Maximilian Schell
Beteiligt an 26 Filmen und 3 Serien
Maximilian Schell wurde am 8. Dezember 1939 in Wien geboren. Er ist ein bekannter und erfolgreicher österreichisch-Schweizer Schauspieler, Regisseur und Produzent.
Maximilian Schell ist der Sohn von Hermann Ferdinand Schell, einem Schweizer Schriftsteller, und Margarethe Noé von Nordberg, einer Wiener Schauspielerin. Infolge des Anschlusses Österreichs an Nazi-Deutschland 1938 zog die Familie aus Wien in die Schweiz um.
Schell wuchs in Basel und Zürich auf und ist künstlerisch nicht nur durch die Eltern vorbelastet. Zürich war das Zentrum der deutschsprachigen Kulturwelt der Nachkriegsjahre. Er entschloss sich für ein Studium der Philosophie, der Kunstgeschichte und Germanistik, sowie der Musik- und Theaterwissenschaften in Zürich, Basel und München. Er war Fußballspieler beim Grasshopper-Club Zürich, von dem er heute noch ein bekennender Anhänger ist. Doch 1952 wechselte er in das darstellende Fach, studierte nebenbei am Konservatorium Bern Klavier und debütierte im Herbst 1952 am Basler Stadttheater als Schauspieler wie auch als Regisseur und Dramaturg. 1959 landete er nach verschiedenen Stationen an den Kammerspielen in München. Noch im gleichen Jahre holte Gustaf Gründgens ihn nach Hamburg, wohin er zu dessen Abschied 1963 für die berühmt gewordene Hamlet-Inszenierung zurückkehrte.
Ende der 1960er Jahre spielte er in London, nebenbei übersetzte er Werke von John Osborne und William Shakespeare. 1978 übernahm er von Curd Jürgens die Rolle des Jedermann bei den Salzburger Festspielen, die er bis 1982 verkörperte. 2007 überraschte er als Operettenregisseur, indem er die Operette „Wiener Blut“ von Johann Strauß erfolgreich auf die Seebühne im österreichischen Mörbisch brachte.
Auch im Film und im Fernsehen erreichte er einen hohen Bekanntheitsgrad. So drehte er bereits 1955 seinen ersten Film Kinder, Mütter und ein General. 1957 stand er in Hollywood vor der Kamera. Neben Marlon Brandowar er im Film The Young Lions – Die jungen Löwen zu sehen. Spätestens seine Rolle eines Verteidigers von Nazi-Verbrechern im Film Das Urteil von Nürnbergvon Stanley Kramer machte ihn zum internationalen Star. Er erhielt dafür 1961 den Oscar als bester Hauptdarsteller. Weitere Filme folgten, unter anderem Topkapi (1964) mit Peter Ustinov , Die Akte Odessa (1974) oder u. a. Deep Impact (1998).
Ende der 60er Jahre begann er auch als Produzent und Regisseur hinter der Kamera zu agieren. Bereits sein Erstling Erste Liebe (1970) war ein großer Erfolg. Es folgten Der Fußgänger (1974), Dürrenmatts Der Richter und sein Henker (1975) sowie seine vielbeachteten Dokumentationen Marlene (1984) über Marlene Dietrich und Meine Schwester Maria (2003), eine Biografie über Maria Schell, die zum Zeitpunkt der Dreharbeiten bereits seit längerem an Demenz litt.
Maximilian Schell gilt als einer der bekanntesten und erfolgreichsten deutschsprachigen Schauspieler weltweit. Außerdem war Schell weitere Male als bester Darsteller und Nebendarsteller, sowie für den besten ausländischen und den besten Dokumentarfilm für den Oscar nominiert worden. 2002 erhielten er und seine Schwester Maria beide einen Bambi für ihr Lebenswerk.
Aufsehen erregte seine drei Jahre andauernde Liaison mit Soraya Esfandiary Bakhtiari, die als Gattin des letzten Schahs von Persien bekannt geworden war. Im Jahr 1985 heiratete Schell die russische Schauspielerin Natalja Andreitschenko; 1989 wurde ihre gemeinsame Tochter geboren.
Neben seinen Tätigkeiten für Theater, Film und Fernsehen widmet sich Maximilian Schell der Musik, der Malerei und gelegentlich schreibt er auch. Er lebt abwechselnd in Los Angeles und auf dem elterlichen Berghof in Kärnten.
Maximilian Schell ist einer der Taufpaten der Schauspielerin Angelina Jolie. Diese Verbindung entstand durch Angelinas Vater Jon Voight, der 1975 in Schells Dürrenmatt-Verfilmung Der Richter und sein Henker eine der Hauptrollen spielte.
Quelle
Populäre Filme
von Maximilian Schell
Deep Impact
US 1998
John Carpenters Vampire
US 1998
Das Urteil von Nürnberg
US 1961
Die Brücke von Arnheim
GB/US 1977
The Brothers Bloom
US 2008
News
die Maximilian Schell erwähnen
Top 7 der Nazischergen im Film Veröffentlicht 2011/08/22 08:50:00
Wie in vielen anderen Filmen ist der Schurke im Captain America-Film ein Nazi. Wir haben den Start dieses Werks zum Anlass genommen, eine Top 7 der Nazischergen zusammenzustellen. — Mehr
2 Kommentare
über Maximilian Schell
Kommentar schreibenBrennegan 2009/12/01 01:17:33
Kommentar löschenFrüher war er für mich der herausragendste deutsche Schauspieler, bis ich herausfand, dass er gar nicht aus unseren Landen kommt. Das ändert zwar nichts an meiner Meinung zu ihm, aber ein gleichrangiges deutsches Pendant fehlt noch immer ...
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir 3 Antworten
Brennegan 2009/12/01 23:39:44
Antwort löschenDann kann ich ja beruhigt aufhören, zu suchen!
Ich weiß noch, wie er in einer Sendung (War es Maischberger?) ins Studio kam und erst einmal die Biografie der Moderatorin interpretierte. Sie war vollkommen baff, für ihn war es selbstverständlich, nicht nur da hin zu gehen und einfach einige Fragen zu beantworten.
Fricki76 2009/12/02 00:43:10
Antwort löschenMaximilian Schell ist österreichisch-schweizerischer Herkunft... *klugscheiss-modus-ais*...
Brennegan 2009/12/02 21:57:08
Antwort löschenEr ist einer der Leute, die ich auch gern mal treffen würde, nicht nur des Sehens wegen, sondern auch oder vor allem des Redens wegen.
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Börks. Selbstherrlich-ranziges Selbtsschminkfratzchen, das sich gerade wie Jopie Heesters benimmt - nur mit zu fettem Kajal und kunterbuntem Halstuch statt Sabber und weißem Schal - und das seine Jungmatratze 2010 in Talkshows entwürdigt wie dat Jopie sein Simönchen.: "Ich kann immer noch lauter falsch singen als du, mein junges Krankenschwesterchen!" Schönheit vergeht, Maxl ("Der Fürst und das Mädchen", "Liebe, Lüge, Leidenschaften", "Die Alpenklinik", "Pilcher: Muschelsucher" und vor Ewigkeiten neben Deutschtümelei-Kack wie "Steiner, das eiserne Kreuz" mal zu kurzen Oscar-Ehren gekommen mit dem geschichtsverfälschenden, weil zu Adenauers Zeiten entsandenem und deshalb ekelhaft nazifreundlichem Kalter-Krieg-Dramolett "Urteil von Nürnberg").
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten
Darbon 2010/10/29 15:16:18
Antwort löschenJa, dunkel erinnere ich mich an seinen Interview-Film mit Marlene und an seinen Dürrenmatt-Krimi "Der Richter und sein Henker", der aus der Distanz zu seinem Gehabe ganz spannend war.
Bradbury 2011/05/21 10:04:31
Antwort löschenSeine Adaption von Horváth's "Geschichten aus dem Wienerwald" fand ich auch recht gelungen. Und Deutschtümelei-Kack hin oder her: Als eitler Pfau Stransky in "Steiner" war er schon perfekt besetzt. ;)