Die Geschichte der Dienerin

The Handmaid's Tale (1990), DE/US
Laufzeit 109 Minuten, FSK 16, Science Fiction-Film, Drama, Kinostart 15.02.1990

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3.6 Kritiker
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von Volker Schlöndorff, mit Natasha Richardson und Aidan Quinn

In den Giledd, den früheren Vereinigten Staaten, hat eine religiöse Sekte die Herrschaft übernommen, die das Land streng nach den Weisungen des Alten Testaments regiert. Frauen sind rechtelos und dienen ausschließlich als Gebärmaschinen. Die wenigen fruchtbaren Frauen werden den regierenden Offiziersfamilien als “Dienerinnen” vermittelt, um deren Nachwuchs zur Welt zu bringen. Die junge Kate wird dem Kommandanten und dessen Gattin zugewiesen. Als sie nach vier Monaten immer noch nicht schwanger ist, drängt sie die Frau des Kommandanten, es heimlich mit dem Chauffeur ihres Mannes zu versuchen.

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Kommentare (7) — Film: Die Geschichte der Dienerin

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Scipio

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Sehr viel besser als "Children of Men".

Auch wenn ich Schlöndorf nicht mag, dieser Film ist wirklich gut.
- Einen Wink mit dem Zaunpfahl für George W. Bush -

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chupacabra

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Bewertung6.0Ganz gut

Die Ausgangslage von dem Streifen ist eigentlich äusserst reizvoll um daraus einen richtigen Kracher zu machen. Da gibt es einen Bürgerkrieg, einen fundamentalistischer Gottesstaat, Dekadenz im Überfluss, Frauen degaradiert zu Vieh und Geburtsmaschinen und der ganze Rest ausserhalb der gelebten "Werte", also die Schwulen, die Schwarzen, die Mexikaner, die anderen Frauen etc. werden in Gefangenlager depotiert. Leider aber findet dieses gesellschaftliche Gefüge für den Betrachter meistens im Off statt und man erfährt davon nur vom "hören sagen"!

Die Story dreht sich beinahe einzig um Kate, welche von der hübschen und leider verstorbenen Natasha Richardson sehr fein und durchaus freizügig gespielt wird sowie von ihrem Spiessrutenlauf durch die Gesellschaft. Das ganze als Love-Story abzutun wäre zwar etwas unfair, hingegen wird Gefühlsdussellei in dem Streifen doch realtiv gross geschrieben. Das ganze ist da durchaus auch gut erzählt aber irgendwie hält sich die Spannung in Grenzen, zu gestellt wirken die Figuren und zu künstlich und gefahrlos wirkt das Szenario. Dabei hätte es durchaus einige wirklich gute Szenen in dem Streifen, so z.B als eine Dienerin auf Grund "Fremdgehens" zeremoniell gehängt wird und ein Vergewaltiger zur "männlichen Vierteillung" von den Dienerinnen regelrecht zerissen wird. Blut fliesst zwar fast nichts aber die ganze Szenerie, welche nur so vor christlich-fundamentaler Symbolik trieft, hat schon was beängstigendes und ist fein gefilmt. Die Kulissen wie zum Beispiel der beeindruckende Glockenturm der Universität von Pittsburgh sind zum gut gewählt.

Leider hat es Schlöndroff verpasst dieses kontroverse Szenario vollends auszuloten. Ich denke auf Grund des hochwertigen Castes und des damit verbunden Erfolgsdrucks musste er den zahmen Mainstreamweg gehen und hatte somit keine andere Wahl. Was bleibt ist ein gut erzähltes Drama in einem düsteren, aber öfters nur wage angedeuteten, Zukunftszenario.

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doc_flunder

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Bewertung6.5Ganz gut

auch wenn das buch um längen besser und viel intensiver ist: schlöndorff & co. haben hier ganz solide arbeit geleistet. thematisch ist "the handmaid's tale" mittlerweile jedoch ein bisschen überholt. einen extremen backlash in sachen frauenrechte sehe ich - zumindest in der westlichen welt - momentan eher nicht.

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8martin

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Bewertung6.0Ganz gut

Volker Schlöndorff ist ja ein Spezialist und Könner von Literaturverfilmungen. Hier hat er vor allem auf die Karte Melodram gesetzt, dann auf Science-Fiction. Den Aspekt Gesellschaftssatire streift er nur marginal. Dabei läge hier der eigentliche Reiz. Die autoritäre Diktatur wird von gläubigen Fundamentalisten regiert. Das ist doch immer noch ein brisantes Thema angesichts der Äußerungen des reisefreudigen Papstes.
Schlöndorff stellt das Thema wie gewohnt sehr distanziert dar. Lediglich die beiden menschlich gezeichneten Figuren (Natascha Richardson und Aidan Quinn) sind belebende Farbtupfer und bringen auch etwas Spannung. Inhaltlich drängt sich ein Vergleich zu ’1984’ auf, wo es kein Happy End gibt. Hier bleibt das Ende offen, verschwommen, etwas blutleer. Kein Wohl-Fühl-Film.

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rkuehne

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Bewertung5.5Geht so

Ehrlichgesagt hab ich mir ein wenig mehr davon versprochen... Der film ist alles in allem nicht schlecht, aber so richtig fällt mir auch kein Grund ein, warum man ihn gesehen haben sollte. durchschnittliche unterhaltung, die nicht unbedingt langweilt, auf die man aber auch verzichten kann...

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dAShEIKO

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Bewertung7.0Sehenswert

Volker Schlöndorf weiß, wie man Stimmungen erzeugt und Schauspieler einsetzt. Insgesamt erinnert vieles an 1984, geht aber in vielen Teilen noch weiter.

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jadzia

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Eine sehenswerte Verfilmung des Buches "Der Report der Magd" von Margret Atwood. Die beklemmende Zukunftsvision spielt während ein totalitäres Militär-Regime die Macht in einem unbestimmten Staat hält, Krieg zum Wohle des Volkes führt und eine menschenverachtenden, religiös verbrämte Doktrin propagiert. Aufgrund drastischer Geburtenrückgänge sind Frauen versklavt und in Kategorien aufgeteilt. Dienerin Kate lässt zu, dass ihr Kommandant (beklemmend gut Robert Duvall) mehr in ihr sieht als eine Gebärmaschine. Zwischen den beiden entsteht über das monatliche Begattungsritual hinaus eine zarte Beziehung, in der der Kommandant seine Sehnsucht nach Zuneigung auslebt und Kate versucht herauszufinden, was mit ihrer ehemaligen Familie passiert ist. Durch ihn kann sie einen Blick hinter die Doppelmoral dieser Gesellschaft werfen, die nach außen Wasser trinkt und nach innen Wein säuft.

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