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Leinwand-Literaten

Die 7 besten Filme über reale Schriftsteller

25.04.2014 - 08:50 UhrVor 6 Jahren aktualisiert
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Ralph Fiennes als Charles Dickens in The Invisible Woman
© Sony Pictures
Ralph Fiennes als Charles Dickens in The Invisible Woman
Ralph Fiennes ist in The Invisible Woman derzeit als Charles Dickens zu bewundern. Nicht nur ihre Werke, sondern auch die Schriftsteller selbst, sind immer wieder beliebter Stoff des Kinos. Wir haben die Top 7 der Literaten, die sich auch im Film verewigt haben.

Mit The Invisible Woman liefert Ralph Fiennes seine zweite Regiearbeit ab und erzählt von der späten Liebe des Schriftstellers Charles Dickens zu einer jungen Frau. Die Rolle des britischen Erzählkünstlers spielt Fiennes dabei selbst. Ihre oft ungewöhnlichen Lebensgeschichten zwischen Realität und Fiktion bieten idealen Nährboden für filmische Erzählungen. Meist sind die Biografien von Schriftstellern gar nicht von ihren Schöpfungen zu trennen und die Grenzen zwischen ihrem eigenen Leben und dem ihrer Figuren verschwimmen im Dunst der Fantasie. Nichtsdestotrotz soll es in der heutigen Top 7 um Filme gehen, in denen reale Autoren-Persönlichkeiten auftreten. Alter Egos wie Henry Chinaski in Barfly oder Raoul Duke in Fear and Loathing in Las Vegas werden hier demnach nicht anzutreffen sein. Klärt uns über vermisste und von euch favorisierte Leinwand-Literaten gerne in den Kommentaren auf.

Platz 7: Capote – Truman Capote
Philip Seymour Hoffman erhielt 2006 einen Oscar für seinen fabelhaften Auftritt als Truman Capote. Für seinen Debütfilm Capote griff Regisseur Bennett Miller die Biografie von Gerald Clarke auf und konzentriert sich ganz auf die Recherchearbeit, die der Schriftsteller für seinen Tatsachenroman Kaltblütig unternahm. Es war das letzte Buch, das das die US-amerikanische Literatur-Legende fertigstellen sollte. Danach verfiel Truman Capote dem Alkohol, erlitt Nervenzusammenbrüche und wanderte mehrfach hinter Gitter. Philip Seymour Hoffmann gelingt in Capote das beeindruckende Porträt eines kindlichen Genies, das sich im Laufe des Lebens immer weiter in sich selbst zurückzog und mit ironischer Bissigkeit von der Außenwelt abschottete.

Platz 6: Kafka – Franz Kafka
In Kafka vermischt Steven Soderbergh in einer wilden expressionistischen Inszenierung Leben und Werk des gleichnamigen Schriftstellers. Jeremy Irons spielt den bleichen, nervösen und hochintelligenten Franz Kafka, der sich mit den bedrohlichen Elementen aus seinen eigenen Erzählungen konfrontiert sieht. Soderbergh stützt sich hierbei hauptsächlich auf die Romane Der Prozess und Das Schloss. Auch wenn der Film von vielen Kritikern nicht mit Wohlwollen begutachtet wurde, ist es dem Regisseur hier zu Beginn seiner Karriere gelungen, eine unheimlich dichte filmische Atmosphäre zu erschaffen, die durchaus eine ähnliche Beklemmung erzeugt, wie sie auch in vielen Erzählungen Kafkas zu spüren ist.

Platz 5: Before Night Falls – Reinaldo Arenas
Reinaldo Arenas wächst in ärmlichsten Verhältnissen in einer ländlichen Gegend Kubas auf. Als junger Mann ist er zunächst ein glühender Anhänger Fidel Castros bis er Anfang der 60er-Jahre sein literarisches Talent entdeckt und entfaltet. Mit der Zeit steht Arenas dem Regime immer kritischer gegenüber und wird sogar schließlich zum politisch Verfolgten. Julian Schnabel verfilmt mit Before Night Falls die Memoiren des homosexuellen Künstlers und konzentriert sich besonders auf dessen aufgewühltes Innenleben. Javier Bardem verkörpert den Schriftsteller intensiv und leidenschaftlich. Seine überzeugende Darstellung brachte ihm 2001 eine Oscar-Nominierung ein.

Platz 4: Das Leben des Emile Zola – Émile Zola
Der Film erzählt die Lebensgeschichte des französischen Schriftstellers und Journalisten Émile Zola. Der nach Hollywood emigrierte Schauspieler und Regisseur William Dieterle (eigentlich Wilhelm), zeichnet ein bewegtes Bild jener Zeit, als Zola gemeinsam mit dem Maler Paul Cézanne in einer Pariser Künstler-WG hauste. Außerdem rückt der Film die sogenannte Dreyfus-Affäre in den Mittelpunkt der Handlung. Der jüdische Hauptmann Alfred Dreyfus war wegen angeblichen Hochverrats verhaftet und ins Exil verbannt worden. In seinem berühmten Schrift “Ich klage an…!” bezieht Zola dazu Stellung und wird kurz darauf selber zum Angeklagten. Das Leben des Emile Zola war 1937 übrigens die erste Film-Biografie, die mit einem Oscar ausgezeichnet wurde.

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