Frances
Frances (1982), US Laufzeit 134 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 26.08.1983
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von Graeme Clifford, mit Kim Stanley und Sam Shepard
Sie ist gerade 23 Jahre alt, als sie ihr Leinwanddebüt gibt. Sie ist schön und intelligent. Schon sieht man sie als künftigen Superstar. Aber Frances Farmer ist auch eine unkonventionelle Persönlichkeit. Und genau das ist im Hollywood der 30er Jahre nicht gefragt. Nach einer gescheiterten Affäre mit dem Bühnenautor Clifford Odets wird sie alkoholabhängig und beginnt sich systematisch selbst zu zerstören. Ihre dominante Mutter lässt sie schließlich entmündigen und in eine psychatrische Anstalt einweisen. Dort wird sie mit Eletroschocks und einer unmenschlichen Insulin-Therapie misshandelt. Sie ist völlig am Ende und hat nur noch eine Hoffnung: ihren besten Freund Harry York.
Cast & Crew
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Graeme Clifford
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Kim Stanley
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Lillian Farmer
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Sam Shepard
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Harry York
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Bart Burns
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Ernest Farmer
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Jonathan Banks
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Hitchhiker
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Bonnie Bartlett
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Studio Stylist
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James Brodhead
Regie
Schauspieler
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Kevin Costner
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Eric Bergren
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Christopher De Vore
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Nicholas Kazan
- Genre
- Drama
- Handlung
- Schauspieler, Schauspielern
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Frances
Trailer zum Film Frances
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Kommentare
Kommentar schreibenMarkbln 2012/04/04 20:42:16
Kommentar löschenDas ist wirklich eine Extraklasse Schauspielleistung und eine Blamage für Hollywood, dass Jessica Lange dafür nicht belohnt wurde. Was solls, der Film bleibt ein aufregendes Porträt einer einsamen Kämpferin. Mal wieder anschauen....
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patcharisma 2011/05/10 22:43:20
Kommentar löschen"Frances" (von 1982) ist das sorgfältig realisierte Bio-Pic über den 30er-Jahre (Hollywood-)Star Frances Farmer, die zwar bildschön und hochtalentiert aber eben auch blitzgescheit, störrisch und äusserst rebellisch war (u.a. interessierte sie sich für weltumfassende Politik) und sich niemals in Konventionen drängen liess, was ihr schlussendlich (fast) zum Verhängnis wurde. Das Faktum, dass Filmstars damals einfach nur hübsch und eine Rolle repräsentieren mussten, passte ihr (wie so viele ähnliche Gesetzesmässigkeiten der Traumfabrik gar nicht) und so ging sie bald lieber an den Broadway nach NY, um Theater zu spielen. Aber auch dort kam sie mit ihrer frechen Aufmüpfigkeit in viele Queren.
Eine Stunde fasziniert der Film also mit so viel Glam, Kurzweiligkeiten und divaesken Herrlichkeiten in edelsten Bilder (inklusive einer Farbdramaturgie, die stark dieser von Fassbinder in 'Lola' oder 'Lili Marlen' erinnert), die immer wieder staunen lassen. Kein Wunder: Regie-Debutant Graeme Clifford war einer der talentiertesten Editors seiner Zeit (er schnitt u.a. "Wenn die Gondeln Trauer tragen" (1973) - der Film, der seine Genialität vorallem auch dem grandiosen Editing zu verdanken hatte). Was weiter folgt, ist eine Odyssée von Emanzipation der harten Sorte: Enttäuschungen am Laufmeter, Entmündigung der Personenrechte, Dauerkonflikte mit allen Beteiligten, Booze-Abstürzen und Tabletten-Abhängigkeit, Mutter-Loslösungs-Komplexen (Klasse: Kim Stanley!) und schlussendlich die wiederholte Zwangseinweisung in das damals so berüchtigte Psychiatrie-Wesen (inkl. Insulin-"Therapie", Elektroschocks und Lobontomie-Versuchs-Opfern) - Szenen für starke Nerven! Doch bei aller Tragik und Härte dieser Begebenheiten verliert der Film niemals Frances' Hauptmerkmal, nämlich die durchgehend unglaubliche Coolness und dieser wunderbare bissige und staubtrockene Schwarz-Humor, den die Frau wahrscheinlich schlussendlich am Leben erhielt. Kostprobe: Die Polizei holt die betrunkene Frances mit Gewalt aus dem Haus, auf dem Revier wird sie formell gefragt, wie sie nun auch heisst ("Nun haben sie mich zwangsweise verhaftet und jetzt fragen sie mich noch nachträglich nach meinem Namen!") und dann muss die Berühmtheit noch die berufliche Tätigkeit angeben - Antwort: "Schwanzlutscherin!".
Die wundervolle Jessica Lange spielt ihre Figur mit einer solchen Ambition, irgendwie Leichtigkeit, offener Authentizität und trotzdem harter Leidenschaft, sodass man über ihr Resumée nicht verwundert ist: "Als die Dreharbeiten vorüber waren, hatte ich die Figur Frances so vermisst, dass ich in ein tiefes Loch fiel. Sie wurde zu meinem Alter-Ego." Vielleicht auch, weil sich bei dem tollen Drehbuch sich hier bei aller Misery immer wieder diese unvernichtende Prise Hoffnung durchzieht, die in der Person von Sam Shepard auftaucht - als ihr treuer Freund Harry York, der die gebeutelte Frau niemals im Stich lässt. Was braucht man eigentlich mehr im Leben, als wenigstens ein einziger treuer Freund?
Fazit: "Frances" ist einfach verdammt tolles und äusserst modern umgesetztes (Epos-)Kino mit diesem unschlagbaren 70er-Flair, versetzt voller liebevollen Details (John Barry's Musik ist ein Hammer!) und unverwüstlichen Schauspielleistungen aller Beteiligten. Bin jetzt noch grad für einige Nächte lang noch baff ab dem! Bitte anschauen...
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