Aura - Trauma

Trauma (1993),
Laufzeit 110 Minuten, Horrorfilm, Thriller

- Kritiker
1 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.1 Community
20 Bewertungen
3 Kommentare
Aura-Trauma
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von Dario Argento, mit Asia Argento und Piper Laurie

Der Grafiker David kommt zufällig vorbei, als die junge Aura von der Brücke springen will, hält sie aber davon ab und kommt ihr langsam näher. Zur gleichen Zeit geht in der Stadt ein Mörder um, der seine Opfer köpft und die Körper ohne Kopf zurücklässt. Als Auras Eltern dem Mörder zum Opfer fallen, forscht David genauer nach und entdeckt eine Verbindung unter den Opfern. Schließlich stirbt der vermeintliche Mörder auf der Flucht vor der Polizei, aber das ist zunächst nur das scheinbare Ende des Falles. Aura verschwindet und scheint sich in einem See ertränkt zu haben, doch David glaubt das nicht und macht sich auf die Suche…


Cast & Crew


Kommentare (3) — Film: Aura - Trauma

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Oliver0403

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Bewertung4.5Uninteressant

Ich bin nach Sichtung des Films doch etwas enttäuscht, da ich von Dario Argento ganz andere Sachen gewöhnt bin. Aber ok, man kann nicht immer solche Klassiker wie "Suspiria" oder "Rosso Die Farbe des Todes" erwarten.

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crab1973

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Stinknormaler Giallo. Nicht besonders Spannend, nicht besonders packend. Sieht noch nicht mal wie ein richtiger Argento aus.


lieber_tee

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Bewertung6.5Ganz gut

Stringent erzählter Thriller, der durch seine retro-haften Inszenierung altmodischen Giallo-Scharm versprüht.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten

lieber_tee

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trau dich...


Andy78

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O.k., bin ja irgendwie auch neugierig...Mal sehen...nächstes WE...


eXonic

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Bewertung6.5Ganz gut

Wer hätte das denn gedacht: bei Argentos zweitem Ausflug in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, das diese Umschreibung in Hinblick auf „Trauma“ definitiv nicht verdient hat, gelingt ihm trotz diverser Einschränkungen ein gelungener Film. Überraschend ist das vor allem deswegen, weil Tochter Asia die Hauptrolle übernehmen sollte, die allerdings gerade erst ihre Volljährigkeit erreicht hatte. Dass sie damals bereits reifer war als die meisten Gleichaltrigen lässt sich nicht nur durch ihre blanken Brüste erahnen, die Papa Dario skandalöserweise der weiten Welt nicht vorenthalten wollte, sondern auch wegen ihrer mehr als passablen Darstellung der labilen Hauptfigur Aura. Bemerkbar ist zwar, dass ihr noch etwas Routine fehlte, doch schaffte sie es trotzdem den auch nicht gänzlich unbekannten Christopher Rydell, der die männliche Hauptrolle verkörperte, ziemlich alt aussehen zu lassen. Dieser ist jedoch bei weitem nicht die einzige Schwachstelle in Argentos Film, denn „Trauma“ hat davon mit so einigen zu kämpfen. Viele angebrochene Handlungsstränge, wie zum Beispiel die Anorexie Auras, verlaufen sich im Nichts und hätten zur Straffung der Handlung wesentlich kurzer ausfallen oder gleich gänzlich weggelassen werden können. Auch das typische zur Auflösung dienende Detail in der Vergangenheit, an das sich die Hauptfigur bis zum Ende des Films nicht erinnern kann, verwendet Argento einmal wieder, was etwas einfallslos wirkt, wenn diverse Frühwerke des Italieners bekannt sind. Neben den üblichen Drehbuchschwächen ist es in diesem Fall ausnahmsweise auch die Musik, die Kritik einstecken muss. Stellenweise ist sie unpassend, aufdringlich und setzt sich einfach nicht so gut im Ohr fest wie etwa ein Goblin-Soundtrack. Der Einsatz seiner Lieblingsband blieb Argento jedoch leider verwehrt, stattdessen durfte er aber erstmals auf den Effektkünstler Tom Savini zurückgreifen, der für „Trauma“ eine ziemlich makabre Enthauptungsmaschine entwarf.

Inhaltliche Schwächen sind beim Giallo-König ein altbekanntes Thema, aber wie er diese einmal wieder über mehr als 105 Minuten vergessen lässt, ist schon aller Ehren wert. Trotz der eher uninteressanten Sets stopft Argento seine Szenen konsequent voller Atmosphäre und Spannung wie man es nicht anders von ihm gewohnt ist. Zwar geschieht das nicht etwa in der Qualität eines „Suspiria“, aber auf jedem Fall in dem Maße, um seine Zuschauer bei der Stange zu halten. Hervorragend ist vor allem die Rolle, die der Regen in „Trauma“ spielt. Der unbekannte Halsabschneider kreuzt nämlich vorwiegend dann auf, wenn dieser vom Himmel fällt und das tut er hier definitiv nicht selten. Ein idealer Trick, die einzelnen, ohnehin starken Spannungsszenen miteinander zu verknüpfen und so immer die Bedrohung spürbar werden zu lassen, sobald es von oben tropft. Sein Können lässt Argento auch immer wieder aufblitzen, wenn es um die Kamera geht, die die Morde nicht nur aus ungewöhnlichen Blickwinkeln einfängt, sondern auch die Egoperspektive des Killers, eines frisch abgeschlagenen Haupts oder sogar eines durch die Lüfte flatternden Schmetterlings einnimmt.

Schade, dass es Argento bis zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht hindurchgedrungen ist, dass er das Schreiben des Drehbuchs besser einem Spezialisten überlassen sollte. Dieses vermasselt ihm nämlich zum wiederholten Male den ganz großen Wurf und so erreicht er durch seine sehr gute Inszenierung in der Gesamtheit einen sehenswerten, aber nicht herausragenden Film.

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