Wolke 9
Wolke 9 (2008), DE Laufzeit 99 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 04.09.2008
22 Bewertungen
Skala 0 bis 10
244 Bewertungen
40 Kommentare
Keine
von Andreas Dresen, mit Horst Rehberg und Horst Westphal
Inge geht auf die 70 zu, aber fühlt sich wie 17. Sie hat sich verliebt. Karl wird bald 80. Es ist Leidenschaft. Es ist Sex. Dass ihr das noch einmal passiert, hätte sie nicht gedacht. Inge ist mit Werner verheiratet. Seit 30 Jahren. Sie liebt ihren Mann. Er war immer gut zu ihr. Liebe braucht Zeit. Die haben alle drei nicht mehr.
HandlungJungbrunnen SexInge (Ursula Werner) geht auf die 70 zu und lebt mit ihrem Ehemann Werner (Horst Rehberg) glücklich in einer kleinen Wohnung. Um sich ihre Rente ein wenig aufzubessern, nimmt sie Gelegenheitsarbeiten an und repariert mit ihrer Nähmaschine kaputte Kleidung für Freunde und Nachbarn. Einer ihrer Kunden ist Karl (Horst Westphal ), der bald 80 wird. Die beiden verlieben sich ineinander und beginnen eine Affäre. Nicht im gewöhnlichen Sinne, denn beide leben noch einmal ihr sexuelles Begehren aus. Sex haben zwar auch Inge und Werner, doch die Gefühle die sie für Karl entwickelt, scheinen sie wieder jung zu machen.
Zurück in die RealitätSie unternehmen gemeinsame Radtouren, lieben sich an einem See und genießen die Zeit miteinander. Doch langsam kommen Inge Zweifel an der Richtigkeit ihres Tuns. Sie sucht Rat bei ihrer Tochter, die ihr rät, ihr Leben so zu genießen, wie es ist. Doch Inges Gewissensbisse nehmen zu. So offenbart sie sich Werner, der ihre Situation nicht versteht. Sie streiten sich und Werner mach ihr Vorwürfe, dass sie die Ehe und ihre 30-jährige Beziehung zerstört.
EntscheidungNach deprimierenden Tagen und nicht endenen Vorwürfen entscheidet sich Inge für einen Auszug und die endgültige Trennung. Sie findet Unterschlupf bei Karl und beginnt, die neu gewonnen Freizeit zu genießen. Doch Werner ist schwer krank. Ein letztes Gespräch führt zwar zu keinem glücklichen Ende für Inge und Werner, doch beide akzeptieren die Situation und nähern sich wieder an. Kurze Zeit später verstirbt Werner.
Wissenswertes
Der Film wurde in Cannes 2008 in der Rubrik Un Certain Regard vorgestellt und gewann darin den Prix Coup de Coeur (den Herzschlag-Preis).
Das Drehbuch zum Film wurde gemeinsam von dem Regisseur, dem Produzenten und den drei Hauptdarstellern ausgearbeitet. Ziel war, es laut Andreas Dresen, “ein sehr radikal erzähltes und möglichst dokumentarisches Drehbuch zu schreiben”. Das Resultat ist ein Drehbuch, dass den Schauspielern während des Spiels viel Raum für Improvisation ließ.
Wie auch schon bei seinen anderen Filmen wie Halbe Treppe oder Sommer vorm Balkon arbeitete Andreas Dresen mit einem sehr kleinen Team. Das hatte zur Folge, dass der Regisseur auch Tätigkeiten als Produktionsfahrer, Aufnahmeleiter, Standfotograf und Toningenieur absolvierte.
Weiterführende InformationenWeitere Informationen im Internet
Pressespiegel zum Film auf film-zeit.de
Rezension von Sascha Keilholz auf critic.de
Rezension von Christoph Klimke auf welt.de
Videointerview mit dem Regisseur Andreas Dresen auf zeit.de
QuellenPresseheft
Mehr Bilder (18) und Videos (1) zu Wolke 9
Cast & Crew
-
Andreas Dresen
-
Horst Rehberg
-
Horst Westphal
Regie
Schauspieler
-
Jörg Hauschild
-
Laila Stieler
- Genre
- Liebesfilm
- Handlung
- Affäre, Art House-Film, Fremdgehen, Hohes Alter, Liebe, Liebeskummer, Liebeswirren, Liebhaber, Platonische Liebe, Rentner, Scheidung, Seitensprung, Sex, Trennung, Verlieben, Zweiter Frühling
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Drehbuch
Filmdetails Wolke 9
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- Wolke 9: critic.de
















Kritiken (11) — Film: Wolke 9
Flibbo: wieistderfilm.de
Kommentar löschen[...] Dresen wählt für seinen bekannten, halbdokumentarischen Stil beobachtende Perspektiven, ist aber trotzdem ganz nah an seinen Figuren. Die Stimmung ist lakonisch, aber nicht zäh. Vor allem wirkt sie echt, authentisch. Natürliche Beleuchtung, der konsequente Verzicht auf Musik und die improvisierten Dialoge tragen ihren entscheidenden Teil dazu bei. Mutig und ungeschönt, nicht aber vulgär und aufdringlich zeigt „Wolke 9“ Aspekte des Seniorenlebens, die man sonst einfach so verdrängt. Ein bedeutsamer, auch mal humoriger und vor allem berührender Film, der am Ende leider zu viel Drama herbeiführt und für individuelles Nachwirken zu deutliche Zeichen setzt. Nichtsdestotrotz ein Film, der irgendwann mal gemacht werden musste.
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Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders
Kommentar löschen“Wolke 9″ ist ein Film, über den viel geredet wurde und der mit seinen expliziten Szenen von nackten, alten Menschen für Diskussionsstoff sorgte. Doch der Film überzeugt darüber hinaus nicht wirklich und liefert einfach nur eine Variante einer Dreiecksgeschichte mit dem Unterschied, dass bei “Wolke 9″ alte Menschen die Hauptrolle spielen. “Wolke 9″ ist mit Sicherheit kein richtig schlechter Film, allerdings auch kein Film, den man zwingend gesehen haben muss.
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Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...
Kommentar löschen[...]„Wolke 9“ ist ganz ohne jeden Zweifel ein wichtiger Film, der faszinierend und eindrücklich erzählt ist, der den Zuschauer beeindrucken und zur Reflektion zwingen wird. Der somit Viel von dem in sich trägt, was Kino in seiner besten Form ausmachen kann, auch weil Andres Dresen über die gesamte Spielzeit die richtigen Fragen anspricht – Das ist sehr viel Wert! Und doch begeht der Film in seiner letztendlichen Hinwendung einen entscheidenden Fehler, der sich aus einer misslungenen Konzeption des Drehbuchs speist. Ein Fehler, der so schwerwiegend ist, dass er viel von dem wieder zerstört, was sich der Film vorher aufgebaut hat. Dies ist ausdrücklich zu bedauern, kann aber eben nicht geleugnet werden. Plötzlich bedient der Film konventionelle gesellschaftliche Stereotypen, erhebt den sprichwörtlichen Zeigefinger und propagiert moralische Dogmen, die eine eindeutige Haltung implizieren, welche dem Anspruch von „Wolke 9“ nicht gerecht werden und zu hinterfragen sind. Andreas Dresen begeht explizit den Fehler klare Antworten auf die im Film thematisierten Fragen geben zu wollen, auf die er besser keine Antwort gegeben hätte und übersieht somit, dass nicht die Antwort das Ziel war, sondern die Frage an sich.[...]
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The-Duke: Dukesmovieblog/powermetal/s... The-Duke: Dukesmovieblog/powermetal/s...
Kommentar löschenWolke 9″ ist auf thematischer Ebene ein großartiger, mutiger Film über das von Problemen geplagte Liebes- und Beziehungsleben im Alter, schlägt jedoch gen Ende einfach den falschen, weil vorurteilsvollen Weg ein und vergisst dabei leider, was er am Anfang eigentlich sein wollte.
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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...
Kommentar löschenWie vögeln eigentlich zwei 80-Jährige miteinander? Sie macht Kopfstand und er hängt ihn einfach oben rein. Ein Witz, den sich die Mittsechzigerin Inge (Ursula Werner) und der zehn Jahre ältere Karl (Horst Westphal) erzählen - nach dem Akt. Doch das Lachen könnte ihr vergehen, wenn der gutherzige Werner (Horst Rehberg), mit dem sie bereits Perlenhochzeit gefeiert hat, von ihrem Seitensprung erfährt.
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Harald Peters: WamS, Die Welt, taz, Berlin... Harald Peters: WamS, Die Welt, taz, Berlin...
Kommentar löschenDer Film ist sozusagen eine schlechte Nachricht für alle, die denken, dass eine Beziehung, hat sie erst einmal bis zur Rente bestanden, anschließend nichts mehr erschüttern kann. Nichts ist sicher, sagt "Wolke 9". Eine wohl realistische, aber keine besonders tröstliche Einschätzung.
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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...
Kommentar löschenLiebe und Sexualität im Alter. Diese Themen sind auch heute noch mit vielen Tabus behaftet. Damit genau die richtigen Themen für Dresen. Er erzählt das klassische Dreieck, eine Frau zwischen zwei Männern. Der Film ist in der gleichen Machart und mit dem gleichen Minimalteam gedreht wie schon 2002 „Halbe Treppe“. Es existierte kein ausgearbeitetes Drehbuch, Figuren und Dialoge wurden in gemeinsamer Arbeit vor Ort entwickelt und ausgestaltet. Und genau dort ist die größte Schwäche des Films. Während die Schauspieler von „Halbe Treppe“...
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Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten
Kommentar löschenFast scheint es, als habe Andreas Dresen diesen Film einfach geschehen lassen, so lebensecht reifen darin Entscheidungen, eskalieren Streitsituationen, wechseln Haltungen und Stimmungen wider jede Logik - wie es der menschlichen Natur entspricht. Natürlich steckt dahinter harte Arbeit. Die Schauspieler haben viel gewagt, sich im wahrsten Sinne des Wortes entblößt. Dresen und sein langjähriger kongenialer Partner, der Stuttgarter Produzent Peter Rommel, haben ihnen dafür den Boden bereitet, eine Atmosphäre des gegenseitigen Vertrauens geschaffen, die für ein solches Projekt unabdingbar ist.
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Der Redaktör: kino-zeit.de Der Redaktör: kino-zeit.de
Kommentar löschenDresens Film ist sein mit Sicherheit strengster und düsterster – auch wenn sein Gefühl für Lichtstimmungen von großer Wärme und Erhabenheit zeugt. Doch die Liebe des Regisseurs zu seinen Figuren und zu seinen Darstellern führt niemals dazu, dass er die Rolle des Beobachters von Emotionen, des Chronisten einer tragischen Liebesgeschichte aufgibt. [...] Oft fühlt man sich an Filme der "Berliner Schule" erinnert, doch Dresens Film ersetzt die Umbarmherzigkeit und Gefühlskälte des analysierenden Blicks durch Nähe und Wärme – und bleibt trotzdem unbestechlich.
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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschenBemerkenswert, wie diese Tatsache den Film bzw. seine Wahrnehmung verändert: Anfängliches Befremden, ein Hauch von Abwehr wechselt mit Faszination. Wobei sich bei Dresen immer wieder auch der Eindruck einstellt, sein Beharren auf Normalität und Alltäglichkeit habe etwas zu Betontes, am Ende eben doch nicht so Normales. Und ein bisschen klein und spießig ist die Welt in diesem Film eben doch.
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Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...
Kommentar löschen[...] Universeller ist da schon die Fragestellung, ob eine 70jährige Frau noch ihren langjährigen Ehemann verlassen und mit einem anderen glücklich werden darf. Obwohl dies doch eigentlich die natürlichste Sache sein sollte, über die Dresen zu berichten weiß, nimmt der Film, tendenziell, schließlich eine moralische Haltung ein, die dem aufbrüchigen, ungeschönten, authentischen Charakter des Films Lügen zu strafen droht. Die Geschichte über die Kraft der Liebe ist vielleicht doch nur eine über das Dogma des Alters – was sich leise subversiv wähnt, endet laut konventionell. [...]
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statist 2011/01/06 23:43:25
Antwort löschenNatürlich darf sie - aber sie spürt für sich selbst sicherlich die Folgen dessen extremer als eine Frau mit 20. Mutmasse ich mal. Vielleicht liege ich auch falsch. Ich habe übrigens keine moralische Haltung gespürt am Ende. Du meinst, Dresen empfiehlt seiner Figur diesen Schritt?
Kommentare (29) — Film: Wolke 9
Kommentar schreibenOliver0403 2012/02/01 02:54:33
Kommentar löschenIch bin ohne große Erwartungen an den Film gegangen und diese wurden auch nicht bestätigt. Langweilige Handlung aber wenn man davon ausgeht, dass die Anzahl der wenigen Dialoge in dem Film ohne Probleme auf ca 3 bis 4 DIN A4 Seiten passen in Anbetracht der auch nicht allzulangen Laufzeit, dann sind das für mich gute 90 Minuten Zeitverschwendung. Sonderlich erschüttert vom Ende war ich auch nicht. Eher erleichtert, dass der öde Film endlich zuende ist. Zumal es nicht allzu prickelnd ist, Rentnern beim Poppen zuzuschauen.
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danseuse de rêve 2012/01/10 18:13:42
Kommentar löschenVor kurzer Zeit habe ich " Halt auf freier Strecke" gesehen..was mich dazu antrieb mir noch einen Dresen Film anzuschauen.Meiner Meinung nach kommt "Wolke 9 " an dessen Intensität nicht im geringsten heran.Ist aber durchaus ein sehenswerter Film..
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guggenheim 2011/07/22 17:41:50
Kommentar löschenWolke 9 hat seine Popularität den nackten, alten Tatsachen zu verdanken, die kopulierenderweise immer wieder auftauchen. Aber geile Greise sind gar nicht das Thema an sich, sondern nur Teil der (von den Darstellern sehr authentisch dargebrachten) Geschichte, die von nicht mehr, aber auch nicht weniger als der Liebe erzählt. Die Lust, die Gefühle, das Lachen, aber auch der Schmerz, die Ängste und die Probleme, die sie mit sich bringt. Ob 60 oder 16, Liebe und Folgen bleiben gleich. Das geht zeitweise sehr nah, auch wenn es zuvor Passagen gibt, die überaus langatmig sind. Alles in allem ist Andreas Dresen aber ein wirklich guter Film gelungen.
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guggenheim 2011/07/22 20:33:56
Antwort löschenAch, so viel wie ich im Netz unterwegs bin, da hab ich schon schlimmere Sachen gesehen ;)
patcharisma 2011/07/22 21:47:46
Antwort löschenLOL
Janus Winter 2011/07/22 16:50:10
Kommentar löschenSeine Stärke ist gleichzeitig seine Schwäche. Das weitestgehend drehbuchfreie Spielen bringt viele authentische Szenen, aber auch einige, wo man spürt, dass die Schauspieler nicht wissen, was sie tun und sagen sollen. Passenderweise ist das Grundthema Überforderung.
Bunnyfaktor: 0
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pellekraut007 2011/07/22 16:04:27
Kommentar löschenJa, dat is so mit der Wolke 9! Wa! Der Film polarisiert und das ist gut so, sonst würden ja vielleicht zwei blaue, übergroße Indianer Sex machen, im Glitzerwald, virtuell natürlich, grunz! Seltsam nur, was in so vielen Blockbustern nonchalant hingenommen wird, sorgt hier für Entrüstung oder Würgereiz! Grunz! Tja, es wird niemanden erspart bleiben, das Alter und dann ist diese Geschichte ein erfreulicher Beweis, daß deutsche Filme nicht zwangsläufig "hipp" sein müssen und sich die deutschen Kinokometen unter dreißig einen 90 Minuten lang abnuscheln! Was würden wohl die User und Filmkucker darüber schreiben, wenn es sie denn gäbe, die in diesem Lebensabschnitt sind? Wenn man Anfangs die optischen Hürden genommen hat, die auf Wolke 9 bewußt aufgestellt werden, entfaltet sich großartiges, reales Schauspiel, ungekünstelt und mit genau so vielen Dialogen wie nötig. Dazu Bilder, so trist und zugleich schön, dass jeder überflüssige Augenmüll getrost weggelassen werden kann. Andeutungen reichen, um die Erschöpfung und Sprachlosigkeit so vieler Beziehungen aufzeigen, mit einem Weg, den viele früher oder später auch einmal gehen werden. Sicher fühlen sich aber auch die am ehesten angesprochen, die schon eine Zeit auf ein paar Wolken abgerissen haben und ihre Tugenden mehr als einmal überdacht haben. Hey, hier is ja noch ein Porno: "Anabolikus und die Schulbankluder!" Quieck! Ein paar Stereotypen auf der Matratze? Den Kitsch pack ich in die Flohmarktkiste!
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agynessa 2011/07/20 19:53:15
Kommentar löschenIch fand den Film ganz gut, warum sollen es auch immer junge Darsteller sein?
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statist 2011/01/06 23:40:12
Kommentar löschenÜberraschend normal kommt der Film daher, um den ein ganz großer Rummel gemacht wurde. Aber das ist natürlich auch der Vorteil und der Wille von Andreas Dresen - vielleicht, denn: Es wird eine Dreiecksgeschichte so normal erzählt, als würde es sich bei den Protagonisten um 30-jährige handeln. Und das ist auch ganz gut so. Das schönste an dem Film: Er atmet Berlin. Ohne Soundtrack - welche Wohltat heutzutage, kein Geklimper, nichts!!! - spürt man die sommerliche Atmosphäre in Berlin, von der man vielleicht nur etwas weiss, wenn man nicht dort lebt und sie nicht jeden Tag erlebt. Das Aussergewöhnliche und die Erkenntnis, dass es halt doch keine Liebe wie alle anderen - was auch Schwachsinn ist, denn jede Liebe ist irgendwie einzigartig - ist, kommt erst im letzten Drittel zum Ausdruck. Dass Inge * Spoiler * die Kraft aufbringt und Werner verlässt - mit dem Ergebnis des Selbstmords - lässt klar werden: In ihrem Alter spürt sie die Verantwortung und die Schuld für den anderen - auch wenn man ihn nicht mehr so liebt wie mit 20 - noch viel mehr. Es ist auch eine andere Verantwortung. Und dennoch handelt sie richtig, wenn sie sich nicht durch ihr Alter selbst reglementieren lassen will. Ein sehr schöner, atmosphärischer Streifen, in dem es mir ein bisschen zu oft um Sex ging - wobei die Natürlichkeit von Sex im Alter thematisiert werden sollte, klar. Man sieht: Als junger Mensch kommt man also bei einer Kritik über diesen Film auch in Zugzwänge.
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8martin 2010/11/26 12:19:34
Kommentar löschenEs war schon mutig von Andreas Dresen diesen Film zu machen. In einer Zeit, in der die Anti-Aging Welle boomt und der Jugendwahn in allen Medien fröhliche Urstätt feiert, zeigt er alte, schlaffe, faltige Körper beim Sex. Er tut das äußerst behutsam und mit sehr viel Einfühlungsvermögen. Bewundernswert ist der Mut der beiden Hauptdarsteller (Ursula Werner und Horst Rehberg), die ganz ungeniert vor der Kamera nackt agieren. Und in den Dialogen wird die Problematik ausreichend dargestellt. Nur der Schluss überfordert die Dramatik. Wenn man die Unwahrscheinlichkeit des ganzen Konstrukts mal außen vor lässt, passt das Ende nicht. Hier wird mit der moralischen Keule der Frau eigentlich zu Unrecht die Schuld aufgebürdet. Eine typisch deutsche Erklärung, die im Sumpf von spießigem Anstandsdenken versinkt und den Zuschauer mit einem faden Gefühl zurücklässt. Wenn schon Konstrukt, dann aber bitte nicht mit so einem finalen Realitätshammer. Davon einmal abgesehen, ist der Film aber trotzdem zu empfehlen.
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Mondlady 2010/11/25 23:44:47
Kommentar löschenein leiser film über ein tabuthema.
inge hat eigentlich ihr leben "eingerichtet" und dann trifft es sie wie aus heiterem himmel. es kommt einem sicher komisch vor, aber der film zeigt uns, dass sowas an keine altersgrenze gebunden ist und das finde ich gut.
enttäuschend fand ich das ende.
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TaSSilow 2010/09/23 13:33:59
Kommentar löschenSehr mutiger Film über das Liebesleben zwischen Ü60-Paaren, aber muss man das verfilmen wie irgendein alter Mann, irgendwas, irgendwie wo rein hängen lässt? NEIN! Guck ich lieber ne Porno, der mir versucht Handlung vorzugauckeln.
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stillertony 2009/07/25 00:59:56
Kommentar löschenSollte der Film nicht besser "Wolke 69" heissen?
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mittelpunktkind 2009/07/24 19:03:37
Kommentar löschenuääh...!!! was bitte will dieser film sagen? es ist in ordnung,seine partner mit 70 jahren zu verlassen? es ist in ordnung, mit seinem vertrockneten ledrigen lover in diesem alter herumzuhuren? egoismus voran! oder was? die jugend wird für dieses verhalten gescholten und kopfschüttelnd als problemgeneration abgetan. aber bei einer faltigen vagina spricht man plötzlich von "ausbruch aus dem alltag", "der liebe im alter eine chance geben". ekelhaft, moralisch wie filmisch!
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nurleben 2010/08/12 16:33:19
Antwort löschenHast du den Film überhaupt gesehen?? Denn am Ende ...
ACHTUNG SPOILER!
... bringt sich der betrogene Ehemann um. Also nicht grade ein Happy End für die fremdgehende Inge. *augenroll*
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frau_jemine 2010/10/24 12:20:14
Antwort löschensehe ich ebenso. ich fand bewegend, dass die frage, was sie hätte tun sollen, dann am ende eben wieder offen stand (eben keine moral am ende).
statist 2011/01/06 23:47:51
Antwort löschengenau, frau jemine! einige zuschauer haben da eine moralische keule gesehen, die ich nicht entdecken konnte. dresen zeigt doch einfach. und sicherlich ist es ein anderes, seinen partner mit 20 zu verlassen als mit 70, oder?
waschoi 2009/06/16 21:34:20
Kommentar löschenDer überbewerteste Film aller Zeiten. Einzig für die gute Küchenszene am Ende des ersten Drittels gibt es noch 0,5 Punkte. Was bitte möchte dieser Film aussagen? Alte Menschen haben noch Sex? Sie können sich auch noch verlieben? Und sind auch hin- und hergerissen? Geben sich mit dem klassischen Rollenverständnis nicht zufrieden? Führen monotone Beziehungen ... Und? Nichts, aber auch gar nichts Neues! Im Übrigen war die schauspielerische Leistung des "Lovers" mehr als unzureichend!
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Dat_Huhn 2009/06/08 17:35:42
Kommentar löschenIch bin nicht alt, ich bin kein Ossi und ich sehe nicht gern Pornos. Ich mag Liebesgeschichten, auch traurige, aber dieser Film hat mich enttäuscht. Hier hat der Regisseur wohl mehr Wert auf den Effekt der ständigen Bumserei alter, nackter Menschen in Großaufnahme (haben ältere Menschen wirklich noch so viel Kraft, es jeden Tag miteinander zu treiben? Ich zum Beispiel bin nach einem langen Tag oft zu müde und erschöpft dafür) gelegt als auf eine bewegende Handlung. Nein, nein, das ist mir zu platt.
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JimiHendrix 2009/05/25 22:13:19
Kommentar löschenEin herzlicher und ungewöhnlicher Film, der zeigt, dass der Verliebtheit keine Altersgrenzen gesetzt sind.
In sehr offenen und realistischen Szenen wird gut vermittelt welche Probleme das Fremdgehen mit sich führen, aber auch welche totgeglaubten Freuden und Verjüngerungen.
Die Geschichte ist recht schnell erzählt, aber darauf ist auch nicht das Augenwerk gesetzt worden, vielmehr wird auch jüngeren Leuten ein guter Einblick in das Leben, einer uns immer stärker vertretenen Bevölkerungsschicht gewährt.
Gelungenes Abbbild mit vielen kleinen Schmunzlern anzusehen.
"Weißt du eigentlich, wie 80jährige miteinander vögeln?-Was?!-Na sie macht einen Kopfstand und er hängt ihn einfach obern rein."
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minekanine 2009/05/09 01:16:37
Kommentar löschenEin leiser und geradezu starker Film, der Mut macht, sich mit einem Tabuthema auseinderzusetzen: Sexualität im Alter. Körperliche Liebe hört nicht mit 40 Jahren auf. Und Liebe erst recht nicht. Der Film zeigt die Geschichte von Inge (60) die sich in den fast 20 Jahre älteren Karl hemmungslos verliebt. Es ist pure Leidenschaft, die sie mit Karl auslebt. Inge hat ein schlechtes Gewissen, weil sie ihren Mann liebt. Aber die Gegenwart von Karl macht sie verrückt und sie leben beide ihre Sexualität aus. Ihr Mann ahnt davon nichts. Bis Inge es nicht mehr aushält und ihrem Mann die Wahrheit sagt. Ihr Mann zerbricht daran.
Starke Schauspieler und die Charakterisierung der Personen ist von den Schauspielern sensibel ausgeführt. Und - das alles ohne festes Drehbuch ist schon bemerkenswert. Die Hauptakteure spielen so intensiv, dass man mitleidet. Für diejenigen, die sich "heiße Sexszenen" zwischen alten Menschen erhoffen, ist der Film nichts. Wer aber einen behutsam inszenierten Film um gerade dieses Tabuthema sehen will, in dem die Schauspieler sehr menschlich reagieren - der sollte sich in jedem Fall WOLKE9 ansehen. Ich war von dem Film mehr als überrascht und die schauspielerische Leistung aller Akteure begeistert! Liebe im Alter bemisst sich nicht nach akrobatischen Einlagen im Bett - sondern ist viel mehr.
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maslobojew 2009/04/13 11:03:34
Kommentar löschenNa klar haben Menschen auch im Alter Sex, das wissen wohl auch alle, aber Dresen thematisiert ja mehr den Seitensprung im Alter und bringt das als einer der wenigen in Bilder, gibt dem Thema Raum, was doch nur heilsam sein kann.
Das Ende ist ein konsequentes Ende, ich glaube nicht, dass Dresen hier mit dem moralischen Zeigefinger daherkommt. Den macht sich der Zuschauer selber und ist für mich der Ausdruck von Angst: werde ich mit 40, 50 verlassen, kann ich mir vorstellen, nochmal eine Beziehung aufzubauen, aber wenn ich im hohen Alter bin ... - das will sich einfach niemand vorstellen.
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daggi7 2009/03/23 08:53:28
Kommentar löschenSehr feinfühliger Film, der ein "Tabuthema" anspricht. Sexualität im Alter.
Der Film gibt dem Betrachter viel Zeit für eigene Gedanken durch eine teils interessante Kameraführung und viel Stille zwischendurch.
Mir selbst war der Film nicht "tiefgründig" genug.
Anfangs ging es immer um "Das Eine" und ein richtiges Kennenlernen des neuen Paares fand eigentlich nicht statt.Sie kamen ohne viel Worte und Gespräche zur Sache...
Die Anfangsszenen sind äußerst drastisch. Da schließe ich mich meinen Vorgängern an.
Trotzdem ein sehenswerter Film, der einem neue Perspektiven auf die ältere Generation eröffnet und auch Toleranz lehrt.
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nurleben 2008/12/06 00:13:00
Kommentar löschenDas Thema ist mutig. Und die Inszenierung. Und die Story. Und die Nacktszenen.
Aber das Ende hat den ganzen Film versaut.
Nein, es musste nicht so enden.
Und nein, das Ende war nicht mutig.
Sondern einfach nur bescheuert.
Dresens vorherige Filme habe ich gerne geschaut, umso schmerzlicher wars, zu sehen, in welche Richtung die Handlung sich hier entwickelt.
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Somima 2008/11/20 15:51:06
Kommentar löschenEin mutiges und darum umso schöneres Thema - Alter und Liebe? Alter und Sex? die ersten beiden Drittel des Films würde ich als wirklich gelungen bezeichnen. Die Geschichte zieht einen in den Bann und man geht mit der Geschichte mit. Im letzten Drittel schien dann die Luft raus zu sein - endlos lange Szenen die nicht wirklich was erzählen - und auch die Kameraführung ist manchmal sehr mühsam - weniger "alternative" Effekthascherei mit ungewöhnlichen Einstellungen hätten es auch getan. Vor allem hätte ich diesem Film auch einen "passenderen" Schluss gewünscht. Trotzdem bleibt es alles in allem ein "besonderer" und somit auch "wertvoller" Film mit fabelhaften Darstellern.
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