Die schwarze Narzisse

Black Narcissus (1947), GB
Laufzeit 97 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 29.08.1948

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Die schwarze Narzisse - Bild 13441
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von Michael Powell und Emeric Pressburger, mit Deborah Kerr und Flora Robson

Fünf anglikanische Ordensschwestern versuchen sich an der Aufgabe, in einer Bergfeste am Rande des Himalaya eine Missionsschule und ein Krankenhaus für die einheimische Bevölkerung einzurichten. Schließlich versagen sie, nicht zuletzt durch den schweren Konflikt, in den sie die Liebe einer der Schwestern zu einem Engländer stürzt. Ein packendes Melodram in exotischer Umgebung, das sich ganz und gar dem Kino verschrieben hat und den religiösen Hintergrund nur als Staffage nutzt. Ein Musterbeispiel für eine effektvolle Farbdramaturgie.


Cast & Crew


Kritiken (1) — Film: Die schwarze Narzisse

Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...

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7.5Sehenswert

Man will gar nicht glauben, dass "Black Narcissus" bereits 1947 produziert wurde. Andererseits ließe sich so einfach auch gar kein zeitlicher Bezug ausmachen: Das Gefühl für Orientierungslosigkeit ist Michael Powells und Emeric Pressburgers Film in beinahe jeder Einstellung eingeschrieben – und die Verortung wird noch zusätzlich mittels extremer Stilisierung erschwert: So ist der Film nahezu komplett in den Pinewood-Studios gedreht, verwirrt und begeistert jedoch ununterbrochen mit spektakulären Außenaufnahmen Indiens, die keine sind. Jack Cardiffs Kameraarbeit ist schlicht sensationell, atemberaubend und übermächtig, die Matte Paintings und Farbgestaltung bis heute unübertroffen (und der ungeheure Einfluss auf Regisseure wie Dario Argento nicht zu übersehen). Ein Technicolor-Rausch von einem Film, wahrlich. Powell und Pressburger erweisen sich im Umgang mit ästhetischen Prinzipien dabei überraschend verspielt, sie nutzen changierende Farb- und Lichtsetzung mal zugunsten einer fiebrigen Atmosphäre, die die an und für sich konfuse Handlung begleitet, dann wieder für melodramatische Effekte oder Orientmärchen-Pomp. Dass "Black Narcissus" dabei als sorgfältiges, filmisch interpretiertes Stimmungsbild ebenso wie als Film über Wahnsinn und Hysterie erscheint, liegt nicht zuletzt am enervierenden Spiel insbesondere Deborah Kerrs, deren Rolle zu einem Karriere-Archetypen werden sollte – eine Variation der ‚repressiven Nonne’ gab sie später noch einmal meisterhaft in Jack Claytons "The Innocents".

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Kommentare (3) — Film: Die schwarze Narzisse

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Filmkenner77

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Bewertung7.0Sehenswert

Die Farben und die Atmosphäre machen diesen Film zu etwas Besonderem. Schöneres Technicolor als in diesem Film habe ich in kaum einem anderen Film der 40er und 50er Jahre je gesehen.

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8martin

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Bewertung4.0Uninteressant

Ein etwas angestaubter Film aus dem Archiv der vierziger Jahre, als Hollywood auf der Fernostwelle schwamm. Deshalb auch die malerische Bergkulisse des Himalaja. Die Romane von Pearl S. Buck weckten damals das Interesse für China und richteten das Augenmerk der Kinogänger auf diese ganze Region. Vieles kommt uns heute recht betulich vor und die Figuren sind ziemlich klichéhaft. Sie pendeln mit ihren Aktionen zwischen einem heiligen Mann und einer Art Wildhüter hin und her. Der engelgleiche Gesichtsausdruck von Schwester Oberin Deborah Kerr dominiert zwar die Szene, wirkt aber eher einschläfernd. Der einzige Lichtblick ist die noch ganz junge Jean Simons, die als Einheimische etwas Exotik einbringt. Die abtrünnige Nonne wirkt heute etwas lächerlich mit ihrem diabolischen Blick. Trotzdem gab’s damals zwei Oscars. Nicht für die Schauspieler, die Regie oder das Drehbuch - wirklich nicht - sondern für Kamera und Ausstattung.

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patcharisma

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Bewertung7.0Sehenswert

Ziemlich durchgeknallter Fieber-Trip in herrlichem Technicolor zwischen Aufrichtigkeit, Grossmut, Disziplin aber auch Neid, Intrigen bis hin zum Wahnsinn mit einem gehörigen Schuss Sarkasmus. Für 1947 unglaublich frisch und ohne jeglichen kolonalistischen (Missionars-)Eifer.

Deborah Kerr's autoritäre Augen unter der weissen Kutte sind unvergesslich.

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