Whores' Glory - ein Triptychon
Whores' Glory (2011), AT/DE Laufzeit 118 Minuten, FSK 16, Dokumentarfilm, Kinostart 29.09.2011
8 Bewertungen
Skala 0 bis 10
56 Bewertungen
12 Kommentare
Keine
von Michael Glawogger,
Das filmische Triptychon Whores’ Glory erzählt von Prostituierten in Thailand, Mexiko und Bangladesh. Die Geschichten kreisen um die Sehnsüchte, Hoffnungen und Bedürfnisse, die sie selbst haben – und um die, die sie anderen erfüllen. Um die Brutalitäten, die sie erfahren – und die, die sie anwenden. Der Film geht davon aus, dass sie mehr über die Beziehungen zwischen Männern und Frauen erzählen können als irgendjemand sonst, weil sie alles, was in diesen Beziehungen geschehen kann, am eigenen Körper, an Geist und Seele erfahren und erlebt haben. Sie haben Begierden erweckt, Leidenschafen abgewiesen, Fantasien erfüllt und Ängste beruhigt. Und sie haben immer Geld dafür bekommen – aber wenige sind dabei an etwas anderem reich geworden als an Geschichten und Geschichte.
Whores’ Glory ist der dritte Teil der Arbeitswelten-Trilogie von Michael Glawogger, zu der auch Workingman’s Death und Megacities – Life in Loops gehören.
Mehr Bilder (10) und Videos (1) zu Whores' Glory - ein Triptychon
Cast & Crew
-
Michael Glawogger
Regie
Schauspieler
-
Michael Glawogger
- Genre
- Dokumentarfilm
- Zeit
- Gegenwart
- Ort
- Asien, Bangkok, Indien, Mexiko, Thailand
- Handlung
- Bordell, Dokumentarfilm, Freier, Minderjährige Prostituierte, Prostituierte, Prostitution, Straßenstrich, Zuhälter, Zwangsprostitution
- Stimmung
- Geistreich
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Whores' Glory - ein Triptychon
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Links zum Film Whores' Glory - ein Triptychon
- Whores Glory: critic.de














Kritiken (8) — Film: Whores' Glory - ein Triptychon
Cristina Nord: taz Cristina Nord: taz
Kommentar löschen"Whores' Glory" belässt das alltägliche, harte, auszehrende Geschäft der Prostitution letztlich dort, wo es für das hiesige Publikum bequem bleibt: im Exotischen.
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Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de
Kommentar löschenWer diesen Film gesehen hat, hat vom Sex fürs erste die Nase voll.
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Michael Meyns: programmkino.de Michael Meyns: programmkino.de
Kommentar löschenÜber weite Strecken ist dies ein ergreifendes, erschütterndes Bild der Prostitution, das zwar fern von Europa gedreht wurde, aber so oder so ähnlich auch in Wien, Berlin, London oder jeder anderen europäischen Stadt zu finden wäre.
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Andreas Busche: fluter, Der Freitag Andreas Busche: fluter, Der Freitag
Kommentar löschenWhores' Glory stilisiert die Frauen zu Ikonen, die ihr Leben trotz aller Hindernisse meistern. Ein seltsamer Archaismus spricht aus dieser Sichtweise, die Glawogger und sein Kameramann Wolfgang Thaler noch bildgewaltig unterstreichen.
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Ulrich Kriest: film-dienst Ulrich Kriest: film-dienst
Kommentar löschen„Whores’ Glory“ füllt also zunächst einmal eine Wissenslücke, indem der Film Bilder sammelt, die über einschlägige Orte in Hamburg, Amsterdam, Berlin oder Paris hinausgehen.
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Christoph Huber: Die Presse Christoph Huber: Die Presse
Kommentar löschenGlawogger geht es in seinem bildgewaltigen Film Whores' Glory aber nicht um simple soziale Entrüstung, sondern um tiefere, auch spirituelle Schichten.
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D. Kamalzadeh: Der Standard D. Kamalzadeh: Der Standard
Kommentar löschenWhores' Glory ist eine ausgesprochen reife Arbeit, der man die lange Beschäftigung mit dem Gegenstand positiv anmerkt.
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A. Seitz: Berliner Zeitung A. Seitz: Berliner Zeitung
Kommentar löschenWhores' Glory hält dabei das Begriffspaar Heilige/Hure freundlich weiter im Umlauf. Für das 21. Jahrhundert ist das eine durchaus beachtliche Leistung an Steinzeit-Machismo.
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Kommentare (4) — Film: Whores' Glory - ein Triptychon
Kommentar schreibenSkar 2012/05/05 12:48:32
Kommentar löschenDieser Film zeigt auf künstlerische Art und Weise das Leben von Prostituierten an drei verschiedenen Orten der Welt. So sehen wir einen Edelpuff in Thailand, in dem die Frauen in den sogenannten "Fish Tanks" sitzen, sodass die Kunden die Auswahl im Voraus betrachten können; ein nach dem Gesetz verbotenes, aber trotzdem toleriertes Rotlichviertel in Indien, bei dem die Prostituierten, die oftmals noch Kinder sind unter krassesten Umständen leben müssen; und die "Zonen" in Mexiko, die abgetrennte Bereiche darstellen, die von der Polizei kontrolliert werden. Der Film kommt völlig ohne Erzähler aus und verfolgt die Protagonisten bei ihrem Alltag. Die Musikauswahl fand ich manchmal etwas unglücklich, da sie oftmals eine zu positive Stimmung verursachte und die Szenen manchmal etwas verharmloste und zu glamourös darstellte.
Die Schicksale der Frauen war oftmals sehr bewegend, wenn sie ihre Maske abgelegt haben und über ihre wahren Gefühle gesprochen haben.
Dieser Film ist jedem zu empfehlen der einmal das Alltagsleben von Prostituierten in verschiedenen Teilen der Welt sehen möchte und die Menschen hinter dem "Sexobjekt" kennen lernen möchte.
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Hans Em. 2012/03/13 11:53:29
Kommentar löschenDer Soundtrack manchmal ein wenig zart, die Bilder manchmal zu schön, um das Erzählte zu spiegeln? Ja, das muss sich Glawogger gefallen lassen, aber es hat System, was er tut. Denn dank dieser Überzeichnung ist sein Film WHORES GLORY ein Beifall geworden für all die Frauen, die tagein tagaus in dunklen Gassen stehen (wahlweise auch in grellen Fishtanks) und auf den nächsten Mann warten, der bereit ist einen angemessenen Lohn zu zahlen für seinen kurzen Spaß.
Schwer erträglich sind vor allem die Szenen in Mexiko, in denen sich das ganze Elend dieses Geschäfts vor dem Zuseher ausbreitet. Eine Verherrlichung interpretiert hier nur herein, wer nicht genug Empathie mitbringt um die großen Gesten der Damen vor der Kamera zu hinterfragen.
Glawogger hat einen großartigen Film vorgelegt, der die Huren nicht zu Heiligen stilisiert und auch kein Mitleid erhaschen will. WHORES GLORY ist einfach würdevoll.
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Windom Earle 2011/12/09 19:21:47
Kommentar löschenEigentlich hätte der Film 10 Punkte verdient. Für die für mich misslungene Songauswahl (Coco Rosie und Anthony + The Johnsons kann ich einfach nicht mit der Misere in thailändischen Puffs zusammenbringen) und die für meinen Geschmack teilweise zu inszenierten Bilder gibts 2 Punkte Abzug. Großartiger Film!
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FredFuchs 2012/01/30 13:29:33
Antwort löschencoco rosie und nutten kann ich mir schon zusammen vorstellen ,)
Windom Earle 2012/01/30 22:57:39
Antwort löschencocos-rosinen!! und nutten!
anninas 2011/10/14 11:05:49
Kommentar löschenEs geht um Prostitution. Das verhehlt der Titel ja schon nicht. Wir begleiten die Kamera durch Thailand, Indien und Mexiko und erleben drei Szenerien, die so unterschiedlich sind wie sie nur sein können. Der kulturelle Vergleich, der dadurch zwangsläufig entsteht, wird toll herausgearbeitet vom Regisseur sodass die Gefühle der Frauen mikroskopiert werden können.
Begleitet werden die Bilder von einer starken Filmmusik. Wenn PJ Harvey zutiefst melancholisch „dear darkness“ singt, dann bleibt Niemandem die Gänsehaut erspart.
Michael Glawogger lässt die Bilder sprechen und mischt sich nie mit einer eigenen Interviewerstimme ein. Er stellt die Frauen bewusst in den Mittelpunkt und lässt die Männer, die Kunden, nur als Protagonisten in ihre Handlungsspielräume eindringen. Dadurch entsteht eine beklemmende Nähe zu diesen Frauen, die einerseits so stark sind wie Kriegerinnen und doch so fragil und teilweise so unendlich verloren.
Dabei ist es besonders bewegend und schockierend, wenn die Frauen von sich selbst erzählen. Von ihren Leben, Leiden, Ängsten, Erfahrungen- von ihren Freiern und den Bedingungen unter denen sie leben.
Es ist schwer ein Urteil zu fällen über diese Menschen. Es ist eigentlich ein Markt wie jeder andere, aber wenn sie tagtäglich ihren Körper verkaufen und damit kämpfen das einzige zu beschützen, was ihnen niemand nehmen kann, die Seele, dann ist es klar, dass diese Frauen viele Narben und Kriegsverletzungen haben. Von denen sie berichten können.
Der Film war schwere Kost, zumindest für mich.
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