Der Junge im gestreiften Pyjama

The Boy in the Striped Pyjamas (2008), GB/US Laufzeit 94 Minuten, FSK 12, Drama, Thriller, Historienfilm, Kinostart 07.05.2009

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6.2
Kritiker
18 Bewertungen
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7.5
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96 Kommentare
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von Mark Herman, mit Asa Butterfield und Zac Mattoon O'Brien

Berlin, Anfang der 40er Jahre. Der achtjährige Bruno ist der behütete Sohn eines Nazioffiziers. Als sein Vater befördert wird, muss er mit seiner Familie aus dem gediegenen Zuhause in Berlin in eine trostlose Gegend umziehen, wo der einsame Junge keinerlei Ablenkung geschweige denn einen Spielgefährten findet. Von Langeweile und Neugier getrieben, schlägt Bruno die Anweisungen seiner Mutter in den Wind, er solle auf keinen Fall den Garten und den Wald hinter dem Haus erkunden. So schleicht sich Bruno zu einer seltsamen Ansammlung von Gebäuden und Menschen, die er von seinem Zimmerfenster aus gesehen hat und die er zunächst für einen Bauernhof hält. Dort trifft er auf den gleichaltrigen Schmuel, der auf der anderen Seite eines hohen Stacheldrahtzauns lebt – der Beginn einer intensiven Freundschaft. Zuerst versteht Bruno nicht, was es mit dem Lager und seinen Bewohnern auf sich hat, aber dann beginnt er den Schrecken zu ahnen. Eines Tages will er sich Gewissheit verschaffen und gerät selbst in die Maschinerie der erbarmungslosen Lagerrealität.

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Kritiken (10) — Film: Der Junge im gestreiften Pyjama

Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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4.0Uninteressant

Die Geschichte, so packend auch erzählt, ist reiflich naiv, märchenhaft, konstruiert und unrealistisch. Kinder wurden in den Lagern in der Regel schon nach der Ankunft umgebracht, dass ein jüdischer 8-jähriger Junge hier noch am Leben ist und einfach so am Zaun rumsitzen kann, gar mit dem Sohn eines deutschen Lagerkommandanten an einem einfachen Maschenzaun Dame spielt- total wirklichkeitsfremd. Besonders hanebüchen der Schluss: Wenn es so einfach wäre, ein Loch zu buddeln und unter dem Zaun hindurch zu krabbeln, dann wären wohl viele Häftlinge geflohen. In Wirklichkeit haben zahlreiche KZ-Insassen am gefährlichen Elektrozaun Selbstmord gemacht.

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 9 Antworten

julius.hibert

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"aber jeder Film gegen Nazis ist auf dem richtigen Weg. "

finde ich nicht. Jeder Film der Aufklärt ist auf dem richtigen Weg!


Kate Portman

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@julius.hilbert: Wieso?


Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter

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2.0Ärgerlich

Gedreht nach dem gleichnamigen Kinderbuch von John Boyne, ist die an Roberto Benignis "Das Leben ist schön" (1997) erinnernde Herangehensweise des Films nicht unbedingt illegitim. Die allzu eleganten Bilder – eher englischer Landadel als deutscher Muff – wirken zwar kaum authentisch. Aber der perfide Täuschungsapparat der Nazi-Scheinwelt ist hier gewissermaßen Thema. Und der Schrecken bleibt mit ein wenig Vorinformation stets präsent. Dennoch muss man auch den drastischen Schluss erwähnen, um den viele Kritiker/innen einen Bogen machen. Manche Filme verharmlosen den Holocaust. Manche nutzen ihn für brutale Schockeffekte. "Der Junge im gestreiften Pyjama" schafft beides und hinterlässt damit große Ratlosigkeit. Wo von den Gaskammern erzählt wird, ist das unvermeidbar. Aber Sehen ist nicht gleichbedeutend mit Verstehen. Das zu suggerieren, ist die größte Täuschung von allen.

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ThomasNeuhauser: arte ThomasNeuhauser: arte

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7.5Sehenswert

Schon die Romanvorlage wurde kontrovers diskutiert und auch die solide und relativ aufwändig inszenierte Verfilmung dürfte unterschiedlich aufgenommen werden – kalt wird sie jedoch niemanden lassen. Die Stärke und gleichzeitig das Problem des Films ist seine extreme Emotionalisierung dieser schrecklichen Geschichte, indem er sie aus der Perspektive unschuldiger Kinderaugen erzählt.

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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost

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7.5Sehenswert

Nur ganz am Ende geht dieses Konzept nicht mehr auf. Dann nämlich - dürfen wir auch das schon verraten? - wenn der Junge draußen sich schließlich auch einen "Pyjama" überzieht und unter dem Zaun ins Lager kriecht. Im Roman wird das viel zu spät bemerkt; der Film aber spielt spannungsdramaturgisch mit dem Kitzel, ob die Eltern ihn doch noch rechtzeitig vor dem Gang in die Gaskammer retten können. Hier wird um ein arisches, ein Täterkind mehr geweint als um das Los zahlloser Opfer. Das freilich ist eine Zumutung, die kaum zu ertragen ist - und dem pädagogischen Ansatz vollkommen zuwiderläuft.

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patcharisma

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Nur weil Du für die lokale Pfadfinder-Postille Lagerberichte verfasst & Dich deshalb Kritiker nennst, musst Du deswegen nicht Filme SPOILERN- das ist eine endlose Sauerei!


JimSommer

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>>> SPOILER-WARNUNG!!! <<<

"... dürfen wir auch das schon verraten?
NEIN!!! Das ist doch schon bösartig und dann auch noch für so eine unreflektierte Kritik ohne jeden Mehrwert. Du zerstörst hiermit gezielt die Dramatik - was soll das? ;-(

Der Junge nur Vehikel um das Grauen erfahrbar zu machen, wir werden im dreifachen Sinne Opfer, als Junge, als Mutter und Teil der Gruppe der, pädagogischen Ansatz ist radikal und geht voll auf.

>>> SPOILER-WARNUNG!!! <<<


Enk: Mental Savage Enk: Mental Savage

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4.0Uninteressant

[...] Die Inszenierung des Briten Mark Herman strotzt vor Platitütden und Trivial-Symbolik. Da geht der Schreibtischtäter mit einem dramatischen Federstrich zu Werke, die Nazi-Familie sitzt am reich gedeckten Tisch während der ausgemergelte KZ-Häftling in gestreifter Insassenuniform direkt daneben Kartoffeln schälen muss, der kleine Junge schaukelt fröhlich im Garten, während vom KZ-Schornstein am Horizont schwarzer Rauch aufsteigt [...]

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isinesunshine: isinesunshine.de

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7.0Sehenswert

Neben der infantil-naiven Wahrnehmung und Sicht z.B. auf die KZs schneidet der Film durch die Mutter des Protagonisten auch die allgemeine naive Sicht an. So weiß die Frau des Konzentrationslager-Vorstehers nicht, dass die Inhaftierten das Lager nur auf einem Weg verlassen - durch den Schornstein. Dies wird heute oft als Augenverschließen zutiefst missbilligt; aus Zeitzeugenberichten weiß ich allerdings, dass das Nicht-Wissen gerade unter Frauen stark verbreitet war - selbst dann, wenn sie in der nähe eines Konzentrations- bzw. Endlagers lebten. Insofern ist dem Film ein hoher Grad an Realitätsnähe diesbezüglich kaum abzuschreiben.

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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs

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5.0Geht so

Die zynische „Tragödie“, die den Clou der Geschichte bildet, wird nach kurzem Aufwallen grausam nüchtern verzeichnet, ein bitterer Hohn. Und der finale Missklang, dass einem über den Umweg eines kleinen nicht-jüdischen Jungen das Schicksal von Millionen umgebrachter Juden nahe gebracht werden soll.

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Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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9.0Herausragend

Handwerklich, wie schauspielerisch auf hohem Niveau, inhaltlich aufrüttelnd und berührend, wird sich „Der Junge im gestreiften Pyjama“ mühelos seinen Platz in den zahlreichen Filmen über den Holocaust sichern. Ein Film, der vielleicht der bessere „Das Leben ist schön“ ist, weil er der unaufgeregtere, stimmigere, aufwühlendere und bewegendere Film von beiden ist. Ein Film noch dazu, der in seinem letztlichen Abschluss, von einer unerbittlichen Konsequenz ist, die gerade mit dem Roman nicht vertraute Zuschauer in einen Zustand der Erschütterung versetzen wird, der lange über den Kinobesuch anhalten wird, und somit von nachhaltiger Natur ist.

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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

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6.5Ganz gut

Vom Umzug aus Berlin aufs Land ist Bruno (Asa Butterfield) alles andere als begeistert. Nicht nur das tolle große Haus, in dem er mit seiner Familie wohlbehütet aufgewachsen ist, muss der Achtjährige verlassen, auch all seine Freunde bleiben zurück. Und als die Familie in einem zwar ebenso geräumigen, aber auch reichlich tristen Anwesen ankommt, ist eins schnell klar: So bald wird Bruno hier keine neuen Freunde finden, denn Nachbarn sind weit und breit nicht in Sicht.

Ein wenig Hoffnung schöpft der Junge, als er ein paar hundert Meter entfernt so etwas wie einen Bauernhof entdeckt. Zwar wird Bruno von seiner Mutter strikt untersagt, das Grundstück zu verlassen, doch die Neugierde eines Achtjährigen ist naturgemäß stärker als alle elterlichen Verbote. So schleicht er sich heimlich davon und entdeckt ein eingezäuntes Barackengelände. Jenseits des Stacheldrahtzauns hockt der ungefähr gleichaltrige (Jack Scanlon), der zu Brunos Verwunderung am helllichten Tag einen gestreiften Schlafanzug trägt. Die beiden freunden sich durch den Zaun hindurch an und Bruno besucht Shmuel von nun an regelmäßig.

Wenn man noch weiß, dass die Handlung Anfang der 1940er Jahre einsetzt und Brunos Vater ein hochrangiger SS-Offizier ist, wird schnell klar, was es mit der Geschichte auf sich hat. Diese wird dramaturgisch schnörkellos, in schlicht gehaltenen Bildern und mit leichtem Hang zur gepflegten Langeweile erzählt. Gebrochen wird dieses vermeintliche Heile-Schuljungenwelt-Szenario durch ein drastisches Ende, das einen in seiner unerwarteten Radikalität betroffen bis erschreckt zurücklässt.

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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today

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9.0Herausragend

Zweifel müssen, was die Geschichte angeht, ausgelassen werden, um sie hypnotisierend und beunruhigend wirken zu lassen. Die Schauspielerleistungen sind gut, das Visuelle atemberaubend und die Geschichte packend genug, um ihr einige Inkonsistenzen oder Inauthentizität zu verzeihen. Beispielsweise haben alle Darsteller einen britischen anstatt deutschen Akzent und die Sicherheitsmaßnahmen im KZ sind lax.

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Kommentare (86) — Film: Der Junge im gestreiften Pyjama


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kalobo

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Bewertung5.5Geht so

Es gibt zu viele wichtige Lücken zum Buch und zu diesen aus der Sicht dess Jungesn sache kann ich nur sagen es ist ganz gut gemacht jedoch hält das nicht an. Bei jeder szene mit einem Judem will man im Stuhl versinken und diesen scheiss Nazis (eigentlich allen aber diesen am meisten) will man einfach nur die Fresse einschlagen. Das ende ist das beste am Film Gänsehaut pur.

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Nicki Minaj Lover

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Wie sehr ich das heutige Deutschland "liebe"
um so mehr HASSE ich aber das damalige Deutschland

Wenn ich so was wie in diesem Film sehe schäme ich mich doch das das unsere Vorfahren waren ...

mir fehlen die Worte

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pischti

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Bewertung7.0Sehenswert

"Der Junge im gestreiften Pyjama" ist ein Film, der den Zuschauer mit den menschenverachtenden Machenschaften der Nazis im Zweiten Weltkrieg konfrontiert. Er verzichtet fast komplett auf Gewaltdarstellungen (im Gegensatz zu vielen anderen Vertretern), vielmehr sind gewisse Prozeduren oder Geschehnisse angedeutet, bzw. der Zuschauer kann sich seinen Teil denken. Mit dem Thema selbst wird strikt umgegangen und die Moralkeule ist, verständlicherweise, unübersehbar, trotzdem hat "Der Junge im gestreiften Pyjama" ein paar Defizite bei der Umsetzung der ganzen Thematik. Die Schauspieler sind durch die Bank weg austauschbar, vor allem die beiden kleinen Jungen neigen desöfteren zu unpassender Gestik oder Mimik. Vera Vamiga als Mutter des kleinen Bruno gefiel mir noch am besten, obwohl auch ihre Darstellung sehr durchschnittlich ist. Da es sich um eine BBC Produktion handelt erinnert der Film von der Machart sehr an typische Fernsehfilme die man auch hierzulande "bewundern" kann, dies fällt aber nicht so schwer ins Gewicht.
Ein großer Kritikpunkt meinerseits ist aber, dass man auf einer feierlichen Verabschiedung eines deutschen Offiziers und dessen Umsetzung auf eine höhere Position es im O-Ton tatsächlich fertig bringt, einen Briten mit tollstem britischen Akzent ein Lied singen zu lassen, währen man bei der deutschen Synchronisation einen Max Raabe Verschnitt bei der Gesangseinlage drübersynchronisierte, so wie es eigentlich sein sollte und so wie es passt. Dass die Originalsprache Englisch ist, ist nicht weiter wild, aber solche groben Detailfehler, die die Szenerie sowas von lächerlich erscheinen lassen, waren schon ein ganz schöner Griff ins Klo.
Nichtsdestotrotz ist "Der Junge im gestreiften Pyjama" ein sehenswertes Drama mit brisanter, erschreckender Thematik und vor allem mit einem Ende, was schon sehr harter Tobak ist und noch eine nachhaltige Wirkung beim Zuschauer erreicht.

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kobbi88

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Mann, von diesem Film höre ich nicht zum ersten mal...vielleicht sollte ich ihn doch mal probieren, klilngt für meinen Geschmack echt gut (Stichwort: nachhaltiger Wirkung)


pischti

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Es ist ohne Frage ein Film der betroffen und traurig macht, das Ende ist dann das, was den Film meiner Meinung nach ausmacht, leider.


8martin

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Dieser kleine Film von Mark Herman ist großartig, auch wenn er nicht ganz die Empfindungen trifft, die man beim Lesen des Romans von John Boyne hat. Die stufenweise Annäherung an das Erkennen eines Nazi-KZs aus der Sicht von Bruno einem Achtjährigen (recht aufgeweckt Asa Butterfield) ist allerdings nicht schlecht gemacht. Bruno glaubt Bauern auf einem Bauernhof zu sehen, er sieht Rauch aus großen Schornsteinen aufsteigen und wenn ein Uniformierter erscheint, wird geflüstert. Es geht ein ideologischer Riss durch die Familie. Brunos Vater (David Thewlis) ist Lagerkommandant. Er und Großvater (Richard Johnson) sind überzeugte Nazis. Bei den Frauen ist Großmutter (Sheila Hancock) skeptisch, Ehefrau Elsa (Vera Farmiga) kommt von der Position einer eher kritischen Opposition zur ehelichen Verweigerung. Ihr bleibt das letzte große Wehklagen, als sie begreift, was mit Bruno geschehen ist. Gut, dass man ahnt aber nicht sieht, was es war. Was für ein Schluss!
Bemerkenswert ist noch Brunos Gewissenskonflikt. Einmal lügt er aus Angst und verleugnet Schmuel (Jack Scanlon) seinen jüdischen Freund von der anderen Seite des Stacheldrahtzauns. Das wird ebenso wenig dramatisiert wie das Verschwinden des Häftlings Pavel (David Hayman), der früher einmal Arzt war. ‘Warst wohl ein schlechter‘, vermutet Bruno. Hayman überragt hier schauspielerisch turmhoch seine sonstigen Serienauftritte. Beeindruckend in gradliniger Schlichtheit. Die Täter werden zu Opfern.

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pischti

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Ich habe ihn zum Glück schon gesehen, aber wenn Du spoilerst, und das tust Du schon sehr, dann schreibe doch bitte einfach "VORSICHT SPOILER" oder irgendwas in der Art, ansonsten könntest Du einigen den Film ein wenig versauen.....


Timo82

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Dieser Film macht unglaublich wütend! Diese scheiß Nazis! Die Geschichte geht einem an die Nieren. Scheiß Nazis. Dieser Film war meine #1000! Scheiß Nazis. Entschuldigt bitte diesen Kommentar - Und jetzt alle: SCHEISS.... genau!

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marcowski

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Geht einem durch die Perspektive des unbefangenen Jungen unglaublich nahe und bewirkt wohl weitaus mehr, als ein touristischer Besuch im Konzentrationslager.

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thomas.posch.79

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Bewertung9.5Herausragend

Die Nazi-Zeit aus der Sicht eines kleinen Jungens. Absolut authentisch werden hier die Schrecken dieser Zeit aufgezeigt. Einer der traurigsten Filme aller Zeiten und über das Ende ist bereits alles gesagt.

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Bolzenschuss

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Es ist schon sehr erschütternt, dass kinder reifer sind, als erwachsene. sehr trauriger film. :-(

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RG-freak♥

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Bewertung7.5Sehenswert

unglaublich traurig und herzzerreißend :( hab ihn in der schule geguckt..nicht empfehlenswert..

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Leila57

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kein Interesse

Es ist möglich, dass der Film gut ist. Wahrscheinlich. Mir persönlich liegt sehr viel am Buch, daher möchte ich meine eigenen Bilder und Gedanken bewahren.

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DonMalarkey

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Bewegend aber nicht überwältigend.

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Schnürfee

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Bewertung9.0Herausragend

Ein unglaublich fesselnder Film, der mich am Ende richtig eiskalt erwischt hat.
Drama pur - absolut sehenswert!

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Mikael Blomkvist

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein Film, der genau so bewegt wie die Vorlage und für diese die erschreckende Bilder liefert. Leider wird das Buch nicht erreicht, was auch an der Perspektive des Films liegt. Nichtsdestotrotz ist er ein Beispiel dafür, dass der Holocaust nicht vergessen werden darf!

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JanoX

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Bewertung7.0Sehenswert

Wirklich schwierig sowas zu bewerten. Der Film ist (und Film bedeutet in dem Fall: Ende) einfach eine absolute Ohrfeige, aber natürlich perfekt umgesetzt. Nur dieses Ende gibt dem Film das, was ihn so unglaublich kraftvoll macht.
Mit allem, was vorher kommt, kann man zufrieden sein, gibt dem Film aber nicht mehr als 2-3 Punkte. Der Rest kommt ausschließlich von den letzten 15min.

Aber verdammt nochmal, ein MUSS!

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gidolino

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

ohne Worte, man sitzt am Ende des Films da und denkt sich mal gar nichts, schon sehr bewegend.

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gibtsnet

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Bewertung6.5Ganz gut

... vor allem das Ende bleibt einem im Halse stecken und wirkt noch einige Zeit nach!

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Briseis

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ja! :((


SalocinRocknRolla

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Bewertung9.0Herausragend

Ziemlich bewegendes Ende.
Grausamkeit eines solchen Krieges aus den Augen eines Kindes.
Mögen solche Filme uns daran erinnern, dass sich eine solche Geschichte niemals wiederholen darf!!!

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Riese96

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Bewertung9.0Herausragend

''Der 2. Weltkrieg-aus der Sicht eines Kindes!''
Das ist die Botschaft dieses Films´!

Gut umgesetzt und toll gemacht, (Natürlich nicht ALLES zu 100% real, z.B. die Feundschaft, etc.)!
Satte 9 Punkte!

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Juja

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Bewertung9.0Herausragend

Ich habe diesen Film zusammen mit meiner Klasse im Deutschunterricht geguckt, nachdem wir das buch gelesen hatten. Mich hat der Film sehr berührt, die Freundschaft zwischen Bruno und Schmuel wird sehr emozional dargestellt. Der Film, aber auch das Buch stellen dieses ernste und schreckliche Thema in einer kindlichen Naivität dar, wie sie nur aus der Sicht eines 8 jährigen Kindes beschrieben werden kann.

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julius.hibert

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Bewertung7.0Sehenswert

Leider wird der Film erst am Ende richtig gut, genau in dem Moment wo er den Zuschauer Quält! Und Qual ist die einzige Methode gewesen diese Geschichte abzuschließen, ohne ihn zu einem Mittel relativistischer Ansichten zu machen.
Der Rest des Filmes bewegt sich zwischen gefährlicher Naivität, mittel prächtigen Schauspielern und einem Score zum weg laufen.

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