Days of Being Wild

A Fei jing juen (1991), HK Laufzeit 94 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 04.06.1998

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7.9
Kritiker
6 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.1
Community
105 Bewertungen
3 Kommentare
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von Kar Wai Wong, mit Leslie Cheung und Maggie Cheung

Hongkong, Anfang der 1960er Jahre: Der chinesische Dandy Yuddy schlägt die Zeit mit Affären tot. Da er gut aussieht, gelingt es ihm spielend, die naive Verkäuferin Li Chen zu betören. Doch bald findet Yuddy eine neue Gespielin: Die Nachtclubtänzerin Fung Ying, die zunächst nur hinter Yuddys Geld her ist. Indessen sehnt sich Li Chen noch immer nach Yuddy. Stundenlang treibt sie sich vor seinem Haus herum und lässt sich vom Polizisten Tide trösten, der ein Auge auf sie geworfen hat. Yuddy dagegen hat weder für sie noch für Fung Ying etwas übrig. Ihn interessiert im Grunde nur eines: Wer ist seine Mutter? Ungewollt zur Welt gekommen, wurde er von der Edelprostituierten Rebecca erzogen, die von seiner Mutter jeden Monat 50 US-Dollar kassiert. Als ein solventer Freier Rebecca das Angebot macht, mit ihm nach Amerika zu ziehen, ergreift sie die Chance. Vor der Abreise verrät sie Yuddy, wo seine Mutter wohnt: auf den Philippinen. Dort findet Yuddy seine vornehmen Mutter, doch sie weigert sich, ihn zu empfangen. Frustriert gibt sich der verstoßene Sohn dem Suff hin. Tide, der jetzt als Matrose unterwegs ist, liest Yuddy in der Grosse auf. Die zwei fliehen gemeinsam aus der Stadt, nachdem Yuddy einen Passfälscher erstochen hat. Dessen Komplizen jagen dem Mörder hinterher und erwischen ihn in der Eisenbahn. Während Yuddy verblutet, trifft Fung Ying auf der Suche nach ihrem Geliebten in Manila ein.


Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kommentare (3) — Film: Days of Being Wild


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jacker

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Bewertung1.0Ärgerlich

Eine Qual! Eine fürchterliche Qual!

Normalerweise hasse ich es wenn ich in Kommentaren sowas wie: 'Einfach nur langweilig' lese. Vor allem weil es meistens damit begründet ist, dass 'absolut nichts passiert ist!'.

Aber es bleibt mir nichts anderes übrig, bei "Days of Being Wild" muss ich auf diese platten Phrasen zurückgreifen. Denn es ist wirklich 'absolut nichts passiert'!
Und zwar auf keiner Ebene. Nicht im Film und nicht in mir!
Da nicht eine Sekunde lang auch nur eine einzige Emotion rüberkommt kann ich nur raten was der Film bewirken wollte.
Falls er ein Liebesdrama darstellen will, versagt er wirklich völlig.
2 Frauen sind anscheinend in den gleichen Mann (bzw. gleichen mürrischen Vollassi) verliebt, sie gammeln wenn er es denn mal erlaubt bei ihm rum, er schmeisst sie raus, sie kommen wieder. Zwischendurch wird belangloses Gequatscht (selbst das könnte man spannend machen, schafft Wong Kar-Wai aber nicht) und als Highlight wird ein wenig rumgekeift. Dann ist da noch der Seemann, der liebt wohl auch irgendwen?! Glaube ich zumindest, denn um das zu verdeutlichen hätte neben dem ganzen inhaltsleeren und belanglosen Gerede irgendeine Emotion vermittelt werden müssen.
Aber es knistert nicht, es knallt nicht, es kribbelt nicht. Gar nichts. Nur schleppende Leere.
Dunkle, schleppende Leere. Das dauerhafte Nacht-Setting sollte wohl die Illusion von Romantik erzeugen?! Oder Tragik?!
Weiß ich nicht, gab ja leider nichts zu fühlen!
Was könnte er noch sein?
Thriller wohl nicht, Komödie wohl auch nicht.
Muss wohl wirklich als Liebesfilm gedacht gewesen sein.

Ich werde mir mal eine Kamera besorgen und 90 Minuten lang einen Stuhl, oder einen Stein Filmen. Damit lasse ich mich dann auch als großer Regisseur feiern!

Ich bin wirklich sprachlos, denn ich hatte mich echt auf den Film gefreut nachdem "As Tears Go By" mich definitiv Wong Kar-Wai-technisch angefixt hat. Hatte gehofft, dass er den interessanten Stil, die interessanten Charaktere und die Stimmigkeit des Gesamtbildes weiter ausbaut. Als ich diesen Film nun sah konnte ich wirklich nicht glauben, dass es der selbe Regisseur sein soll. Die Dialoge sind keine, die Charaktere sind keine, die Kulisse ist keine, die Stimmung ist nicht existent. 90 Minuten Qual, ich habe mit 0 Punkten gerungen, bin aber zu nett für sowas.

Ich werde jetzt als konträre Reaktion auf das gesehene möglichst schnell "Chungking Express" nachlegen und hoffen, dass eswieder bergauf geht (und der Kritiker/Community-Schnitt nur zustande kommt weil ihr alle von Kar-Wai's neueren, hoffentlich besseren Werken geblendet seid).

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 12 Antworten

jacker

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Er hat 2 Filme parallel abgedreht??


Bob Loblaw

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Ja...genau.
Chunking Express ging sehr schnell und war sehr spontan... deshalb ist der auch so gut... im Prinzip hat W-K-W beim Schnitt von Ashes of time nicht mehr weiter gewusst und dann Chungking Express gemacht, um seinen Kopf frei zu kriegen.


dustyOn3

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Bewertung9.0Herausragend

"Days of Being Wild" erfüllt genau die Voraussetzungen, die ich an ein düsteres und verruchtes Drama stelle.

Da wären zum allerersten die Hauptdarsteller: Drei hochkarätige, chinesische Spitzendarsteller zusammen vereint. Andy Lau, Leslie Cheung und Maggie Cheung sind wohl niemandem mehr ein Fremdwort, sofern sich dieser jemand auch nur fünf Minuten mit dem Kongkong-Kino auseinander gesetzt hat. Über Andy Lau braucht man einfach kein Wort mehr zu verlieren. Er kann diese geheimnisvolle Rolle, welche ganz offensichtlich eine finstere Vergangenheit und Gegenwart erlebt hat und gerade lebt nahezu perfekt verkörpern. Er spielt nicht nur eine leere Hülle, er spielt die Person mit Leib und Seele. Leslie Cheung als gefühlskarges Adoptivkind mit dem Hang zum melodramatischen, konnte mich ebenso auf ganzer Linie in seinen Bann ziehen. Gerade dieses Gefühlswesen der Nichtnachvollziehbarkeit des Zuschauers ist hier seine größe Stärke. Maggie Cheung durfte man zwar nicht wirklich ausgiebig beobachten, trotzdem sei ihr Name an dieser Stelle verdient genannt. Dafür konnte mich vor allem Carina Lau als Mimi total überzeugen. Sie strahlt eine unglaubliche Aura aus. Eine verletzliche Person, welche trotzdem immer an die eigene Stärke versucht zu glauben. Schwer zu beschreiben, aber das war für mich mehr als der übliche Pathos.

Der nächste Knackpunkt ist dann sicherlich die gesamte Atmosphäre. Hier darf es einfach nicht lustig und in irgendeiner Art logisch oder Verständnisvoll zur Sache gehen. Drama bedeutet Emotionen, und für mich sind schlechte Emotionen der Charaktere ein Indiz für ein ernst gemeintes und authentisches Drama. Man sieht hier nicht einfach nur 5 schlecht gelaunte Menschen, sondern es geht um 5 Individuen, welche in diesen 94 Minuten allesamt ihre Geschichte zu erzählen haben. Und das keineswegs dröge, sondern fesselnd und genau richtig dosiert. Die Atmosphäre wird an keiner Stelle durch Lächerlichkeiten gestört. Alles geht seinen Weg, genauso wie es sein soll.

Und nun zum Ende. Der Schluss eines guten Dramas hat nicht mit einer weißen Hochzeit zu enden, sondern er muss die bereits bestehende, erschütternde Stimmung nochmals senken und wissen zu schockieren. "Days of Being Wild" bietet genau das. Ende.

bedenklich? 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

dustyOn3

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Sehr schön! Leider kennen nicht viele diese ganzen Hongkong-Perlen. ;-)


dustyOn3

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*neid* :D


Tyler__Durden

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Bewertung7.5Sehenswert

Wong Kar Wai's erster Wong Kar Wai Film. "Days of Being Wild" ist mehr als eine Atmosphärische Preview im WKW Zyklus zu sehen. Hier hat alles seinen Anfang genommen auch wenn es noch etwas Konventionell erscheint im Vergleich mit seinen folge Filmen. Der Cast, die lose Struktur, der Musikeinsatz oder die Voice Over. Alles da. Aber alles noch verständlicher weiße etwas unterentwickelt. Trotzdem ist "Days of Being Wild" auch so ein Moody Filmchen voller Rauch, Schweiß und Menschlichen Emotionen. Die ganze Palette also.

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