Caché

Caché (2005), FR/AT/DE/IT
Laufzeit 119 Minuten, FSK 12, Thriller, Drama, Kinostart 26.01.2006

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7.2 Kritiker
32 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.8 Community
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von Michael Haneke, mit Juliette Binoche und Daniel Auteuil

Eigentlich ist auf diesen Bildern nichts Kompromittierendes zu sehen: Ein Auto wird geparkt, eine Tür fällt ins Schloss. Stille. Doch gerade diese Stille macht die Filmaufnahmen so bedrohlich: Was will der Fremde, der Georges Laurents (Daniel Auteuil) Leben und das seiner Familie mit beunruhigender Geduld dokumentiert und ihm in Form von Videobändern zukommen lässt? Noch dazu zusammen mit naiv-grotesken Zeichnungen, die den Horrorphantasien eines Kindes entsprungen zu sein scheinen?

Georges ist Moderator einer erfolgreichen Literaturtalkshow im Fernsehen, und deshalb vermutet seine Frau Anne (Juliette Binoche) zunächst einen verrückten Fan hinter den rätselhaften Filmaufnahmen. Die Polizei sieht keinen Grund zu handeln, solange nichts wirklich Bedrohliches geschehen ist. Doch das Gefühl der Beklemmung wird immer stärker und bringt Georges’ und Annes bürgerlich-intellektuelles Leben zwischen Literatursendungen, Vernissagen und Abendeinladungen allmählich aus dem Gleichgewicht.

Hintergrund & Infos zu Caché
Caché spielt im Kern auf das Massaker von Paris 1961 an, bei dem die Französische Polizei ca 200 Alerier ermordete, die in Paris friedlich gegen eine Ausgangssperre für Algerier während des Algerienkrieges protestierten. Die Berichterstattung über Massaker wurde in französischen Medien gezielt unterdrückt und blieb auch danach für Jahrzehnte ein Tabuthema.
Verantwortlich für das Massaker war vor allem der damlige pariser Polizeichef Maurice Papon, der 1999 für seine Beihilfe zur Deportation der französischen Juden während der deutschen Besetzung wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit veruteilt wurde, allerding nie für das Massaker an den Algeriern belangt wurde.

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Cast & Crew


Kritiken (7) — Film: Caché

Stephan Eicke: www.film-rezensionen.de

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9.5Herausragend

Man muss Michael Haneke nicht mögen, aber das Letzte, was man ihm vorwerfen kann ist, dass sich seine Filme nicht entwickeln, sondern stattdessen stehenbleiben. Konsequent trägt Haneke den Zuschauer immer wieder auf die nächste Ebene und zieht auf diese Weise die Schlinge um die Hälse seiner Figuren immer weiter zu: bis sie schließlich ersticken. Weil der Regisseur es so will? Oder weil die Charaktere selber gar nicht anders können, als an sich selber zu zerbrechen?

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Ulrich Behrens

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10.0Herausragend

Alles verborgen, alles offenbar. Alles möglich. Aber beliebig sind Michael Hanekes Filme nun keineswegs. Im Gegenteil. Der Regisseur, der mit „Die Klavierspielerin”, „Wolfzeit”, „Code: unbekannt” und „Funny Games” seine ihm eigene Art des Filmens, der Kreation von Bildern, für uns alle sichtbar macht, hat klare Botschaften. Aber nicht die üblichen. Und auch „Caché” ist weniger ein Film mit Botschaften als die Frage nach uns, wie wir uns zu einer solchen Geschichte und ihren Figuren verhalten, zu ihrem Handeln und Nicht-Handeln, zu ihren Gedanken und ihren Gefühlen.

Die Art des Geschichtenerzählens bei Haneke zwingt den Betrachter zu einem sehr genauen Hinschauen, manchmal auch Wegschauen und der Frage danach, warum wir einmal hin- und dann wieder wegschauen. In „Funny Games”, einer filmischen Gewaltorgie, scheint er dies besonders drastisch vorgeführt zu haben. In Caché ist es meinem Gefühl nach nicht weniger drastisch und drangsalierend, gerade…

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Hausmeister: Nerdtalk.de

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9.0Herausragend

„Caché“ ist ein durch und durch französischer Film, der seinen Sendeplatz später einmal bei ARTE finden wird. Ein Film, der nicht jedermann schmecken wird, zeigt er doch die gesamte Handlung ohne wirklich offensichtliche Spannung, Verfolgungsszenen und Shoot-Outs, sondern mit viel Unspektakulärem und noch mehr Ruhe. Doch gerade durch diesen Mix aus Alltäglichem gewinnt der Film seine sehr bedrückende Stimmung. Wer ein filmisches Kammerspiel ohne glamouröse Bombast-Effekte und Suspense erwartet, in dem die Auswirkungen der Video-Botschaften auf Familie Laurent realistisch dokumentiert werden, dem dürfte dieser Film sehr liegen. Mir stockte zumindest an einigen Stellen ganz schön der Atem.

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Andi Shiva

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wie recht du doch hattest. Morgen, 00:00 auf SW3.BW. Wie ärgerlich, dabei hab ich mir den Film erst letzte Woche, aufgrund eurer positiven Kritik, ausgeliehen & fand ihn ganz gut, auch wenn er gelegentlich sehr langatmig rüberkommt. Daniel war auch wieder Top. Ah Französische Filme&Frauen habens mir einfach angetan, verdammt ;-)


HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost

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7.0Sehenswert

Im Grunde sind wir alle potentielle Georges', Tag für Tag von unzähligen Kameras eingefangen, ohne blassen Schimmer, wer die Aufnahmen macht und wie sie verwendet werden. Jeder Versuch in einer Großstadt, die Mabuses hinter diesen 1000 Augen ausfindig zu machen, wäre zum Scheitern verurteilt. So ist es nur konsequent, daß Haneke seinen Film dermaßen vertrackt konstruiert hat, daß man stundenlang über das Rätsel des Urhebers disputieren kann. Es könnte dieser sein oder jener - oder einfach das Auge eines mahnenden Gottes.

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Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,... Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,...

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9.0Herausragend

Hanekes Kamerastil gewinnt seine Nachdrücklichkeit aus der nüchternen, präzisen Beobachtung, nicht aus der Subjektivität oder emphatischen Ausrichtung auf die Figuren. Seine Plansequenzen bieten den Darstellern keinen Rahmen, in dem sie sich entfalten könnten. Sie arbeiten vielmehr mit der Geometrie (es überrascht nicht, dass Haneke seine Einstellungen an Storyboards entwirft) und dem Verstreichen der Zeit, dem Zusammenhang zwischen Ereignis und Konsequenz.

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Julia Teichmann: film-dienst Julia Teichmann: film-dienst

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8.0Ausgezeichnet

CACHÉ ist ein Film, der weh tut. Michael Haneke zerstört eine wesentliche Säule der modernen Gesellschaft: Die Kernfamilie. Jeder ist am Ende für sich allein; Familie, Gemeinschaft, Liebe sind nicht mehr als eine dienliche Einbildung. Der Burggedanke verkommt von der Hilfskonstruktion zur hilflosen Illusion. Und Haneke macht klar: Das ist ein Exempel.

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Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten

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7.5Sehenswert

Mit chirurgischer Präzision und ganz unaufgeregt seziert Haneke den Alltag einer Familie, die hinter der schillernden Fassade längst keine mehr ist, und legt die subtile Brutalität derer offen, die sich für besonders zivilisiert halten. Kunstvoll nutzt er den Kontrast zwischen brillanten Filmbildern, die das Sichtbare zeigen, und grobkörnigen Videobotschaften, die das Unsichtbare zu Tage fördern.

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Kommentare (31) — Film: Caché

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Jack_Torrance

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Bewertung9.0Herausragend

Und wieder dieser Haneke, dieser Fuchs, dieser Virtuose, wieder hat er mich in den Bann gezogen, wieder hat er mich mit seiner eisernen Stille hypnotisiert, schon wieder...

Haneke entblößt hier eiskalt die bürgerliche Fassade, die er hier generell mit einem gewissen Hauch von Ironie beobachtet, was man unter anderem in den Gesprächen mit Freunden gut erkennen kann.
Dieser Hauch von Ironie nimmt aber nichts von der Monströsität dieses Films, im Gegenteil, diese Ironie macht den Film noch kaltblütiger.
Mit einer ähnlichen Brillianz wie Greenaway schlägt Haneke das Bürgertum mit seinen eigenen Waffen. Minituös seziert er die bourgeoise Oberschicht und stellt ihre Fehler und Geheimnisse bloß.
Das alles tut er mit so einer Ruhe und Genauigkeit, dass man als Zuschauer fassungslos und schockiert zurückbleibt.

Was aber ist nun das Ende ? Ein Hoffnungsschimmer oder doch der pure Horror ?

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DerDude_

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Bewertung9.0Herausragend

"Wir haben mit der Vergangenheit abgeschlossen, aber die Vergangenheit nicht mit uns"
- Magnolia (1999)

Der Anfang von "Cache" errinert stark an "Lost Highway" : Eine Familie wird von anonymen Aufnahmen des Familienhauses tyrannisiert. Da hören die Ähnlichkeiten zu David Lynches Meisterwerk aber auch schon auf. "Cache" zeigt uns in kühlen Einstellungen völlig lautlos immer dieselben Bilder und das minutenlang. Doch anstatt den Zuschauer zu langweilen wird ein beklemmendes Gefühl der Unruhe erzeugt, geradeweil über weite Passagen kaum gesprochen wird. Dadurch ist man sofort gefesselt und kann die verstörte Familie in ihrem handeln nachvollziehen. Die Darsteller, egal ob Daniel Auteuil oder Juliette Binoche, spielen grandios und machen den Film noch autenthischer. Genau wie Gaspar Noe und Lars von Trier zielen die Filme Michael Hanekes genau in die Magengrube. Haneke geht dabei jedoch eine Spur subtiler vor. Wie es der Titel schon andeutet (Cache = Versteckt) findet die Tragik der Geschichte unter der Oberfläche statt. Auf den ersten Blick ist sie gar nicht zu sehen. Hinter dem beklemmendem Thriller verbirgt sich ein Drama um eine zerbrechende Familie und eine verstörende Parabel um Verdrängung. Diesmal ist von Hanekes Holzhammer, anders als in dem vergeigtem "Funny Games", nichts zu finden.
Fazit : Faszinierend und Verstörend. Ein stilles Meisterwerk !

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Jenny von T

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"A film should be like a stone in your shoe."


Delonghi

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Bewertung1.5Ärgerlich

Das grenzt ja schon an filmischen UNFUG! Ein ziemlich schlechter, ewig langatmiger und langweiliger Film! Dämliche und nichtssagende Dialoge, wie ein drei Tage lang durchgekautes Kaugummi, ohne jeglichen Sinn und Verstand. Ich kann gar nicht glauben, dass sich Leo di Caprio in einem geplanten amerikanischen Remake in 2013 dafür hergeben will, hilfe!!! Am besten den ganzen Plott komplett umschreiben und bitte nicht zu sehr an das schlechte Original anlehnen. Dann könnte es vielleicht was werden!

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fkfilmkritik

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Bewertung7.5Sehenswert

Eine Aufnahme bereitet Unruhe. Die Ausgangsposition ist gut, aber mit dem Regisseur hatte ich ja wegen dem furchtbar oberlehrerhaften "Funny Games" (U.S.-Version) noch meine Probleme. Aber jeder - ob Regisseur, Schauspieler oder auch Film - hat schließlich eine zweite Chance verdient. Bei "Caché" kommt es - zumindest am Anfang nicht darauf an was sie filmt. Es kommt darauf an was das gefilmte bewirkt. Unruhe. Lügen. Misstrauen. Ein Chaos was durch Unruhe ausgelöst wird, die keiner zugeben will, bis es wirklich dem Hauptdarsteller etwas vor Augen wirft. Die große Stärke von "Caché" ist seine dichte, unwohl wirkende Inszenierung und Darstellung von Figuren, in dessen Denken und Wissen immer weiter gekramt wird. Das packt einen wirklich zur vollen Zeit packt und außerdem die interessant dazugeschriebene Vergangenheits-Geschichte, von der man mehr und mehr wissen will. Es wird bei Haneke gerne mal die Kamera angehalten. Ohne Bewegung. Ohne Schnitt. Ohne Zoom. Gerade diese Ruhe ist es, die eine solch besondere Atmosphäre in diesen Thriller bringt. Allein schon der Anfang erinnerte mich ein wenig an "Lost Highway" und vermochte mich auch direkt zu Beginn ähnlich zu fesseln. Dabei fixiert sich Haneke besonders auf den Hauptdarsteller, dem die Aufnahmen am Anfang schon merkwürdig erscheinen, er es aber nicht zugeben will bis er sich in seine eigene, einzige plausible Idee reinsteigert damit er endlich mit der Sache abschließen kann.

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JimiHendrix

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cachè ist ein guter film.


Schlegel

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"Der siebente Kontinent" ist böse geil.


Percilitor

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Bewertung5.0Geht so

Caché hat mich völlig kalt gelassen. Eigentlich bin ich ja ein grosser Fan von Haneke's Filmen, aber mit diesem hier konnte ich wirklich nichts anfangen. Kann nicht im geringsten mit der Raffinesse von "Funny Games" oder der bestürzenden Atmosphäre von "Das weisse Band" mithalten. Es ist ja schön und gut wenn der Film mit dem entsprechenden Vorwissen an tiefe gewinnt, das ist sogar wünschenswert, aber in diesem Falle ist das alles einfach viel zu subtil. Ohne genaue Kenntnis von zum Beispiel dem Zwischenfall an der Seine, macht die Geschichte einfach nicht viel her. Ein Film sollte auf der Grundebene als eigenständiges Medium funktionieren.

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Jenny von T

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Bewertung9.5Herausragend

Konträr zu der hier vorherrschenden Ansicht, "Caché" sei anstrengend, langweilig etc. muss ich von mir selbst sagen, dass ich diesen Film geradezu verschlungen habe.
Haneke ist einer der ganz wenigen, die mich auch mit einem langsamen Erzählstil durchweg bei der Stange halten können. Wenn dann auch mal für eine ganze Minute oder länger einfach nur still das Haus der Familie oder die Nachrichten im Fernsehen (!) eingeblendet werden, löst das bei mir sogar ein Gefühl der Anspannung aus. Wer Hanekes frühere Werke kennt, weiß, dass gerade DANN, in diesen ruhigen Momenten, etwas im Off passieren kann, das man dann zwar meistens nur hört oder bestenfalls am Bildrand sieht, was es aber wiederum umso verstörender macht.
Caché ist allerdings ein wenig anders. Von seiner WIRKUNG her ist der Film eher mit "Das weiße Band" vergleichbar (beziehungsweise umgekehrt). Die Handlung entwickelt sich nicht so, wie man es vielleicht erwartet und die Fragen, die man sich als Zuschauer anfangs stellt, sind am Ende plötzlich gar nicht mehr so wichtig. Ebenso wenig kann man eine Auflösung oder Antwort auf irgendetwas erwarten.
Mir ist erst nach etwa drei Vierteln der Laufzeit klar geworden, dass "Caché" in eine ganz andere Richtung steuert - zunächst war ich ein wenig erbost und enttäuscht darüber, nun aber schätze ich den Film dafür. Zumal es nichts daran ändert, dass dieses Werk durchweg von einer kühlen Mystik und Ungewissheit umgeben ist.

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goddess.pain

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100%iges dito! ich wär fast gestorben vor anspannung!


Tyler-Durden

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Bewertung7.0Sehenswert

Schade, dass man den Film erst mit Hintergrundwissen von vor Jahrzehnten wirklich verstehen kann. Gut, dass mich der Film ermutigt hat nach dem Ende zu Recherchieren.
Schade, dass es wenige SO subtile Filme gibt.
Am Ende bleibt der Streifen nur was für Filmfreaks. Keiner meiner Bekannten hätte eine gemeinsame komplette Sichtung durchgehalten. Da schließe ich mich mit ein.

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Syk

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Bewertung3.5Schwach

Schnarch!

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JimiHendrix

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein äußerst diffiziler und kühler Film, der geduldig ertragen werden muss ohne das man am Ende dafür belohnt wird.

Michael "Christopher Lee" Haneke inszenierte mit Cachè ein bedrückendes Werk, was aus der verdrängten Vergangenheit seine Kraft schöpft. Die Geschenisse brauchen sehr lange, um ein wenig in fahrt zu kommen und werden dann immer wieder geschickt mit langen Totalen eingefroren. Und plötzlich wird die Eisdecke aufgesprengt und man fällt ins eiskalte Wasser, vor Erstarrung ringt man einen Augenblick nach Luft, aber die hat die biege gemacht.

Anschließend legt sich ein aufgeregtes Gefühl von andauernder Angespanntheit über die restliche Spielzeit und lässt auch das Ende ohne Hoffnung auf Erlösung verstreichen. Das habe ich so auch noch nicht erlebt, dass man unzufrieden und unverrichteter Dinge zurück gelassen wird, mit den unverarbeiteten Eindrücken.

Schauspielerisch war der Film mit einer Menge Qualität gesegnet und dadurch wurden die Charakterisierung immer in einem nachvollziebaren Rahmen gehalten.

Daniel Auteuil spielt den vorbelasteten Stahlemann mit einer solchen Kraft und Ausdrucksstärke, dass er den Film über große Teile mit seiner innerlichen Zerissenheit alleine trägt.
Und auch Juliette Binoche beweist in diesem Streifen, dass sie durchaus solide mit einem gewissen Maß an Schauspieltalent geseegnet worden ist.

Ein Kritikpunk des Films wurde von alanger schon erwähnt und auch ich verstehe nicht so ganz, wie dem Zuschauer glaubhaft gemacht werden will, dass ein sechsjähriger schon so dermaßen für sein instinktives Handeln verurteilt werden kann, ich halte seine Reaktion für ganz natürlich.

Ein Film der einen nicht befriedigen kann, aber trotzdem begeistert und auch ein wenig fasziniert. Der Film kommt ohne Musik aus und ich vermisste diese auch in keiner einzigen Szene, die Bilder und die Gestaltung der Story lenkten zu sehr ab.

Ich kann den Film nur Leuten empfehlen, die auch ein bisschen Geduld und einen freien Kopf mitbringen, sonst brauch man sich dieses Werk garnicht erst versuchen zu Gemüte zu fühern.

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horro

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Bewertung6.0Ganz gut

Die vereinigten Filmsubventionstöpfe von Europa wurden angezapft um ein Werk von zweifelhaftem Sinn zu schaffen. Bilder und Einstellungen sind extrem stark; die Rollen exzellent gespielt aber nie zeigt sich ein Weg, wohin die Handlung führen soll und welches Schicksal beschrieben wird. Geht nicht wirklich nahe und hinterlässt kaum Spuren.

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guggenheim

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Bewertung5.5Geht so

Von Hanekes "Big 3" (zusammen mit "Funny Games" und "Das weisse Band") m.M.n. der schwächste. Was Haneke einem sagen will, bettet er in unfassbare Langeweile. Atmosphäre wird kaum aufgebaut und das bißchen, dass einen doch mal greifen könnte, geht alsbald unter im Sog des inszenatorischen Tran des hanekeschen Handwerks. Wie er seinen Stil sinnvoll einsetzen kann, hat er mit "Das weisse Band" gezeigt und ebenso (mit Abstrichen) in "Funny Games". Bei "Caché" gewinnt man nur den Eindruck, Haneke hat diesen Film zum reinen Selbstzweck geschaffen, um (ich muss mich hier sinngemäß meinem Vorredner anschließen) dem Feuiletton einen schönen Grund zu liefern, sich mal wieder selbst im Licht ihres eigenen scheinbaren Intellekts sonnen zu können.
Die Grundsubstanz von "Caché" ist nüchtern betrachtet aber nicht viel mehr als bohrender Durchschnitt...

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goddess.pain

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Immer wieder erstaunlich, wie unterschiedlich ein Film auf verschiedene Personen wirken kann. Ich persönlich war den ganzen Film über so dermaßen gespannt, dass es kaum auszuhalten war.


strangelet

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Bewertung6.0Ganz gut

Man muss Haneke lassen, dass er relativ virtuos das Handwerkszeug beherrscht, mit dem man Filmfeuilletonisten beeindrucken kann. "Caché" ist genau so dialoglastig und langatmig, wie es die Herren Journalisten brauchen, um ihre geistreichen Theoreme spinnen zu können: "Abgründe eines Menschen" oder "Reisen zu Orten, die weh tun", hieß es gestern vor dem Film auf dem Bayerischen Rundfunk.

Ja, weh tun muss es in Deutschland, damit es Kunst ist! Aber "Caché" tut gar nicht so weh wie beispielsweise die unsägliche "Klavierspielerin", wo wohl schon die Romangrundlage extremer Quark war. "Caché" kann man tatsächlich anschauen, ohne vor Ärger einzuschlafen. Aber großes Kino ist trotzdem anders.

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phoenix409

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Bewertung9.0Herausragend

"Caché" ist eine Herausforderung, die man annehmen muss. Gleich die erste Einstellung macht klar, dass sich dieser Film nur mit Geduld entschlüsseln lässt. Michael Haneke setzt häufig auf gnadenlose, für Minuten verweilende Totalen und lässt sie stehen, wo ein anderer vielleicht schon längst einen Schnitt gesetzt hätte. Vordergründig scheint genau hier der Kern des Films zu liegen: Stille, nichtssagende Aufnahmen einer Straße, eine ruhige Fahrt durch einen schlecht beleuchteten Hausflur - eigentlich banale Momente, die beim Zuschauer aber gräßliches Unbehagen erzeugen. Eine schreckliche Ungewissheit, ganz ähnlich wie es bei David Lynch meistens der Fall ist.

Der Vergleich zu Lynch, im Speziellen zu "Lost Highway", ist nicht nur wegen der mysteriösen Videobänder nachvollziehbar, auch das gesamte Geschehen gleicht einem Mysterium. Großer Unterschied zu Lynch ist für mich, dass "Caché" keineswegs einem surrealen Alptraum gleicht, sondern unheimlich kühl und real wirkt, ja fast schon dokumentarisch, gerade auch wegen der fehlenden Musik. Die darstellerischen Leistungen sind über jeden Zweifel erhaben, Daniel Auteuil und Juliette Binoche spielen fantastisch und lassen ihre Charaktere selbst zu einem eigenständigen Teil der gesamten Interpretation werden, die der Film jedem Zuschauer aufzwingt, der am Ende nicht ratlos zurückbleiben will.

"Caché" verlangt also eine Auseinandersetzung weit über den erkennbare Handlung hinaus, die sich im Nachhinein nur als Vorwand für die Botschaft erweist, die Haneke ursprünglich im Sinn hatte. Bei genauerem Betrachten sind es nämlich vorallem die kleinen Nebensächlichkeiten, die erst kaum auffallen, nach und nach aber das wirre Bild füllen können.

Eigentlicher Hintergrund ist dabei das Massaker von Paris im Oktober 1961, als etwa 200 algerische Demonstranten von der französischen Polizei niedergeschossen wurden. Der Vorfall wird im Film selbst auch kurz genannt. Das Thema war in Frankreich lange tabu und wurde in den Medien totgeschwiegen. Damit wollte Haneke wohl abrechnen: Der Immigrant wird zur heimlichen Hauptfigur, der nichts als Gewalt, Misstrauen und Unverständnis entgegenschlägt. Ohne dieses Hintergrundwissen und die eigenen Schlüsse, die man danach allmählich ziehen kann, bleibt "Caché" eine formlose Masse, ein Film, der quasi zum Nachforschen auffordert, gleichzeitig aber auch ein rohes Porträt einer Familie im Kampf um Sorge und Ungewissheit, Verdacht und Vertrauen, eine Familie, die durch fremde Einwirkung aus den Fugen gerät.

Schließlich ist es diese fremde Einwirkung, die das unlösbare Rätsel darstellt. Innerhalb des Films könnte es jeder sein, und doch ist es wahrscheinlich niemand. Der Überbringer der Videobänder und Bilder ist vermutlich viel mehr eine Art Über-Ich, ein allwissender Erzähler oder Haneke selbst, wenn man so mag, der den Figuren innerhalb des Films die nötigen Denkanstöße gibt. An dieser Stelle kann und muss die Wahrnehmung von Bandaufnahme und Gegenwart verschmelzen, um den Zuschauer selbst zum Voyeur werden zu lassen. Dann hat Haneke sein Ziel erreicht, und das Grübeln geht weiter...

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Mr Lee

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Bewertung9.0Herausragend

Ein wirklich besonderer Film. Anfangs hat er mich doch etwas an Lost Highway von Lynch erinnert, Aber dann war klar das ich so eine Art des Filme machens noch nicht gesehen habe. Besonders Bewerkenswert finde ich wie der Zuschauer integiert wird, die Tatsache das der Filme keine Musik enthält macht ihn noch autentischer.

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Chris1981

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Bewertung7.5Sehenswert

Der Film funktioniert!
Es wird eine bedrückende, beklemmende, verwirrende ja, gar verängstigende Stimmung beim Zuschauer erzeugt.
Die sehr langsame, ruhige Erzählweise des Films mag manchmal langweilig und störend wirken, rückblickend betrachtet fuktioniert sie jedoch.

Wenn man den Film dann auch noch versteht, ist er genial!
Zugegeben, ich habe ihn zunächst nicht verstanden. Ich habe dazu das auf der DVD enthaltene Interview mit Haneke benötigt. Aber dann hat es 'Klick' gemacht und der Film mich einfach beeindruckt.
Sehenswert!

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Panzerknacker

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Bewertung10.0Herausragend

Geguckt,Überlegt,Recherchiert und nochmals Überlegt. Und so wurde dann aus einer 9.0 eine 10.0...

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Aufgabe

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dein erster kommentar. großartig! den muss ich auch noch schauen!


Panzerknacker

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Einzig die deutsche Synchronisation ist leider nicht so toll...


deech

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Haneke übermittelt hier eine tonnenschwere und glasklare Botschaft, und das auf eine nie zuvor gesehene Art und Weise.
Gleichzeitig subtil in der Handlung und grob in seiner Einmischung in den Plot, die er ähnlich schon bei 'Funny Games' ausgelotet hat. (Wo steht eigentlich die Kamera, und wer schickt die videotapes?)
Eigenrecherche nach dem Film ist erwünscht.
Meilenstein des Kinos.

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spanky

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Ich stimme zwar nicht zu, aber Dein Kommentar gefällt mir trotzdem!


goddess.pain

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Glasklar?? Oh Mann, ich fühl mich dumm. Aber ich bin willens zu recherchieren ^^'


8martin

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Bewertung7.0Sehenswert

Wie so oft zeigt uns Haneke ein intellektuelles Konstrukt, das Schockeffekte enthält. Es geht ihm dabei gar nicht so sehr um die Aufklärung der Hintergründe und Motive des oder der Täter, denn die letzte Szene sieht man nur aus der Ferne und kann die handelnden Figuren nur schlecht erkennen. Haneke führt uns lediglich eine etablierte Familie vor, bei der alles im grünen Bereich liegt und die plötzlich durch beobachtende Videoaufzeichnungen auf eine harte Probe gestellt wird. Misstrauen und Verdächtigungen kommen auf. Selbst die Kommunikation der Eltern (Juliette Binoche und Daniel Auteuil) gerät ins Stocken. Viele dunkle, kaum ausgeleuchtete Szenen verdeutlichen den Gemütszustand der beiden und schaffen eine bedrückende Atmosphäre, die eigentlich nur im dunklen Kinosaal richtig entstehen kann. Daher wird dem Publikum vom Regisseur nahegelegt, während der Vorführung den Saal nicht zu verlassen. Ist also eigentlich nichts fürs Fernsehen.

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entchenxx

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Bewertung7.5Sehenswert

ein film auf seine ganz eigene art..super umgesetzt, großartige schauspieler!! kaum zu vergleichen mit anderen filmen..ich fand ihn super..mich störte allerdings das ende..

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dbassart

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welche filme von haneke hast du denn alle gesehen?


Prestigeww

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein Film der tief in die europäische und vor allem französische Seele bohrt. Die Thematisierung des Massakers von Paris ist ein Tabubruch, der für Deutsche nur schwer nachzuvollziehen ist, aber die französische Scheinheiligkeit in aller Brutalität trifft. Es geht nicht um die Verfehlung eines 6 Jährigen Jungen, sondern einer jungen Republik, die Furchtbares begangen hat und es danach mit einem Mantel des Schweigens bedeckte, der im Nachkriegseuropa einzigartig ist. Sicher es passiert nicht viel, aber es geht genau darum: Die Videos sind eine Art aufgezwungenes Gewissen, das genau dadurch das Konstrukt der Familie zum Einsturz bringt, indem es einfach nicht wegschaut. Es geht nicht um das, was auf den Bändern zu sehen ist. Es geht darum, dass die Videos dem Failienvater zeigen "wir wissen, was geschehen ist und wir sind nicht bereit, weg zu sehen." Allen durch diese erzwungene Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit bricht seine Lebenslüge zusammen. Jede aktive Handlung der Videoproduzenten hätte diesen symbolischen Gehalt zerstört, da die Filmhandlung sie sich ganz allein aus dem Gewissen des vermeintlichen Opfers heraus entwickelt. Die Spannung entsteht durch die fehlende Greifbarkeit der Bedrohung und der Film ist sehr spannend.

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Schlegel

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Guter Kommentar. Ich hadere ja immer noch mit dem Film, aber vielleicht gebe ich ihm eine zweite Chance.


deech

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Auf den Punkt.


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