Das letzte Haus links

The Last House on the Left (1972), US
Laufzeit 82 Minuten, FSK 18, Thriller, Horrorfilm, Kinostart 19.10.1973

5.5 Kritiker
13 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.1 Community
142 Bewertungen
20 Kommentare
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von Wes Craven, mit Sandra Cassel und Lucy Grantham

Der Film war das Regiedebut von Wes Craven. Es geht um zwei Mädchen namens Mari und Phyllis, die am 17. Geburtstag auf ein Rockkonzert gehen. Hier wollen sie sich zuerst einmal mit Drogen eindecken und werden dabei von vier Verbrechern entführt, gefoltert, vergewaltigt und getötet. Durch einen Zufall sucht einer der Verbrecher später bei den Eltern Maris Zuflucht – doch die ahnen was Sache ist, und wollen sich an dem Quartett rächen. Von diesem Film ist momentan ein Remake in Planung.

Die zwei Freundinnen Mari Collingwood (Sandra Cassel) und Phyllis Stone (Lucy Grantham) wollen gemeinsam ein Konzert in New York besuchen. Obwohl Maris Eltern John (Gaylord St. James) und Estelle (Cynthia Carr) Bedenken äußern, machen sich die beiden Mädchen auf den Weg und verlassen das abgelegene Haus der Collingwoods. Während der Fahrt hören sie im Radio eine Meldung über vier entflohene Straftäter um den berüchtigten Ladykiller Krug Stillo (David Hess), die sich vermutlich in New York aufhalten. Die Mädchen schalten das Radio jedoch ab und schenken der Meldung keinerlei Beachtung.

In der Stadt angekommen wollen die zwei Mädchen von einem charmanten jungen Mann (Marc Sheffler) etwas Marihuana kaufen. Der angebliche Dealer führt die Freundinnen in seine Wohnung, welche die den eben im Radio erwähnten entflohenen Triebtäter Krug Stillo nebst Stecher-Kumpel Fred “Weasel” Podowski (Fred J. Lincoln) und beider Freundin Sadie (Jeramie Rain) als Unterschlupf nutzen. Der junge Dealer entpuppt sich als Junior, Krug Stillos Sohn. Krug hat diesen absichtlich in die Heroinsucht getrieben, um ihn für sich, Fred und Sadie sexuell gefügig zu machen. Fred, Krug und Sadie bedrohen und schlagen die jungen Mädchen und die Männer vergewaltigen schließlich Mari, während Sadie das Mädchen foltert.

Am nächsten Morgen sperren die Straftäter die betäubten Mädchen in den Kofferraum ihres Autos und verlassen die Stadt. Als das Auto zufällig…

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Kritiken (5) — Film: Das letzte Haus links

Hitmanski: Reihe Sieben / MehrFilm / I...

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8.0Ausgezeichnet

„The road leads to nowhere“ -

„Mondo brutale“ - grausame Welt; selten passte ein Verleihtitel besser zum dazugehörigen Film, als es bei Wes Cravens Kinodebüt der Fall war. Es ist die vollkommene Dekonstruktion eines geltenden Wertegefüges, die sich der Regisseur vorgenommen hat, und die er innerhalb seiner undurchbrechbaren Gewaltspirale heraufbeschwört. Geschickt baut LAST HOUSE... dabei eine Welt der Gegensätze auf, nur um eben jenen Dualismus im weiteren Verlauf zu vernichten,  und als Trugschluss offenzulegen.

Craven ist ein Kind seiner Zeit; weniges erscheint ihm suspekter, als die scheinbar souveräne Kontrolliertheit des eingesessenen Bürgertums, und so mag es nur folgerichtig sein,  dass er eben jenes im Angesicht der Extremsituation zu demontieren beginnt, in dem er es eskalieren lässt: Hinter all den Verdrängungsmechanismen und dem Vorgarten verbergen sich genau jene animalischen Reflexe, die man der sich emanzipierenden Jugend behände vorwirft.

So ist es auch nicht der ohnmächtige Staatsapparat, als Synonym einer nutzlosen Autorität, sondern die gewalttätige Spiegelung der Ereignisse, die zur Auflösung der Situation zu führen vermag -  nirgends  wird dies deutlicher als im Mord durch Kettensäge als Antwort auf einen sexuellen Übergriff.

Anders als es ihm sein Ruf und der vieler Rape & Revenge-Epigonen zu attestieren scheinen, weidet sich weder Craven noch sein Film - obwohl er explizite Szenen nicht auslässt - wirklich an den dargestellten Gewaltexzessen, sondern verknüpft die dahinterstehenden und sich wandelnden Machpositionen der Protagonisten bewusst mit dem Voyeurismus und dem Gerechtigkeitssinn des Publikums, nur um schlussendlich die verborgene Doppelmoral zu entlarven. Ein Punkt, den zwar viele Nachfolgeproduktionen oberflächlich aufgriffen, aber doch viel zu selten die richtigen Schlüsse daraus zogen.

Kritik im Original 11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Hitmanski

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Dankeschön :)


willy50

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Der ist wirklich fast so gut wie das Original von Ingmar Bergman.


alviesinger: bummelkino

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1.0Ärgerlich

Verstörende Sozialkritik, Selbstjustiz, Kontrollverlust, ehtische Grundsätze, ja klar. Alles Humbug! Junge Menschen turnen im Wald umher, leben sadistische Ideen aus und Craven hält die Kamera drauf. Dazu plärrt im feinsten Mono banaler 70ies Rock. Unterirdische Fleischbeschau von der Rape & Revenge-Fraktion. Dieser nichtssagende Müll ist nicht die Zeilen wert, die gerade getippt wurden.

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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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3.5Schwach

Die Mischung aus Amateurproduktion und Laientheater ist zwar filmhistorisch bedeutend, aber trotzdem ziemlich misslungen.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

GrammatonCleric: Equilibrium, X-RATED, DAS M...

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8.0Ausgezeichnet

Fast genau drei Jahre ist es her, dass ich Wes Cravens The Last House on the Left gesehen habe. Da das Remake unmittelbar bevor steht, dachte ich, ich frische das Ganze mal wieder auf. Ich hatte nicht mehr allzu viel in Erinnerung, am ehesten wohl die, wie ich damals noch dachte, äußerst unpassende Musik. Da wird fröhliche Volksfestmusik gespielt, während zwei junge Frauen den Alptraum ihres Lebens erfahren. Ein Gegensatz, wie er größer kaum sein könnte. Zieht man jedoch die Werbezeile des Filmes mit in Betracht (To avoid fainting, keep repeating "It's only a movie…It's only a movie…"), scheint die Musik nur ein konsequentes Mittel zu sein, ebenjene Tatsache, nämlich dass es sich hier 'nur' um einen Film handelt, zu untermauern. Betrachtet man die Musik nämlich genauer, so merkt man schnell, dass es die Art von Musik ist, die man hörte, als das Medium Film noch ziemlich jung war.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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7.5Sehenswert

Wes Cravens Version von Bergmans Jungfrauenquelle - in Variation auch in Peckinpahs Straw Dogs erzählt - ist zurecht ein Klassiker der New Horror Wave der 70er. Ein Film den man gerne sieht ist es dennoch nicht, denn die krude und ausweglose Story lässt resigniert und hoffnungslos zurück.

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Kommentare (15) — Film: Das letzte Haus links

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ash-williams

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Bewertung6.0Ganz gut

Mit The Last House on the Left hat Wes Craven einen der besten Beiträge zum Rape&Revenge Subgenre abgeliefert. Der Film ist schonungslos und betrachtet das Thema Selbstjustiz durchaus kritisch; er kann gegen Ende sogar schon fast als bitterböse Satire auf die Normen der gehobenen Mittelschicht verstanden werden. Die Gewalt ist explizit aber nicht unbedingt selbstzweckhaft, gemischt mit einen gekonnten Einsatz von Musik bekommen einige Szenen einen bittersüßen Nachgeschmack. Das Ende ist durchaus packend, wenn auch im Mittelteil etwas zu viel Leerlauf vorhanden ist. Schrecklich unpassend sind die Szenen die die beiden "Ordnungshüter" zeigen wie sie trottelig versuchen zu Hilfe zu eilen, aber natürlich zu spät kommen. Insgesamt ist The Last House on the Left überraschend vielschichtig für einen Film dieser Art und ist für Menschen mit starken Nerven durchaus einen Blick wert!

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JackoXL

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Bewertung6.0Ganz gut

Habe den Film für sagenhafte 3 Euro erstanden und dafür geht er in Ordnung. Das Remake finde ich deutlich besser, da die Grundidee 1:1 übernommen wird, zeitgemäßer aufbereitet wird und deutlich mehr Intensität erzeugt. Aber für einen knapp 40 Jahre alten, mit minimalsten Mitteln gedrehten Film ist das durchaus annehmbar. Wes Craven erreicht hier nicht ansatzweise die Klasse späterer Filme wie "Nightmare on Elm Street", aber als Nostalgiehorror für die Sammlung ganz ordentlich gemacht. Man verpasst nichts, kann man sich aber mal ansehen.

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SamRamJam

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Auf jeden Fall, ungeschnitten ist es ein ganz anderer Film, und da wirst du dem Remake auch nichts mehr abgewinnen können.


Hisayasu S

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"und deutlich mehr Intensität erzeugt" = Echt? Ich fand das Remake deutlich schlapper und glattgebügelter...


Aufgabe

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Bewertung4.0Uninteressant

na klar ist das hier 1972 und ein sehr frühes, will sagen unerfahrenes werk. sieht trotzdem scheisse aus. ich hasse das. billige filme (gore-quatsch ist nicht meins). von daher ist das remake echt besser. da gibts meines erachtens sogar sowas wie eine bildhafte poesie und einen gut abgestimmten score.

aber 1972 sieht das scheisse aus. die haare, die klamotten, die effekte und dann noch das komische gequatsche. echt scheisse alles. und craven war da auch schon 33.

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KlapTrap

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Natürlich hast du alles Recht der Welt den Film mies zu finden - er kann seine Herkunft als B-Movie ja auch nie wirklich verleugnen (auch wenn er außerordentlich war, wenn man bedenkt das die Produzenten mit einem Film rechneten, den man vielleicht in einer handvoll Pornokinos abspielen lasen kann)- mir ging es tatsächlich mehr um das Altersargument.
Und das Zitat ist sehr gut, auch wenn ich dir nicht abnehmen noch nie in Reliquien eines geschätzen Künstlers herumgewühlt zu haben..


Aufgabe

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haha! klaptrap, touché... ich wühle gerne rum.... und motze.


guggenheim

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Bewertung3.0Schwach

Ich würde ja sagen, der Film ist gut, wenn er denn gut wäre. Ist er aber nicht.
Und ich würde auch zugeben, dass das Remake schlechter ist. Ist es aber nicht.

Cravens Werk ist ein seltsam verklärter, inkonsequenter und wenig durchdachter Billigheimer, der den Hauch einer passablen Grundidee im Sande verlaufen lässt. Ein Film wie ein Cocktail von einem Amateur-Barkeeper: ein Spritzer dies, ein Tropfen das, ach, das kann man ja auch noch reinwerfen und hier, ein Mixer steht doch auch noch da, warum nicht benutzen. Ob dabei etwas Schmackhaftes rauskommt, hängt in erster Linie davon ab, ob man mit Fortuna schon ein beinahe sexuelles Verhältnis hat. Craven macht es kein Stück anders: er pampt Thriller, Gore und (unpassenden) Humor zusammen, sputzt noch allerhand Zeug rein und verquirlt alles zu einem relativ geschmacksenervierenden Mus.

Geniale Umsetzung eines moralischen Dilemmas? Darstellung der Verrohung von Menschen? Gesellschaftskritik? Protest gegen das Waldsterben? Hobbythek für Opfereltern? Kann man alles drin erkennen, man kann in einem schwarzen Quadrat auch ein Symbol des seelischen Niedergangs sehen - oder man sieht eben ein schwarzes Quadrat.
Craven hat sich keine Gedanken gemacht, und wenn doch, dann die falschen. Die Musikauswahl erinnert phasenweise eher an einen Spencer/Hill-Film, die Szenen mit den Dorfdepp-Polizisten sind an Peinlichkeit kaum zu überbieten, der Fokus liegt auf (mau gespielten) Folterhandlungen und von der Idee, einen moralischen Fausthieb zu versetzen, indem Auge um Auge praktiziert wird, was einem archaischen Zustand entsprechen würde, der jedoch der speziellen Situation geschildert wäre, ist kaum zu vernehmen.

Das Remake macht da weit mehr richtig, weil da jemand seine Leuchte angeknipst hat und nicht einmal ansatzweise versucht, irgendetwas zu verharmlosen. Das Remake ist wahrlich ein Schlag in die Eingeweide. Das Original ist eine albern-schwache Randnotiz, die sich irgendwie ins Kollektivgedächtnis schleichen konnte.

Empfehlung:
Das letzte Haus links liegen lassen...

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guggenheim

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Dass Kreativitätsmangel in der Filmbranche (ganz allgemein) vorherrscht, lässt sich festhalten. Die Neuerungen im Horrorgenre fallen tatsächlich gering aus, aber nebst dem Mainstream-Torture gibt es parallel ja auch eine Terrorkinowelle (mal fernab vom Folterhorror/Torture Porn), die Schockszenen durchaus gekonnt mit künstlerischem Gehalt verbindet (bspw. Martyrs, Feed, The Devil's Rejects)- wie immer man das auch für sich selber bewertet. Irgendwo eine Rückbesinnung auf Zeiten, in denen die Macher sich viel trauten. Vielleicht erwächst daraus ja was - "Modern Mondo" wäre doch schmissig ;)


Aufgabe

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voll schön, euer gespräch!


SamRamJam

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Allgemeinhin gilt John Carpenters ''Halloween'' als erster Slasher- Film/ Teenhorrorfilm. Jedoch wurden schon zuvor mindestens zwei Filme in dieser Sparte realisiert. Zum einen Tobe Hoopers ''Texas Chainsaw Massacre'' der viele äußere Elemente des Genres vorweggreift, und dann vor allem der 1972 entstandene Film ''Das letzte Haus links'' der optisch zwar nicht wirklich dazugehört aber viel mehr der typischen Mechanismen enthält als Hoopers Klassiker. In Deutschland um 11 (bzw. 17) Minuten heruntergekürzt, bietet der Film um einiges mehr als das vom Studio vorgeschwebte schnelle Exploitation Filmchen das für viele für ein typischen Rape and Revenge Schnellschnuss halten.
Die Art und Weise wie die Jugendlichen dargstestellt werden erinnert ungemein an den sechs Jahre später entstandenen Halloween und wahrscheinlich mit ein Grund was eben solche an diese Filme intressiert. Die beiden Mädels sprechen über Sex und wollen auch mal eine Tüte Gras rauchen. Das dies im späteren Genre eher zum Aushängeschild für charakterlose Opfer wurde ist schade, denn unter diesen ''anzüglichen'' Themen werden die beiden Protagonisten einfach so gezeigt wie Jugendliche eben sind. Unerfahren aber neugierig, sie hängen etwas rum, reden über dies und das und wollen auf ein Rockkonzert fahren. Umso drastischer erscheinen einem da die späteren Geschehnisse die zwar von den Effekten nicht besonders derb sind, in ihrer Perversion allerdings ein weitaus unangenehmeres Gefühl hervorrufen als Hostel und Konsorten.
Ihre Katarsis findet die Gewalt in der Rache der Eltern, die die Vorstadtfassade abblättern lässt und das unangenehme Gefühl hervorruft das es keine Opfer gibt denn ein jeder ist auch Täter.

Gesäumt wird der Film durch recht gute Schauspieler was bei den wahrscheinlich niedrigen Produktionskosten wohl eher selten der Fall ist. Wes Craven, der später mit ''Nightmare on Elm Street'' einen typischen Genrevertreter geschaffen hat (obwohl die Parallelen zu seinem Debüt größer sind als zu anderen Filmen dieser Art wie ''Halloween'' und ''Freitag der 13.'') und mit ''Scream'' alles noch mal neu formte und einen neuen Boom in den 90ern lostrat, zeigt sich hier von einer unerfahrenen Seite. Gerade dies macht den Film zu einem ungeschliffenen Diamanten. Roh, Rauh, teilweise dokumentarisch anmutet und absolut bedingunglsos in seiner Botschaft. Dies mag nach Holzhammermethode anmutet, nur passt sie hier. Unterbrochen wird das Ganze immer wieder durch zwei verblödete Sheriffs die unter lustiger Musik durch die Pampe laufen (und eigentlich gar keinen Sinn haben), aber immerhin etwas auflockernd wirken.
Zum Abschluss bleibt nur zu sagen dass Interessenten versuchen sollten an eine ungeschnitten Fassung heranzukommen. In der deutschen Version wird man nur schwerlich verstehen was diesen Film so einzigartig macht und eben weit über sein Genre der Rape-and-Revenge-Movies stellt, aufgrund des Verrufes dieses Subgenres sogar eigentlcih gar nicht dazu gezählt werden sollte auch wenn es oberflächlich darum gehen mag.

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Hitmanski

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>>Wes Craven, der später mit ''Nightmare on Elm Street'' einen typischen Genrevertreter geschaffen hat (obwohl die Parallelen zu seinem Debüt größer sind als zu anderen Filmen dieser Art wie ''Halloween'' und ''Freitag der 13.'') [...]<<
Die Parallelen sind tatsächlich erstaunlich groß, und ziehen sich wie ein roter Faden durch große Teile von Cravens bisherigen Schaffens: Stets geht es um die Abgründe hinter einer heilen Bürgerwelt, die bei Extremsituationen zusammenzubrechen droht, und einen Blick hinter die Fassade gewährt. Erst SCREAM stellt dann gewissermaßen eine Art Zäsur da, geht der Film doch noch weiter als alle bisherigen Craven-Werke: Anders als in LAST HOUSE, HILLS oder NIGHTMARE kommt hier die Gefahr für die Gruppe nicht mehr von außerhalb, sondern direkt aus ihrer Mitte.


SamRamJam

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Nun ja, HILLS, LAST HOUSE und NIGHTMARE stammen aber auch Skripttechnisch von Craven und Scream von Kevin Williamson, daher vielleicht der Umbruch ;)
Wobei ja aber schon bei NIGHTMARE mit dem Killer aus der Nachbarschaft eine Annäherung an die Gruppe vorhanden ist.


Xebeche

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Bewertung1.0Ärgerlich

Hab den mal umsonst bekommen. Als Supersonderextra-Beilage zu einer Bestellung. Der Horrorschocker befindet sich auf einer Scheibe von sehr ästhetischer, zarter, runder Form, silbrig glänzend und durch ein widerstandsfähiges, perlmuttschwarzes Etui geschützt, das von einem wertvollen Hochglanz-Lichtgemälde verziert wird. Ich bin gerne bereit, diesen kleinen Schatz gegen eine billige Nachahmung einzutauschen, auf die solch minderwertiges Zeug wie ein amerikanisches Independent-Drama, eine skandinavische Tragikomödie oder ein düsterer Film Noir der 50er Jahre gepresst wurde. PN bei Interesse.

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Mr. Pink

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Astreines 70er Jahre Terrorkino!

Wes Cravens Debütfilm ist ein sehr interessantes Rape and Revenge Movie, das heute zwar nicht mehr ganz so verstörend wirkt, wie wahrscheinlich zur Erstveröffentlichung, aber immer noch sehr harter Tobak ist.
Der Film schafft es Spannung aufzubauen und diese durchgehend zu halten und die musikalische Untermalung erzeugt zusammen mit den Bildern eine Atmosphäre, die eine Mischung aus heiler Welt und Horror darstellt, irgendwie schwer, das so wirklich einzuordnen.
Mir jedenfalls hat "The last House on the Left" sehr gut gefallen. Der Film hätte sogar gerne noch etwas länger sein können.

...and the road leads to nowhere...

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BlueSquirrel

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Der Billo-Genreklassiker hat sein Haltbarkeitsdatum überschritten und fängt an zu stinken wie verdorbene Leiche. Ernsthaft wollen so manche Leute hier eine Art Botschaft erkannt haben über Jugend und Spießer oder so ähnlich. Habe ich nich' gesehen. Nur gefühlt habe ich wie meine Doofheitsrezeptoren mit Liebe gestreichelt wurden. Jahrzehnte weit weg von seinem Zeitgeist ist der Film nun defekte Kost mit Gefrierbrand.

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sucubus

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Habe den Film vor Jahren gesehen...
Samstagabend das Remake angeschaut und Sonntagvormittag wieder das Original zum Vergleich geschaut. Jetzt fehlt nur noch das Original vom Original (Bergmans Jungfrauenquelle) :-)
Funktioniert auf jeden Fall sehr gut und finde die seichte Musik unterstreicht die Szenen nochmals...
Gefällt mir besser als das Remake, da dort die menschlichen Abgründe abgeschwächt werden, durch die Tochter-Rettung-Tatsache.

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suzee

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oh ein double-feature? glaub sowas werd ich auch bald mal machen....aber erst mal la antena..=)


sucubus

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oh ja la antena :-)
aber mit dem dritten dazu wäre noch besser gewesen :-)


alanger

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Bewertung5.5Geht so

alles was man über jugendkulturen wissen muss.
also ab in die schule damit.

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Amalthea

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Na jetzt alangt´s aber! Die armen Schüler... ;-)


SaulSilver85

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Bewertung3.0Schwach

Also ich fand die Thematik des Films super einfallsreich, aber die Umsetzung läßt m.M nach etwas zu wünschen übrig. Die teils lächerliche Musik zieht einen zwischendurch echt runter, was die Identifikation mit der Story quasi etwas sausen läßt. Das Ende geriet viel zu kurz. Bei dem Potenzial hätte man einfach mehr auf gewisse Sachen eingehen können und es den bösen "Vieren" etwas schwerer gemacht das Zeitliche zu segnen...

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Kubrick_obscura

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Bewertung7.5Sehenswert

Wes Cravens Abrechnung mit der Zivilisation ist ein Film der vor Wut blutet und das im wahrsten Sinne des Wortes.
Zwischen Komödie und Horrordrama bewegt sich die Handlung. Erschreckende Gewaltszenarien werden mit schlecht gespielten Heile-Welt-Szenen konfrontiert, mit schräger Musik unterlegt oder durch schwarzen Humor gebrochen. Der Film will sich nie auf eine Stimmung einigen und erzeugt ein auswegloses Wechselbad der Gefühle.

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PrettyPenny

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein Film mit Spannung und verstörender Musik. Ein launisches Hin und Her aus Gewalt und einer heilem Familie, welches in einem gewaltigen Blutbad zusammenfindet.

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derblonde

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Interessantes Frühwerk von Wes Craven. Weist für mich Parallelen zum 2 Jahre später entstandenen Texas Chainsaw Massacre auf. Die deutsche Beschlagnahmung gibt mal wieder Rätsel auf.
Allerdings für damalige Verhältnisse recht heftig (ungekürzt).

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AlainDelon87

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Bewertung7.0Sehenswert

Ziemlich starker Tobak von Craven und Cunningham.
Gute Musik !

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