Drei Farben - Blau

Trois couleurs: Bleu (1993), PL/CH/FR
Laufzeit 98 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 04.11.1993

6.3 Kritiker
16 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.3 Community
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9 Kommentare
Drei Farben - Blau - Poster
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von Krzysztof Kieślowski und Krzysztof Kieslowski, mit Claude Duneton und Emmanuelle Riva

Drei Farben – Blau ist Krzysztof Kieslowskis:/krzysztof-kieslowski erster Film aus der Farben-Trilogie, in der die drei Farben der französischen Revolution und der heutigen Trikolore für Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit stehen. In “Blau verliert Julie ine einem Unfall alles, was sie hatte: ihren Mann, ihr Kind und sogar sich selbst. Denn auch sie kommt aus dem Unfall nicht unverletzt hervor sondern ihr Gesicht ist entstellt. Der körperliche Weg der Heilung verläuft zwar gut, auf der psychischen Ebene hat sie allerdings noch einen weiten Weg zurückzulegen.

Handlung

Bei einem Autounfall verliert die 33 Jahre alte Julie) ihre Tochter Anna und ihren Mann Patrice, einen Komponisten. Sie selbst überlebt und versucht, nach einem halbherzigen Selbstmordversuch im Krankenhaus, alle Brücken hinter sich abzureißen. Sie nimmt wieder ihren Mädchennamen an, wirft die unvollendete Komposition ihres Mannes zur Vereinigung Europas in den Müll und beauftragt einen Anwalt, ihren gesamten Besitz zu verkaufen, und mit dem Erlös für ihre Mutter, das Hausmädchen und den Gärtner zu sorgen. Nur ein Glasperlenspiel, aus blau funkelnden Steinen, nimmt sie mit in die neue Mietwohnung in Paris. Julie wählt eine der extremsten Formen persönlicher Freiheit: die Einsamkeit.

Die Freiheit, die die Protagonistin wählt, indem sie sich von allen Dingen des vorherigen Lebens trennen möchte, führt nicht zum gewünschten Ziel. Erst als sie sich auf die Vergangenheit einlässt, gelingt es ihr, den Schmerz zu überwinden.

Sie begegnet einer jungen Anwältin, die von ihrem verstorbenen Ehemann Patrice geschwängert wurde, und überschreibt der Frau und dem Kind ihr Anwesen. Wie neu geboren taucht sie, nach einem Bad im Pool, aus dem blauen Wasser auf. Jetzt ist sie auch in der Lage, Oliver ( Benoît Régent), einen ehemaligen Assistenten des toten Komponisten, bei der Vollendung einiger Werke ihres Mannes (oder sind es in Wirklichkeit ihre?) zu unterstützen. Die Erinnerungen holen Julie ein, aber sie hat inzwischen Abstand dazu gewonnen und behält ein bestimmtes Maß an persönlicher Freiheit, auch wenn sie sich jetzt auf eine Beziehung mit Oliver einlässt.

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Kommentare (9) — Film: Drei Farben - Blau

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Lüni

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ich liebe es wenn man sich auf einen Film einlässt dessen Titel einem so gar nichts sagt und man eine kleine Perle findet. Französiche Filme überraschen mich meist positiv, dieser hier ganz besonders

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DocSnyder08/15

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Allein die herausraggende Arbeit meines persönlichen Lieblings-DOP`s Slawomir Idziak ist schon 10 Punkte wert. Sein Spiel mit den Farb- und Verlaufsfiltern ist die perfekte visuelle Ergänzung zur Komposition von Zbigniew Preisner. Insgesamt der beste Film von Kieslowski, und die Latte liegt da in meinen Augen ziemlich hoch.

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Tyler__Durden

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Bewertung7.0Sehenswert

Nichts weiter als eine triste Reflektion im Angesicht der Tragik, im Angesicht eines Verlustes so gewaltig und vernichtend das selbst die Kraft zum Freitod nicht mehr gegenwärtig scheint. Der Emotionale Freitod muss es also sein, das abschotten und verbannen aller Gefühle. Denn ohne diese im Leben, wie kann Schmerz dann bitte noch einen Frucht vollen Träger finden an dem er sich nährt und dich zerstört, nicht wahr? Die einzige Möglichkeit diesem Unglück zu entkommen ist es ihm seinen Rhythmus zu nehmen. Doch ist dies ein Wettlauf gegen die eigene Existenz, schon längst verloren bevor begonnen, welchem man nie entkommen kann egal wie sehr man Freundschaft, Leibe, Zuneigung und all die andere positiven Emotionen vertreibt. So geben sie doch dem Leben den Rhythmus wieder, entferne sie doch bitte die Trompeten und füge die Flöte hinzu. Gebet der Symphonie des Lebens den Rhythmus wieder und singe das Hohelied der Liebe so das du verstehen magst das man vor seinen Ängsten nicht weglaufen kann. Egal wie hartnäckig und schnell man auch laufen mag.

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freakualizer

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Bewertung5.5Geht so

Ich hätte wohl besser einen guten Rotwein aufgemacht, statt des Biers, das ich zum Film genoss. Selbigen deutlich weniger. Abgesehen davon, dass ich es mir mit Dramen generell schwer mache (und mit vielen französischen Filmen auch), ist das hier Dramatik pur und die zieht sich. Mir eindeutig zulang. Wenn man selber nicht jeden Tag mit einem Lachen beginnt (oder ähnliches durchleidet/-litt, was hier gezeigt wird), dann kommt vieles "zu" dramatisch und aufgesetzt. Schicksale wie das der Hauptfigur gibt es wie Sand am Meer. Und das Leben ist oft traurig. Dafür ist mir die Binoche in ihrer Rolle zu gefasst, kalkuliert und so gut wie gar nicht verzweifelt. Passt nicht, wenn frau alles verliert.
Viele werden an der Symbolik der blauen Bilder u.ä. ihre Freude haben. Ich als Hobbymusiker bin hin- und hergerissen, was die Beurteilung der Filmmusik betrifft. Also lass ich es. (Jaja, der Mann war Komponist, ich weiss. Noch schlimmer: Beide!)

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janissl

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Krzysztof Kieslowskis Spiel mit Licht und Schatten, sein Spiel mit Farben und ganz besonders sein Spiel mit der Musik erreicht hier eine Perfektion, wie sie nur ganz wenigen vorbehalten ist. Dass Freiheit das Grundmotiv dieses Films ist erschließt sich erst mit der Zeit, geht es doch eigentlich um Verlust und den Umgang mit eben diesem. Binoche, mit der ich eigentlich nicht viel anfangen kann, gefällt mir hier ausgesprochen gut, und am Ende ist es der freie Wille der von ihr verkörperten Figur, der die Geschichte, wenn auch langsam, vorantreibt.
Was einem aber wohl langfristig im Gedächtnis bleiben wird, ist die handwerkliche Perfektion und die gestalterische Vollkommenheit. Ein, im wahrsten Sinne des Wortes, sehr schöner Film.

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dbeutner

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Bewertung5.0Geht so

Die Tragik trieft, ohne Ende. Viel zu eindimensional.

Der Film hat mich zum Binoche-Hasser werden lassen, bis ich gottseidank durch Caché eines besseren belehrt wurde - da hat die gute aber auch deutlich an Reife gewonnen.

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maslobojew

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Bewertung9.0Herausragend

So etwas wie eine Befindlichkeitsstudie über eine vom Schicksal(?) gebeutelten Frau. Beim zweiten Mal Sehen fiel mir auf, dass ich eigentlich kein Bild vergessen hatte, der ganze Film wie ein 90 Minuten lang sich bewegendes Gemälde daherkommt. Da hat jede Einstellung ihre Funktion. Von der Brisanz her, finde ich allerdings die anderen beiden Filme aus Kieslowskis Farben-Trilogie noch besser.

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Lara-Romana73

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Das perfekte Zusammenspiel zwischen einzigartiger Regie (Krzysztof Kieslowski), genialer Musik (Zbigniew Preisner) und
fabelhafter Schauspielkunst (Juliette Binoche).
Binoche fesselt den Zuschauer durch Ihr stilles, herzzerreißendes Auftreten.
Ein wahres Meisterwerk!

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brxjan001

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Freanzösisch besetzt, französisch gespielt, dennoch nicht einschläfernd, ein Kunstwerk, genial!

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