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Hafen des Lasters
Key Largo (1948), US Laufzeit 101 Minuten, FSK 16, Drama, Thriller, Kinostart 06.04.1950
7.4
Kritiker
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Moviemaster:Movie
von John Huston, mit Humphrey Bogart und Edward G. Robinson
Nach dem Zweiten Weltkrieg besucht Major Frank McCloud Nora Temple, die Frau seines im Krieg gefallenen Kameraden, in Key Largo. Nora lebt alleine mit Mr. Brown und einigen von dessen Männern in einem Hotel, das ihrem Schwiegervater gehört. Als ein Unwetter heranzieht suchen viele Menschen Zuflucht im Hotel, auch der Polizist Clyde Sawyer, der gleich von den Hotelbewohnern gefangengenommen wird. Es stellt sich heraus, daß Mr. Brown ein Gangsterboß aus Chicago ist, der sich hier in Key Largo versteckt.
Cast & Crew
Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Hafen des Lasters
- Genre
- Drama, Thriller
- Zeit
- Zweiter Weltkrieg
- Ort
- Florida, Kuba, Schiff
- Handlung
- Soldat, Wirbelsturm, Witwe
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Kritiken (3) — Film: Hafen des Lasters
Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...
Kommentar löschenNach "The Treasure of the Sierra Madre", der die Natur mit weiträumigen Außenaufnahmen als eigenen Charakter besetzte, verlegt John Huston den Handlungsraum seines nächsten Filmes ins Innere eines Küstenhotels, in dem eine Gruppe von Menschen durch einen Hurrikan von der Außenwelt abgeschieden ist. Unter ihnen befindet sich eine Handvoll Gangster, die um jeden Preis ungescholten von der Insel zu entkommen versuchen. "Key Largo" ist ein behutsames Kammerspiel, das Huston als verdichteten Thriller auf engem Raum und damit formales Gegenstück zu seinem vorherigen Film in Szene setzt. Dabei fehlt es dem Drehbuch zuweilen an Schliff, besonders hinsichtlich der nur teilweise gewitzten Dialoge, und auch an Konzentration, nicht seine eigentlichen Hauptdarsteller aus den Augen zu verlieren. Ein 'echter' Bogart/Bacall-Film ist "Key Largo" indes leider nicht, Romantik zwischen beiden wird bestenfalls angedeutet. Tatsächlich tritt das größte Hollywoodtraumpaar der 40er Jahre zeitweise sogar in den Hintergrund und wird abwechselnd von Edward G. Robinson als Gangsterboss und Claire Trevor als dessen Exfrau an die Wand gespielt. Dennoch ist "Key Largo" ein außerordentlich sehenswerter Hostage-Thriller, dessen kleinere Schwächen spätestens das geschickt inszenierte Finale ausbügelt.
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Timo K.: Blockbuster Entertainment
Kommentar löschen[...] "Gangster in Key Largo" ist [...] nicht der beste Huston, dennoch: Knappe 100 Minuten mit zwei großen Stars der "Schwarzen Serie" in begrenztem Raum und unbehaglichem Wetter zu verbringen, 100 Minuten diesem ausgeklügelten, überhaupt nicht angestaubten Psychologie-Theaterstück um Moral und Tapferkeit beizuwohnen, bei einem Film, der furchtbar banal, aber doch so bemerkenswert gerissen daherkommt – man sollte meinen, schöner, druckvoller kann Film Noir nicht sein, schon gar nicht an einem verregneten Sonntagnachmittag kurz vor einem Unwetter.
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peter-noster: Mostly Movies
Kommentar löschenBis in jede Nebenrolle ist diese Umsetzung eines Theaterstückes treffend besetzt. Der perfekte Schnitt in den Dialogen macht den Film trotz seiner Bühnenkunft sehr dynamisch, vor allem, wenn man das Herstellungsjahr in Betracht zieht. Bogart passt als desillusionierter Soldat, doch ist es der Rest des Ensembles der dem Film den letzten Schliff gibt. Lauren Bacall strahlt ihre natürliche Schönheit aus, Lionel Barrymore glänzt als ihr idealistischer Schwiegervater und Edward G. Robinson brilliert in seiner Paraderolle als Gangsterboss im Exil. Es macht viel Spass, Bogarts Charakter beim Wurzel schlagen zuzusehen. Ich empfehle "Key Largo", der einen nicht ganz typischen Film Noir markiert.
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Kommentare (9) — Film: Hafen des Lasters
ElMagico Sat, 20 Apr 2013 14:45:50 -0000
Kommentar löschenEigentlich gibt der deutsche Titel von "Key Largo", also "Gangster in Key Largo", schon einen großen Teil der Geschichte wieder, denn würde man diese Geschichte zusammenfassen müssen, sie würde auf den berühmten Bierdeckel passen. Und den könnte man evtl sogar vorher noch einmal falten...oder auch zweimal. Böse Worte und klischeehaft noch dazu, welche sonst herangezogen werden um einen Film möglichst schlecht dastehen zu lassen. Das will ich aber in keinster Weise! "Key Largo" ist ein packendes, aber eben oft minimalistisches Kammerspiel, das mehr Suspense versprüht also so mancher Action-Reißer.
Ein paar kleine Inseln, Hitze, ein nahender Hurrikan und eine Gruppe von Gangstern als einzige Gäste in einem Hotel. Mehr braucht John Huston nicht um in "Key Largo" ein Maximum an Spannung und Atmosphäre zu verbreiten. Mit einem Bein noch im Film Noir verwurzelt, betritt das zweite jedoch schon Neuland, erforscht relativ unbekanntes Terrain und probiert sich sogar an relativ eindeutiger Gesellschaftskritik. Dies jedoch immer nur als integraler Bestandteil der Story, nie zum Selbstzweck. Im Mittelpunkt bleibt immer dieses ungleiche Duell zwischen den Gangstern und ihren Waffen und dem Stolz und dieser Waffe Moral des Hotelbesitzers, seiner Schwiegertochter und dem Helden, Frank McCloud. Auch er ist noch Held der alten Schule, aber doch sind an ihm schon die ersten Risse sichtbar, nicht alles was er tut oder sagt ist rein und heroisch wie es noch vor dem 2. Weltkrieg war. Es scheint oft, als hab er ein Leben lang gelernt wie ein Held zu agieren, zu sprechen und zu handeln, hat aber über die Zeit vergessen wofür er das tun sollte. Und genau das wirft ihm auch Rocco vor: Held sein für was, wenn man sein Leben davon nicht bestreiten kann?
Es sind viele solcher kleinen Momente, die diesen spannenenden Film dann doch zu etwas mehr als nur einen guten Krimi werden lassen. Am imposantesten und mutigsten war für mich eindeutig die Szene, in der sich Gangsterboss Rocco über seine Ausweisung aus den USA beschwert und um diese Schmach zu unterstreichen, setzt er sich mit den verhassten roten Kommunisten gleich. Für mich ein mutiger Nebensatz, der die damalige Werteverschiebung innerhalb der Gesellschaft auf den Punkt bringt.
Aber "Key Largo" wird nie zum trockenen Politikum oder Gesellschaftskritiker. Der Film bleibt selbst in seinen ruhigsten Momenten ein intensives Kammerspiel, denn auch wenn mal nur recht wenig passiert, will man diese seltsame Konstellation verschiedenster Charaktere weiterverfolgen, sehen wohin sich die Mitte verschiebt, wer zuerst aus seiner Rolle ausbricht und was geschieht, wenn der Sturm ankommt.
Total kompakt, in sich stimmig und voller drückender Spannung...toll!
bedenklich? 17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten
Andy Dufresne Sat, 20 Apr 2013 18:07:23 -0000
Antwort löschenMenn ey, den hab ich mal angefangen zu schauen (so ne halbe Stunde ca.) und musste dann weg...Hat mir sehr gefallen was ich sah, seitdem will ich ihn nachholen, der kommt aber superselten in der Glotze...
ElMagico Mon, 22 Apr 2013 19:11:05 -0000
Antwort löschenHab den auch erstmal nirgends gefunden, da ich brav nach "Hafen des Lasters" gesucht hab ;) Falls ihn unbedingt mal gucken willst, können wir ja illegale Sachen machen :P
Andy Dufresne Mon, 22 Apr 2013 19:47:32 -0000
Antwort löschenIch steh auf illegale Sachen (unter anderem) :D
ElMagico Tue, 23 Apr 2013 09:25:11 -0000
Antwort löschenLet's do it ;)
Andy Dufresne Tue, 23 Apr 2013 15:13:39 -0000
Antwort löschenAber wie ??? Mein übelst schrrottiger Laptop ist für illegale Online Geschichten viel zu langsam/am Arsch/alt...
ElMagico Tue, 23 Apr 2013 16:01:55 -0000
Antwort löschenTuschel Tuschel...nicht hier! :)
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Andy Dufresne Tue, 23 Apr 2013 16:11:12 -0000
Antwort löschen:D
THE_JUDGE Fri, 26 Apr 2013 13:20:50 -0000
Antwort löschenDen gibts auch oft in Bücherhallen/Bibliotheken/Mediotheken oder wie auch immer. Glaub da hatte ich ihn auch geliehen. In jedem Fall ein top Streifen!!
cpt. chaos Wed, 13 Mar 2013 14:45:33 -0000
Kommentar löschenDen Unterhaltungswert bezieht dieser Vertreter der "Schwarzen Serie" vorrangig aus einer solide vorgetragenen Geschichte, Lionel Barrymore (Mr. Potter aus "Ist das Leben nicht schön?") in einer ganz starken Rolle und den Dialogen zwischen Humphrey Bogart und Edward G. Robinson, wobei ich letzteren schon besser gesehen habe.
Insgesamt plätschert der Film mitunter zu belanglos dahin; aufgrund der Stars am Set und der grundsätzlich ansprechenden Story, wäre da jedenfalls für meinen Geschmack einiges mehr drin gewesen!
Vielleicht starte ich nochmal einen weiteren Anlauf, aber auf Anhieb war mir das zu wenig.
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Einar Thu, 18 Oct 2012 05:22:49 -0000
Kommentar löschenKlaustrophobischer Thrill mit Bogey und Robinson.
Während eines Hurricanes treffen Gangster unter ihrem Boss Rocco (Robinson) auf Major McLeod (Bogart), der bei der Familie eines gefallenen Kriegskameraden einen Anstandsbesuch unternimmt. Gefangen im saisonbedingt außer Betrieb gestellten Hotel beginnt sich die Anspannung zu entladen...
Bogart trifft auf Robinson. Und das während eines Hurricanes. Eine explosionsartige Mischung möchte man meinen. Doch leider knistert es den gesamten Film nur zwischen den Beiden - und knallt nicht. Vielmehr ist ein subtiler Thrill zu spüren, der dem Film dennoch nicht schadet. Von zwei Größen dieser Zeit hätte ich mir dennoch ein wenig mehr erhofft, ich vergleiche das einfach mal mit Pacino und de Niro in "Heat".
Dennoch hat "Gangster in Key Largo" einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Positiv. Auch wenn die Rivalen teilweise blass bleiben und Lauren Bacall leider auch "nur" hinreißend aussieht und kaum wichtige Anteile hat, ist die Story die wahre Stärke. Glänzend photografiert, tolle musikalische Untermalung, souveräne Regie und der von mir immer wieder gerne gesehene Lionel Barrymore.
Eigentlich hätte ich dem Film im Endeffekt eine 7,0 geben müssen. Aber Robinsons Mienenspiel und Bacalls reizende Augenpartie heben den Gesamteindruck um einen subjektiven halben Punkt.
Sicherlich sehenswert, einen "All-Time"-Knaller sehe ich aber nicht im fertigen Produkt!
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Lichtspieler Fri, 07 Oct 2011 07:05:11 -0000
Kommentar löschenSehr hohe Spannung und im Laufe des Films eine in sich mehr und mehr geschlossene Handlung, bringen das Theaterstück von 1939 hervorragend auf die Leinwand (Glotze). Perfekte Darsteller und eine prickelnde Atmosphäre machen den Film zu einem Erlebnis. Die Gangster warten auf ihre Geschäftspartner, die Hotelbesitzer und Bogart warten darauf das die Gangster ihr Geschäft abschließen und verschwinden, und alle, einschließlich Zuschauer, warten auf den Hurricane... Super! 9/10
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patcharisma Tue, 12 Apr 2011 19:00:35 -0000
Kommentar löschenWow, was ein tolles Kammerspiel! Im Innern eines Strandhotels Ende Saison in Florida werden die Machtkämpfe der Guten gegen die sich grad auch unglücklicherweise einquartierten Mafiosis mit dichter Psychologie ausgetragen - das voller gewieften Sprüche, Coolness an der Nähe des Gefrierpunkts und immer gut eingewobenen Vergangenheitsaufarbeitungen jeder einzelnen Figur. Das Ensemble macht grossen Spass und schauspielert hervorragend. Überflüssige Längen gibt es nicht, schnell geht es auf den Punkt: Während es in den verschiedenen Räumlichkeiten mit immer neuen gegenseitigen Provokationen zu einem explodierenden Boiling Point zu kommen scheint, kommt der bedrohliche und klasse gefilmte Hurrican von draussen immer näher. Nicht mal Edward G. Robinson als herrlich überheblichen Gangsterboss scheint dieser mehr geheuer. Und dann fährt in der letzten Grossszene ihr Boot durch den tropischen Nebel ins Nirgendwo...
Die grosse durchgehende Atmosphäre (mit Max Steiner's dramatischem Score), die den ganzen Film durchzieht, ist fast der wahre Star des Films, aber ganz toll fand ich hier zusätzlich Claire Trevor als Alkoholikerin auf Dauer-Entzug - kollossal gut! (Aber ich hab für solche Figuren eh immer viel übrig. xD)
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Bradbury Tue, 12 Apr 2011 19:25:42 -0000
Antwort löschenWenn man die Besetzungsliste so liest - die geht aber auch runter wie Butter!
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patcharisma Tue, 12 Apr 2011 19:38:09 -0000
Antwort löschenJa und es ist alles ein wirklicher spannender Spass...
Brennegan Wed, 13 Apr 2011 07:07:48 -0000
Antwort löschenNa, ich bin mal gespannt ... wird auf jeden Fall angeguckt :)
Sundance_Kid Sun, 30 Jan 2011 19:05:27 -0000
Kommentar löschen„Und was hilft Ihnen dann Ihre Klugheit?“ „Tja, ich hab' eben vieles gelernt, das wenig einbringt. Bei Ihnen ist's genau umgekehrt.“ Großes Thema, großer Film. Einziges Manko: das schleppende Tempo.
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Doomsday Thu, 26 Aug 2010 19:31:11 -0000
Kommentar löschenGut gespielter und spannender Gangsterfilm mit Bogart und Bacall, letztere hat hier leider keine wirklich große Rolle abbekommen. Klasse auch Edward G. Robinson als Gangsterboss, der sich von nichts und niemand etwas sagen lässt, jeden demütigt und sich letztendlich nur von den Naturgewalten einschüchtern lässt. Groß, als Bogart sagt: "You don't like it, do you? The storm? Show it your gun, why don't you? If it doesn't stop, shoot it!"
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christof.s Thu, 13 Nov 2008 20:48:29 -0000
Kommentar löschenSpannendes und überzeugendes Kammerspiel. Sowohl Bogart als auch Bacall gefallen mir hier besonders gut.
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Alecprime Thu, 17 May 2007 15:19:57 -0000
Kommentar löschenPackender Bogart, die Schwüle Floridas ist förmlich spürbar, den Film muss man mit einem Ventilator schauen.
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