Hafen des Lasters

Key Largo (1948), US
Laufzeit 101 Minuten, FSK 16, Thriller, Drama, Kinostart 06.04.1950

7.4 Kritiker
16 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.1 Community
189 Bewertungen
9 Kommentare
Hafen des Lasters - Bild 5587960
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von John Huston, mit Humphrey Bogart und Edward G. Robinson

Nach dem Zweiten Weltkrieg besucht Major Frank McCloud Nora Temple, die Frau seines im Krieg gefallenen Kameraden, in Key Largo. Nora lebt alleine mit Mr. Brown und einigen von dessen Männern in einem Hotel, das ihrem Schwiegervater gehört. Als ein Unwetter heranzieht suchen viele Menschen Zuflucht im Hotel, auch der Polizist Clyde Sawyer, der gleich von den Hotelbewohnern gefangengenommen wird. Es stellt sich heraus, daß Mr. Brown ein Gangsterboß aus Chicago ist, der sich hier in Key Largo versteckt.


Cast & Crew


Kritiken (3) — Film: Hafen des Lasters

Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...

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7.0Sehenswert

Nach "The Treasure of the Sierra Madre", der die Natur mit weiträumigen Außenaufnahmen als eigenen Charakter besetzte, verlegt John Huston den Handlungsraum seines nächsten Filmes ins Innere eines Küstenhotels, in dem eine Gruppe von Menschen durch einen Hurrikan von der Außenwelt abgeschieden ist. Unter ihnen befindet sich eine Handvoll Gangster, die um jeden Preis ungescholten von der Insel zu entkommen versuchen. "Key Largo" ist ein behutsames Kammerspiel, das Huston als verdichteten Thriller auf engem Raum und damit formales Gegenstück zu seinem vorherigen Film in Szene setzt. Dabei fehlt es dem Drehbuch zuweilen an Schliff, besonders hinsichtlich der nur teilweise gewitzten Dialoge, und auch an Konzentration, nicht seine eigentlichen Hauptdarsteller aus den Augen zu verlieren. Ein 'echter' Bogart/Bacall-Film ist "Key Largo" indes leider nicht, Romantik zwischen beiden wird bestenfalls angedeutet. Tatsächlich tritt das größte Hollywoodtraumpaar der 40er Jahre zeitweise sogar in den Hintergrund und wird abwechselnd von Edward G. Robinson als Gangsterboss und Claire Trevor als dessen Exfrau an die Wand gespielt. Dennoch ist "Key Largo" ein außerordentlich sehenswerter Hostage-Thriller, dessen kleinere Schwächen spätestens das geschickt inszenierte Finale ausbügelt.

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Timo K.: Blockbuster Entertainment

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7.0Sehenswert

[...] Nicht der beste Huston, dennoch: Knappe 100 Minuten mit zwei großen Stars der "Schwarzen Serie" in begrenztem Raum und unbehaglichem Wetter zu verbringen, 100 Minuten diesem ausgeklügelten, überhaupt nicht angestaubten Psychologie-Theaterstück um Moral und Tapferkeit beizuwohnen, bei einem Film, der furchtbar banal, aber doch so bemerkenswert gerissen daherkommt – man sollte meinen, schöner kann film noir nicht sein, schon gar nicht an einem verregneten Sonntagnachmittag.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

peter-noster: Mostly Movies

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8.0Ausgezeichnet

Bis in jede Nebenrolle ist diese Umsetzung eines Theaterstückes treffend besetzt. Der perfekte Schnitt in den Dialogen macht den Film trotz seiner Bühnenkunft sehr dynamisch, vor allem, wenn man das Herstellungsjahr in Betracht zieht. Bogart passt als desillusionierter Soldat, doch ist es der Rest des Ensembles der dem Film den letzten Schliff gibt. Lauren Bacall strahlt ihre natürliche Schönheit aus, Lionel Barrymore glänzt als ihr idealistischer Schwiegervater und Edward G. Robinson brilliert in seiner Paraderolle als Gangsterboss im Exil. Es macht viel Spass, Bogarts Charakter beim Wurzel schlagen zuzusehen. Ich empfehle "Key Largo", der einen nicht ganz typischen Film Noir markiert.

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Kommentare (6) — Film: Hafen des Lasters

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Lichtspieler

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Bewertung9.0Herausragend

Sehr hohe Spannung und im Laufe des Films eine in sich mehr und mehr geschlossene Handlung, bringen das Theaterstück von 1939 hervorragend auf die Leinwand (Glotze). Perfekte Darsteller und eine prickelnde Atmosphäre machen den Film zu einem Erlebnis. Die Gangster warten auf ihre Geschäftspartner, die Hotelbesitzer und Bogart warten darauf das die Gangster ihr Geschäft abschließen und verschwinden, und alle, einschließlich Zuschauer, warten auf den Hurricane... Super! 9/10

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patcharisma

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Bewertung7.5Sehenswert

Wow, was ein tolles Kammerspiel! Im Innern eines Strandhotels Ende Saison in Florida werden die Machtkämpfe der Guten gegen die sich grad auch unglücklicherweise einquartierten Mafiosis mit dichter Psychologie ausgetragen - das voller gewieften Sprüche, Coolness an der Nähe des Gefrierpunkts und immer gut eingewobenen Vergangenheitsaufarbeitungen jeder einzelnen Figur. Das Ensemble macht grossen Spass und schauspielert hervorragend. Überflüssige Längen gibt es nicht, schnell geht es auf den Punkt: Während es in den verschiedenen Räumlichkeiten mit immer neuen gegenseitigen Provokationen zu einem explodierenden Boiling Point zu kommen scheint, kommt der bedrohliche und klasse gefilmte Hurrican von draussen immer näher. Nicht mal Edward G. Robinson als herrlich überheblichen Gangsterboss scheint dieser mehr geheuer. Und dann fährt in der letzten Grossszene ihr Boot durch den tropischen Nebel ins Nirgendwo...

Die grosse durchgehende Atmosphäre (mit Max Steiner's dramatischem Score), die den ganzen Film durchzieht, ist fast der wahre Star des Films, aber ganz toll fand ich hier zusätzlich Claire Trevor als Alkoholikerin auf Dauer-Entzug - kollossal gut! (Aber ich hab für solche Figuren eh immer viel übrig. xD)

18 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

patcharisma

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Ja und es ist alles ein wirklicher spannender Spass...


Brennegan

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Na, ich bin mal gespannt ... wird auf jeden Fall angeguckt :)


Sundance_Kid

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

„Und was hilft Ihnen dann Ihre Klugheit?“ „Tja, ich hab' eben vieles gelernt, das wenig einbringt. Bei Ihnen ist's genau umgekehrt.“ Großes Thema, großer Film. Einziges Manko: das schleppende Tempo.

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Doomsday

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Bewertung7.0Sehenswert

Gut gespielter und spannender Gangsterfilm mit Bogart und Bacall, letztere hat hier leider keine wirklich große Rolle abbekommen. Klasse auch Edward G. Robinson als Gangsterboss, der sich von nichts und niemand etwas sagen lässt, jeden demütigt und sich letztendlich nur von den Naturgewalten einschüchtern lässt. Groß, als Bogart sagt: "You don't like it, do you? The storm? Show it your gun, why don't you? If it doesn't stop, shoot it!"

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christof.s

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Bewertung9.0Herausragend

Spannendes und überzeugendes Kammerspiel. Sowohl Bogart als auch Bacall gefallen mir hier besonders gut.

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Alecprime

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Packender Bogart, die Schwüle Floridas ist förmlich spürbar, den Film muss man mit einem Ventilator schauen.

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