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Eastwoods American Sniper knackt 200-Millionen-Marke

26.01.2015 - 10:40 UhrVor 7 Jahren aktualisiert
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© Warner Bros.
American Sniper
Mit weiteren 64 Millionen Dollar hält sich American Sniper unangefochten an der Spitze der US-Kino-Charts, während Johnny Depp seinen schlechtesten Start seit den späten 90ern einfährt.

Prognosen hatten mit rund 50 Millionen gerechnet, aber auch an seinem zweiten Wochenende in landesweiter Verbreitung übertrifft American Sniper die Erwartungen. 64,37 Millionen Dollar spielte Clint Eastwoods Kriegsdrama in den USA ein. Damit verlor der Film mit Bradley Cooper im Vergleich zur Vorwoche nur 27,9 Prozent, eine Seltenheit für Starts dieser Größe, wie Scott Mendelsohn bei Forbes  betont. Damit befindet sich American Sniper in der Gesellschaft von Avatar - Aufbruch nach Pandora, Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung, Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs, Die Unglaublichen - The Incredibles und The Lego Movie, die einzigen Filme in der Top 100 der besten US-Starts, die am zweiten Wochenende nur 30 Prozent oder weniger verloren haben. American Sniper hat in den USA bereits über 200 Millionen Dollar eingespielt und ist auf gutem Wege, die 300-Millionen-Grenze zu überschreiten und zum erfolgreichsten Kinostart 2014 in den USA aufzusteigen, noch vor Die Tribute von Panem - Mockingjay Teil 1 und Guardians of the Galaxy. Eastwoods Oscar-Kandidat startete bekanntlich schon an Weihnachten in ausgewählten Großstädten. In den internationalen Territorien kommt American Sniper auf 47,5 Millionen Dollar, wobei der Film im Eastwood-verliebten Italien ganz besonders gut läuft. Dort spielte er bisher beachtliche 17 Millionen Dollar ein.

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Als einziger Neustart schaffte es The Boy Next Door mit Jennifer Lopez in die Top 5 der US-Kino-Charts. Wie erwartet, sammelte der Stalker-Thriller von Rob Cohen (xXx - Triple X) 15 Millionen Dollar ein. Der Erfolg ist unter anderem auf den hohen Prozentsatz von Frauen und Hispanics unter den Ticketkäufern zurückzuführen, zwei Gruppen, die innerhalb der Zuschauerschaft von American Sniper eine Minderheit bilden.

Andere landesweit gestartete Neulinge in den US-Kinos enttäuschten. Die sowieso schon zurückhaltenden Prognosen für Strange Magic und Mortdecai - Der Teilzeitgauner mussten nach unten korrigiert werden. Lucasfilms Animationsfilm Strange Magic legte einen der schlechtesten Starts für einen Film mit Verwertung in über 3000 Kinos hin und kam nur auf 5,53 Millionen Dollar am ersten Wochenende. Johnny Depp lieferte hingegen nach Lone Ranger und Transcendence seinen dritten hoch budgetierten Misserfolg nacheinander ab. Im Hit Into the Woods spielt er schließlich nur eine Nebenrolle. Seine Krimikomödie Mortdecai landete mit 4,13 Millionen auf Platz 9. Laut Hollywood Reporter  ist es Depps schlechtester landesweiter Start seit The Astronaut's Wife im Jahr 1998. Wie THR anmerkt, fällt auch das internationale Ergebnis von Mortdecai bislang bescheiden aus, wo sich Filme mit Johnny Depp in den letzten Jahren besser verkauft haben als in den USA.

In Deutschland lockte Mortdecai 125.000 Zuschauer in die Kinos, damit liegt er in Ticketverkäufen auf Platz 4 vor Ouija - Spiel nicht mit dem Teufel (122.000), der allerdings mehr eingespielt hat. Den dritten Rang sicherte sich laut Blickpunkt:Film  Liam Neesons Racheklopperei 96 Hours - Taken 3 mit weiteren 135.000 Zuschauern, der damit hinter dem Neustart Baymax - Riesiges Robowabohu (375.000 Tickets) landet. Platz 1 der deutschen Kino-Charts wird weiterhin von Til Schweiger und Dieter Hallervorden verteidigt. Die Tragikomödie Honig im Kopf erreichte zwar nicht die prognostizierten 500.000 Zuschauer, verkaufte aber immerhin 455.000 Tickets und legte damit das zweitbeste fünfte Wochenende seit Der Schuh des Manitu hin. Über vier Millionen Zuschauer haben Honig im Kopf in Deutschland im Kino gesehen.

Die Top 10 der US-Kino-Charts:

Quellen: THR , Blickpunkt:Film , Box Office Mojo 

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