Bearbeiten

Stars in der Hollywood-Warteschleife

andyewest88 (Andreas Lamoth), Veröffentlicht am 06.03.2012, 08:50

Jedes Jahr begibt sich die Traumfabrik Hollywood auf die Suche nach neuen Mimen, die Filme, oder besser ganze Franchises, tragen können. An die Spitze schaffen es jedoch nur die Wenigsten – der Rest bleibt in der Warteschleife stecken.

Taylor Kitsch in John Carter Taylor Kitsch in John Carter © Walt Disney

Am Donnerstag startet hierzulande das epische Sci-Fi-Abenteuer John Carter – Zwischen zwei Welten in den deutschen Kinos. Als Titelfigur agiert darin der Kanadier Taylor Kitsch, der in diesem Jahr mit zwei weiteren Projekten (Battleship, Savages) so richtig durchstarten will und gleichzeitig ein kleines Auge auf Hollywoods A-Liste geworfen hat. Aber wie realistisch ist der Durchbruch des hemdsärmligen Mimen wirklich? Einige Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit lassen auf so manche Möglichkeiten schließen, wie sich die Zukunft Taylor Kitschs gestalten könnte.

Mit seinen 29 Jahren ist Taylor Kitsch schon im vergleichsweise fortgeschrittenen Alter zu einem Kollegen, dessen Name dieses Jahr ebenfalls auf so manchem Filmplakat recht weit oben zu sehen sein wird. Die Rede ist natürlich vom gerade mal 19-jährigen Josh Hutcherson, der ebenfalls in zwei großen Projekten eine Hauptrolle ergattern konnte. Ob er mit Die Reise zur geheimnisvollen Insel an der Seite von Muskelprotz Dwayne Johnson die Kritiker überzeugen kann, ist wohl eher fraglich. Vielversprechender mutet da die heiß erwartete Roman-Verfilmung Die Tribute von Panem – The Hunger Games an, die noch Ende diesen Monats auf der großen Leinwand zu sehen sein wird. Welcher der beiden Stars in der Warteschleife hat aber die besseren Chancen den Durchbruch zu schaffen? Beim Blick auf die bisherigen Karrieren der beiden fällt zumindest schonmal ein großer Unterschied auf. Während Taylor Kitsch erst mit 23 Jahren seine erste Rolle als Darsteller in der NBC-Serie Friday Night Lights einstreichen konnte und sich danach durch diverse Nebenrollen (X-Men Origins: Wolverine, The Bang Bang Club) krebste, steht die Laufbahn Josh Hutchersons auf deutlich stabileren Beinen. Schon in frühen Jahren machte dieser in TV-Filmen auf sich aufmerksam und wurde im Folgenden für seine Rollen in Zathura – Ein Abenteuer im Weltraum und Brücke nach Terabithia mit zahlreichen Teenie-Awards prämiert. Mit den Nebenrollen in Die Reise zum Mittelpunkt der Erde und dem Oscar-Nominee The Kids Are All Right erschien Josh Hutcherson dann endgültig auf dem ganz großen Screen.

Im Vergleich zu Taylor Kitsch steht Josh Hutchersons Karriere also zumindest auf einem stabileren Fundament. Dass das aber nicht gleichbedeutend mit einer Garantie auf einen Platz im Hollywood-Olymp ist, zeigen einige Beispiele von Kollegen der beiden, denen auch eine große Karriere vorausgesagt wurde, die aber diese Prämisse nicht wirklich erfüllen konnten. Taylor Kitsch könnte bald ein ähnliches Schicksal wie Orlando Bloom ereilen, der ebenfalls mit Anfang 20 Filmrollen erhalten konnte und in den zwei Mega-Franchises Der Herr der Ringe und Der Fluch der Karibik mit großem Erfolg gesegnet wurde. Danach folgte der Absturz. Ein ähnliches Schicksal suchte im übrigen auch Emile Hirsch heim, der für seine kurz aufeinander folgenden Leistungen im Austeiger-Drama Into the Wild und dem Polit-Biopic Milk Lob einheimste, danach aber mehr oder weniger von der Bildfläche verschwand.

Einen deutlich besseren Weg, den sich Josh Hutcherson und Taylor Kitsch eher zum Vorbild nehmen sollten, schlug Shia LaBeouf nach dem ersten Aufblitzen von Talent in Das Geheimnis von Green Lake ein. Danach tastete sich der heute 25-jährige Amerikaner behutsam an das Haifisch-Becken Hollywood heran und tauchte in Constantine und Disturbia erstmal einen kleinen Zeh ins Wasser, um dann mit dem Transformers -Franchise den Kopfsprung zu wagen. Ähnlich behutsam ging Jesse Eisenberg seine Karriere an, der in kleinen Indi-Streifen wie Sex für Anfänger und Der Tintenfisch und der Wal erste Film-Luft schnupperte, ehe er sich in Adventureland und Zombieland einen weiteren Schritt nach vorne traute. Das danach sein endgültiger Durchbruch in The Social Network folgte, brauche ich euch natürlich nicht zu erzählen.

Wir dürfen also mächtig gespannt sein, wie die Karrieren von Taylor Kitsch und Josh Hutcherson nach dem vollgepackten Jahr 2012 weiter verlaufen wird. Ob allerdings die Regisseure und Produzenten der Traumfabrik in einem der beiden den händeringend gesuchten Nachfolger für Superstars wie Brad Pitt oder Johnny Depp finden werden, dürfte eher im Land der Märchen liegen.

Was denkt ihr? Wer hat bessere Chancen einen Platz im Hollywood-Olymp zu ergattern? Josh Hutcherson oder Taylor Kitsch?


Mitgliedern gefällt diese News


Deine Meinung zum Artikel Stars in der Hollywood-Warteschleife


Kommentare

über Stars in der Hollywood-Warteschleife


Sheeeeep

Kommentar löschen

Kitsch hat soviel Charisma wie sein Name, das wird nichts mit dem.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Bella9107

Kommentar löschen

Ich denke man kann nicht anhand eines Jahres voraussehen,wer es in Hollywood mal weit bringen wird und wer nicht. Viele heutige Topschauspieler haben mit scheinbar unbedeutenden Filmen angefangen oder hatten auch mal eine Phase,in der sie bei keinem Kassenschlager mitgewirkt haben.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

St_Jimmy

Kommentar löschen

"...Josh Hutcherson und Taylor Kitsch eher zum Vorbild nehmen sollten, schlug Shia LaBeouf nach dem ersten Aufblitzen von Talent in Das Geheimnis von Green Lake ein."
Was was was, Moment, halt, Stopp. Das einzige was bei LaBeouf aufblitzt, sind die Schweißtropfen die er vergießt, wenn er mal wieder angestrengt so tut, als könne er schauspielern!

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

HulktopF

Kommentar löschen

shila und jesse wären eher mimen fürs teenagerfilmgenre genau wie taylor kitsch.
das sind alles eintagsfliegen und werden nicht weit kommen.
shila leblöd hat eh nach transformers nichts mehr was ihn irgendwie rechtfertigt in hauptrollen zu glänzen.

und ich finds irgendwie nervig wie ihr auf biegen und brechen versucht filme zu pushen.
mal im ernst lasst uns das herausfinden ob der film gut ist oder nicht, denn wir sind die comunity,die den film dann promotet oder nicht.bewerbt nicht so penetrant jeden scheiß...den twilighthype hier fand ich unerträglich und ähnlich wie dieser geht mir john carter auch laangsam gehörig aufn sack. ich wette ich bin da nicht der einzige.

der hulktopf lässt grüßen :)

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

alex023

Kommentar löschen

Was genau hat Jesse Eisenberg jetzt in dem Artikel zu suchen?

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Rukus

Kommentar löschen

La Böff als positives Beispiel anzuführen ist schon übel ... wenn das die Zukunft Hollywoods sein soll, na dann, gute Nacht! Am besten mit Megan Fox an seiner Seite. Man stelle sich die beiden mal anstelle von Winslet und dem Cabrio in Titanic vor ... da kann ich mir ein Lachen nicht verkneifen. ;p

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

leomas

Antwort löschen

ich stell mir grad vor wie megan fox sich ihm kreischend an den hals wirft, während die Titanic von fliegenden Alien-Eisbergen angegriffen wird...


Rukus

Antwort löschen

ROFL!

Ich hatte eigentlich nur die Originalgeschichte im Sinn, aber das ... das ist noch komischer! :D


Reload

Kommentar löschen

Na, wenn das Hollywoods Zukunft ist, dann Gute Nacht.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Slevin Kalebra

Kommentar löschen

Wer richtig talentiert ist, bei dem Rummel einen kühlen Kopf bewahrt und sich intelligent bei der Rollenwahl anstellt, der schafft es auch. Das die genannten Leute oben in der Versenkung verschwunden sind und Leute wie Ryan Gosling und Michael Fassbender seit einigen Jahren immer weiter nach oben klettern, zeigt doch das es eigentlich nie die Falschen trifft.

bedenklich? 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Joeyjoejoe17

Kommentar löschen

Ich hoffe inständig, dass keiner der genannten eine rosige Zukunft in Hollywood haben wird.

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Thomas Hetzel

Kommentar löschen

Ich verstehe echt nicht was an Shia LaBeouf so besonders sein soll. Ich kann den Typen irgendwie nicht ab.

bedenklich? 11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Lorion42

Kommentar löschen

Shia LaBeouf und Jesse Eisenberg sind zwar Namen, aber zur A-Liste würde ich sie nicht zählen. Da müssen noch weitere große Rollen in anderen Filmen kommen.
Ein Blockbuster macht noch keinen Star.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Mr. Goodkat

Kommentar löschen

Bei allem Respekt für Chris Rock, aber ihn als Muskelprotz zu bezeichnen halte ich doch für leicht überzogen ;)

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

andyewest88

Antwort löschen

hehe, ich meinte natürlich The Rock aka Dwayne Johnson ;)