HerrLehmann
HerrLehmann aus Köln heißt Sebastian Moitzheim, ist 21 Jahre alt. Er hat sich 2008/04/03 13:51:50 auf moviepilot angemeldet und hat schon unglaubliche 817 Filme bewertet und legendäre 218 Kommentare geschrieben. HerrLehmann ist Kritiker für Das Manifest und hat unter anderem Louis C.K.: Hilarious als Lieblingsfilm. Mehr
| Name | Sebastian Moitzheim |
|---|---|
| Alter | 21 |
| Stadt | Köln |
| Geschlecht | männlich |
| Schreibt sonst für | Das Manifest |
| Mein Lieblingsfilmzitat: | I'm not even supposed to be here today. |
Die Muppets
HerrLehmann 8.0 "Ausgezeichnet" 2012/01/19 20:35:56
[…]Dieser Plot ist sicher nicht besonders originell oder spannend, doch das muss er auch nicht sein. Wichtiger ist, dass Jason Segel und sein Co-Autor, NIE WIEDER SEX MIT DER EX-Regisseur Nicolas Stoller, ein Drehbuch geschrieben haben, dass nicht nur die "Let's put on a show!"-Mentalität des ersten Films und der TV-Serie einfängt, sondern auch mit viel Selbstironie die lange Abwesenheit…
[…]Dieser Plot ist sicher nicht besonders originell oder spannend, doch das muss er auch nicht sein. Wichtiger ist, dass Jason Segel und sein Co-Autor, NIE WIEDER SEX MIT DER EX-Regisseur Nicolas Stoller, ein Drehbuch geschrieben haben, dass nicht nur die "Let's put on a show!"-Mentalität des ersten Films und der TV-Serie einfängt, sondern auch mit viel Selbstironie die lange Abwesenheit der Muppets thematisiert - da fragt eine TV-Produzentin (Rashida Jones) die Muppets, als sie um Sendezeit bitten "Are you guys even relevant anymore?", Fozzy Bear spielt in heruntergekommenen Kneipen Cover-Versionen der Muppets-Klassiker mit der Tribute-Band "Moopets" und Amy Adams kommentiert Kermits Zögern, einer Muppets-Reunion zuzustimmen, mit "This is gonna be a very short movie."[…]
Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 11 Antworten
stuforcedyou 2012/01/19 20:51:17
Antwort löschenAch, du hast den in der OV gesehen. Sehr beneidenswert.
HerrLehmann 2012/01/19 20:57:43
Antwort löschenJa, PV war zum Glück im Original. Das OV-Kino hier in Köln zeigt ihn anscheinend leider nicht, deswegen bin ich ganz froh dass ich ihn so schon sehen konnte.
stuforcedyou 2012/01/19 21:00:52
Antwort löschenNa ja, mir bleibt die Blu-ray, oder vielleicht zeigt das Metropolis den Film noch. Es wäre wünschenswert. Btw: schöne Kritik.
stuforcedyou 2012/01/19 21:18:00
Antwort löschenKein Kölner, aber verdammt nah dran :) Das schönste Kino der Stadt ist meines Erachtens übrigens das Cinenova.
HerrLehmann 2012/01/19 21:23:50
Antwort löschenDas ist leider kein OV-Kino oder? War noch nie da, obwohl ich's zu Fuß erreichen könnte :P
stuforcedyou 2012/01/19 21:25:46
Antwort löschenAlso für mich, der jedesmal gefühlte Stunden mit Bus und Bahn ins Kino fahren muss, tut diese Aussage schon irgendwie weh. ;) Nee, ist kein OV-Kino, obwohl es hin und wieder Ausnahmen gibt.
HerrLehmann 2012/01/19 21:27:40
Antwort löschenOk, werde es dann dennoch bei Gelegenheit mal ausprobieren wenn's so schön sein soll ;) Vielleicht bei The Artist oder so, wo die Sprache eher nebensächlich ist :D
stuforcedyou 2012/01/19 21:31:30
Antwort löschenNee, geh nicht in "The Artist". Hab schon von vielen gehört, dass der Film in den meisten Kinos arge Tonprobleme hat. :)
Wer ist Hanna?
HerrLehmann 9.0 "Herausragend" 2012/01/15 01:38:27
WER IST HANNA? hat wenig mit dem bisherigen Werk von Regisseur Joe Wright (ABBITTE) zu tun und ist auch ansonsten recht schwer zu fassen, ignoriert er doch konsequent jegliche Konventionen und Genregrenzen. Der Plot pendelt irgendwo zwischen Thriller/Suspense, Action, Coming-of-Age und leichtem Sci-Fi-Einschlag, Märchen-Motive und cartoonhafte Antagonisten stehen neben realistisch-kühlen Bildern…
WER IST HANNA? hat wenig mit dem bisherigen Werk von Regisseur Joe Wright (ABBITTE) zu tun und ist auch ansonsten recht schwer zu fassen, ignoriert er doch konsequent jegliche Konventionen und Genregrenzen. Der Plot pendelt irgendwo zwischen Thriller/Suspense, Action, Coming-of-Age und leichtem Sci-Fi-Einschlag, Märchen-Motive und cartoonhafte Antagonisten stehen neben realistisch-kühlen Bildern - und dennoch wirkt WER IST HANNA? nie unentschlossen oder überladen. Denn im Mittelpunkt steht immer die 15jährige, seit frühester Kindheit von ihrem Vater (Eric Bana) zum Überleben und Töten trainierte Hanna (hervorragend gespielt von Saoirse Ronan), die, auf der Flucht vor einer skrupellosen CIA-Agentin (Cate Blanchett), zum ersten Mal andere Menschen als ihren Vater sieht und sich in der ihr fremden Welt zurechtfinden muss.
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Brautalarm
HerrLehmann 8.0 "Ausgezeichnet" 2012/01/15 01:37:36
BRAUTALARM wurde allerorten als "der weibliche HANGOVER" bezeichnet, was dem Film höchstens ansatzweise gerecht wird: Das Hochzeits-Thema und der teils brachiale Humor mögen durchaus an Todd Phillips' Kassenerfolg erinnern, doch Hauptdarstellerin und Autorin Kristen Wiig fand in ihrem Drehbuch auch Raum für glaubwürdig gezeichnete Charaktere und Beziehungen und auch die hervorragende Besetzung (neben Wiig unter anderem mit Maya Rudolph eine weitere SNL-Veteranin und der aus THE IT CROWD bekannte Chris O'Dowd als Wiigs love interest) überzeugt in den leiseren Momenten ebenso wie in den sketchartigen, over-the-top Comedy-Szenen.
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Super - Shut up, Crime!
HerrLehmann 9.0 "Herausragend" 2012/01/14 22:04:41
Wo KICK-ASS seinen Comic-besessenen Nerd, der als Superheld ohne Superkräfte gegen das Verbrechen kämpft, am Ende dann doch zum großen Helden stilisiert und die Klischees des Superhelden-Films, die er anfangs noch parodiert, letztlich (wenn auch äußerst unterhaltsam) selbst bedient, dekonstruiert SUPER den Superhelden-Mythos und stellt Fragen über Gewalt und Selbstjustiz. Der "Held"…
Wo KICK-ASS seinen Comic-besessenen Nerd, der als Superheld ohne Superkräfte gegen das Verbrechen kämpft, am Ende dann doch zum großen Helden stilisiert und die Klischees des Superhelden-Films, die er anfangs noch parodiert, letztlich (wenn auch äußerst unterhaltsam) selbst bedient, dekonstruiert SUPER den Superhelden-Mythos und stellt Fragen über Gewalt und Selbstjustiz. Der "Held" ist in diesem Fall kein nerdiger Teenager, sondern der frustrierte Fastfood-Koch Frank (Rainn Wilson), der eigentlich viel lieber Polizist gewesen wäre und, nachdem ihn seine Frau (Liv Tyler) verlässt, seine angeblich göttliche Bestimmung im Kampf gegen das Verbrechen findet, dabei aber meist eher als gewalttätiger Psychopath als als echter Held daherkommt (Wilson brilliert hier ebenso wie Ellen Page in der für mich beeindruckendsten Schauspielleistung des Jahres als sein übereifriger "kid sidekick"). Stilistisch kombiniert Gunn Comic-Einflüsse mit grotesk-verstörenden Traumsequenzen und expliziter Gewalt, sodass SUPER auch visuell so ambivalent und teils fordernd daherkommt wie inhaltlich.
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Jonas
HerrLehmann 7.5 "Sehenswert" 2012/01/05 23:56:14
[…]Man soll ja vorsichtig sein mit Verallgemeinerungen, doch ich würde behaupten, dass so ziemlich jeder, der in der nicht allzu fernen Vergangenheit eine weiterführende deutsche Schule besucht hat, sich in der ein oder anderen Szene auf beinahe unheimliche Weise wiederfindet und in vielen Zuschauern eventuell sogar eigene Traumata wiederaufleben. Dass wir an diesen Schulalltag gemeinsam mit Jonas herangeführt werden, man das Geschehen stets aus seiner Perspektive anstatt einer neutralen, rein beobachtenden erlebt, kommt dem Film dabei zugute, denn tatsächlich fühlt man sich so noch mehr in die Schülerrolle zurückversetzt, inklusive dem Blick auf die Lehrer als Autoritätspersonen und gelegentlich Feindbilder.[…]
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Louie
HerrLehmann 10.0 "Herausragend" 2011/12/15 18:09:56
Louis CK macht mir Angst. Im ablaufenden Jahr hat er nicht nur gleich zwei Comedy-Specials auf George Carlin-Niveau veröffentlicht, sondern auch seiner Serie Louie, in der ersten Staffel noch eine Art besseres Curb Your Enthusiasm, eine zweite Staffel geschrieben (und Regie geführt, geschnitten und die Hauptrolle gespielt), die wohl zum Besten gehört, das ich je im Fernsehen (ähem) sehen durfte.
…Louis CK macht mir Angst. Im ablaufenden Jahr hat er nicht nur gleich zwei Comedy-Specials auf George Carlin-Niveau veröffentlicht, sondern auch seiner Serie Louie, in der ersten Staffel noch eine Art besseres Curb Your Enthusiasm, eine zweite Staffel geschrieben (und Regie geführt, geschnitten und die Hauptrolle gespielt), die wohl zum Besten gehört, das ich je im Fernsehen (ähem) sehen durfte.
Louie schafft es irgendwie, gleichzeitig surreal und over-the-top sowie authentisch und realistisch, gleichzeitig komisch und extrem deprimierend zu sein. Mal besucht er mit seinen Töchtern die rassistische Tante, mal tritt er für Soldaten in Afghanistan auf, mal versucht er, von seinem Rivalen Dane Cook (der, auch von CK selbst, tatsächlich beschuldigt wird, Witze von ihm gestohlen zu haben) Lady Gaga Tickets zu bekommen – bei Louie ist nichts off-limits, im Kontrast zu Seinfeld wird die Serie gerne eine "show about everything" genannt und das trifft es ziemlich gut: Louie funktioniert weniger wie eine klassische Serie (eine durchgehende Handlung fehlt fast völlig – in der Staffel, manchmal sogar in einzelnen Folgen) als wie Stand-Up, der sich von den Klassikern Liebe, Älterwerden, Kinderkriegen bis hin zu Krieg, Masturbation und Depression den verschiedensten Themen beinahe im stream-of-consciousness-Stil annimmt und dessen einziges durchgängiges Merkmal im Grunde CKs "voice", seine Perspektive, sein unverwechselbarer Stil als Komiker ist.
Die Serie ist das Ergebnis von Louis CKs Forderung nach vollständiger kreativer Kontrolle (um Austausch gegen ein winziges Budget) und das merkt man: Louie ignoriert jegliche Formeln und Konventionen, überrascht mit jeder Folge aufs neue und sieht dabei auch noch mehr nach Kino als nach TV-Serie aus. Schlicht und einfach das Beste, was man 2011 zu sehen bekam.
bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
SpiceWeasel 2011/12/16 15:42:23
Antwort löschenKann man nur unterschreiben! Louis ist derzeit einfach der beste!
Let Me In
HerrLehmann 7.0 "Sehenswert" 2011/12/12 16:06:20
[…] Zwingende Gründe, LET ME IN als Kenner des Originals anzusehen, gibt es dennoch keine. Gerade wenn Reeves die einprägsamsten Szenen des Originals beinahe Shot-for-Shot nachstellt, aber eben doch nicht dessen einzigartige Atmosphäre erreicht, werden die Qualitäten von Alfredsons Film und die Mängel dieses Remakes überdeutlich. Trotzdem: Es hätte viel schlimmer kommen können. LET ME IN ist etwas weniger komplex, etwas glatter als das Original, aber doch eine respektvolle Repräsentation des Stoffes, was für ein Hollywood-Remake nicht unbedingt selbstverständlich ist.
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Gästebuch
M0rr1s0n 2011/06/09 22:17:49
Kommentare, die so aussehen wie zu deiner "Thor"-Kritik, lösen bei mir ja tatsächlich physische Schmerzen aus ;-)
m.laterne 2010/10/08 09:14:09
Deine Kritiken stimmen häufig nicht mit meinen Eindrücken überein. Sie sind durch ihren Stil aber ein gute Möglichkeit für mich Filme vorab kritisch zu betrachten um nicht dem Hype zu folgen, welchen ich mich leider hin und wieder hingebe.
phoenix409 2010/05/18 01:33:51
Jop, Wes Anderson und seine Figuren werden hier gerne furchtbar ernst und pseudo-intellektuell gesehen. Das soll mir mal einer erklären. Man muss wohl selbst skurril genug sein, um sich mit dem Stil anfreunden zu können.
phoenix409 2010/05/14 15:25:58
Ich habe ja schon öfters gute Sachen von dir gelesen, aber wer so schön zu The O.C. und Wes Anderson steht, der kriegt von mir jetzt einfach mal ne Anfrage ;)
Gruß!
manniac 2010/03/04 15:41:49
Oh Mann, und du willst uns schon wieder verlassen? Dabei seh ich ja jetzt erst, dass du die Liga der aussergewöhnlichen Gentlemen und der Untergang (fast) genauso hasst, wie ich :))
Chaosmacherin 2010/01/12 10:20:30
Ich glaub nich das unsere Filmgeschmacker soo verschieden sind *vergleich*
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[…]Statt über interessante Charaktere, Plot oder Ideen funktioniert DRIVE über Atmosphäre und Stimmungen. Über weite Strecken im Mittelteil dominiert den Film eine fast schon kitschige Romantik. Wenn sich Goslings und Mulligans Figuren zu träumerisch-schönen Bildern und 80s-Retro-Soundtrack einander annähern ruft das - bedenkt man, dass man als Zuschauer nie wirklich eine Beziehung zu den…