Woyzeck
Woyzeck (1979), DE Laufzeit 81 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 25.05.1979
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von Werner Herzog, mit Klaus Kinski und Eva Mattes
Eine kleine Garnisonsstadt Mitte des 19. Jahrhunderts. Der Offiziersbursche Woyzeck (genial verkörpert von Klaus Kinski) verdient mit allerlei Nebentätigkeiten etwas Geld, um Marie und sein uneheliches Kind zu ernähren. Doch dann betrügt ihn Marie mit einem Major. Woyzecks Eifersucht und Verzweiflung sind grenzenlos.
Cast & Crew
-
Werner Herzog
-
Klaus Kinski
-
Eva Mattes
-
Wolfgang Reichmann
-
Willy Semmelrogge
-
Paul Burian
-
Volker Prechtel
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Handwerksbursche
Regie
Schauspieler
-
Dieter Augustin
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Marktschreier
-
Irm Hermann
-
Wolfgang Bächler
-
Herbert Fux
-
Werner Herzog
- Genre
- Sozialdrama, Familiendrama, Coming of Age-Film
- Ort
- Leipzig
- Handlung
- Erwachsenwerden, Jugendlicher, Kind und Jugendlicher, Kindheitstrauma, Kindlicher Held, Mord, Roman
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Drehbuch
Filmdetails Woyzeck
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PL/FR/CS/DE 1979









Kommentare (25) — Film: Woyzeck
Kommentar schreibenDer dicke Bär 2012/01/05 17:49:31
Kommentar löschenHab ihn mir für die Klausur angeschaut, war vom Buch aber auch vim Film nicht so begeistert. Jedoch kann man die Geschichte im Film einfacher nachvollziehen und die Stimmung kommt viel besser rüber. Dazu wertet das geniale Schauspiel von Kinski den ganzen Film stark auf.
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Hooded Justice 2011/12/12 18:27:58
Kommentar löschenNach einer solchen Klausur könnte man den Film eigentlich nur hassen. Jedoch hilft Klaus Kinski dank seinem Talent für Wahnsinn sehr, das Drama und speziell seine Person als Woyzeck noch einmal vor Augen geführt zu bekommen. Allerdings wurden die Halluzinationen so gut wie vergessen, die doch letztlich Mitauslöser für seine Mordtat waren, und so schaut es wiederum nach Eifersuchtsmord aus, was es doch gerade nicht gewesen war.
Anschauen, um's nochmal gespielt zu sehen. Ansonsten gab Werner Herzog dem Film wenig Charakter und vorwiegend besonders nicht den, der das Woyzeck-Problem komplett macht.
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FlintPaper 2011/12/12 18:49:15
Antwort löschenTrotzdem eine ziemlich getreue und gute Literaturverfilmung und ob bei einem unvollständigen Fragment das weitere Fehlen von Szenen in irgendeinerweise die "Vollständigkeit" beinflusst - die ja so eh nicht gegeben ist - bleibt zweifelhaft - IMHO natürlich XD.
Hooded Justice 2011/12/12 19:10:43
Antwort löschenNa ja, ich rede auch nicht von den fehlenden Szenen, sondern von dem ziemlichen Fehlen der Halluzinationen und den Stimmen, die Woyzeck durch die Erbsendiät bekommen hat, die ihm zum Mord verleitet haben. Ich weiß nicht, ob es da andere Interpretationsmöglichkeiten gibt ...
PS: IMHO?
PS2: Darf ich dir eine Freundschaftsanfrage schicken? Hast einen guten Geschmack.
FlintPaper 2011/12/12 21:31:51
Antwort löschenJo klar, Woyzeck wird durch die Erbsen zusätzlich kaputtgemacht (jeden Tag dasselbe Essen ist nunmal nicht gesund, fast egal, was :D), aber hauptsächlich ist es doch wohl der Betrug seiner Frau und die Mißachtung (vorallem der Typ, der mit seiner Frau geschlafen hat und ihn dann noch runterputzt hier und da) und Unterdrückung von Woyzecks Person generell. Ist aber schon länger her bei mir und ich erinnere mich nicht 100%ig. Empfand diese ganzen Erbsendiät des Doktors aber schon als vernachlässigbar, auch wenn es ein wunderbar absurdes Element ist.
PS: IMHO war jetzt für "In my holy opinion" - so internet-slang und so xD.
PS2: Adden geht eh klar
Hooded Justice 2011/12/12 22:05:23
Antwort löschenOkay, wir haben das Buch auseinandergenommen und festgestellt, dass klar seine Unterdrückung und der Betrug Maries etc. am Mord "beteiligt" waren, aber dass es eben auch diese Stimmen gab, die ihm den Mord befahlen. Wieauchimmer ... ich bin froh, dass wir es abgeschlossen haben.
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Hooded Justice 2011/12/12 22:09:07
Antwort löschen... Wobei seine Erbsendiät eigentlich auch als Unterdrückung gilt, weil er ja vom Doktor als Versuchskaninchen benutzt und ausgenutzt wird bla ...
FlintPaper 2011/12/12 22:36:28
Antwort löschenJa, man kann sich ja auch einfach die Frage stellen, ob das Ganze auch passiert wäre, wenn er NUR die Erbsensuppendiät durchmachen hätte müssen. Und ich denke halt nicht. Aber ist eh alles Spekulation letztendlich, wie so oft bei solchen Dingern - bei Woyzeck nochmal ganz speziell. Bis ich die Zusammenhänge halbwegs kapiert hatte, musste ich das Stück auch zwei Mal lesen.
SenSesS 2011/11/17 14:45:28
Kommentar löschenBeim direkten Vergleich zwischen "Buch" und Film, muss man nunmal sagen - der Film ist schwach.
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SenSesS 2011/11/17 14:50:39
Antwort löschen... aber die Geschichte an sich ist nicht schlecht gespielt und die Schauspielerische Leistung von Klaus Kinski, da kann man nicht meckern.. also bekommt der doch noch 4,5!
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samploo 2011/11/18 00:43:56
Antwort löschenDu kannst deinem Kommentar uebrigens auch ganz simpel deine Nachtragungen anfuegen. Einfach nochmal auf "Kommentar schreiben" klicken und dazuschreiben - fertig. ;D
SenSesS 2011/11/19 15:08:05
Antwort löschenah wat :D
so sieht das aus als wär ich wichtig :D
David "Noodles" Aaronson 2011/10/09 02:01:59
Kommentar löschenOrdentliche Verfilmung. Kinski als Anti-Kinski zu sehen hat auch etwas. Ob die Figur Woyzeck so gut getroffen ist kann ich nicht beantworten. Einige Episoden (gerade die mit dem Dokor und dem Major) sind schon vortrefflich, das aufgesetzte bürgerlich moralische und die schlechte verbohrten Charakterzüge dahinter. Bin froh 140 Jahre später zu leben.
Es gibt aber stärkere Herzog Filme.
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Jenny von T 2011/10/04 13:45:41
Kommentar löschenHerzogs Woyzeck-Verfilmung hält sich in jeder Hinsicht sehr an die literarische Vorlage, was das Werk schonmal per se für den Pro7-Junkie von heute unansehbar macht.
Kinski als Woyzeck ist auf den ersten Blick eine Fehlbesetzung, aber genau hier wird es interessiert, da ihm diese Rolle mehr abverlangt, als bloß sich selbst zu spielen und dabei wächst Kinski über sich hinaus. Schauspielerisch ist diese Verfilmung für mich ein absolutes Highlight in Kinskis Filmographie sowie mein heimlicher Favorit unter den Herzog/Kinski-Kollaborationen.
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Kreaexo 2011/08/14 17:27:48
Kommentar löschenKinski! Das Messer am Ende war noch sauber!
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SamRamJam 2011/05/15 17:17:08
Kommentar löschenIn den ersten zehn Minuten wird eigentlich schon alles ausgesagt was der Film auch aussagen will.
Die entscheidende Frage in Woyzeck lautet nicht: Ab wann wird ein Mensch verrückt? Vielmehr lautet sie: Bleibt einem Vernunftbegabten denn überhaupt etwas anderes übrig als irgendwann Verrückt zu werden?
Eingepackt in den Zwängen des ausgehenden 19. Jhd. (genaugenommen ist's heut auch nicht anders, erscheint's aber doch in der Rückschau deutlicher in der Vergangenheit als im Hier und Jetzt) steckt Woyzeck in der untersten Schicht der Gesellschaft (außer jetzt Mörder, Kriminelle usw.). Aufgrund seines unehelichen Kinds und seines Standes muss er sich Schwachsinn von seinem Hauptmann und einem Arzt anhören. Woyzeck selber versteht die Welt nicht mehr, denn genaugenommen ist er auch nur Mensch, sein Kind ist ein Kind, ob nun ehelich oder nicht. Hauptmann, Arzt und Laufbursche unterscheiden sich letztlich im Gehalt und dem Vorrecht wer reden und wer antworten darf.
Besonders deutlich wenn Woyzeck unter seinesgleichen ist und tatsächlich freier und ungezwungener wirkt.
Der schlußendliche Mord, der der obigen Weltsicht Woyzecks zu wiedersprechen scheint, wird am Ende zur einzig richtigen Konsequenz. Woyzeck versucht dermaßen Verzweifelt sich an die Welt mit ihrem Wahnsinn und irrsinnigen Regeln anzupassen dass er es gar nicht mehr verkraften kann wenn eine der Seinen, der Grund weswegen er das alles auf sich nimmt, diese Regeln bricht.
Irritiert, betrogen, einsam, unverstanden. Das ist Woyzeck!
So, mir schwirrt der Schädel. Ich fand den Film super, aber so viele Gedanken mach ich mir dann doch selten bei meinen üblichen Filmen wie bei Piranha 3D oder Killer Grizzly. Der Film ist schwere Kost und es wird jetzt erstmal etwas Zeit vergehen bevor ich ihn mir noch einmal angucken werde. Jedoch lohnt sich der Blick hinter die Fassade, bzw. die beschäftigung mit den angesprochenen Motiven des Films. Leider wird nicht jeder Zugang zum Film finden können da Werner Herzog es einem nicht besonders leicht macht in seiner Inszenierung. Zu gute kommt allerdings das theatralische der Inszenierung mit dem Schauspiel wodurch sich manch peinlicher Moment im Vorfeld negiert und somit einen meiner Meinung nach wirklich kompromisslosen Film zurücklässt.
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alanger 2011/05/15 19:08:33
Antwort löschenwenn du gelegenheit hast, schau dir mal das stück an. wie ich finde, doch etwas anders in der aussage.
SamRamJam 2011/05/15 19:10:25
Antwort löschenDanke für den Tipp.
Aber das mit der Gelegenheit... hier in meinem Nest habe ich die Wahl zwischen Kühe auf der Weide beobachten oder... Pferde.
Aber wenn es sich mal ergibt dann denke ich an deine Worte :)
sweetForgiveness 2011/03/22 16:20:55
Kommentar löschenWenn man das Stück kennt und analysiert hat, ist dies ein gute Verfilmung, allerdings weniger zum Unterhaltungszweck geeignet. Klaus Kinski verkörpert Woyzeck in all seiner grausammen Zerbrochenheit, alle anderen Schauspieler wirken neben ihm ein wenig blass. Der "Höhepunlt" des Dramas, die Mordszene wurd meiner Meinung nicht gut umgesetzt, so sieht man nur wie Woyzeck immer wieder ein Messer nimmt und es zum unteren Bildrand befördert wo er dann "zusticht" (komisch denn obwohl er diesen Vorgang 20 mal wiederholt will einfach kein Blut ans Messer kommen). Wie schon erwähnt für den Unterricht oder für Bildungszwecke recht gut geeignet ansonsten, eher nichts.
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Slevin Kalebra 2011/03/22 19:08:26
Antwort löschenVermutlich hat deine Arbeit mehr Unterhaltungswert als die große Verfilmung. Zum Glück kommt es aber nie zu einem aufeinander Treffen zwischen dir und Kinski, in dem du ihm das sagen kannst. Dieses Interview hätte dann wohl ein wenig was von dem hier: http://www.youtube.com/watch?v=c0Efhz8jxNI
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sweetForgiveness 2011/03/23 13:34:27
Antwort löschenWeiß nicht...gaub ich nicht :D aber das Interview ist ja legendär!
Hooded Justice 2011/12/12 13:38:43
Antwort löschenDaneben, dass kein Blut am Messer ist, wird sein Mord mit fast fröhlicher Spielmannsmusik untermalt. Total bescheuert :D
ElMagico 2011/03/04 15:09:16
Kommentar löschenEine nahezu werksgetreue Verfilmung eines Bühnenstückes, mit all seinen Nachteilen, die dies für mich als weniger grossen Theaterfreund hat. Es ist halt nicht jeder Mensch ein Poet und Dichter und das war auch im 18. Jahrhundert nicht so. Ein jeder, auch der schlimmste Bauerntölpel, spricht in schönsten, poetischen Sätzen. Das mag im Theater für viele funktionieren, im Medium Film empfinde ich es (meist) als sehr störend. Besonders die Figur des Woyzeck bleibt über die gesamte Spiellänge des Films ein Fremdkörper, vorallem wenn er mit anderen Figuren agiert. Man kreuzige mich, aber die Hauptschuld sehe ich hier bei Klaus Kinski. Man nimmt ihm die Rolle des primitiven Hilfsarbeiters (so in der Art) einfach nicht ab, kein unschöner Satz kommt aus seinem Mund und überhaupt ist seine ganze Aura zu gross für diese Figur und sein Spiel zu diabolisch. Stellenweise erinnerte mich seine Art diese Figur zu spielen frappierend an sein Acting in Nosferatu, weiss aber grad nicht ob dieser kurz davor oder danach gedreht wurde. Insgesamt hat das ganze leider zu oft das Feeling eines ZDF-Fernsehspiels. In den schlimmsten Momenten hat man gar das Gefühl, das alle Protoganisten, Schauspieler wie Regisseur, ziemlich schnell merkten, dass das ganze nicht sonderlich toll wird und die Lust daran verloren. Es herrscht einfach ser viel Routine in dem ganzen...Kein wirklich schlechter Film, aber auch weit davon entfernt wirklich gut zu sein.
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Ripley1 2011/03/04 15:27:08
Antwort löschenWoyzeck spricht nicht in schönen, poetischen Sätzen. Gerade seine Sprachlosigkeit macht ihn zum Unterlegenen. Natürlich darf man Büchners Sprache nicht mit heutigen Soziolekten vergleichen.
Wann spielt Kinski diabolisch? Vielleicht denkst du an die mit Zeitlupe stilisierte Mordszene, für die es im Stück keine Sprache gibt.
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ElMagico 2011/03/04 16:36:10
Antwort löschenEs sind einfach die Blicke, was ich ja auch schon etwas mit seiner Aura angedeutet habe. Für mich passt es halt einfach nicht so ganz. Und ja...es ist halt "Theatersprache"...falls es sowas gibt...und wie einleitend gesagt, dass ist so überhaupt nicht mein Ding. Und wer das mag, der mag auch zu einem völlig anderem Urteil über den Film kommen.
Die Mordszene fand ich persönlich relativ belanglos im ganzen. Ich muss auch sagen, dass ich durchaus von fasziniert war von Kinski in Szenen, in denen er alleine agierte, er hatte halt einfach eine unglaubliche Präsenz...für den gesamten Film fand ich das aber eher hinterlich.
P.S.Nelke 2011/04/07 20:59:13
Antwort löschenDen Film durfte ich bisher lediglich in Auszügen genießen, weshalb ich mir darüber kein Urteil erlauben will, vermeintliche "Theatersprache" jedoch als negativen Kritkpunkt zu werten macht, wie Ripley1 bereits in seinem Post bemerkt hat, wenig Sinn.
Die Unterlegenheit der Figur Woyzeck wird nämlich gerade aufgrund dessen, dass sie sich >nicht< dieser "Theatersprache" bedient sondern viel mehr einer Umgangssprache sowie Bildsprache, stark hervorgehoben.
paeko 2011/01/27 14:59:34
Kommentar löschenTeilweise gute Szenen die einen selbst zum nachdenken anregen, aber auch Szenen in denen die Logik total daneben war.
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Kreischling 2010/12/26 14:00:43
Kommentar löschenGeniale Umsetzung! Der Film vermittelt ganz genau die Stimmung des Stücks. Wer Woyzeck gern las, wird diesen Film lieben.
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Roque2 2010/05/03 16:53:28
Kommentar löschenViel zu langatmig, was vielleicht aber auch an der Vorlage liegt, die eher verwirrt als unterhält. Aber der Versuch 20 Seiten auf Spielfilmlänge auszudehnen, kann eigentlich nur schiefgehen.
Das einzig gute an dem Film ist Klaus Kinski, aber der hat ja immer so geschaut.
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PaJeRo 2010/04/17 16:57:11
Kommentar löschenTotal unpassende musikalische Untermalung und eine der wohl schlechtesten Mordszenen, die ich jemals gesehen habe, machen diesen Film mehr als belächelnswert. Ganz zu schweigen von Klaus Kinskis Vorstellung, welche ich total übertrieben und schlecht finde.
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BigDi 2010/04/14 14:54:26
Kommentar löschenKlaus Kinski spielt nicht nur perfekt den verrückten und verzweifelten Woyzeck - er ist dieser, mit seinem ganzen Wesen. Doch was normalerweise ein positiver Aspekt ist, ist in der Verfilmung von "Woyzeck" genau das Gegenteil von der ursprünglichen Intention des Autors: Denn Woyzeck ist kein Wilder, er ist ein recht normaler, sogar durchaus intelligenter Mensch, der von seiner Umgebung zu dem gemacht wird, was er ist. Doch Klaus Kinskis Performance lässt niemals das Gefühl aufkommen, dass dieser Woyzeck jemals ein "normaler" Mensch gewesen ist - und so wird aus der bissigen Gesellschaftskritik Büchners die seltsame Geschichte eines Gestörten, die zudem noch unglaublich spröde und langatmig inszeniert ist. Die knapp 80 Minuten sind gefühlte drei Stunden, in den nahezu nichts Bedeutsames passiert, alles gemächlich, unspektakulär, fast schon gelangweilt.
Theaterstücke funktionieren schon als Bücher nur bedingt - damit sie ihre Wirkung entfalten, müssen sie inszeniert, eventuell auch neuinterpretiert werden. Doch Werner Herzog verzichtet hier auf jegliche neue Ideen, filmt nur die einzelnen Szenen des Buchs ab und bietet nicht einmal einen aussagereichen oder nachwirkenden Schluss: Einer der besten Sätze wird am Ende lediglich als Texteinblendung gezeigt, kraftlos und nichtssagend. Und die lächerliche Mordszene hätte so wohl besser in "Scary Movie" gepasst: Übertriebene, unpassende Musik begleitet eine blutlose Tat, in der nicht einmal Blut am Messer zu sehen ist, ganz abgesehen davon, dass Marie mit dem Gríff des Messer erstochen wird. Und die Moral von der Geschicht´: Tote Frauen bluten nicht? Das hat Büchners hintersinniges und dialogstarkes Stück nun wirklich nicht verdient.
Um das mit einem tollen Zitat aus dem Buch abzuschließen (welches im Film selbstverständlich fehlt): "Was ist das?" - "Das ist Einfalt." Da hat der gute Büchner den Film schon vorausgeahnt.
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honey-bunny 2009/08/13 14:04:26
Kommentar löschenDas ist Kinskis und auch Herzogs absoluter Höhepunkt. Der Film schafft es, die Stimmung der Vorlage super zu vermitteln und dabei trotzdem etwas Eigenes zu schaffen. Der Film funktioniert von vorne bis hinten!Kinski ist wie für die Rolle gemacht!Allein die Anfangssequenz fasziniert mich immer wieder.
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raab_himself 2009/03/19 22:01:55
Kommentar löschenEine durchschnittliche Literaturverfilmung mit einer der großartigsten inszenierten Mordszene.
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alanger 2008/05/30 21:51:28
Kommentar löschenkinski ist gut aber etwas sehr overacted. der rest ist deutschesherzogkopfkino.
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"Leon" 2008/05/30 20:22:37
Kommentar löschenEin eher trockener und lustloser Schulfilm, der zwar bedingt die Ideen des Buches aufgreift aber einfach zu emotionslos umsetzt. Ohne Kinski, der dem Film (wie in fast jeden seiner Filme) etwas eigenes und besonderes gibt, währe dieser Film nicht einmal mehr als Schulfilm zu gebrauchen und das hat schon etwas zu heißen.
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MasterTNQ 2008/05/13 20:23:41
Kommentar löschenViele wirklich grauenhaft umgesetzte Szenen und ein total unterirdischer Soundtrack jagen mir die ungläubigsten Schauer über den Rücken. Da der Film textlich sehr nah am Original bleibt ist der Film ideal für all jene, die Probleme mit der alten Sprache der Textfassung haben. Als hilfreiche, aber quälende Kost für Abiturienten geeignet, für alle anderen eher nicht zu empfehlen.
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Muad'dib 2008/04/06 00:54:55
Kommentar löschen"diesen Film muss man ertragen" meinte einmal eine Lehrerin von mir. Wie recht sie hatte, etwas unsichere Interptretation, die nicht so recht die Botschaft des Buches einfängt, nämlich dass W. sozial determiniert ist und seine Stellung in der Gesellschaft ihn zum Mörder macht. Durch minutenlanges Zeitlupen-aufschlitzen vermittelt man sowas nicht. Da auch Kulissen und Kostüme eher dilettantisch wirken ist der einzige Lichtblick Kinski.
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