Die Folterkammer des Hexenjägers

The Haunted Palace (1963), US Laufzeit 84 Minuten, FSK 16, Horrorfilm, Kinostart 24.10.1969


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von Roger Corman, mit Vincent Price und Debra Paget

1765 spielen sich im kleinen Städtchen Arkham in Neu England unheilvolle Dinge ab und junge Mädchen verschwinden spurlos. Bald haben die Einwohner Joseph Curwen als Schuldigen und als Hexenmeister entlarvt und verbrennen ihn auf dem Scheiterhaufen. Doch Joseph Curwens letzter Fluch bewirkt, dass fortan in Arkham nur noch missgestaltete Kinder geboren werden. Als über 100 Jahre später sein Nachkomme Charles Dexter Ward auftaucht, wird er nicht gerade herzlich empfangen. Und tatsächlich steht Ward schon bald unter dem Bann seines Ahnen und nimmt mithilfe eines Buches Verbindung mit den finsteren Mächten auf…


Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Die Folterkammer des Hexenjägers
Genre
Horrorfilm
Ort
Neu-England
Handlung
Böse Geister, Dorfbewohner, Fluch, Geist, Hexe, Hexenverbrennung, Hexerei, Klassiker, Nachfahre, Palast
Tag
Klassiker
Produktionsfirma
American International Pictures, La Honda Productions

Kommentare (5) — Film: Die Folterkammer des Hexenjägers


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corinna.freiburg

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Bewertung7.5Sehenswert

27. Mai 2014
Vincent Prices Geburtstag jährt sich zum 103ten Mal. Da erscheint mir eine Review dieses Films nur allzu passend.
Inzwischen dürften es alle gemerkt haben, daß wir uns hier in der Geschichte um den 'merkwürdigen Fall des Charles Dexter Ward' befinden, der einfach mal ein wenig angepasst wurde (Hammer hat diesseits des großen Teiches vorgemacht, wie es geht). Nachdem der deutsche Zuschauer in den ersten Minuten nochmal gehörig mehr verwirrt worden ist (u. a. sind wir plötzlich in Wales statt in Neuengland) darf es jedoch endlich losgehen...
Ganz ehrlich, würden hier nicht Roger Corman Regie führen und Vincent Price und Lon Chaney jr. mitspielen, so würde ich vermutlich jede Sekunde erwarten, Oliver Reed, Chris Lee, Andre Morell, Michael Ripper oder Peter Cushing über die Leinwand huschen zu sehen, denn über lange Strecken könnte der Film was Sets, Licht, Kostüme und Atmosphäre betrifft ebensogut ein Streifen aus der Hammer-Schmiede sein, also Gothic pur!
Vincent Price in der Rolle des langsam von seinem Vorfahren Joseph Curwen aufgezehrt werdenden Charles Dexter Ward ist in der Tat eine seiner besten Leistungen. In vielen seiner Filme ist er meist eine Figur, die langsam in den Wahnsinn abgleitet oder schlicht und ergreifend größenwahnsinnig ist (meist in den Poe-Verfilmungen). Da dies jedoch kein Poe ist, ist auch der pricesche Spielplatz ein anderer, denn hier muss er nicht gegen den Wahnsinn ankämpfen, sondern gegen ein anderes Bewusstsein, welches seinen Platz einnehmen und ihn verdrängen und vernichten will, was sich durchaus schwieriger gestalten dürfte. Aber Price wäre nicht der Schauspieler, als den wir ihn in Erinnerung haben, wenn er diese Herausforderung nicht glänzend meistern würde, nur minimal unterstützt durch einen Tick anderes Licht oder ein minimal angepasstes Make-up... wir(!) wissen immer, wann er wer ist, seine Umwelt jedoch nicht, was die wachsende Verzweiflung seiner Frau (wunderbar in einer ihrer letzten Rollen, Debra Paget) fundamental untermauert.
Und im Gegensatz zu den Hammer-Filmen endet dieser Film eben nicht mit der endgültigen Zerstörung des Monsters... oder doch? So wirklich kann man das nicht sagen... ist Price in der Schlusseinstellung wieder Ward oder noch Curwen? Das mag jeder für sich selbst entscheiden...

In diesem Sinne: Alles Gute, Vincent. Mögen Deine Filme noch viele Jahre die Herzen zahlloser Gruselfans vor Spannung schneller schlagen lassen.

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Filmkenner77

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Wieder mal ein Film, der unser beider Geschmack trifft. ;-)


corinna.freiburg

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So soll es sein ;)


frink

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Bewertung7.0Sehenswert

Vincent Price spielt in diesem Film den verrückten Hexenjäger, der reihenweise junge Frauen in seine Folterkammer sperrt, um...

MOOOOMENT! "Natürlich" gibt es auch hier wieder einen reißerischen Titel, der auf der Hexen-Welle der 60er mitreiten soll. Den Hexenjäger selbst gibt es allerdings nicht, sondern einen Kultisten der "großen Alten", der gerne mal mit seinem Necronomicon hantiert, ganz ohne Folterkammer. Wie man sieht, handelt es sich auch nicht um eine Poe-Verfilmung, wie angeküdigt. Tatsächlich basiert die Handlung auf den Erzählungen des großartigen H.P. Lovecraft.
Und an diesem Punkt, wird es für mich besonders interessant, als bekennender Fan der Geschichten Lovecrafts. Die lovecraftsche Stimmung (Fischerdorf, seltsam entstellte Menschen, ein Glibbermonster im Keller) wird hier adäquat transportiert und mit den typischen Settings des Gothic-Horrors vermischt. Es gibt also auch gruselige Friedhöfe, ständig wabernder Nebel und ein altes Schloss mit obskuren Gemälden. Das passt hervorragend zusammen und ergibt eine angenehm dauerhafte gruselige Atmosphäre. Vincent Price ist mal wieder Vincent Price und ich mag es einfach wenn Vincent Price vincentpriceig spielt. Leider fehlen dem Film jedoch ein paar eindeutige Höhepunkte und eine größere Brise Spannung zum ganz großen Hit. Habe mich dennoch stets bestens unterhalten gefühlt.

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JackoXL

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"vincentpriceig" mag ich auch. Das Wort der Woche. :D


frink

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er ist aber auch einfach einzigartig


Lili 9ochefort

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Bewertung4.0Uninteressant

Die Gruselfilme der 60 er Jahre mag ich schon, nur dieser hier konnte mich schon vor ein paar Jahren nicht überzeugen und so ware es auch vor einigen Tagen. Die Folterkammer des Hexenjägers hat einen unglücklich gewählten Titel den es gibt weder eine Folterkammer noch werden Hexen gejagt. Basierend aus einer H. P Lovecraft Vorlage kann der Film aber leider nicht mit Spannung oder Grusel punkten, vieles wirkt heute wie eine Schultheateraufführung und die Sets sehen recht billig aus, auch ist die Beleutung mit ihrer Farbgebung aus heutiger Sicht sehr trashig. Konnte mich nicht überzeugen, ähnlich die Schlangengrube und das Pendel mit Lex Parker finde ich diesen Film ziemlich lächerlich.

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Filmkenner77

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Schöner Gothic-Grusel. Fand Price sehr gut in diesem Streifen.


Filmkenner77

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Bewertung7.0Sehenswert

"Die Folterkammer des Hexenjägers" aus dem Jahre 1963 ist nicht nur einer der besten Filme von Roger Corman, sondern auch eine der herausragenden Arbeiten von Vincent Price. Der Film verspricht Gothic-Grusel in bester Tradition mit Anleihen bei den alten Universal-Klassikern und kann vor allem atmosphärisch voll und ganz überzeugen. Diesmal griff Corman jedoch nicht auf eine Vorlage von Poe zurück, sondern bediente sich bei H. P. Lovecroft. Wie schon vom Vorposter erwähnt, ist der deutsche Titel etwas unglücklich gewählt und hat mit dem eigentlichen Inhalt nichts zu tun. "Die Folterkammer des Hexenjägers" ist eine kleine Perle des B-Horror mit den gewohnt rauchhaft, farbenprächtigen Bildkompositionen Cormans, die vor allem Genrefans ansprechen dürfte.

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dAJaro

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Viel Spass bei einem internationalen Gespräch zu diesen Film. Die Übersetzer hatten wohl vielerorts auf der Welt ihren kreativen Tag:
El palacio encantado (Argentinien) -> Der verzauberte Palast
Det forheksede slot (Dänemark) -> Das verhexte Schloß
The Haunted Palace (USA) -> Der Spukpalast (Originaltitel)
El palacio de los espíritus (Spanien) -> Der Palast der Geister
La città dei mostri (Italien) -> Die Stadt der Monster
La malédiction d'Arkham (Frankreich) -> Der Fluch Arkhams
Linnan kauhut (Finnland) -> Die Schrecken des Schlosses
O stoiheiomenos pyrgos (Griechenland) -> Der Spukturm
Skri av fasa (Schweden) -> Schrei des Schreckens
.
Wenn ihr mich fragt, hätte der deutsche Übersetzer einen Kreativitätspreis kriegen sollen. Vor allem da in dem Haunted Palace kein Hexenjäger vorkommt und dieser erst recht keine Folterkammer besitzt...

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