TakaTukaLand - Kommentare

Alle Kommentare von TakaTukaLand

  • 9

    Ergreifend, traurig, wundervoll, herzzerreißend, deprimierend, schön, deep.

    "Love, love will tear us apart again."

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    • 7
      TakaTukaLand 10.09.2021, 18:28 Geändert 10.09.2021, 18:49

      Diese Staffel startet auf VH1, statt wie zuvor auf Logo TV, und ist wieder stärker im Konkurrenzdenken und Bitchfight-Modus verhaftet, was durch die zusätzliche Wiedereinführung der Reunion-Runde noch on the top getrieben wird. Trotzdem sind auch ein paar nette Leute (u.a. eine trans* Frau) und viele gute Momente dabei, aber ich konnte mit keiner Queen so richtig connecten.
      Für mich war es die erste Staffel, in der für mich persönlich nicht bestimmend war wer gewinnen soll, sondern vor allem: wer nicht gewinnen soll. Daher kann ich auch keine höhere Wertung abgeben. Die Krönung war für mich jedenfalls leider ziemlich enttäuschend.

      • 7 .5

        Nach der Enttäuschung in Staffel 7 kommt diese Staffel mit dem Jubiläum der 100. Folge und der 100. Drag Queen daher, mit etwas verknappter Besetzung in nur 10 Episoden. Auch wenn eine Person (Acid Betty) recht intrigant daher kommt und Derrick Britney, äh Barry, mit der vorhandenen Kritik überfordert ist, dadurch polarisiert und viel bitchyness austeilt, aber genauso auf sich lenkt, überwiegt doch eindeutig der Zusammenhalt unter den vielfach sympathischen Queens.
        Auch wenn die Entscheidung, wer nicht nicht in die Top 3 ins Finale kommt, wieder etwas an Staffel 7 erinnert, ist die Krönung schließlich absolut verdient. Eine kompakte, aber sehr unterhaltsame Staffel.

        • 7
          TakaTukaLand 31.08.2021, 01:05 Geändert 31.08.2021, 01:12

          Diese Staffel hat schon einige Höhepunkte: Santino ist weg. Ross Mathews und Carson Kressley sind neu dabei und füllen die Richter:innenbank mit so viel mehr Humor und Sympathie. Moby is giving face in a blowing mini-challenge. Und der wundervollste Regisseur der Welt: John Waters, bekommt nicht nur eine Hommage in Form einer Maxi Challenge, sondern gibt dem Drag Race selbst die Ehre.
          Außerdem kommt für mich eine weitere Besonderheit hinzu, die ich erst im Nachhinein richtig zu schätzen weiß: Trixie Mattel und Katya Zamolodchikova nehmen Teil und lernen sich kennen, starten später »The Trixie & Katya Show« und gehen mit ihrer YouTube-Show »UNHhhh« schließlich viral.
          https://www.youtube.com/playlist?list=PL2NUdoJlP9ZGfUd-W4h55Ryw4FOr22Kc7
          Zu Trixie gibt es übrigens auch eine wunderbare Doku: »Trixie Mattel - Moving Parts« (2019)
          https://www.moviepilot.de/movies/trixie-mattel-moving-parts/kritik/2510675

          Das alles gibt einige Bonuspunkte für die ansonsten eher enttäuschende Staffel, denn so einige Entscheidungen von RuPaul sind für mich überhaupt nicht nachvollziehbar. Spätestens wenn die einzige Person, die die letzte Challenge tatsächlich meistert, trotzdem nicht ins Finale kommt, ist klar, dass RuPaul hier ganz eigene "Maßstäbe" ansetzt, die mit dem Showformat nicht viel zu tun haben. Das ein oder andere mal hat das in der Vergangenheit ja auch schon in positiver Weise gut funktioniert, aber diesmal wird die Krönung nur noch zu einer weiteren Episode, damit diese Staffel der unverdientesten Ausscheidungen ever endlich vorbei ist. Diesmal wurde unfassbar viel Potenzial einfach verschenkt und die Krone verramscht.

          • 8 .5

            Der Anfang ist zunächst etwas befremdlich, da die Serie nicht ganz direkt an die vorherigen Miniserien/Staffeln anschließt, was bisher immer so war. Also muss man erstmal in die neue Erzählung der letzten (fiktiven) 25 Jahre einsteigen, um dann aber spätestens in der zweiten Folge die Liebe und Besonderheit dieser Geschichten aus San Francisco wieder zu spüren. Der Netflix-Serie gelingt also durchaus die zeitgemäße Fortsetzung zum Ende der 2010er Dekade, nachdem die zuerst die Geschehnisse in der 28 Barbary Lane in den 70ern (Tales of the City - 1993), den 80ern (More Tales of the City - 1998) und der 90er Jahre (Further Tales of the City - 2001) verzaubert haben und dies auch heute noch können.
            [SPOILER AHEAD]
            Einziger Minuspunkt ist in meinen Augen der Schluss, der zwar vieles richtig macht, die Stroyline von Claire (Zosia Mamet) aber viel zu unbefriedigend offen lässt. Dies und der Aufbruch von Shawna (Elliot Page) schreien eigentlich nach weiteren Fortsetzungen, aber ohne die kürzlich verstorbene Olympia Dukakis (in ihrer Hauptrolle als Anna Madrigal) ist das nur schwer vorstellbar.

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            • 7 .5

              Obwohl zu Beginn wieder zwei Teams gebildet werden, um ein Gegeneinander zu konstruieren, überwiegt nach relativ kurzer Zeit wieder die Sisterhood unter den Drag Queens. Besonders bemerkenswert war für mich die Teilnahme eines trans* Mannes, der mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit auch der Grund dafür war, das RuPaul den Leitspruch "Gentlemen, start your engines and may the best woman win." umänderte in "…may the best Drag Queen win." (schon lange überfällig, imho).

              Ansonsten konnte ich mit den Entscheidungen von RuPaul oft nicht mitgehen, insbesondere was eine bestimmte Person anging.

              [SPOILER AHEAD]

              Bis zum Schluss konnte ich mir nicht erklären warum Kandy Muse so lange dabei bleiben konnte, RuPaul sogar nach einem Ausscheiden die eigene Entscheidung revidierte und Kandy zurück ins Drag Race holte. Ständig wurde mit "big personality" argumentiert, aber laut und anstrengend und irgendwie immer gleich zu sein, hat für mich nichts mit Persönlichkeit zu tun. Wie ungerecht war das bitte, die Main Challenge "Beast Couture" völlig am Thema vorbei zu überstehen und das, obwohl zuvor im "Werbespot" für die eigene Soda-Marke nicht einmal die Off- und On-Camera-Stimme voneinander zu unterscheiden war, während andere schon für Nuancen abgestraft wurden. Kandy bzw. ihr Weiterkommen war für mich wirklich ein großer Downer, der sich durch die gesamt Staffel zog.
              Die einzig wirklich große Persönlichkeit, Tamisha Iman, wurde dagegen leider schon viel zu früh aus dem Wettbewerb entlassen.

              [SPOILER ENDE]

              Nachdem ich nun über eine Dekade TV-Geschichte in relativ kurzer Zeit gesuchtet habe, fühlt sich das lange Warten auf die nächste Staffel Anfang 2022 wie eine Ewigkeit an. Hoffentlich kommt bald die 6. All Stars-Staffel bei Netflix online. Aber immerhin gibt es so genug Zeit, um all die Spin-offs, Filme, Serien, Dokus und Shows von ehemaligen Drag Race-Teilnehmer:innen und RuPaul sowie endlich auch »Paris Is Burning« zu gucken. Es gibt also genug zu tun und Vorfreude ist ja angeblich auch die schönste Freude. Wir werden sehen…

              • 2 .5
                TakaTukaLand 16.07.2021, 23:01 Geändert 16.07.2021, 23:02

                Wer Alyssa Edwards schon unsympathisch fand, der kann hier auch die private Person Justin Johnson kennenlernen und mal richtig abkotzen. Wobei "privat" scheint es gar nicht zu geben, da alles in dieser schlecht gescripteten Reality-TV-Netflix-Serie einfach nur aufgesetzt und (selbst)inszeniert wirkt (und es vermutlich auch ist). Egal ob Alyssa auftritt, Justin mit seinen Schwestern die zerbrochene Familie in seinem neuen Gated-Community-Haus wieder zusammenführen will oder er als Tanzlehrer in der texanischen Provinz auf einem Thron (!) vor 7-jährigen Mädchen und ihren Dancing-Moms sitzt, um ihnen zu erzählen, wie schlecht sie performt hätten - das überhöhte Ego von Alyssa/Justin ist das Einzige, was die Kamera einfängt und nach Ansicht der acht Episoden im Gedächtnis bleibt (zusammen mit den geknechteten Kindern und Jugendlichen).
                *Schnalz*
                *Mic Drop*

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                • 8
                  TakaTukaLand 16.07.2021, 22:31 Geändert 16.07.2021, 22:43

                  Dokumentation über Singer/Songwriter und Drag Queen Trixie Martell, die eigentlich nur einen relativ kurzen Zeitraum im Leben von Brian Firkus und seinem Drag Alter Ego zeigt, aber dennoch viel Tiefgang hat und intensive Einblicke zulässt. In der Zeit zwischen Dreh und Ausstrahlung von RuPaul's Drag Race All Stars Staffel 3 werden neben privaten Einblicken auch das Leben auf Tour und die zu dieser Zeit problematische Freund:innenschaft zu Katya Zamolodchikova (aka Yekaterina Petrovna Zamolodchikova aka Brian Joseph McCook) beleuchtet, mit der Trixie Mattel die YouTube-Comedy-Serie UNHhhh und The Trixie & Katya Show hostet. Und ganz nebenbei bekommt auch mal einen völlig anderen Blick hinter die Kulissen von RuPaul's Drag Race.

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                  • 8
                    TakaTukaLand 13.07.2021, 01:57 Geändert 26.07.2021, 00:09

                    Zwei unvorhersehbare Dinge drohen Staffel 12 niederzuringen:
                    1. Die Covid-19-Pandemie bricht aus und sowohl Reunion als auch das Finale finden in der Quarantäne per Videokonferenz statt.
                    2. Eine teilnehmende Person wird am Abend der Ausstrahlung von Episode 2, der ersten Folge mit ihr (in den ersten beiden Episoden sind die Kontrahent:innen in zwei Gruppen aufgeteilt), als gefälschte Identitäten vortäuschender und sexuell ausbeutender Täter entlarvt. Als Konsequenz wird diese Person disqualifiziert und ist folglich bei der Reunion und im Finale nicht mehr dabei. Aus der abgedrehten Staffel wird sie an einigen Stellen heraus geschnitten, ist aber durchgehend sichtbar, weshalb auch vor und nach jeder Folge ein Disclaimer erscheint, der auf die Disqualifizierung hinweist und erklärt, dass die Staffel aus Respekt vor den Leistungen der anderen Drag Queens trotzdem ausgestrahlt wird.

                    Puh! Ganz schön heftig.
                    Und trotzdem schafft es diese Staffel, sich nicht allzu sehr davon überschatten zu lassen, da nicht nur sehr sympathische, talentierte und unterhaltsame Teilnehmer:innen dabei sind, sondern die ganze Competition spätestens nach der Hälfte in eine umfassende Harmonie der Kontrahent:innen übergeht. #BestFriendsRace
                    Wir bekommen neben den üblichen wieder einmal sehr nerdige und schräge Drag-Stile zu sehen, was mich immer besonders glücklich macht. Und in sofern gehört sie auf jeden Fall zu den besten in der Herstory von RuPaul's Drag Race - trotz der krassen Umstände, die diese Staffel begleitet haben.

                    • 9

                      Weitere 3 Stunden Tales of the City – mehr muss ich gar nicht sagen. #awesome
                      Ich bin nur gespannt wie es 20 Jahre später auf Netflix weitergeht…

                      • 8

                        Alles was mir in Staffel 4 missfallen hat, wurde hier in ein positives Licht gerückt. Trotz hartnäckiger Gerüchte wurde sich hier nicht gegeneinander verschworen, sondern die Gemeinsamkeit stand letztlich über allen Egos - also sehr weit oben ;-)

                        [SPOILERS AHEAD]

                        Das Wiedersehen mit einem Star aus der 1. Staffel von RuPaul's Drag Race, Ongina, war wunderbar, wenn auch leider relativ kurz. Dafür konnte Jujubee aus Staffel 2 umso länger glänzen <3
                        Hinzu kamen gleich drei Queens aus Staffel 3: Alexis Mateo, India Ferrah and a Queen we call: Mariah, aka Mariah Paris Balenciaga. Es gibt also einige altbekannte Drag Race Urgesteine in dieser Staffel zu bewundern; zwei davon waren allerdings auch schon bei All Stars 1 zu sehen.
                        Die finale Krönung war absolut verdient, auch wenn ich es Jujubee genauso gegönnt hätte.

                        • 8 .5
                          TakaTukaLand 07.07.2021, 00:03 Geändert 26.07.2021, 00:49

                          Eine sehr unterhaltsame und mitreißende Staffel. Viele interessante und unterschiedliche Charaktere bieten sich wieder ein konfliktreiches Rennen um die Krone. Allerdings sind es nicht (nur) die üblichen Bitchfights, die hier zum Tragen kommen, sondern "echte" zwischenmenschliche Konflikte, weil einander einfach nicht zugehört und verstanden wird. Am Ende wird es dann überraschenderweise ziemlich harmonisch und auch ich kann der in meinen Augen bis dahin nervigsten und nicht immer berechtigterweise weitergekommenen Person ihre Menschlichkeit zugestehen und meinen Groll gegen sie ablegen.

                          Aber obwohl ich mir die Krönung genauso gewünscht hatte, wie es schließlich zustande kam, wirkte für mich das finale Lipsync-Battle relativ unspektakulär und geradezu wie abgesprochen. Dafür gibt es einen halben Punkt Abzug und die Staffel verpasst damit meine Vergabe eines Herzens, obwohl ich diesmal wohl am stärksten mitgefiebert habe.

                          • 7 .5
                            TakaTukaLand 02.07.2021, 01:24 Geändert 10.09.2021, 18:54

                            Eine besondere Staffel - in vielerlei Hinsicht.
                            In der Drag Race-Herstory waren schon viele Hintergründe und Lebensgeschichten der teilnehmenden Drag Queens nicht leicht und emotional mitreißend. In dieser Staffel muss aber sogar eine TRIGGERWARNUNG ausgesprochen werden, da es um erlebte religiöse Konversionstherapie bis hin zum "Exorzismus" (Episode 3) und um sexualisierte Gewalt (Episode 6) geht, ohne dass es damit einen coolen Umgang gibt - the show must wohl go on. Dies betrifft auch die Reunion-Runde (Episode 13).

                            Die Reunited-Folge ist sowieso eine ganz besonders emotional tiefgehende Episode, wo wirklich mal Tacheles geredet wird, wenn es um vorherige Streits, aber auch um die Verantwortung für einander in der queeren Community geht - und RuPaul mal ansatzweise kritisiert wird und daraufhin so richtig laut wird. Jede:r sei halt für sich selbst verantwortlich und wer sich von anderen verletzt/verstoßen/unverstanden/abgewertet fühlt, ist selbst schuld, denn du musst einfach drauf scheißen, was andere von dir halten, zu dir sagen oder wie sie dich behandeln. Self-confidence (Selbstbewusstsein) steht für RuPaul über allem, wer das nicht hinkriegt und nicht hart genug für "das Business" ist: Ciao Kakao.

                            An anderer Stelle steht RuPaul auch einmal den Tränen nahe oder kann sich nicht beherrschen nicht zu lachen (s. Spoiler unten) - es ist also auch die Staffel, in der der immer beherrschte und unnahbare RuPaul Charles etwas Fassade verliert.

                            [SPOILER]

                            Noch nie war die als erste ausgeschiedene Queen über die gesamte Staffel (und darüber hinaus) so präsent: Miss Vanjie! Miss Vanjie! Miss Vanjie!
                            Ein hoffentlich noch lange andauernder Running Gag, bei dem selbst RuPaul sich nicht beherrschen kann und immer wieder in Lachen ausbricht.
                            [/SPOILER]

                            • 6 .5

                              Meine erste All Stars-Staffel…
                              Insgesamt ist das höhere Leistungsniveau schon spürbar, das macht den Drag Race-Spaß aber nicht unbedingt besser oder unterhaltsamer. Hinzu kommt die bittere Pille, dass die Konkurrent:innen sich in diesem Format selbst gegenseitig rausschmeißen, was die gemeinsame Atmosphäre nur noch anstrengender und angespannter macht, Spielchen gespielt und Sympathien untereinander ausgehandelt werden. Das mag Leuten gefallen, die eh nur Bitchfight und Battle sehen wollen, mir macht sowas allerdings keine Freude.
                              Hinzu kommt noch das wohl langweiligste Snatch Game ever (à la Herzblatt).

                              • 9

                                Obwohl knapp 5 Jahre seit der ersten Miniserie vergangen sind, wird storytechnisch quasi nahtlos angesetzt. Auch wenn Teile des Casts leider gewechselt haben, tut dies der Serie keinen Abbruch. Sie bleibt absolut wundervoll und empfehlenswert.

                                • 9 .5

                                  Passend zum Pride Month bin ich auf diese wundervolle Geschichte aus San Francisco gestoßen (worden). Es ist einfach unglaublich, wie sehr diese Miniserie ihrer Zeit voraus war, wobei die Bücher ja noch einmal 15 Jahre mehr auf dem Buckel haben. Wie faszinierend und emanzipatorisch San Francisco in den 70ern gewesen sein muss, lässt sich dabei nur sehnsüchtig erahnen.
                                  Ich kann es kaum erwarten die Fortsetzungen zu sehen...

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                                  • 8
                                    TakaTukaLand 16.06.2021, 01:56 Geändert 02.07.2021, 00:13

                                    Jetzt wird richtig aufgefahren! Show's getting bigger. Tolle und diverse Queens machen aber nicht nur eine große Show, sondern auch großen Spaß. Auch das neue Finale vor Live Publikum reißt deutlich mehr mit und gibt dem Ende der Staffel (und allen folgenden) einen wundervollen emotionalen Abschluss.
                                    Die Entscheidung zum Next Drag Superstar hat mich etwas überrascht - in absolut positiver Weise. Ich interpretiere die Krönung als überraschend "unkommerziell", im Sinne von: für die Sponsoren nicht so gut zu vermarkten, während die Kommerzialisierung und das Sponsoring von RuPauls Drag Race in dieser Staffel deutlich gesteigert wurde.
                                    Alles in Allem: Eine herausragende und meine bisherige Lieblingsstaffel!

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                                    • 7

                                      Mit dem Comeback von Shangela und der Cliquenbildung beginnt die zunehmende Konstruierung und die Zuspitzung von Bitchfights. Für mich ein ziemlicher Tiefpunkt des Drag Race.

                                      • 7 .5
                                        TakaTukaLand 16.06.2021, 01:09 Geändert 16.06.2021, 01:26

                                        Eine großartige Fortsetzung und Steigerung der Show mit tollen Charakteren und Charakterentwicklungen, die mit der Krönung auch belohnt wurden. Die Konflikte untereinander sind echt und nicht nur konstruiert. Ein mitreißendes Trans*Outing bleibt definitiv in Erinnerung, wie auch das erste (nicht immer unnervige) Meme der Show: Hallelu!

                                        • 7 .5
                                          TakaTukaLand 16.06.2021, 00:50 Geändert 20.08.2021, 18:32

                                          RuPauls Drag Race steckt noch in den Kinderschuhen und orientiert sich zu sehr an schon bestehenden Contest-Formaten. Dennoch ist die Sendung natürlich eine Revolution und bringt spannende Charaktere und herausragende Drags zusammen.
                                          Im Nachhinein eine Schande, dass diese sympathische Erstbesetzung mit vergleichsweise niedrigen Preisen abgespeist wurde. Aber dafür bleibt der Fame der ersten Staffel für die Ewigkeit <3

                                          • 7 .5
                                            TakaTukaLand 16.06.2021, 00:38 Geändert 25.08.2021, 16:46

                                            Eine Staffel, die von vornherein auf Bitch-Fight ausgelegt ist... Lame! Generell sind diesmal nur recht wenige sympathische Queens dabei. Und Alyssa Edwards: die selbstverliebte und -überschätzende Dance-Nerd-Version von Sheldon Cooper. ^^
                                            In Erinnerung bleiben vor allem das Outing einer trans* Frau und ein Tinitus von Ivyyyyyyyyyyy Winters sowie Alaskas ohrenbetäubendem "Hiiiiiiiiiiii". Am Ende rettet die krönende Entscheidung über eine zu konkurrierende 5. Season.

                                            • 8
                                              TakaTukaLand 16.06.2021, 00:15 Geändert 27.08.2021, 00:26

                                              Wenn mehr von Vivacious und Milk zu sehen gewesen wäre, hätte es eine wirklich herausragende Staffel werden können. Wie schön wäre es, diese interessanten und abseits des Queen-"Mainstreams" existierenden Drag-Stile besser kennenzulernen. Ich warte außerdem noch auf eine Staffel mit Drag-Kings. Es heißt doch schließlich Drag Race und nicht Drag-Queen Race!
                                              Aber trotzdem: die 6. Season war sehr unterhaltsam, trotz viel Starpotential nicht von (v)erbittertem Konkurrenzkampf dominiert und Bianca Del Rio hat gezeigt, dass eine shady Bitch trotzdem verdammt witzig, solidarisch und nett sein kann (und sollte).
                                              Die noch größere und prunkvollere Abschluss-Show vor Live-Publikum gab der Staffel eine angemessene Krönung.

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                                                TakaTukaLand 26.05.2021, 01:26 Geändert 26.05.2021, 01:41

                                                Was für ein großartiger, alberner Unsinn, der dem Wort "Familienfilm" eine völlig neue Bedeutung gibt. Man könnte fast glauben, dass Kevin Smith und Johnny Depp eine Wette gegen ihre Töchter Harley Quinn (!!! - ernsthaft, Kevin?) und Lily-Rose verloren haben und ihnen einen Film schenken mussten. Ganz egal worum es geht, Hauptsache die beiden Teenies haben eine Hauptrolle… denn das Wort "Story" will ich gar nicht erst in den Mund nehmen:
                                                Die feministische Generation Insta erzieht die eigenen Eltern, lernt Kampf-Yoga und trifft damit auf Bratzis (Bratwurst-Nazis, gespielt von Kevin Smith) im wundervollen Kanada (Red, White - but never Blue), wo die eigene Geschichte (der deutsch-kanadischen Nationalsozialisten) in der Schule aufgearbeitet wird. Ganz nebenbei wurden natürlich Tausende Anspielungen, Zitate, Cameos und Verweise eingebaut, was definitiv ein paar Knöpfe bei mir drückt und dafür sorgt, dass der Film für mich wunderbar funktioniert.

                                                Eine deutsche Synchro kenne ich nicht, aber der Originalton ist durchaus zu empfehlen, und aufgrund der Bratzis wird sowieso öfter mal Deutsch gesprochen ("Wunderbar!"). Schaut ihn euch an, aber erwartet nichts, außer herrlichen Trash und alberne Witze der Marke Kevin Smith.

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                                                  Ein wichtiger Blick auf das Geschäftsmodell der kostenlosen Online-Porno-Portale, die eigentlich ein einziges Monopol sind, Sexarbeiter:Innen stärker, drastischer und brutaler ausbeuten als je zuvor und sämtliche Jugendschutz-, Arbeitsschutz- und nicht zuletzt Steuergesetze umgehen.
                                                  Wenn ihr euch Pornos anschaut, zahlt dafür!
                                                  Durch kostenlose Pornowebseiten befürwortet und unterstützt ihr ein System, das Sexarbeiter:Innen ausbeutet, die Arbeitsbedingungen katastrophal macht, die Gesundheit aller Beteiligten aufs Spiel setzt und selbst krasseste und extremste Pornografie für Kinder und Jugendliche zugänglich macht.

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                                                    Also wenn man sich diesen Naziploitation-Trash schon anguckt, dann auf keinen Fall mit der unterirdischen, deutschen noch-viel-schlimmer-als-Rainer-Brandt-Synchro, sondern im Original! Die Dümmlichkeit und Peinlichkeit der deutschen Synchro bekommt man dann schon bei den Untertiteln mit.
                                                    Obwohl, ein gutes Zitat möchte ich nicht untergehen lassen: Nachdem Hitler gleich zu Beginn eine Machete durchs Gesicht gezogen bekommt und reichlich Blut spritzt, wird dies kommentiert mit: "Da hast du deinen Schmiss, Bursche!" Köstlich, aber mehr Gutes ist von der sehr billig gemachten und in verschiedenen deutschen Dialekten angelegten Synchro wirklich nicht zu berichten.
                                                    Aber letztlich kann auch die englischsprachige Originalfassung die flache Story und die zähe Inszenierung nicht retten. Zwar gibt es viele Zitate aus bzw. Anspielungen auf 80er Actionfilme/n von Drunken Master über Kickboxer etc. etc. bis hin sogar zu Kill Bill, aber vor allem scheint es mir der Versuch zu sein auf den Erfolg von "Who Killed Captain Alex?" und dem ugandischen Wakaliwood aufspringen zu wollen, ohne aber den gleichen Charme mitzubringen. Nazis in Ghana sind schlichtweg nicht lustig, sondern aufgesetzt und fehlplatziert.

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