Der Freischütz
Der Freischütz (2010), DE/CH Laufzeit 142 Minuten, FSK 12, Musikfilm, Kinostart 23.12.2010
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12 Bewertungen
6 Kommentare
Keine
von Jens Neubert, mit Juliane Banse und Olaf Bär
Der Freischütz ist die filmische Umsetzung der gleichnamigen deutschen Oper von Carl Maria von Weber. Regisseur Jens Neubert hat für seinen romantischen und phantasievollen Musikfilm ein großes Sängerensemble, mit namenhaften Größen wie Juliane Banse, Franz Grundheber, René Pape, Michael König und Michael Volle vereint, welches von Dirigent Daniel Harding angeleitet wird.
Der Freischütz erzählt die Geschichte des jungen Jägers Max (Michael König), welcher sich in die Tochter des Erbförsters Kuno, gespielt von Benno Schollum, verliebt. Um die Hand seiner Herzensdame zu gewinnen, muss er zunächst seinen Schwiegervater in Spe von seinem Können als Jäger zu überzeugen. Max Jägerglück scheint ihn jedoch verlassen zu haben und so lässt er sich auf einen Handel mit dunklen Mächten ein, um doch von sich überzeugen zu können. Wo wird ihn dieser düstere Handel hinführen?
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Cast & Crew
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Jens Neubert
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Juliane Banse
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Olaf Bär
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Michael König
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Regula Mühlemann
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Michael Volle
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Franz Grundheber
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Fürst Ottokar
Regie
Schauspieler
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Benno Schollum
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René Pape
-
Jens Neubert
- Genre
- Musikfilm
- Ort
- Schlucht
- Handlung
- Böse Macht, Dunkle Seite, Förster, Geschicklichkeit, Gewehr, Gewehrkugel, Gewinn, Glück, Handeln und Wille, Hochzeit, Jagd, Jagdgewehr, Jäger, Kameradschaft, Konkurrenz, Kugel, Liebe, Magie, Pakt mit dem Teufel, Pechvogel, Schwarze Magie, Schwiegervater, Seele, Teufel, Tradition, Verkauf der Seele, Verzauberung
- Stimmung
- Berührend, Spannend
- Mitmachen
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Drehbuch
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- Der Freischütz: film-zeit.de




















Kritiken (6) — Film: Der Freischütz
Christian von mehrfilm.de: Mehrfilm.de
Kommentar löschenAls Kultur- und auch Opernfan war ich skeptisch. Eine Oper auf der Leinwand? Der Ausdruck der Emotionen auf das Kleinste reduziert? Nicht als Live-Übertragung, sondern als filmische Inszenierung? Zugegeben, ein gewagter Versuch. Was bei Robert Dornhelm und seiner `La Bohème` Inszenierung misslang, will Jens Neubert nun besser machen. Soll heißen, erstklassige Musiker (London Symphony Orchestra), erstklassige Stimmen (Staatsoper Dresden) und erstklassige Ausstattung (Per Hjorth). Die Handlung der Carl Maria von Weber Oper wurde in die Entstehungszeit verlegt und an Originalschauplätzen gedreht. Wenn also der junge Jäger Max, der die Tochter des Erbförsters Kuno liebt, in die Wolfsschlucht kommt, um dunkle Mächte herauf zu beschwören, kann das recht gruselig werden. Auch wenn die Sängerinnen und Sänger überzeugen, dieser punktgenauen Reproduktion fehlt es an Raum und Tiefe. Eine zweidimensionale Leinwand ist kein Opernhaus – Bildungsanspruch hin oder her. Unter 14 Jahren zudem keinesfalls zu empfehlen.
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Stefanie Zobl: Fluter Stefanie Zobl: Fluter
Kommentar löschenDie berühmte Oper von Carl Maria von Weber ist der Inbegriff der romantischen deutschen Oper schlechthin. Bei [Regisseur Jens] Neuberts filmischer Adaption zeigt sich: Kino und Oper ergänzen sich wunderbar – die Dramatik großer Bilder, großer Gefühle und großer Musik verschmilzt hier zu einem einheitlichen Ganzen.
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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...
Kommentar löschenNicht der Wald, sondern die Napoleonischen Kriege sind für den Regisseur Jens Neubert der Schlüssel zur Psychologie seiner Figuren. Eigentlich siedelt Weber seinen "Freischütz" nach Ende des Dreißigjährigen Krieges in Böhmen an, doch Neubert hat den Opernklassiker in die Zeit seiner Entstehung nach Sachsen verlegt. Traumatisiert von seinen Impressionen auf den Trümmern des Schlachtfelds, ist sein Max schon zu Beginn der Oper halb wahnsinnig und hadert mit der Waffe.
Auf diese Weise entgeht Neubert der Gefahr klischeereicher Genrebilder, entzaubert die Gespenstergeschichte zugleich aber auch.
Welche Schrecken Max tief in den Knochen sitzen, hätte man gewiss auch verstanden, wenn es der Regisseur bei subtilen Andeutungen belassen hätte. Doch überfrachtet er schon die Ouvertüre mit actionreichen Szenen: Kanonen donnern, Heere marschieren auf, Soldaten stürzen sich ins Gemetzel, Köpfe rollen. Dazu hetzt Daniel Harding mit dem London Symphony Orchestra nahezu atemlos und im Fortissimo durch die Partitur. Wo der Horror so real wird, gar gefallene Soldaten in der Wolfsschlucht ein Massengrab finden, bleibt die Mystik unweigerlich auf der Strecke.
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Jörg Gerle: http://film-dienst.kim-info... Jörg Gerle: http://film-dienst.kim-info...
Kommentar löschenRegisseur Jens Neubert hat sich einen überzeugenden Ansatz für seine Adaption gewählt: Möglichst naturalistische Settings, möglichst wenig Theatralik im Agieren der Sänger und hier und da ausgewählte Spezialeffekte aus dem Computer machen aus dem leicht angegilbten Stoff eine recht kinokompatible Mischung. Sequenzen wie die berühmte Wolfsschlucht-Szene erhalten durch die in allen Ecken drohenden Leichenberge (immerhin befinden wir uns in den brutalen Wirren der napoleonischen Kriege) neben der mystischen auch eine physische Bedrohung, sodass man Neuberts Interpretation einen bei aller Übersinnlichkeit höchst realistischen Ansatz bescheinigen kann. Auch auf der Tonebene haben sich die Macher viel Mühe gegeben, Originaldialoge und Gesangspassagen möglichst nicht nach Playback aussehen zu lassen. So ist die Verfremdung der Stimme je nach Ort der Handlung (im Schuppen, in der Festhalle, in der Schlucht) durch Soundeffekte stimmig und wirkt nicht übermäßig künstlich. Zudem glänzen die Darsteller bzw. Sänger glänzen neben den gesanglichen Qualitäten auch durch ihr Spiel; denn was an Alter, unpassender Physiognomie und schauspielerischer Steifheit in mancher Bühneninszenierung hingenommen wird, würde in einer Opernverfilmung auf massives Unverständnis stoßen.
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doctorgonzo 2010/12/22 11:45:09
Antwort löschenFür den letzten Satz nochmal extra: Chapeau!
José Garcia: Textezumfilm
Kommentar löschenDass „Der Freischütz“ nicht bloß gefilmte Oper geworden ist, verdankt Neuberts Filmoper insbesondere der unaufdringlichen, aber virtuosen Kameraführung Harald Gunnar Paalgards, die sowohl den märchenhaften Wald und die betörenden Landschaften in Totalen als auch die Mimik der Protagonisten in Großaufnahmen einfängt. Dabei überzeugen die Sänger nicht nur stimmlich, sondern ebenfalls als Schauspieler. In der klassischen Inszenierung vor opulenter Kulisse und mit aufwändiger Ausstattung bleibt darüber hinaus das Faustische der Vorlage erhalten. Neuberts „Freischütz“ zeichnet sich durch die ambivalente Ausrichtung zwischen dem Teufel und einem Hoffen auf Gott aus, die als Quintessenz der geistigen Welt der deutschen Romantik gelten darf, insbesondere in der berühmten Wolfsschlucht-Szene. Von der gelungenen Filmoper zeigten sich nicht nur die Tausende Zuschauer begeistert, die Anfang September am Dresdner Elbufer der Weltpremiere beiwohnten. Überzeugt von Neuberts Filmoper ist ebenfalls auch Christian Max-Maria von Weber, ein Urururenkel von Carl-Maria von Weber, der dazu ausführt: „Der Regisseur hat Webers neuartige Musik und ihre farbigen Klänge auf wunderbare Weise integral gelassen, klassisch interpretiert und das Werk kongenial in die Unruhe- und Umbruchszeit des Komponisten versetzt.“
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Dieter Oßwald: programmkino.de Dieter Oßwald: programmkino.de
Kommentar löschenNicht nur Freischütz-Fans dürften bei dieser ungewohnten Variante [...] auf ihre Kosten kommen. Auch Einsteiger könnten von Pathos und Schönheit begeistert sein. Halali. Da Capo.
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Kommentare (0) — Film: Der Freischütz
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