Die Frau, von der man spricht

Woman of the Year (1942), US
Laufzeit 113 Minuten, FSK 0, Komödie

7.8 Kritiker
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von George Stevens, mit Spencer Tracy und Katharine Hepburn

Was passiert, wenn sich eine Klatschkolumnistin und ein Sportreporter kennen lernen, die beide das Metier des jeweils anderen für absolut überflüssig halten? Richtig, sie verlieben sich ineinander! Doch kurz nach den Funken fliegen auch schon die Fetzen in dieser Screwball-Comedy mit Katherine Hepburn und Spencer Tracy.

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Kommentare (3) — Film: Die Frau, von der man spricht

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Blonder

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Katharine Hepburn und Spencer Tracy standen bei dieser wunderbaren Screwballkomödie das erste mal gemeinsam vor der Kamera. Was daraus folgte dürfte jedem bekannt sein, denn sie wurden nicht nur im Film ein Paar, sondern auch im wirklichen Leben. Als die beiden sich während der Dreharbeiten kennen lernten, meinte die niemals auf den Mund gefallene Hepburn zum etwas klein gewachsenen Tracy: "Ich befürchte ich bin zu groß für sie" darauf er "Keine Sorge ich stutze sie auf meine Größe zu recht". So begann die langjährige Beziehung der Beiden.

In dieser zeitlos schönen Komödie spielt Katharine Hepburn Tess Harding, eine wortgewandte und selbstbewußte Journalistin. Oder man könnte auch sagen sie spielt sich selbst. Zumindest verliebt sich Tess in Sam Craig, den sie auch bald heiratet. Aber bald mekt sie, dass zur Ehe mehr gehört, als vor einem Geistlichen nur, ja ich will, zu sagen. Eines Tages hat es Sam satt nur als Anhängsel gesehen zu werden und somit zieht er einen Schlußstrich. Auf einmal sieht Tess ihre Fehler ein und beginnt um ihren Gatten zu kämpfen.

Wenn man sich den Film so anschaut, merkt man, dass die Geschichte die hier erzählt wird heute noch aktueller ist, als sie vielleicht damals war. Denn es geht um eine emanzipierte Frau, die versucht, Ehe und Karriere unter einen Hut zu bringen.
Intelligenter Wortwitz zeichnet den Film aus, wobei man sagen muss, dass in der deutschen Synchronisation einiges verändert wurde. Im Original sind viele Spitzen zur politischen Weltlage 1942 enthalten. Nicht desto trotz macht der Film ungeheuren Spaß, denn es ist einfach schön dem Traumpaar beim Spielen zu zusehen.
Am Ende kann man nur noch mit Bedauern feststellen, dass solche Komödien heutzutage nicht mehr gedreht werden.

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Joe Gillis

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»Women should be kept illiterate and clean, like canaries.« Selten brillierte eine Frauenfigur auf der Leinwand so scharfsinnig, so witzig, so selbstbewußt wie Tess Harding, kaum je sah ein weiblicher Star so modern, so exklusiv, so unwiderstehlich aus wie Katharine Hepburn als »Woman of the Year« … Unglaublich, daß (und vor allem: wie herablassend) die Komödie – von George Stevens mit aller Weltläufigkeit und dem ganzen visuellen Raffinement der MGM-Studios inszeniert – dieses role model deklassiert, demontiert, denunziert: Tess, berühmte politische Kolumnistin des ›New York Chronicle‹, trifft auf Sam Craig (Spencer Tracy), einen sympathischen, bodenständigen Sportreporter desselben Blattes. Es funkt – natürlich – sofort, es vibriert und knistert, es prasselt und lodert. (Die (intellektuelle und erotische) Chemie zwischen Hepburn und Tracy ist eines der magischen Phänomene der Kinogeschichte.) Die beiden heiraten – Hals über Kopf –, und schon in der Hochzeitsnacht geht es irgendwie schief (ein europäischer Staatsmann auf der Flucht sitzt unversehens im Ehebett); in der Folge (Tess arbeitet, schreibt, denkt – Skandal! – einfach weiter) macht Sam eine sensationelle Entdeckung: »The ›Outstanding Woman of the Year‹ isn’t a woman at all.« Tess lernt die männliche Lektion, kriecht zu Kreuze, bereitet Frühstück für ihren Gatten. Das heißt, sie versucht es. Denn selbstverständlich erweist sie sich als unfähig, eine Waffel zu backen, einen Kaffee zu kochen, ein Toastbrot zu toasten. Die Frau, vor deren geschliffenen Worten selbst Präsidenten zittern, kann keine Eier trennen. Eine Farce. Ein Trauerspiel.

http://kinotagebuch.blogspot.com/

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Marie Krolock

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Katharine Hepburn ist eine unglaublich komische Schauspielerin. Zusammen mit Spencer Tracey macht sie diesen Film zu einem Seh-Erlebnis. Die älteren Screwballkomödien hatten wirklich noch Pepp. Das muss man heutzutage sehr lange suchen (vorallem, wenn man nicht ständig irgendwelche Fäkal-Witze hören will).

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

Blonder

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Dein Kommentar hat mich überzeugt, habe den Film gleich vorgemerkt


Marie Krolock

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eine gute Wahl! :)


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