Young Adam

Young Adam (2003), GB/FR
Laufzeit 98 Minuten, FSK 16, Thriller, Drama, Kinostart 09.12.2004

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7.0 Kritiker
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von David Mackenzie, mit Ewan McGregor und Tilda Swinton

Der junge und ziellose Joe (Ewan McGregor) heuert auf dem Frachtkahn des Ehepaars Les und Ella (Peter Mullan und Tilda Swinton) an. Eines Tages entdecken sie im Wasser die Leiche einer jungen Frau. Die Polizei verhaftet schon bald einen Verdächtigen, doch dann scheint es so, als ob Joe mehr über die Tote weiß, als er zuvor zugeben wollte…

Young Adam basiert auf der Romanvorlage Wasserläufe des schottischen Schriftstellers Alexander Trocchi, das 1957 erschien.

HandlungDer rastlose Schriftsteller Joe (Ewan McGregor) hat sich gerade von seiner Freundin Cathy (Emily Mortimer) getrennt und ist aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen. Da trifft er Les (Peter Mullan), der ihm Arbeit auf dem Kahn seiner Frau Ella (Tilda Swinton) anbietet. Mit den beiden und deren Sohn Jim (Jack McElhone) lebt er zusammen auf dem Kahn. Eines Tages fällt Jim ins Wasser; Joe rettet ihm das Leben und beginnt prompt eine Affäre mit Ella.

Als er mit Les eine Frauenleiche aus dem Wasser zieht, wird Joe unruhig, gibt aber vor, nichts zu wissen. Der Mörder der Leiche wird bald gefasst: es soll ein Familienvater sein, der sich mit Cathy – Joes Exfreundin – vor ihrem Tode getroffen habe. Durch Rückblenden in die Vergangenheit wird aber bald klar, dass Joe mit Cathy zusammen war, bevor sie starb. Die beiden hatten wieder eine Affäre begonnen, sie wurde schwanger und teilte ihm dies an besagtem Abend mit. Doch durch einen Unfall fiel sie ins Wasser und Joe, der wusste, dass Cathy nicht schwimmen konnte, wollte sie nicht retten.

Die Affäre mit Ella wird immer intensiver. Da erwischt Les die beiden im Bett und zieht aus. Ella wähnt sich glücklich, reicht die Scheidung ein und schmiedet Pläne mit Joe. Als Ellas Schwager Sam durch einen Unfalltod stirbt, zieht Ellas Schwester zu ihnen, mit der Joe bei der erstbesten Gelegenheit schläft. Von Reue oder Angst gepackt, zieht er aus und findet prompt neuen Unterschlupf bei einem Ehepaar als Untermieter. Auch mit ihr beginnt er eine Affäre.

Was Joe aber beschäftigt, ist der Prozess um den Mord an Cathy. Die Gerichtsverhandlung erlebt er mit, traut sich aber nicht auszusagen. Der Brief, den er schreibt und in dem er von dem Unfall berichtet, bleibt unerkannt. So wird der Familienvater zum Tode verurteilt.

Joe zieht abermals aus und entledigt sich des letzten Erinnerungsstückes, einem kleinen Spiegel, an Cathy im Fluss.

Weiterführende Informationen
Die Rezeption des Films

Weitere Informationen im Internet
Artikel über den Roman Wasserläufe von Alexander Trocchi

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Kritiken (1) — Film: Young Adam

HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost

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8.0Ausgezeichnet

"Young Adam" war Trocchis brillantes Buchdebüt und ist nun der brillante Kinozweitling seines Landsmanns David Mackenzie. Joe ist ein Mann ohne Gewissen, ohne Leidenschaften, ohne Eigenschaften, und dieser Joe spiegelt sich in der kalten, blau-grauen Farbpalette von Giles Nuttgens' Kamera, in der jeder Wärme beraubten elektronischen Violine von David Byrne, in der Freudlosigkeit eines Nachkriegs-Schottlands, wo sich Protestantismus und Rationierung verschworen hatten gegen die Lebensfreude.

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Kommentare (13) — Film: Young Adam

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tantemilli

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

ich befürworte mehr schöne penisse!vielen dank ewan!

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Delonghi

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Bewertung1.5Ärgerlich

Wahnsinn: Ewan McGregor in einem der schlechtesten Filme, die ich in letzter Zeit gesehen habe! Eigentlich geht es in diesem Film nur ums fi.... und nebenbei, davor und danach und zwischendurch eine Kippe im Maul verdampfen lassen. Diese flache Story hätte sich jeder auf dem Gang zum Klo selber ausdenken können. Und die Moral von der Geschicht: Einen Unfall gesehen und zugeben möcht ich nicht....darauf rauch ich mir doch eine!

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JohnnyKee

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Bewertung7.0Sehenswert

Also ich denke, man ist es ja allmählich gewohnt dass Mr. McGregor eine Angewohnheit hat, so oft es wie es nur geht, seinen Lümmel in die Kamera hängen/stehen zu lassen. Aber er kann einfach verdammt gut schauspielern, man kann es nicht leugnen. Und wenn man ihn zusammen mit der großen Tilda Swinton auftreten lässt, auf die ich zurzeit einen crush habe, ist eine gewaltige Show gewiss. So ist man sich beim Körperflüssigkeitenaustausch eigentlich nie so richtig sicher wer hier grade der Dominantere ist. Genauso sieht‘s auch in anderen Szenen aus in denen, zur Abwechslung mal nicht rumgef*ckt wird. Denn der Film ist grau, bedrohlich und kalt. Trostlos, hart und kompromisslos. Hier wird nix verheimlicht, nix schön geredet. Nur aufrichtig dokumentiert. So schafft es der Film auch seine, relativ spärliche, Geschichte interessanter zu machen als sie scheint. Auch wenn man durch sie nicht erleuchtet und auch kaum unterhalten wird, ist sie erschreckend und komisch interessant. Man kann nicht unbedingt beschreiben wieso.... aber der Film hat was außergewöhnliches, schickes und stilvolles, wie ich es bisher noch nie gesehen habe.

Young Adam ist nichts für kleine Pussys! Denn hier wird intrigiert, eine düster Stimmung verbreitet und rumgevögelt bis zum geht nicht mehr. Interessant und wahrhaftig einzigartig ist er aber. Auch wenn man nicht weiß woran das liegt...

bedenklich? 14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

hoffman587

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Ja, sicher doch, klar, wenn du das sagt, bist du nicht ein McGregor Fan oder doch eher Swinton^^


JohnnyKee

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Ich find beide unheimlich genial. Doch Swinton ist einfach eine Schauspielgöttin! ^^


8martin

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein äußerst düsterer Film, der mit seinen dunklen Bildern eine leicht abstoßende Wirkung auf den Zuschauer haben kann. Und falls die üblichen Moralvorstellungen noch greifen, könnte sich sogar Entsetzen breit machen. Zumindest ist man nachhaltig geschockt, wenn man nicht völlig abgestumpft ist. Die Kamera bleibt ganz dicht am Geschehen dran und bietet bisweilen ungewöhnliche Einstellungen von Enge, Trostlosigkeit und Schmutz. Selbst der Sex verkommt zum voyeuristischen Blick durch eine Ritze. Tilda Swinton, schmuddelig aber willig und Peter Mullen ist wieder der Gelackmeierte. Das ganze Mitleid gehört aber der süßen Emily Mortimer. So kann man seine Sympathien und Antipathien verteilen bei der Geschichte vom jungen Joe (nicht Adam!). Ewan McGregor spielt ihn unbekümmert und nebulös. Er lädt ständig Schuld auf sich, ohne Reue oder Einsicht zu zeigen. (Erst ganz am Schluss versucht er seine Tat aufzuklären, ohne aus der Deckung zu kommen), fernab von Schuld und Sühne. Manche Szenen wirken etwas aufgesetzt, weil direkt aus der Romanvorlage entnommen. Deshalb ist auch wohl eher die Lektüre zu empfehlen. Da kann die Fantasie dann je nach Vorstellungskraft dunkle Leidenschaften zum Leben erwecken.

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Filmkenner77

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Bewertung6.5Ganz gut

Stark gespieltes Drama. Vor allem die Atmosphäre stimmt in diesem Film.

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Amalthea

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Bewertung3.0Schwach

Ewan McGregor: toll.
Tilda Swinton: toll.
Ewan McGregor auf/unter/hinter/vor Tilda Swinton: nicht toll.

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Stefan Ishii

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Bewertung6.5Ganz gut

Eigentlich ist "Young Adam" ein ganz passabler Film. Die Story ist ganz interessant und die Schauspieler sind allesamt super (ich liebe den schottischen Akzent einfach). Der Film basiert auf einem Roman, der wahrscheinlich ziemlich genial ist.

Leider kann der Film mich stellenweise nicht überzeugen. Die ersten 20-30 Minuten fand ich ziemlich gut. Danach hatte ich das Gefühl, ich würde in bestimmte Denkmuster gepresst. In vielen Szenen wurde die zu vermittelnde Aussage extrem "unübersehbar" dem Zuschauer in den Schädel gehämmert, quasi mit dem Vorschlaghammer. Das Offensichtliche ist hier auch das Gewollte. Manchmal hätte ich mir ein etwas subtileres Schauspiel gewünscht; was ich nicht den Schauspielern sondern mehr dem Regisseur vorwerfe.

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patcharisma

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Bewertung4.5Uninteressant

Tilda Swinton redet toll schottisch.
Daneben ist der Film so deprimierend, düster & hoffnungslos, dass man ihn niemals ein 2.Mal sehen möchte.

Toll gespielt von beiden, McGregor ist unsäglich widerlich! Atmosphärisch perfekt und die Langatmigkeit der Inszenierung trifft die Tristesse dieser Jahre hervorragend.
Aber eben, wenn der Zweck eines Filmes nur Depro mit System ist, gibts gewaltig Punkteabzug.

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JoeShoe

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Bewertung7.0Sehenswert

Einfach unheimlich schöne Bildsprache

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annaberlin

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Bewertung5.5Geht so

Recht langweiliges Drama.

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trurl

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Bewertung9.5Herausragend

Toll gespielt, sehr intensiver Film. Bei aller Ruhe doch voller hintergründiger Spannungen und Aggressionen. Unangenehm und faszinierend.

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derblonde

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Bewertung4.5Uninteressant

Schnarchig!

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Mr.Floppy

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Bewertung6.0Ganz gut

Ich kann nicht empfehlen diesen Film Heiligabend zu sehen. Es ist bedrückend Joe aka Ewan McGregor umherirren zu sehen. Gut gespielt und erschreckend ruhig. Leider etwas lang.

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