Withnail & I

Withnail & I (1987), GB Laufzeit 107 Minuten, FSK 12, Drama, Komödie

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7.3
Kritiker
4 Bewertungen
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6.8
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142 Bewertungen
8 Kommentare
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von Bruce Robinson, mit Richard E. Grant und Paul McGann

London 1969. Der manische Withnail (Richard E. Grant) und der ängstliche Marwood (Paul McGann) hausen zusammen in einer versifften Wohnung und betäuben ihre geplatzten Träume von künstlerischem Erfolg mit ausgiebigem Drogen- und Alkoholkonsum. Den Nerven der beiden Schauspieler bekommt das auf Dauer nicht und so beschließen sie, dass man auch als verkanntes Genie einen Anspruch auf Urlaub hat. Sie machen sich auf den Weg zum Landhaus von Withnail’s Onkel, dem exzentrischen und ganz offensichtlich an Marwood interessierten Monty (Richard Griffiths). Doch auch das Landleben wartet mit ungeahnten Gefahren auf die beiden Großstädter.

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Cast & Crew


Kritiken (1) — Film: Withnail & I

Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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8.0Ausgezeichnet

Bitter-witziger Abgesang auf die 60er Jahre, die Hippie und Beatnik und Drogenträume und die harten Realitäten des Schauspielbusiness. Withnail ist kein per se liebenswerter Charakter, aber eine hochspannende Figur, die durch ihr manisches Wesen zu faszinieren weiß. Der spätere Doctor Who McGann, lächelt sich als das titelgebende "I" tapfer durch die exzentrischen Anfälle Withnails und die unverschämten Avancen des von Richard Griffiths bravourös dargestellten Onkels. Ein ebenso witziger wie ernüchternder Film, dessen Ende viel Platz für Melancholie und Hoffnung lässt.

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Kommentare (7) — Film: Withnail & I


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hollygolightly1

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Im Jahre 1969: Withnail und Marwood („I“) sind zwei arbeitslose Schauspieler. Sie leben gemeinsam in einer versifften und heruntergekommenen Wohnung im Norden Londons. Während Withnail der narzisstische und verantwortungslosere Typ ist, gibt sich sein Mitbewohner weitaus ruhiger. Erwartungsgemäß haben die beiden mit ihrem Frust und ihrer Desillusion zu kämpfen und würden dem trostlosen Alltag am liebsten entfliehen. Nur wie? Schließlich kann man sich nicht bis in die Ewigkeit in Alkohol- und Drogenexzesse stürzen.
Plötzlich hat Withnail einen genialen Einfall: Er entsinnt sich seines exzentrischen Onkels Monty, der eine Hütte auf dem Land besitzt. Und tatsächlich schaffen sie es schließlich, bei ihm einzuziehen. Sind die Probleme damit gelöst? Nicht ganz. Denn Withnails homosexueller Onkel hält den Kumpel seines Neffen ebenfalls für schwul und macht dem ahnungslosen Marwood ständig Avancen. Auch sonst sieht es am neuen Aufenthaltsort nicht besonders sonnig aus. Und das hat nicht nur mit dem schlechten Wetter zu tun…
Die Handlung mag zwar nicht außergewöhnlich erscheinen, doch trotzdem ist „Withnail & I“ wundervoll und einzigartig. Was man reichlich aufgetischt bekommt: schwarzen Humor, Tiefe, grandiose Dialoge, traumhaft schöne Musik, tolle Charaktere und natürlich viel Regen, verbunden mit einem Hauch von Nostalgie.
Geschickt zaubert Bruce Robinson aus (scheinbar) trockenem Stoff einen zutiefst liebenswerten Film, in dem er seine eigenen Erfahrungen verarbeitet. Teilweise grotesk, nicht selten eigenartig, mal rührend, mal tragisch und durchweg authentisch, intelligent und menschlich. Ein Film, den man sich immer wieder anschauen kann und der seinen Zauber dennoch nicht verliert. Im Gegenteil: Man kann Neues entdecken, wenn man genau hinsieht.
Vor allem aber ist „Withnail & I“ der ideale Film für die kalte und regnerische Jahreszeit.

Withnail: Are you the farmer?
Marwood: Shut up, I'll deal with this.
Withnail: We've gone on holiday by mistake. We're in this cottage here. Are you the farmer?
Marwood: Stop saying that Withnail, of course he's the fucking farmer!

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freakualizer

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Erst vor knapp einem Monat geschaut und ich könnt ihn schon wieder gucken. :)


hollygolightly1

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Jaa, so wars bei mir auch! :)


ElMagico

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Hab "Withnail & I" gestern zum dritten oder vierten mal gesehen und muss sagen: Obwohl hier gar nicht soviel passiert, einige diesen Film wahrscheinlich als langweilig empfinden, mich nimmt er doch jedesmal mit auf diese kleine Reise. Withnail und Marwood sind noch nicht einmal sonderlich sympathische Charaktere, aber sie sind in all ihren verschieden Räuschen echt, witzig und behalten in all ihrem Chaos doch so etwas wie Würde. Aber auch ihre wenigen Freunde sind allesamt Originale...irgendwo doch ziemlich intelligent, aber völlig durch den Wind.
Und wie oben erwähnt, es passiert hier nicht wirklich viel. Die beiden Chaoten unternehmen einen Wochenendausflug auf des Onkels Landhaus, ohne bewusst zu wissen, dass sie sich auch ein bißchen Abschied feiern. Denn tief drinnen ist ihnen Klar, wenn sie in die böse Stadt London (welche sie ständig verleugnen) zurückkommen, müssen sie ihre Lebensweise ändern...oder eben untergehen. Und so ist dieses Wochenende auch ein kleines Bye-Bye an die sogenannten "verrückten Jahre" und im Gesamtkontext fast schon ein Abgesang auf die Hippie-Ära.
Dabei wird "Withnail & I" aber nie wehmütig oder melancholisch. Wie auch...seine Protagonisten sie so gut wie durchgängig betrunken oder auf Drogen. Besonders Withnail ist ein sehr von sich überzeugter, hochkomplexer Charakter, der es mit Reue und Einsicht nicht sonderlich hat. Die Welt müsste ihm zu Füssen liegen...sie hat es nur noch nicht verstanden. Und er ist es auch, der diesen durch und durch englischen Film alleine tragen könnte. Er feuert verbale Attacken auf alles und jeden ab, aus einer ziemlich überheblichen Haltung heraus und trotzdem mag man ihn. Denn was er sagt ist so durchtränkt von Intelligenz, Sarkasmus und Geringschätzung für den Menschen, dass es eine helle Freude ist ihm zuzuhören. Wirklich grossartig und furchtbar lustig...da er in all seinem Übermut doch nur ein völlig egoistischer Feigling ist.
Doch auch all die anderen wissen mit ihren Sprüchen, ihren Anekdoten und ihren Theorien über die Menschen, das Leben und Drogen völlig zu unterhalten. Hier sitzt kaum ein Satz nicht perfekt, so gut wie alle gesprochenen Sätze würden eine hervorragende Zitaten-Sammlung abgeben.
Extrem Dialoglastige Komödie, die extrem unterhaltend ist. Hier kann ich mal den Kult-Charakter ohne Probleme nachvollziehen. Wärmstens empfohlen!

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freakualizer

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Die Einstiegsszene kam mir irgendwie bekannt vor, also blieb ich dran und wurde alles andere als enttäuscht. Der Film ist richtig verspult und nach einer kurzen Eingewöhnung schön abgefahren. Die Dialoge und Off-Gedanken machen den Film rund.
Produziert wurde "Withnail & I" vom Ex-Beatle George Harrison. So lässt auch der psychedelische, dezent eingesetzte Soundtrack keine Wünsche offen.
Als mit dem Onkel die Realität im Landhaus einkehrt, verliert der Film zwar ein wenig an Fahrt, bekommt den Dreh zum Schluss aber wieder.
Der Hippie, der am Anfang und am Ende in der Wohnung ist- herrlich!
Gewisse Parallelen zu „Fear and Loathing[…]“ erkenn auch ich, war schliesslich die gleiche Zeit. Ich musste mich entscheiden, Lieblingsfilm oder 9 Punkte, also Lieblingsfilm!

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potatosoup

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Bewertung5.5Geht so

DER britische Indie-Kultfilm. Der Kult erschließt sich mir jedoch leider nicht so richtig. Der britische Humor überfordert mich einfach.

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spanky

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Bewertung7.5Sehenswert

Bizarres und drogenverseuchtes Setting à la Hunter S. Thompson, allerdings im verregneten England angesiedelt. Richard E. Grant hinterlässt hier eindeutige Duftmarken und überzeugt durchweg als zugedröhnter Losertyp. Möglicherweise geht der Sprachwitz in der deutschen Synchronfassung etwas flöten.

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Barton Fink

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

DIE britische Komödie. Was für geniale Dialoge. Hilarious! Richard E. Grant als Withnail ist perfekt. Unbedingt anschauen - natürlich nur in der Originalversion!!!

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oasisUK

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Bewertung9.5Herausragend

Großartige britische Komödie, gespickt mit geflügelten Worten. Ein wenig "Fear & Loathing" in Südengland...

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