgehen wird.
Die Story ist ebenso genial wie böse, die Bilder wirken unterkühlt und spiegeln die Stimmung des Films perfekt wieder. Mit jeder Sekunde, die vergeht, wird die Lage der Charaktere auswegloser und hoffnungsloser. Das ganze Geschehen spitzt sich immer weiter zu, wird immer dramatischer und endet schließlich in einem bösen und schockierenden Finale. Durch Sidney Lumets originelle Erzählweise, die keinesfalls chronologisch abläuft, wirkt das Ganze außerdem noch intensiver und packender.
Das Highlight von "Tödliche Entscheidung" ist aber ganz klar Philip Seymour Hoffman. Er verkörpert seine Figur mit allen Facetten und ist unbeschreiblich ausdrucksstark. Seine Mimik, seine Sprache und Präsenz sind absolut beeindruckend und beweisen erneut, dass er ganz klar zu den Besten seines Fachs gehört.
Etwas hintendran, aber dennoch überzeugend ist Ethan Hawke, der durch seine Leistung unterstreicht, dass er ein wirklich guter Schauspieler ist und mehr solcher Rollen verdient hat. Albert Finney und Marisa Tomei vervollständigen die bemerkenswert aufspielende Darstellerriege und machen aus "Before the Devil knows you´re dead" hervorragendes Schauspieler-Kino.
Zwar eignet sich der Film nicht gerade als heiteres Gute Laune Häppchen für zwischendurch, aber wer mal wieder einen toll gespielten, düsteren Thriller der alten Klasse erleben möchte, der sollte sich diesen hier auf keinen Fall entgehen lassen.
"May you be in heaven half an hour...before the devil knows you´re dead."
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Antichrist Sun, 21 Oct 2012 18:50:33 -0000
Kommentar löschenMänner am Rande des Nervenzusammenbruchs,wobei die familiäre Komponente dem Publikum die spannende,aus den Fugen geratene Geschichte näher bringt.
Der Film ist straff und souverän erzählt,er kommt ohne hektische Schnitte und übertriebene Gewaltdarstellung aus,die Darstellerleistung ist durch die Bank bestechend,und das Thema Schuld ist immer ein interessantes Thema.
Die persönlichen Beziehungen der Menschen untereinander verlaufen insgesamt glücklos oder sind/werden äußerst verfahren.Halt und Hilfe gibt es scheinbar nirgends,eine falsche Entscheidung nach der andern wird getroffen.
Der Zuschauer erwartet einfach nicht,daß irgendetwas überhaupt gut ausgeht,Trostlosigkeit und Melancholie sind die Folge.
In den Händen eines unerfahrenen Nachwuchsregiesseurs hätte dieser Stoff leicht ein wenig langatmig geraten können,aber auch die Vorgehensweise,zum Beispiel,eines Tarantino hätte hier wahrscheinlich andere Akkzente gesetzt,vor allem was Dialoge und Effekte betrifft.
Somit ist es ein ungewöhnlicher,spannender Familienfilm geworden,nicht mehr,aber auch nicht weniger - Klasse!
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Cameron Sat, 13 Oct 2012 21:29:29 -0000
Kommentar löschenDas Fillmjahr 2007 wahr wirklich grandios! Neben There Will Be Blood, Zodiac, Into the Wild, No Country for Old Men und mit Abstrichen American Gangster ist Lumets letztes Werk ein weiterer Meilenstein dieses Jahres.
Bei der Zweitsichtung fand ich am Film noch mehr Gefallen als beim ersten Mal.
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jacker Fri, 21 Sep 2012 11:10:07 -0000
Kommentar löschen"Before The Devil Knows You're Dead"
Boom!
Verdammt hat der eingeschlagen!
Probleme ohne Ende..
Dann ein sicherer Coup, hochgradig unmoralisch, aber sicher..
Dann EIN dummer Zufall..
Dann nichts mehr wie es vorher war. Nie wieder.
Filme in denen ein kleiner, unbedeutender Zufall eine große Wendung hervorruft gibt es einige, so intensiv wie hier hat mich das jedoch selten bewegt. Die offensichtlichste Erklärung dafür ist wohl die Feststellung, dass ich so intensives Spiel ebenfalls selten erlebt habe!
Was steckt denn bitte in Ethan Hawke? Hatte der das schon immer in sich, nur bis jetzt hat niemand geschafft es ihm zu entlocken?
Absolut großartige und bis dato so nicht gesehene Leistung!
Das Seymour-Hoffman hier brillant agiert habe ich erwartet. Wie brillant er ist überrascht mich dennoch jedes mal wieder wenn ich seinen 'Darbietungen' beiwohnen darf (bewusst ehrfürchtig formuliert!).
Er ist einfach genial.
Punkt.
Nein, kein Punkt, er ist so genial dass ich noch mehr Lobhymnen singen muss. Er ist einfach der absolute Schauspieler. Über Kinski wurde immer gesagt er spiele nicht er sei, bei Hoffman sehe ich das ähnlich, was auch immer er verkörpert, er ist es einfach, jede Facette der Charaktere wirkt durch ihn echt. Ich kann nicht verorten wie, aber er schafft es zudem einfach so eine überragende Präsenz zu entwickeln, dass neben ihm jeder erdenkliche andere Schauspieler wie ein Amateur erscheint. Im Normalfall. "Before The Devil Knows You're Dead" ist nicht der Normalfall, denn hier wächst jeder der Beteiligten über sich hinaus, Hawke & Finnley spielen völlig ebenbürtig, Tomei's Rolle ist zu klein um das so zu behaupten, aber auch ihr kauft man jede Geste und jedes Wort ab.
Wahrscheinlich war Lumet (dessen Filmographie ich mich jetzt mal eingehender widmen werde) einfach absoluete Weltklasse und hat das Maximum aus allem rausgeholt.
Nicht nur aus seinen Akteuren, auch aus der Inszenierung um sie herum, der Kamera, der Dramaturgie.
Ich hatte selten das Gefühl von so tiefer und vollkommener Authentizität.
Nichts in diesen 120 Minuten könnte nicht irgendwo auf dieser Welt genau so passiert sein. Makaber und traurig, aber wahr.
Der Stoff des Films ist sehr bitter, durch die nicht chronologische Erzählweise wird der Lauf der Ereignisse Stück für Stück enthüllt und der Kloß im Halswächst wächst und wächst immer weiter, bis man zum Finale kaum noch atmen kann.
Schweres, kühl inszeniertes Kino und ein würdiger letzter Tanz auf der großen Bühne.
Großartig!
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MaxN91 Tue, 18 Sep 2012 01:13:06 -0000
Kommentar löschenMit 82 schuf Sidney Lumet seinen letzten Film "Before the Devil Knows You´re Dead" und bewies hiermit nicht nur , dass man im hohen Alter auch noch große Filmkunst schaffen kann , sondern ganz besonders dass ein Weltklasseregisseur mit einer eigentlich einfachen Grundstory die Zuschauer trotzdem in seinen Bann zu ziehen vermag . Eine eigentlich bombensichere Sache sollte es werden . Alle sollten gewinnen . Doch der Raub an einem Juweliergeschäft geht unglaublich schief . Das ist der Kern der Geschichte ; Das Grundgerüst um eben Diesen wird dem Zuschauer erst nach und nach klarer . Gerade diese verschachtelte Erzählweise macht den Film so interessant , denn es werden nach und nach immer mehr Information preisgegeben , die diesen Thriller in ein Familiendrama münden lassen , das seines gleichen sucht . Die ungleichen Brüder Hank und Andy sind in finanziellen Nöten und beide auf ihre eigene Weise geschädigt . Lumet zeigt eindruckvoll wie Menschen für die Sucht nach Geld und sozialer Anerkennung selbst nicht vor ihrer eingenen Familie zurückschrecken und somit ein tödlicher Stein ins Rollen gerät . Warum dieser Film so gut funktioniert liegt in erster Linie an seinen unglaublich guten Darstellern . Über Philip Seymour Hoffmann braucht man eigentlich nicht mehr viel zu sagen , denn er ist immer genial und es macht Spaß ihm bei der Arbeit zuzusehen . Besonders überrascht haben mich Albert Finney und v.a Ethan Hawke , der nie besser war ( trotzdem aber extrem unterschätzt ist ). Weiterhin glänzt dieser Film durch tolle Musik und wunderbare Kameraeinstellungen . Ein besonderes Feeling gibt im übrigen das coole New York- Setting , das meiner Meinung nach für die Geschichte perfekt gewählt wurde . Nur kleinen Längen und das damit einhergehende Gefühl einer Stagnation der Handlungsebene verhindern eine noch höhere Wertung . "Before the Devil Knows You´re Dead " ist ein knallharter , spannender Thriller , der es verdient hat Lumets letztes Werk zu sein .
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Joeyjoejoe17 Wed, 12 Sep 2012 19:10:00 -0000
Kommentar löschen"Before the devil knows you're dead" gesellt sich zu den Filmen mit den wohlklingendsten Titeln. Doch nicht nur der Name dieses Thrillerdramas ist klasse, auch der Inhalt.
Die komplexe Erzählweise einer im Grunde einfachen Thematik (Raubüberfall geht schief) macht diesen Film außergewöhnlich. Die Besetzung, die Musik, die Charaktertiefe und die gelungene Kameraarbeit machen diesen Film außergewöhnlich gut.
Hier hat man neben den beiden grandiosen Hauptdarstellern Phillip Seymour Hoffman (der beste seiner Zunft) und Ethan Hawke (ein großartiger, leider unterschätzter Darsteller) auch einen tollen Nebencast, in dem Marisa Tomei, Albert Finnley, Michael Shannon und Amy Ryan durchweg gute und überzeugende Leistungen darbieten. Das insgesamt großartig aufspielende Ensemble weiß durch intensive und emotionale Darbietungen vollends zu überzeugen.
Die grandiose Musik unterstützt stets passend die Szenerie, sowohl in den einfühlsamen und ruhigen, als auch in den Szenen, in denen es zur Sache geht. Die Kamera tut ihr übriges und verleiht dem Geschehen große Intensität und fängt jede Szene gekonnt mit teils statischen Perspektiven ein.
Dazu gesellt sich eine gute Story, die mit zeitversetzter Erzählweise zu fesseln weiß und enormen Wert auf die Charaktere und ihre Entscheidungen sowie Gedanken und Wandlungen legt. So schafft es Sidney Lumet, seine nicht ganz so originelle Geschichte auf umso interessantere Art und Weise zu erzählen und zieht den Zuschauer von Anfang bis Ende in seinen Bann.
Wer also eine teilweise spannungsarme, Inszenierung verschmerzen kann, die dafür umso gefühlsbetonter ausfällt, bekommt ein erstklassig gespieltes, intensives, eindringliches und schonungsloses Thriller-Drama mit fesselnder Erzählweise. Lumet hat sich mit diesem Film definitiv einen würdigen Abgang geschaffen.
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BattlemasterIZ Wed, 12 Sep 2012 19:33:31 -0000
Antwort löschenHat mir auch richtig gut gefallen, Das Dreiergespann - Philip Seymour Hoffman, Ethan Hawke & Marisa Tomei ist einfach der Hammer
JackoXL Wed, 12 Sep 2012 20:50:24 -0000
Antwort löschenBitterböses Schmuckstück. Schade, dass es Lumets letzter Film war, aber wenn schon abtreten, dann so.
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cpt. chaos Wed, 12 Sep 2012 23:22:35 -0000
Antwort löschenVor allem das furiose Finale reißt nochmal alles raus!
The_Comedian Wed, 03 Oct 2012 10:24:50 -0000
Antwort löschenFeiner Kommentar, stimme auch Jacko voll und ganz zu.
kobbi88 Mon, 10 Sep 2012 15:38:38 -0000
Kommentar löschenIch mag ja Filme, die nicht chronologisch aufgebaut sind und bei denen die Sichtweisen der Protagonisten in einzelnen kleinen Episoden gezeigt werden. Und genau das ist in diesem atmosphärisch sehr dichten Thriller der Fall. Philip Seymour Hoffman spielt mal wieder total toll (naja, nichts anderes hat man von ihm auch erwartet), aber auch Ethan Hawke, Marisa Tomei und Altmeister Albert Finney machen ihre Sache richtig gut. Die Story ist spannend, der Score is ziemlich gut! Was will man mehr?
Fazit: Sidney Lumet (und das alleine ist ja eigentlich schon eine klare Empfehlung!!) hat seinem Werk, das er einst mit Die zwölf Geschworenen begann, mit "Before The Devil Knows You're Dead (was für ein toller Titel, da ist das deutsche "Tödliche Entscheidung" flüssiger als flüssig --> überflüssig) einen würdigen Schlusspunkt gesetzt, den man sich unbedingt ansehen sollte!
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ProsperDune Mon, 27 Aug 2012 14:57:31 -0000
Kommentar löschenWie weit würdest du gehen? -- Noch nie hätte ein Film diesen Untertitel mehr verdient als "Before The Devil Knows You're Dead".
Viel mehr will ich nicht sagen, außer dass ich den Soundtrack von Carter Burwell großartig finde, weil dieser in meinen Ohren gleichzeitg die Tragik und den gewissen Zynismus des ganzen Desasters erklingen lässt.
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JackoXL Wed, 04 Jul 2012 21:14:38 -0000
Kommentar löschen"May You Be In Heaven Half An Hour, Before The Devil Knows You're Dead".
Möge der 2011 verstorbene Sidney Lumet länger als eine halbe Stunde im Himmel verbracht haben. Möge er mit Hitchcock, Kubrick und Peckinpah (ok, der hat die halbe Stunde wohl nicht geschafft) auf einer Wolke sitzen.
So traurig der Tod des großen Regiesseurs war, so schön ist es, dass sein letzter Film seiner würdig war. Lumet war schon über 80, als er "Before The Devil Knows You're Dead" inszenierte. In dem Alter sind die meisten Menschen froh, noch alleine auf die Toilette gehen zu können. Lumet hat seinem Schaffen einen großartigen Schlusspunkt versetzt.
Was als Thriller um einen Raubüberfall beginnt, entwickelt sich zu einem bitterbösen Familiendrama. Eine schmerzhafte, trotz seiner kühlen Distanz emotionalen Tragödie, die schonungslos bis zur letzten Konsequenz ausgereizt wird. Die geschickte, mit Rückblenden und persönlichen Perspektiven arbeitende Erzählweise, erweißt sich als Glücksgriff. Das zerbrechende Familiengefüge wird dadurch viel deutlicher, die Figuren einem noch näher gebracht, und die Stimmung zum schneiden dick. Schon relativ schnell dürfte selbst unerfahrenen Zuschauern klar sein, man darf alles erwarten, nur kein Happy End. Dafür lässt einem die erdrückende und enorm fesselnde Atmosphäre nie auch nur den Hauch einer Chance. Erschaffen wird die nicht nur durch Lumets meisterliche Inszenierung und den einprägend-melancholischen Score, sondern nicht zu letzt durch die aufopfernd spielenden Darsteller. Ethan Hawke ist nicht unbedingt mein Liebling, hier wächst er über sich selbst hinaus. Philip Seymour Hoffman ist wie so oft genial, mein Star des Films ist aber Albert Finney. Sein Gesicht spiegelt soviel Leid, Trauer, Wut, Schmerz, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit wieder, eine umwerfende und traurig-berührende Leistung.
"Before The Devil Knows You're Dead" ist ein Spätwerk, wie man es einem großen Regiesseur nur wünschen kann. Auch wenn ich gerne noch einen Film von Lumet gesehen hätte, lieber so ein Ende, auf das er von oben stolz herabblicken kann.
Hoffentlich schaffen das auch andere (besonders sie, Francis Ford Coppola) noch, bevor die letzte Klappe fällt.
Danke Sidney, viel Spaß da oben, und Grüße an Alfred, Stanley und (vielleicht) Sam.
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filmschauer Thu, 05 Jul 2012 06:44:45 -0000
Antwort löschenAusgerechnet Peckinpah auf einer Himmelswolke vorstellen zu wollen, finde ich dann doch ziemlich, äh, suspekt ;) Ansonsten natürlich ein toller Film, den ich auch sehr genossen habe.
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Markbln Thu, 05 Jul 2012 06:53:21 -0000
Antwort löschenWahnsinnsfilm. Da zeigt der große Lumet dem Nachwuchs aber sowas, wo der Hammer hängt.
JackoXL Thu, 05 Jul 2012 07:22:11 -0000
Antwort löschen@filmschauer: Peckinpah passt am besten zum Ausgangszitat. :)
BattlemasterIZ Sun, 01 Jul 2012 13:19:04 -0000
Kommentar löschenEin schonungsloses Familiendrama, das mit einer fesselnden Erzählstruktur und glänzenden Darstellern auftrumpft.
Das rücksichtslose Streben nach Gewinn, steht hier unter anderem im Vordergrund, Zwei Brüder brauchen dringend Geld und überfallen deshalb das Juweliergeschäft ihrer Eltern.
Sidney Lumet bringt in seiner Handlung (Gier, Verrat, Rache) perfekt ein, es ist wahrlich ein Höllentrip.
Die Emotionen der Handlung werden in einem angenehmen Tempo eingefangen, so das man problemlos folgen kann.
"Before the Devil Knows You're Dead" ist auch eine Art Charakterstudie - Wenn man ihn als das sieht, sieht man ihn bestimmt auch als kleines Meisterstück, denn neben Philip Seymour Hoffman spielen alle außergewöhnlich gut.
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Marcelinho Tue, 27 Mar 2012 12:21:35 -0000
Kommentar löschenBeeindruckender Film, vorallem Hoffmann und Finney haben mich überzeugt in ihren Rollen aber auch Hawke und Tomei spielen gut. Die Erzählweise fand ich sehr passend und da die Rückblenden nie zu weit zurückgingen wurde es auch nicht verwirrend. Toller Film.
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WarrenAnname Sun, 26 Feb 2012 18:58:37 -0000
Kommentar löschenHervorragend.
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Anoirja Sun, 26 Feb 2012 19:07:27 -0000
Antwort löschenAbgrundtief finster und bitterböse - hervorragend.
Le Samourai Sun, 26 Feb 2012 19:11:18 -0000
Antwort löschendefinitiv hervorragend.
WarrenAnname Sun, 26 Feb 2012 22:42:08 -0000
Antwort löschenWenn ich ihn hervorragend finde, ist er hervorragend. :D
Anoirja Sun, 26 Feb 2012 22:57:09 -0000
Antwort löschenNein, das stimmt so nicht ganz - vor einigen deiner Lieblingsfilme laufe ich am liebsten davon. Sorry. ;)
WarrenAnname Sun, 26 Feb 2012 23:10:40 -0000
Antwort löschenWelche z.B.?
Anoirja Sun, 26 Feb 2012 23:21:51 -0000
Antwort löschenDarf ich das tatsächlich sagen? Deine Lieblingsfilmliste ist so unglaublich lang - da macht das Scrollen ja fast schon keinen Spaß mehr. Von den oberen sind "Dirty Dancing" und der "Rambo"-Quatsch schlichtweg zum Davonlaufen.
WarrenAnname Sun, 26 Feb 2012 23:35:39 -0000
Antwort löschen"Dirty Dancing" steht da cum grano salis; bzgl. der "Rambo"-Reihe verweise ich auf http://nichtidentisches.myblog.de/nichtidentisches/art/271809368 ("Mit John Rambo durch die Dialektik der Aufklärung"), Zitat: "Von den Extremen des pathologischen Narzissmus – Altruismus und empathielose Ich-Bezogenheit – ist John Rambo weit entfernt – vielmehr ist er durch seine Besonderheit von der Gesellschaft gewaltsam auf sich selbst zurückgeworfen worden und wurde vom Besonderen zum Sonderling. Als marktgängige Produktion weist die Rambo-Reihe notwendig solche Stellen auf, die der frühbürgerlichen Kultur als Schwächen gelten und in denen die Kulturindustrie offen hervorbricht. Anders als diese in ihrer Reinform verweist die Rambo-Reihe auf reale, tabuisierte Probleme, auf Widersprüche in der Gesellschaft, zuvörderst ein falscher Pazifismus und das Fortleben des Faschismus in der Gesellschaft wie auch gegen sie. Darin insistiert Sylvester Stallone auf die tiefe Ernsthaftigkeit des Projekts, der die verkrampfte Feindschaft der Filmfigur John Rambo gegenüber sich nur als Begriffslosigkeit blamiert. Auf der Strecke bleibt in dieser Idiosynkrasie häufig nur der eigene Wille zum Widerstand, den John Rambo gegen das von Adorno/Horkheimer extrahierte Prinzip entfacht."
Anoirja Sun, 26 Feb 2012 23:53:25 -0000
Antwort löschenOh je, ich wollte damit doch keinen philosophischen Exkurs starten. Ey, guck mal auf die Uhr - es ist schon spät. ;) Diese Filme sind halt einfach absolut nicht mein Geschmack. Du darfst natürlich alles mögliche in deine Lieblingsfilme hineininterpretieren - ich mag sie deshalb trotzdem nicht einen Deut mehr. :P
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WarrenAnname Sun, 26 Feb 2012 23:59:19 -0000
Antwort löschenEs steckt in den Filmen drin, Frollein, und wird nicht wirr an sie herangetragen. Schließlich sind Filme Kunstwerke und haben, wie vermittelt auch immer, etwas mit der Gesellschaft zu tun, innerhalb derer sie produziert und konsumiert werden. Das ist doch recht banal. :-)
Anoirja Mon, 27 Feb 2012 13:47:30 -0000
Antwort löschenSo banal wie "Rambo" halt, hahaha... ;)
MarcelN44 Tue, 07 Feb 2012 21:15:53 -0000
Kommentar löschenUnsympathisches Familien-Thriller-Drama, das in keiner Weise zum Mitfiebern einlädt, trotz durchaus auch guter Darstellerleistungen. Zieht sich leider wie Kaugummi...
4/10
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