Das letzte Haus links
The Last House on the Left (1972), US Laufzeit 82 Minuten, FSK 18, Thriller, Horrorfilm, Kinostart 19.10.1973
13 Bewertungen
Skala 0 bis 10
142 Bewertungen
20 Kommentare
Keine ?
von Wes Craven, mit Sandra Cassel und Lucy Grantham
Der Film war das Regiedebut von Wes Craven. Es geht um zwei Mädchen namens Mari und Phyllis, die am 17. Geburtstag auf ein Rockkonzert gehen. Hier wollen sie sich zuerst einmal mit Drogen eindecken und werden dabei von vier Verbrechern entführt, gefoltert, vergewaltigt und getötet. Durch einen Zufall sucht einer der Verbrecher später bei den Eltern Maris Zuflucht – doch die ahnen was Sache ist, und wollen sich an dem Quartett rächen. Von diesem Film ist momentan ein Remake in Planung.
Die zwei Freundinnen Mari Collingwood (Sandra Cassel) und Phyllis Stone (Lucy Grantham) wollen gemeinsam ein Konzert in New York besuchen. Obwohl Maris Eltern John (Gaylord St. James) und Estelle (Cynthia Carr) Bedenken äußern, machen sich die beiden Mädchen auf den Weg und verlassen das abgelegene Haus der Collingwoods. Während der Fahrt hören sie im Radio eine Meldung über vier entflohene Straftäter um den berüchtigten Ladykiller Krug Stillo (David Hess), die sich vermutlich in New York aufhalten. Die Mädchen schalten das Radio jedoch ab und schenken der Meldung keinerlei Beachtung.
In der Stadt angekommen wollen die zwei Mädchen von einem charmanten jungen Mann (Marc Sheffler) etwas Marihuana kaufen. Der angebliche Dealer führt die Freundinnen in seine Wohnung, welche die den eben im Radio erwähnten entflohenen Triebtäter Krug Stillo nebst Stecher-Kumpel Fred “Weasel” Podowski (Fred J. Lincoln) und beider Freundin Sadie (Jeramie Rain) als Unterschlupf nutzen. Der junge Dealer entpuppt sich als Junior, Krug Stillos Sohn. Krug hat diesen absichtlich in die Heroinsucht getrieben, um ihn für sich, Fred und Sadie sexuell gefügig zu machen. Fred, Krug und Sadie bedrohen und schlagen die jungen Mädchen und die Männer vergewaltigen schließlich Mari, während Sadie das Mädchen foltert.
Am nächsten Morgen sperren die Straftäter die betäubten Mädchen in den Kofferraum ihres Autos und verlassen die Stadt. Als das Auto zufällig…
Der Film war das Regiedebut von Wes Craven. Es geht um zwei Mädchen namens Mari und Phyllis, die am 17. Geburtstag auf ein Rockkonzert gehen. Hier wollen sie sich zuerst einmal mit Drogen eindecken und werden dabei von vier Verbrechern entführt, gefoltert, vergewaltigt und getötet. Durch einen Zufall sucht einer der Verbrecher später bei den Eltern Maris Zuflucht – doch die ahnen was Sache ist, und wollen sich an dem Quartett rächen. Von diesem Film ist momentan ein Remake in Planung.
Die zwei Freundinnen Mari Collingwood (Sandra Cassel) und Phyllis Stone (Lucy Grantham) wollen gemeinsam ein Konzert in New York besuchen. Obwohl Maris Eltern John (Gaylord St. James) und Estelle (Cynthia Carr) Bedenken äußern, machen sich die beiden Mädchen auf den Weg und verlassen das abgelegene Haus der Collingwoods. Während der Fahrt hören sie im Radio eine Meldung über vier entflohene Straftäter um den berüchtigten Ladykiller Krug Stillo (David Hess), die sich vermutlich in New York aufhalten. Die Mädchen schalten das Radio jedoch ab und schenken der Meldung keinerlei Beachtung.
In der Stadt angekommen wollen die zwei Mädchen von einem charmanten jungen Mann (Marc Sheffler) etwas Marihuana kaufen. Der angebliche Dealer führt die Freundinnen in seine Wohnung, welche die den eben im Radio erwähnten entflohenen Triebtäter Krug Stillo nebst Stecher-Kumpel Fred “Weasel” Podowski (Fred J. Lincoln) und beider Freundin Sadie (Jeramie Rain) als Unterschlupf nutzen. Der junge Dealer entpuppt sich als Junior, Krug Stillos Sohn. Krug hat diesen absichtlich in die Heroinsucht getrieben, um ihn für sich, Fred und Sadie sexuell gefügig zu machen. Fred, Krug und Sadie bedrohen und schlagen die jungen Mädchen und die Männer vergewaltigen schließlich Mari, während Sadie das Mädchen foltert.
Am nächsten Morgen sperren die Straftäter die betäubten Mädchen in den Kofferraum ihres Autos und verlassen die Stadt. Als das Auto zufällig genau vor dem Haus der Collingwoods eine Panne hat, treiben die Kriminellen die Mädchen in den Wald. Mari erkennt, dass sie sich in unmittelbarer Nähe zu ihrem Elternhaus befindet, eine Flucht jedoch unmöglich ist. Im Wald werden die zwei Freundinnen nochmals von Sadie gefoltert und Mari von den Männern vergewaltigt. Krug will den Schwanz seines Sohnes in Mari stecken, doch Junior weigert sich. Als Phyllis während Krugs Streit mit seinem Sohn die Möglichkeit zur Flucht nutzt, wird sie von Fred und Sadie verfolgt. Sie wähnt sich bald in Sicherheit, doch wird vom plötzlich aus dem Unterholz auftauchenden Krug gestoppt. Der vergewaltigt sie und während seines Höhepunktes wird sie von der Gang erstochen. Phyllis wird ausgeweidet und tot zurückgelassen. Während dieser Ereignisse versucht Mari Junior zu überzeugen mit ihr in ihr Elternhaus zu kommen, da ihr Vater ihn von seiner Heroinsucht heilen könne. Als Zeichen, dass Junior ihr vertrauen kann, schenkt Mari ihm eine Kette mit Anhänger. Mari und Junior werden jedoch von Phyllis Mördern bei der Flucht ertappt. Zur Strafe wird Mari von Krug vergewaltigt und schließlich in einem nahe gelegenen See angeschossen. Sie überlebt und lässt sich treiben.
Nach dieser schrecklichen Tat sucht die Gang Unterschlupf bei den Collingwoods, ohne zu wissen, dass diese Maris Eltern sind. Mr. und Mrs. Collingwood machen sich wegen des Verschwindens ihrer Tochter Sorgen und haben bereits die Polizei alarmiert. Trotz der Sorge um ihre Tochter bieten sie den Mördern, die sich als Vertreter tarnen, eine Unterkunft für die Nacht an. Durch Fotos erkennen diese, dass sie sich im Elternhaus ihres letzten Opfers befinden. Maris Mutter entdeckt die Kette ihrer Tochter an Juniors Hals und die blutige Kleidung der Gang und teilt dies ihrem Mann mit. Im See hinter ihrem Haus entdecken die Eltern schließlich die Leiche ihrer Tochter und schwören auf Rache. (Im Remake wird Mari die Schusswunden überleben)
Maris Mutter lockt Fred mit dem Versprechen auf Sex in den Wald, beginnt mit ihm eine Fellatio-Nummer und beißt ihm seinen Penis ab: Fred verblutet. Maris Vater versucht währenddessen erfolglos Krug und Sadie zu erschießen. Während eines Kampfes zwischen den zwei Männern bedroht der von Gewissensbissen geplagte Junior seinen Vater mit einer Pistole, wird jedoch von diesem in den Selbstmord getrieben. Nun gelingt es Maris Vater den Mörder seiner Tochter mit einer Kettensäge zu töten. Sadie, die letzte Überlebende der Gang, flieht aus dem Haus und wird von Maris Mutter mit einem Messer getötet. Nach der blutigen Rache der Collingwoods trifft die Polizei ein.
Roger Ebert schrieb in der Chicago Sun-Times, der Film sei „viermal“ besser als man erwarte. Die Regie von Wes Craven sorge für anhaltende Spannung: „Wes Craven’s direction never lets us out from under almost unbearable dramatic tension (except in some silly scenes involving a couple of dumb cops, who overact and seriously affect the plot’s credibility).“
Cast & Crew
-
Wes Craven
-
Sandra Cassel
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mari Collingwood
-
Lucy Grantham
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Phyllis Stone
-
David Hess
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Krug Stillo
-
Fred J. Lincoln
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Fred Podowski
-
Jeramie Rain
-
Marc Sheffler
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Junior Stillo
Regie
Schauspieler
-
Gaylord St. James
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Dr. John Collingwood
-
Cynthia Carr
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Estelle Collingwood
-
Richard Towers
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Dr. John Collingwood
- Genre
- Thriller, Horrorfilm
Filmdetails Das letzte Haus links
Fans dieses Films gefiel auch
Crazies
US 1973
Hügel der blutigen Augen
US 1977
Crash
GB/CA/FR 1996
Der Manchurian Kandidat
US 2004
Trailer zum Film Das letzte Haus links

Jason Goes to Hell - Die Endabrechnung









Kritiken (5) — Film: Das letzte Haus links
Hitmanski: Reihe Sieben / MehrFilm / I...
Kommentar löschen„The road leads to nowhere“ -
„Mondo brutale“ - grausame Welt; selten passte ein Verleihtitel besser zum dazugehörigen Film, als es bei Wes Cravens Kinodebüt der Fall war. Es ist die vollkommene Dekonstruktion eines geltenden Wertegefüges, die sich der Regisseur vorgenommen hat, und die er innerhalb seiner undurchbrechbaren Gewaltspirale heraufbeschwört. Geschickt baut LAST HOUSE... dabei eine Welt der Gegensätze auf, nur um eben jenen Dualismus im weiteren Verlauf zu vernichten, und als Trugschluss offenzulegen.
Craven ist ein Kind seiner Zeit; weniges erscheint ihm suspekter, als die scheinbar souveräne Kontrolliertheit des eingesessenen Bürgertums, und so mag es nur folgerichtig sein, dass er eben jenes im Angesicht der Extremsituation zu demontieren beginnt, in dem er es eskalieren lässt: Hinter all den Verdrängungsmechanismen und dem Vorgarten verbergen sich genau jene animalischen Reflexe, die man der sich emanzipierenden Jugend behände vorwirft.
So ist es auch nicht der ohnmächtige Staatsapparat, als Synonym einer nutzlosen Autorität, sondern die gewalttätige Spiegelung der Ereignisse, die zur Auflösung der Situation zu führen vermag - nirgends wird dies deutlicher als im Mord durch Kettensäge als Antwort auf einen sexuellen Übergriff.
Anders als es ihm sein Ruf und der vieler Rape & Revenge-Epigonen zu attestieren scheinen, weidet sich weder Craven noch sein Film - obwohl er explizite Szenen nicht auslässt - wirklich an den dargestellten Gewaltexzessen, sondern verknüpft die dahinterstehenden und sich wandelnden Machpositionen der Protagonisten bewusst mit dem Voyeurismus und dem Gerechtigkeitssinn des Publikums, nur um schlussendlich die verborgene Doppelmoral zu entlarven. Ein Punkt, den zwar viele Nachfolgeproduktionen oberflächlich aufgriffen, aber doch viel zu selten die richtigen Schlüsse daraus zogen.
Kritik im Original 11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
Le Samourai 2011/01/30 04:10:05
Antwort löschenGrandioser Film, guter Text, und eine seltene hundertprozentige Hitmanski-Samourai-Übereinstimmung. :)
Neben THE HILLS HAVE EYES Cravens bester!
Alle 3 Antworten zeigen
Hitmanski 2011/01/30 11:06:36
Antwort löschenDankeschön :)
willy50 2011/02/14 15:12:22
Antwort löschenDer ist wirklich fast so gut wie das Original von Ingmar Bergman.
alviesinger: bummelkino
Kommentar löschenVerstörende Sozialkritik, Selbstjustiz, Kontrollverlust, ehtische Grundsätze, ja klar. Alles Humbug! Junge Menschen turnen im Wald umher, leben sadistische Ideen aus und Craven hält die Kamera drauf. Dazu plärrt im feinsten Mono banaler 70ies Rock. Unterirdische Fleischbeschau von der Rape & Revenge-Fraktion. Dieser nichtssagende Müll ist nicht die Zeilen wert, die gerade getippt wurden.
9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschenDie Mischung aus Amateurproduktion und Laientheater ist zwar filmhistorisch bedeutend, aber trotzdem ziemlich misslungen.
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
GrammatonCleric: Equilibrium, X-RATED, DAS M...
Kommentar löschenFast genau drei Jahre ist es her, dass ich Wes Cravens The Last House on the Left gesehen habe. Da das Remake unmittelbar bevor steht, dachte ich, ich frische das Ganze mal wieder auf. Ich hatte nicht mehr allzu viel in Erinnerung, am ehesten wohl die, wie ich damals noch dachte, äußerst unpassende Musik. Da wird fröhliche Volksfestmusik gespielt, während zwei junge Frauen den Alptraum ihres Lebens erfahren. Ein Gegensatz, wie er größer kaum sein könnte. Zieht man jedoch die Werbezeile des Filmes mit in Betracht (To avoid fainting, keep repeating "It's only a movie…It's only a movie…"), scheint die Musik nur ein konsequentes Mittel zu sein, ebenjene Tatsache, nämlich dass es sich hier 'nur' um einen Film handelt, zu untermauern. Betrachtet man die Musik nämlich genauer, so merkt man schnell, dass es die Art von Musik ist, die man hörte, als das Medium Film noch ziemlich jung war.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenWes Cravens Version von Bergmans Jungfrauenquelle - in Variation auch in Peckinpahs Straw Dogs erzählt - ist zurecht ein Klassiker der New Horror Wave der 70er. Ein Film den man gerne sieht ist es dennoch nicht, denn die krude und ausweglose Story lässt resigniert und hoffnungslos zurück.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentare (15) — Film: Das letzte Haus links
Kommentar schreibenash-williams 2011/10/06 10:46:10
Kommentar löschenMit The Last House on the Left hat Wes Craven einen der besten Beiträge zum Rape&Revenge Subgenre abgeliefert. Der Film ist schonungslos und betrachtet das Thema Selbstjustiz durchaus kritisch; er kann gegen Ende sogar schon fast als bitterböse Satire auf die Normen der gehobenen Mittelschicht verstanden werden. Die Gewalt ist explizit aber nicht unbedingt selbstzweckhaft, gemischt mit einen gekonnten Einsatz von Musik bekommen einige Szenen einen bittersüßen Nachgeschmack. Das Ende ist durchaus packend, wenn auch im Mittelteil etwas zu viel Leerlauf vorhanden ist. Schrecklich unpassend sind die Szenen die die beiden "Ordnungshüter" zeigen wie sie trottelig versuchen zu Hilfe zu eilen, aber natürlich zu spät kommen. Insgesamt ist The Last House on the Left überraschend vielschichtig für einen Film dieser Art und ist für Menschen mit starken Nerven durchaus einen Blick wert!
7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
JackoXL 2011/09/11 02:42:57
Kommentar löschenHabe den Film für sagenhafte 3 Euro erstanden und dafür geht er in Ordnung. Das Remake finde ich deutlich besser, da die Grundidee 1:1 übernommen wird, zeitgemäßer aufbereitet wird und deutlich mehr Intensität erzeugt. Aber für einen knapp 40 Jahre alten, mit minimalsten Mitteln gedrehten Film ist das durchaus annehmbar. Wes Craven erreicht hier nicht ansatzweise die Klasse späterer Filme wie "Nightmare on Elm Street", aber als Nostalgiehorror für die Sammlung ganz ordentlich gemacht. Man verpasst nichts, kann man sich aber mal ansehen.
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten
SamRamJam 2011/09/11 11:57:02
Antwort löschenIch habe jetzt die starke vermutung dass du nur die geschnittene Fassung hast?!
JackoXL 2011/09/11 12:17:42
Antwort löschenMöglich. Ist der Uncut denn deutlich höher einzustufen?
Alle 4 Antworten zeigen
SamRamJam 2011/09/11 21:48:37
Antwort löschenAuf jeden Fall, ungeschnitten ist es ein ganz anderer Film, und da wirst du dem Remake auch nichts mehr abgewinnen können.
Hisayasu S 2011/10/30 12:05:40
Antwort löschen"und deutlich mehr Intensität erzeugt" = Echt? Ich fand das Remake deutlich schlapper und glattgebügelter...
Aufgabe 2011/05/17 19:54:32
Kommentar löschenna klar ist das hier 1972 und ein sehr frühes, will sagen unerfahrenes werk. sieht trotzdem scheisse aus. ich hasse das. billige filme (gore-quatsch ist nicht meins). von daher ist das remake echt besser. da gibts meines erachtens sogar sowas wie eine bildhafte poesie und einen gut abgestimmten score.
aber 1972 sieht das scheisse aus. die haare, die klamotten, die effekte und dann noch das komische gequatsche. echt scheisse alles. und craven war da auch schon 33.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten
KlapTrap 2011/05/17 22:50:17
Antwort löschenEs war Cravens allererster Film, nachdem er seinen Job als Professor der Philosophie an den Nagel gehängt hat um seinen Traum des Filmemachens zu verwirklichen (von dem er so gut wie keine Ahnung hatte, da ihm als Kind erzreligöser Eltern fast jegliches TV und Kino sowieso versagt worden sind).Das Universitätspodium und seine ehe tauschte er wild entschlossen gegen einen Job als Cutter bei drittklassigen Pornofilmen, wo er zufällig über Sean Cunningham stolperte (der etwas später FRIDAY THE 13 drehen sollte).Cunningham steckte zwischen zwei Projekten, und fragte schließlich Craven ob er eines davon übernehmen wollte.Die einzige Studiovorgabe seinen reichlich Sex und Gewalt.
Craven, der noch nie in seinem Leben ein wirkliches Script geschrieben, geschweige denn einen Film geleitet hatte, sagte sofort zu, und schrieb sich in 3 Tagen den Frust der letzten Jahre vom Leib.
Der Rest ist Gesichte : Ein ca. 30 000 Dollar budgierter Film spielte weltweit mehr als 18 Millionen wieder ein, gab dem Terrorkino seinen Kickstart und beeinflusste Cunnigham maßgeblich zu Mama Vorhees Metzelkarriere - was im Endeffekt wiederum Craven die Möglichkeit gewährte Jahre später grünes Licht für Freddy zu bekommen.
Nicht schlecht für einen absoluten Filmneulinge - egal ob er 33 war oder nicht....
Aufgabe 2011/05/18 13:09:59
Antwort löschen"der tod des autors ist die geburt des lesers" hat mal r. barthes über literatur geplappert. so seh ich das bei filmen auch. craven ist mir total egal, ebenso, wie die gründe für solche filme.
in diesem fall hab ich den film beurteilt und der gefällt mir nun eben gar nicht. weil er zu billig daher kommt und schlecht geschrieben. drei tage ist natürlich ein grund, aber mit trotzdem egal.
vermutlich hast du recht, dass ich den armen craven nicht nach seinem alter beurteilen darf. nun gut. mea culpa mea culpa.
das ist nur ein tick von mir...
Alle 4 Antworten zeigen
KlapTrap 2011/05/18 20:32:46
Antwort löschenNatürlich hast du alles Recht der Welt den Film mies zu finden - er kann seine Herkunft als B-Movie ja auch nie wirklich verleugnen (auch wenn er außerordentlich war, wenn man bedenkt das die Produzenten mit einem Film rechneten, den man vielleicht in einer handvoll Pornokinos abspielen lasen kann)- mir ging es tatsächlich mehr um das Altersargument.
Und das Zitat ist sehr gut, auch wenn ich dir nicht abnehmen noch nie in Reliquien eines geschätzen Künstlers herumgewühlt zu haben..
Aufgabe 2011/05/19 17:53:38
Antwort löschenhaha! klaptrap, touché... ich wühle gerne rum.... und motze.
guggenheim 2011/03/20 01:09:51
Kommentar löschenIch würde ja sagen, der Film ist gut, wenn er denn gut wäre. Ist er aber nicht.
Und ich würde auch zugeben, dass das Remake schlechter ist. Ist es aber nicht.
Cravens Werk ist ein seltsam verklärter, inkonsequenter und wenig durchdachter Billigheimer, der den Hauch einer passablen Grundidee im Sande verlaufen lässt. Ein Film wie ein Cocktail von einem Amateur-Barkeeper: ein Spritzer dies, ein Tropfen das, ach, das kann man ja auch noch reinwerfen und hier, ein Mixer steht doch auch noch da, warum nicht benutzen. Ob dabei etwas Schmackhaftes rauskommt, hängt in erster Linie davon ab, ob man mit Fortuna schon ein beinahe sexuelles Verhältnis hat. Craven macht es kein Stück anders: er pampt Thriller, Gore und (unpassenden) Humor zusammen, sputzt noch allerhand Zeug rein und verquirlt alles zu einem relativ geschmacksenervierenden Mus.
Geniale Umsetzung eines moralischen Dilemmas? Darstellung der Verrohung von Menschen? Gesellschaftskritik? Protest gegen das Waldsterben? Hobbythek für Opfereltern? Kann man alles drin erkennen, man kann in einem schwarzen Quadrat auch ein Symbol des seelischen Niedergangs sehen - oder man sieht eben ein schwarzes Quadrat.
Craven hat sich keine Gedanken gemacht, und wenn doch, dann die falschen. Die Musikauswahl erinnert phasenweise eher an einen Spencer/Hill-Film, die Szenen mit den Dorfdepp-Polizisten sind an Peinlichkeit kaum zu überbieten, der Fokus liegt auf (mau gespielten) Folterhandlungen und von der Idee, einen moralischen Fausthieb zu versetzen, indem Auge um Auge praktiziert wird, was einem archaischen Zustand entsprechen würde, der jedoch der speziellen Situation geschildert wäre, ist kaum zu vernehmen.
Das Remake macht da weit mehr richtig, weil da jemand seine Leuchte angeknipst hat und nicht einmal ansatzweise versucht, irgendetwas zu verharmlosen. Das Remake ist wahrlich ein Schlag in die Eingeweide. Das Original ist eine albern-schwache Randnotiz, die sich irgendwie ins Kollektivgedächtnis schleichen konnte.
Empfehlung:
Das letzte Haus links liegen lassen...
14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 26 Antworten
BlueSquirrel 2011/03/20 01:13:15
Antwort löschenUnd das sagt der Trash-Experte zur Recht.
Hitmanski 2011/03/20 01:17:52
Antwort löschenNöö Guggi, einfach nöö! :)
guggenheim 2011/03/20 01:19:31
Antwort löschen@Blue: Wäre ich kaltherzig, hätte ich auch punktemäßig mal 'nen Einlauf verpasst. Aber das habe ich nicht fertiggebracht... ;)
@Hit: Wohel! :D
horro 2011/03/20 01:27:23
Antwort löschenKann man so sehen ... kann aber auch beide Filme mögen
Hitmanski 2011/03/20 01:29:00
Antwort löschenMan kann das Original auch mögen, und das Remake richtig blöde finden - so viele Möglichkeiten :P
horro 2011/03/20 01:30:42
Antwort löschen... das wären dann wohl vier verschiedene Kombinationen ... hui hab ich noch eine Auffassungsgabe um diese Zeit ;)))
guggenheim 2011/03/20 01:42:52
Antwort löschenEs gäbe sogar noch die Option alles einfach nur durchschnittlich zu finden. Da gibts mehr Wahlmöglichkeiten als bei der Landtagswahl in BaWü ;)
Hitmanski 2011/03/20 01:55:36
Antwort löschenMan darf ja auch erst ab 18 zwischen den ganzen Varianten wählen - insofern also wirklich wie eine Landtagswahl :P
Hendrik 2011/03/20 01:59:13
Antwort löschenMeine Variante ist es, Original und Remake schon allein wegen des Inhalts als überflüssigen Dreck zu verdammen und einfach zu ignorieren. Auf die Landtagswahl übertragen läuft das wohl unter "Bündnis Rest - Die Sonstigen"...
guggenheim 2011/03/20 02:00:57
Antwort löschen...oder PBC :D
Hitmanski 2011/03/20 02:05:12
Antwort löschenIch behaupte ja mal ganz dreist, dass Craven all den darauffolgenden Rape&Revenge-Epigonen meilenweit voraus war, weil er eben keine Sympathien verteilt, und sich am Schluss nur Täter gegenüberstehen. Deshalb finde ich den auch nicht wirklich moralisch bedenklich,sondern sogar sehr einsichtig.
Xebeche 2011/03/20 02:11:27
Antwort löschenIch konnte die DVD bisher noch immer nicht loswerden. Will endlich jemand tauschen? ;)
guggenheim 2011/03/20 02:14:02
Antwort löschen@Hit: Da liegt aber das Problem: Craven geht so stümperhaft vor, dass sich das Dilemma nicht entfalten kann. Wäre gut gewesen, ist aber nicht gut geworden. Verwerflich ist es nicht, im Original nur recht hohl geraten...
@ Xebeche: mit mir tauschen bringt wohl nix ;D
Xebeche 2011/03/20 02:19:31
Antwort löschenKriegst ihn umsonst, wenn Du mir das Porto überweist. ;)
guggenheim 2011/03/20 02:26:46
Antwort löschenDann hätte ich ihn ja doppelt! Oh nein! :)
Xebeche 2011/03/20 02:33:13
Antwort löschenDann haben wir hier ja schon zwei, die ihn verscherbeln wollen. :)
Ich hab übrigens die Beschiss-Version, die auf dem Cover mit 79 min. (sowieso schon geschnitten!) ausgewiesen ist, tatsächlich aber nur 70 min.(!) Laufzeit hat! (Nur mal so als Warnung, falls doch noch jm. Interesse hat! :))
guggenheim 2011/03/20 09:58:24
Antwort löschenIch habe die Uncut-2-Disc (mit deleted scenes, Interviews etc.). Ist die runtergekürzte deutsche Version mit den hier rausgeschnittenen Szenen, die - natürlich - nicht nachsynchronisiert wurden. Da merkt man übrigens, dass die meisten fehlenden Szenen nicht sonderlich bedeutsam sind...
Hitmanski 2011/03/20 11:03:14
Antwort löschenEs zählt wohl zu den Kuriositäten des deutschen Jugendschutzsystems, dass die um ein Vielfaches härteren Remakes ungekürzt ab 18 durchgehen, während die harmlosen Originale noch immer beschlagnahmt sind - ähnliches trifft ja auch auf TCM zu...
Um die voran gegangene Diskussion noch eimal schnell aufzugreifen: Das Problem des Remakes ist es doch, dass die politische Dimension der Geschichte völlig fehlt, weil man die Bezüge zu '68, die das Original aufgreift, überhaupt nicht mehr zeitgemäß erscheinen. Dazu kommt ja noch, dass sich das Remake zwar in Sachen Gewalt mehr traut, aber doch darauf verzichtet, SPOILER-SPOILER-SPOILER, die Hauptfigur sterben zu lassen - all der Mut von Cravens Film, denn mutig war er so oder so, sieht man sich nur die schwierige Produktionsgeschichte an, ist im Remake einem mainstreamigen Blockbuster gewichen...
guggenheim 2011/03/20 12:01:56
Antwort löschenDas Remake geht einen anderen, meiner Meinung nach intelligenteren, Weg, der nur oberflächlich mit einem Mehr an Gewalt zu punkten versucht. Entscheidend ist vielmehr, und das wurde im Remake intensiver herausgearbeitet, die Ambivalenz der Folter: grundsätzlich verurteilenswert, wird der Zuschauer verführt und akzeptiert das Vorgehen der Eltern, hält es sogar für gerechtfertigt - obwohl sie ab einem gewissen Punkt auch nur noch das ultimative Finale wollen, ohne jede Möglichkeit der Vergabe. Da werden Jahrhunderte an zivilisatorischem Leben über Bord geworfen, die Ebenen, ursprünglich mal weit auseinander, gleichen sich an, bis sie sich auf einer grausam alttestamentarischen treffen. Der einzige Vorwurf, den sich das Remake gefallen lassen muss, ist, dass der Schluss ein unnötiger Knalleffekt ist.
Das Original widmet sich diesem moralischen Dilemma nur sehr knapp, konzentriert sich auf menschliche Verrohung, zeigt zu wenig Drama, wo Drama folgerichtig wäre. Das ist unrund, unglaubwürdig und weckt keinerlei Empathie und regt somit auch nicht dazu an, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen. Craven biedert sich dem Publikum eigentlich weit mehr an, als es das Remake tut, weil er den Finger nicht tief in die Wunde bohrt, sondern diese nur verursacht. Das ist einfach zu wenig...
PS: viele dieser Filme haben ja durch die Beschlagnahmung oder Zerfledderung erst Aufmerksamkeit bekommen. Das ist das klassische Bsp. von "Interessant, weil verboten". Realistisch ist das aber nicht...
BlueSquirrel 2011/03/20 13:44:59
Antwort löschenAußerdem ist das alles Blödsinn. Ehrlich gesagt, fänd' ich den Film noch dümmer, wenn seine angebliche Moral-Gleichung funktioniert hätte. Bestenfalls ist das anarchistischer Aktionismus oder christliche Doktrin. Glücklicherweise ist der Film so schlecht gemacht, dass man getrost Hier und Da mal schmunzeln kann. Wie ist das Wetter in Münster und Zamunda?^^
guggenheim 2011/03/20 13:47:32
Antwort löschenDie Sonne scheint, der Winter ist wieder in sein Loch gekrochen. Die Biergartenzeit beginnt! :D
Hitmanski 2011/03/20 15:07:25
Antwort löschenIch bestätige die Wetterlage aus Zamunda auch für Münster :)
Ach, ich sehe schon, ich kann euch nicht bekehren :P
All die Ambivalenzen der Folter als solches könnte man ja auch ohne weiteres auf das Original übertragen - dass Craven die ganze Parabel eher als zweite Ebene unter dem ganz normalen Genrefilm anlegt, als der der Film natürlich in erster Linie funktionieren muss/soll, macht ihn in meinen Augen eher stärker, als die Ausgestelltheit des Dilemmas in der modernen Variation. Das raffinierte an Cravens Version ist doch genau dessen Spiel mit Empathie und Sympathie - bei ihm sind einzig die beiden Mädels als Figuren angelegt, von deren Schicksal man sich betroffen fühlt, die beiden anderen Parteien - also Eltern und Bande - sind letztlich in gleicher Weise verwerflich - und davor drückt sich das Remake mMn eben doch herum, weil er seine Sympathien zugunsten der Eltern verteilt (deine Auslegung kann man so sehen, muss man aber nicht^^).
Man muss Intention von Craven, der halt tatsächlich ein Kind seiner Zeit ist, ja nicht umfassend teilen, die Ansicht, im gesetzten Bürgertum seien nur alle schändlichen Strömungen sozialadäquater versteckt worden, ist sicherlich etwas naiv (ähnlich wie die Anfänge von Hooper oder Romero auch) - aber das Genre hat sich damals immerhin noch an einer gewissen ideologischen Positionierung versucht, während heute Horror halt nur noch als Unterhaltungsmedium missbraucht wird.
guggenheim 2011/03/20 15:52:47
Antwort löschenWobei v.a. Hooper einfach ein blindes Huhn ist, das mal ein Korn gefunden hat. Da liegt auch das Grundproblem: es wird nach Zusammenhängen geguckt, die vielleicht gar nicht da sind. Nimm doch Romero: Genrebegründer, Klassiker geschaffen - gestehe ich alles zu. Aber eine dermaßen raffinierte Metaebene haben seine Filme dann auch nicht. Die will der Rezipient eher sehen.
Der Horrormarkt ist eher breiter geworden, damit auch der pure Funanteil (wobei man dazu neigt, die damalige Zeit zu verklären. Scheiß wurde auch da schon in großer Masse produziert). Etliche moderne Horrorwerke spielen ebenso mit aktuellen Themen, oft ist es terroristische Gefahr oder auch das Unbekannte, da die Welt nicht mehr in "Gut & Böse" aufgeteilt ist.
Und es ist ja auch nicht so, dass alter Horror o.ä. schlecht ist. Null. Nur manch einem vermeintlichen Klassiker muss man einfach den Zahn ziehen, wie eben Last House.
Hitmanski 2011/03/20 16:23:49
Antwort löschenNaja, ganz so hart gehe ich mit Hooper nicht ins Gericht, neben TCM geht immerhin noch die sehr vergnügliche Fortsetzung, sowie POLTERGEIST auf sein Konto.
Deine Grundthesen sind ja auch alle richtig, natürlich fallen durch den Sieb der Geschichte nur die Werke, die in irgendeiner Art und Weise besonders positiv oder negativ polarisiert haben, während der Rest auf der Strecke bleibt und heute nicht mehr wahrgenommen wird, das stimmt schon. Ebenso wie die Tatsache, dass man Klassiker grundsätzlich nicht mit Samthandschuhen anfassen müsste (bin ja selber nicht ganz unverdächtig, was das Hinrichten von sogenannten Genreperlen anbetrifft^^).
Aber: Wie du schon selbst festgestellt hast, ist gerade Horror ja ein sich sehr stark selbst repetitierendes Medium, weshalb ich einem Romero, der damals ein Genre auf mehreren Ebenen stark verändert hat, die Naivität seiner Revolutionsallegorien eher nachsehe, als wenn sich heute der hunderste Direct-to-DVD auf ebenso platte Art und Weise an der 9/11-Paranoia abarbeitet - Stillstand ist eben doch auch immer eine Art von Rückschritt.
Die zwei wirklich großen Zäsuren in den letzten zwanzig Jahren sind mit BLAIR WITCH-POV-Optik und dem Einzug des TorturePorns in den Mainstream-Film ja auch eher visueller, denn inhaltlicher Natur und sind deshalb in meinen Augen auch keine wirkliche Weiterentwicklung (wie es eben NIGHT für den Zombiefilm war), sondern nur ein oberflächliges Modernisieren. Das trifft sicherlich zu großen Teilen auch auf die Filme der 70er und 80er zu, irgendwo werden sich immer Bezüge zu älteren Sachen finden, aber es erscheint mir doch nicht so ausgeprägz zu sein, wie heute - alleine die Remake-Welle ist ja ein sehr drastischer Auswuchs von mangelnder Eigenständigkeit im zeitgenössischen Kino...
Alle 26 Antworten zeigen
guggenheim 2011/03/20 17:07:11
Antwort löschenDass Kreativitätsmangel in der Filmbranche (ganz allgemein) vorherrscht, lässt sich festhalten. Die Neuerungen im Horrorgenre fallen tatsächlich gering aus, aber nebst dem Mainstream-Torture gibt es parallel ja auch eine Terrorkinowelle (mal fernab vom Folterhorror/Torture Porn), die Schockszenen durchaus gekonnt mit künstlerischem Gehalt verbindet (bspw. Martyrs, Feed, The Devil's Rejects)- wie immer man das auch für sich selber bewertet. Irgendwo eine Rückbesinnung auf Zeiten, in denen die Macher sich viel trauten. Vielleicht erwächst daraus ja was - "Modern Mondo" wäre doch schmissig ;)
Aufgabe 2011/05/18 13:12:11
Antwort löschenvoll schön, euer gespräch!
SamRamJam 2011/03/07 13:14:27
Kommentar löschenAllgemeinhin gilt John Carpenters ''Halloween'' als erster Slasher- Film/ Teenhorrorfilm. Jedoch wurden schon zuvor mindestens zwei Filme in dieser Sparte realisiert. Zum einen Tobe Hoopers ''Texas Chainsaw Massacre'' der viele äußere Elemente des Genres vorweggreift, und dann vor allem der 1972 entstandene Film ''Das letzte Haus links'' der optisch zwar nicht wirklich dazugehört aber viel mehr der typischen Mechanismen enthält als Hoopers Klassiker. In Deutschland um 11 (bzw. 17) Minuten heruntergekürzt, bietet der Film um einiges mehr als das vom Studio vorgeschwebte schnelle Exploitation Filmchen das für viele für ein typischen Rape and Revenge Schnellschnuss halten.
Die Art und Weise wie die Jugendlichen dargstestellt werden erinnert ungemein an den sechs Jahre später entstandenen Halloween und wahrscheinlich mit ein Grund was eben solche an diese Filme intressiert. Die beiden Mädels sprechen über Sex und wollen auch mal eine Tüte Gras rauchen. Das dies im späteren Genre eher zum Aushängeschild für charakterlose Opfer wurde ist schade, denn unter diesen ''anzüglichen'' Themen werden die beiden Protagonisten einfach so gezeigt wie Jugendliche eben sind. Unerfahren aber neugierig, sie hängen etwas rum, reden über dies und das und wollen auf ein Rockkonzert fahren. Umso drastischer erscheinen einem da die späteren Geschehnisse die zwar von den Effekten nicht besonders derb sind, in ihrer Perversion allerdings ein weitaus unangenehmeres Gefühl hervorrufen als Hostel und Konsorten.
Ihre Katarsis findet die Gewalt in der Rache der Eltern, die die Vorstadtfassade abblättern lässt und das unangenehme Gefühl hervorruft das es keine Opfer gibt denn ein jeder ist auch Täter.
Gesäumt wird der Film durch recht gute Schauspieler was bei den wahrscheinlich niedrigen Produktionskosten wohl eher selten der Fall ist. Wes Craven, der später mit ''Nightmare on Elm Street'' einen typischen Genrevertreter geschaffen hat (obwohl die Parallelen zu seinem Debüt größer sind als zu anderen Filmen dieser Art wie ''Halloween'' und ''Freitag der 13.'') und mit ''Scream'' alles noch mal neu formte und einen neuen Boom in den 90ern lostrat, zeigt sich hier von einer unerfahrenen Seite. Gerade dies macht den Film zu einem ungeschliffenen Diamanten. Roh, Rauh, teilweise dokumentarisch anmutet und absolut bedingunglsos in seiner Botschaft. Dies mag nach Holzhammermethode anmutet, nur passt sie hier. Unterbrochen wird das Ganze immer wieder durch zwei verblödete Sheriffs die unter lustiger Musik durch die Pampe laufen (und eigentlich gar keinen Sinn haben), aber immerhin etwas auflockernd wirken.
Zum Abschluss bleibt nur zu sagen dass Interessenten versuchen sollten an eine ungeschnitten Fassung heranzukommen. In der deutschen Version wird man nur schwerlich verstehen was diesen Film so einzigartig macht und eben weit über sein Genre der Rape-and-Revenge-Movies stellt, aufgrund des Verrufes dieses Subgenres sogar eigentlcih gar nicht dazu gezählt werden sollte auch wenn es oberflächlich darum gehen mag.
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
Hitmanski 2011/03/07 23:17:13
Antwort löschen>>Wes Craven, der später mit ''Nightmare on Elm Street'' einen typischen Genrevertreter geschaffen hat (obwohl die Parallelen zu seinem Debüt größer sind als zu anderen Filmen dieser Art wie ''Halloween'' und ''Freitag der 13.'') [...]<<
Die Parallelen sind tatsächlich erstaunlich groß, und ziehen sich wie ein roter Faden durch große Teile von Cravens bisherigen Schaffens: Stets geht es um die Abgründe hinter einer heilen Bürgerwelt, die bei Extremsituationen zusammenzubrechen droht, und einen Blick hinter die Fassade gewährt. Erst SCREAM stellt dann gewissermaßen eine Art Zäsur da, geht der Film doch noch weiter als alle bisherigen Craven-Werke: Anders als in LAST HOUSE, HILLS oder NIGHTMARE kommt hier die Gefahr für die Gruppe nicht mehr von außerhalb, sondern direkt aus ihrer Mitte.
SamRamJam 2011/03/08 01:17:20
Antwort löschenNun ja, HILLS, LAST HOUSE und NIGHTMARE stammen aber auch Skripttechnisch von Craven und Scream von Kevin Williamson, daher vielleicht der Umbruch ;)
Wobei ja aber schon bei NIGHTMARE mit dem Killer aus der Nachbarschaft eine Annäherung an die Gruppe vorhanden ist.
Xebeche 2011/01/08 23:49:44
Kommentar löschenHab den mal umsonst bekommen. Als Supersonderextra-Beilage zu einer Bestellung. Der Horrorschocker befindet sich auf einer Scheibe von sehr ästhetischer, zarter, runder Form, silbrig glänzend und durch ein widerstandsfähiges, perlmuttschwarzes Etui geschützt, das von einem wertvollen Hochglanz-Lichtgemälde verziert wird. Ich bin gerne bereit, diesen kleinen Schatz gegen eine billige Nachahmung einzutauschen, auf die solch minderwertiges Zeug wie ein amerikanisches Independent-Drama, eine skandinavische Tragikomödie oder ein düsterer Film Noir der 50er Jahre gepresst wurde. PN bei Interesse.
13 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Mr. Pink 2010/10/04 11:49:24
Kommentar löschenAstreines 70er Jahre Terrorkino!
Wes Cravens Debütfilm ist ein sehr interessantes Rape and Revenge Movie, das heute zwar nicht mehr ganz so verstörend wirkt, wie wahrscheinlich zur Erstveröffentlichung, aber immer noch sehr harter Tobak ist.
Der Film schafft es Spannung aufzubauen und diese durchgehend zu halten und die musikalische Untermalung erzeugt zusammen mit den Bildern eine Atmosphäre, die eine Mischung aus heiler Welt und Horror darstellt, irgendwie schwer, das so wirklich einzuordnen.
Mir jedenfalls hat "The last House on the Left" sehr gut gefallen. Der Film hätte sogar gerne noch etwas länger sein können.
...and the road leads to nowhere...
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
BlueSquirrel 2010/03/12 14:21:33
Kommentar löschenDer Billo-Genreklassiker hat sein Haltbarkeitsdatum überschritten und fängt an zu stinken wie verdorbene Leiche. Ernsthaft wollen so manche Leute hier eine Art Botschaft erkannt haben über Jugend und Spießer oder so ähnlich. Habe ich nich' gesehen. Nur gefühlt habe ich wie meine Doofheitsrezeptoren mit Liebe gestreichelt wurden. Jahrzehnte weit weg von seinem Zeitgeist ist der Film nun defekte Kost mit Gefrierbrand.
4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
sucubus 2010/02/02 18:11:27
Kommentar löschenHabe den Film vor Jahren gesehen...
Samstagabend das Remake angeschaut und Sonntagvormittag wieder das Original zum Vergleich geschaut. Jetzt fehlt nur noch das Original vom Original (Bergmans Jungfrauenquelle) :-)
Funktioniert auf jeden Fall sehr gut und finde die seichte Musik unterstreicht die Szenen nochmals...
Gefällt mir besser als das Remake, da dort die menschlichen Abgründe abgeschwächt werden, durch die Tochter-Rettung-Tatsache.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
suzee 2010/02/02 18:27:05
Antwort löschenoh ein double-feature? glaub sowas werd ich auch bald mal machen....aber erst mal la antena..=)
sucubus 2010/02/02 19:06:49
Antwort löschenoh ja la antena :-)
aber mit dem dritten dazu wäre noch besser gewesen :-)
alanger 2009/10/12 20:01:05
Kommentar löschenalles was man über jugendkulturen wissen muss.
also ab in die schule damit.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
Amalthea 2009/10/13 14:47:09
Antwort löschenNa jetzt alangt´s aber! Die armen Schüler... ;-)
SaulSilver85 2009/05/05 00:31:22
Kommentar löschenAlso ich fand die Thematik des Films super einfallsreich, aber die Umsetzung läßt m.M nach etwas zu wünschen übrig. Die teils lächerliche Musik zieht einen zwischendurch echt runter, was die Identifikation mit der Story quasi etwas sausen läßt. Das Ende geriet viel zu kurz. Bei dem Potenzial hätte man einfach mehr auf gewisse Sachen eingehen können und es den bösen "Vieren" etwas schwerer gemacht das Zeitliche zu segnen...
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kubrick_obscura 2009/03/03 17:20:18
Kommentar löschenWes Cravens Abrechnung mit der Zivilisation ist ein Film der vor Wut blutet und das im wahrsten Sinne des Wortes.
Zwischen Komödie und Horrordrama bewegt sich die Handlung. Erschreckende Gewaltszenarien werden mit schlecht gespielten Heile-Welt-Szenen konfrontiert, mit schräger Musik unterlegt oder durch schwarzen Humor gebrochen. Der Film will sich nie auf eine Stimmung einigen und erzeugt ein auswegloses Wechselbad der Gefühle.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
PrettyPenny 2008/06/21 15:33:44
Kommentar löschenEin Film mit Spannung und verstörender Musik. Ein launisches Hin und Her aus Gewalt und einer heilem Familie, welches in einem gewaltigen Blutbad zusammenfindet.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
derblonde 2008/05/12 14:53:42
Kommentar löschenInteressantes Frühwerk von Wes Craven. Weist für mich Parallelen zum 2 Jahre später entstandenen Texas Chainsaw Massacre auf. Die deutsche Beschlagnahmung gibt mal wieder Rätsel auf.
Allerdings für damalige Verhältnisse recht heftig (ungekürzt).
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
AlainDelon87 2008/02/20 18:38:33
Kommentar löschenZiemlich starker Tobak von Craven und Cunningham.
Gute Musik !
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten