Einer trage des anderen Last
Einer trage des anderen Last (1988), DE Laufzeit 118 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 20.10.1988
2 Bewertungen
Skala 0 bis 10
60 Bewertungen
1 Kommentare
Keine
von Lothar Warneke, mit Johanna Clas und Karin Gregorek
Ein privates Lungensanatorium Anfang der 50er Jahre in der DDR. Zwei an Tuberkulose erkrankte Männer müssen sich ein Zimmer teilen: Josef Heiliger (Jörg Pose), Offizier der Volkspolizei, und Hubertus Koschenz (Manfred Möck), ein evangelischer Vikar. Dem Marxisten und dem Christen fällt es nicht leicht miteinander auszukommen. Denn während Heiliger ein Stalinbild über seinem Nachttisch aufhängt, lässt sich der Vikar nicht nehmen, ein Christusbild anzubringen. Heiliger liest Marx und Lenin, Koschenz die Bibel. Das geht nicht lange gut. Bald fordern beide vom Chefarzt, in getrennte Zimmer verlegt zu werden.
Cast & Crew
-
Lothar Warneke
-
Johanna Clas
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Frau Grottenbast
-
Karin Gregorek
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Oberschwester Walburga
-
Gert Gütschow
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Dr. Sabrocki
-
Peter Hölzel
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Herr Trufelknecht
-
Heinz-Dieter Knaup
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Dr. Stülpmann
-
Susanne Lüning
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Sonja Kubanek
Regie
Schauspieler
-
Manfred Möck
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Hubertus Koschenz
-
Jörg Pose
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Josef Heiliger
-
Hans Jochen Röhrig
-
Hermann Stövesand
-
Doris Thalmer
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Schwester Inka
-
Wilfried Pucher
-
Wolfgang Held
-
Lothar Warneke
- Genre
- Drama
Drehbuch
Filmdetails Einer trage des anderen Last
Fans dieses Films mögen auch
Trailer zum Film Einer trage des anderen Last
Leider haben wir noch keinen Trailer.

Barfuß im Park
Dr. Mabuse, der Spieler - Ein Bild der Zeit
Im Namen des Vaters
Frankenhooker - Verschraubt und genagelt
Frantic












Kommentar — Film: Einer trage des anderen Last
Kommentar schreibenfilmbaum 2009/05/17 22:02:47
Kommentar löschenAls Lothar Warneke am 5. Juni 2005 verstarb, würdigte ihn Matthias Platzeck als einen der "ganz Großen" des deutschen Kinos, der mit seiner "leisen, menschlichen Art" in "Einer trage des anderen Last" "Millionen in die Kinos" gezogen habe. Dass dieser so erfolgreiche Film auch sein letzter war, verschweigt der Nachruf. In der gewendeten Republik fand Warneke keine Arbeit als Regisseur mehr. Dabei war er einer, der früh das Kino zum Leben zu öffnen verstand, lange vor der aufgeblasenen "Dogma '95"-Bewegung und im Gegensatz zu vielen seiner Regiekollegen in der DDR. "Der dokumentare Spielfilm" war anknüpfend an den italienischen Neorealismus Titel seiner Diplomarbeit von 1964 und Programm für ihn selbst. Seine Filme siedelten außerhalb der Künstlichkeit von Studiokulissen, im Spannungsfeld zwischen privaten Nöten und gesellschaftlichen Zwängen. Am besten gelang ihm das vielleicht in "Die Beunruhigung" (1982), wo Christine Schorn als krebskranke Eheberaterin Bilanz ihres Lebens zieht und ihre scheinbar geordnete Welt ins Wanken gerät.
In "Einer trage des anderen Last", dem bekanntesten Film Warnekes, streiten ein Volkspolizist und ein Vikar offen über ihre Weltanschauungen. Dafür erhielten die Darsteller bei der Berlinale 1988 den silbernen Bären. Damals vieldiskutiert, wirkt der Film heute wie ein Abgesang auf ein untergegangenes Land. Und auf einen vergessenen Regisseur. Wenn man Warnekes Filme heute wiedersieht, mag man das ein wenig bedauern.
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten