Der Kreis
Dayereh (2000), IR/IT Laufzeit 90 Minuten, FSK 0, Drama, Kinostart 13.09.2001
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4 Kommentare
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News zu Der Kreis
von Jafar Panahi, mit Maryiam Palvin Almani und Nargess Mamizadeh
Acht Frauen in Teheran, die nichts verbindet, außer dem menschenunwürdigen Leben, das die iranische Gesell schaft für sie vorgesehen hat – nur, weil sie Frauen sind. Solmaz bekommt eine Tochter, obwohl die Familie ihres Mannes fest mit einem Sohn gerechnet hatte. Solmaz’ Mann lässt sich deshalb scheiden, ihr Leben ist für immer ruiniert. Pari ist aus dem Gefängnis geflohen. Sie ist schwanger, ihre Familie hat sie längst verstoßen und niemand riskiert es, ihr zu helfen. Nayereh muss ihre eigene Tochter aussetzen, weil sie ihr als unverheiratete Mutter keine Zukunft bieten kann. So hofft sie auf ein besseres Leben für sie. Gezeigt werden die Schicksale von Frauen, die ständig überwacht werden und erniedrigenden Diskriminierungen ausgesetzt sind. Worin ihre Verbrechen bestehen, erschließt sich nicht. Doch so unerbittlich die Schikanen auch sein mögen – sie schaffen es nicht, die Energie, die Kraft und den Mut zu brechen, durch den sich dieser Kreis von Frauen auszeichnet.
Cast & Crew
- Genre
- Drama, Sozialdrama
- Ort
- Gefängnis
- Handlung
- Abtreibung, Bus, Gefängnis, Krankenhaus, Prostitution
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- Der Kreis: critic.de


























Kritiken (1) — Film: Der Kreis
Lukas Foerster: taz / cargo / perlentaucher...
Kommentar löschenSo genau die einzelnen Episoden durchkomponiert sind, so willkürlich erscheinen die Verknüpfungen der verschiedenen Schicksale. Folgte Panahi statt der einen einer anderen der zahllosen Frauen auf den Straßen Teherans, so würde er, das suggeriert zumindest der Film, auf ein anderes Beispiel, eine andere Facette desselben Problems stoßen.
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Kommentare (2) — Film: Der Kreis
8martin Thu, 17 Feb 2011 10:25:10 -0000
Kommentar löschenEiner der wenigen Filme des Iraners Jafar Panahi, die die freie Welt erreicht haben. Inzwischen sitzt er in seinem Land im Gefängnis und hat Berufsverbot. Es ist unglaublich, dass dort schon der Gedanke einen Film zu machen strafbar ist. Dabei ist dieser Film doch gar nicht mal so systemkritisch, wie die Glaubenswächter meinen. Die Handlung folgt dem Thema: zu Beginn fliehen Frauen aus dem Gefängnis, am Ende sitzen alle wieder drin. Das geniale daran ist, dass man eigentlich nur eine Gesellschaft sieht, in der die Frauen in Angst leben und fast rechtlos sind, behindert von den religiösen Konventionen. Für männliche Iraner doch eigentlich eine Selbstverständlichkeit. So ist es halt nun mal im Islam! Nur in unserem liberalen, säkularisierten westlichem Blickwinkel erscheinen sie als unterdrückt und geknechtet, als Menschen zweiter Klasse. Uns fehlt halt das religiöse Verständnis! Damit wäre dann wohl der Beweis erbracht, dass es die Ayatollahs eigentlich besser wissen. Denn erst wenn es Verbote gibt, taucht die Frage nach dem ’Warum’ auf. Natürlich verschanzen sie sich offiziell hinter dem muslimischen Argument, dass man von Gott, dem Propheten und der Gesellschaft kein Bild machen soll, d.h. Bilder sind ohnehin böse.
Die Intention ist aller Ehren wert, an der filmischen Umsetzung kann Panahi noch etwas arbeiten.
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
Jomo Sun, 12 Aug 2012 23:11:46 -0000
Antwort löschenSchade, dass du so wenig Einblick in Panahis Arbeit und den Iran erhalten hast. Welcher seiner Filme hat denn nicht "die freie Welt" erreicht? Und wer sagt, dass im Iran der Gedanke einen Film zu machen strafbar ist? Und anschließend wird es dann völlig wirr...
ihre-herrlichkeit Thu, 17 Feb 2011 09:57:16 -0000
Kommentar löschen1. Hätte ich mir OV mit UT gewünscht. Diese seltsamen Synchros wirken teilweise wie Luis De-Funés Filme.
2. Ich weiß ja, dass es schwierig ist, im Iran einen richtigen Film mit Handlung zu drehen und dass Panahi mehr Wert darauf legt, Außenstehenden einfach die Situation darzustellen, aber nachdem ich schon den 2. Film von Panahi gesehen habe, bei dem irgendwer die ganze Zeit durch die Straßen rumläuft, muss ich sagen: LANNNNGGGWEILIG! Bei Ayneh (Der Spiegel, 1997<Ebenfalls von Panahi, bei MP leider nicht angegeben) hat man zumindest den Iran aus der Sicht eines kleinen Mädchens gesehen, was etwas außergewöhnlicher war. Mir ist klar, dass die ungerechte Behandlung der Frauen in den Vordergrund rücken soll, aber dann bitte mit etwas mehr Aufklärung bezüglich ihrer Geschichte. Wie soll man sich in die Charaktere hineinversetzen und den Plot nachvollziehen, wenn man die ganze Zeit nur kleine Häppchen kriegt....
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
Roy D. Gerkoeter Sun, 20 Mar 2011 00:46:30 -0000
Antwort löschenDas würde ich alles exakt so unterschreiben. Der Klappentext las sich viel versprechend und man nimmt ja aus dem Iran als Interessierter im Grunde alles mit...aber bei diesem Film habe während eines Gangs in die Küche zum Rauchen nicht mal auf "Pause" gedrückt, wofür ich mich sonst in Grund und Boden schämen würde. Und das vielleicht heute noch tue.