Giulias Verschwinden
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Kinostart: 04.02.2010, Laufzeit 88 Minuten.
Der tolle 50ste Geburtstag. Die Feier im Restaurant ist geplant. Die engsten Freunde machen sich hübsch, streiten über Bauch und Falten, bekommen Wadenkrämpfe beim Sex – da verschwindet das Geburtstagskind. Es ist die schöne, aber nun mit 50 unsichtbare Giulia, sie streift ziellos durch die Läden, durch die Stadt und trifft einen gut aussehenden Mann, mit dem sie kurzerhand zum Tête-à-tête in eine Ba… — Mehr
Der tolle 50ste Geburtstag. Die Feier im Restaurant ist geplant. Die engsten Freunde machen sich hübsch, streiten über Bauch und Falten, bekommen Wadenkrämpfe beim Sex – da verschwindet das Geburtstagskind. Es ist die schöne, aber nun mit 50 unsichtbare Giulia, sie streift ziellos durch die Läden, durch die Stadt und trifft einen gut aussehenden Mann, mit dem sie kurzerhand zum Tête-à-tête in eine Bar aufbricht. Leidenschaftlich verliert sie sich im Gespräch mit ihm und merkt, dass es für eine Liebe nie zu spät ist. Unterdessen warten ihre Gäste und steigern sich mit zunehmendem Alkoholgenuss in eine philosophische Debatte über den Sinn des Lebens. Und dann kommt Giulia…
Handlung
Fünfzig zu werden – für Giulia (Corinna Harfouch) kommt dies dem Biss in den sauren Apfel gleich. Und gerade an ihrem Geburtstag scheinen sie alle wie Luft zu behandeln. Sie beschließt, dagegen eine Shopping-Therapie zu absolvieren. In ihren Streifzügen durch die Läden lernt sie John (Bruno Ganz) kennen, einen gesitteten Finanzberater, der zu wissen scheint, wie man mit dem Alter umgeht.
Giulia geht mit John in eine Hotelbar – unterdessen warten ihre Freunde, festlich angezogen und bereit, in einem Restaurant auf sie. Während des wartens ergibt sich ein Gespräch über Altersbeschwerden, die gemeinsame Vergangenheit und die Vergänglichkeit im Allgemeinen. Der Alkohol hilft, die Zungen lockerer zu machen und die Dialoge frecher. Nur Giulia bleibt verschwunden. Auch Jessica (Elisa Schlott) und Fatima (Hannah Dietrich) denken ans Alter – ihr Schwarm wird demnächst 18 Jahre alt. Das Geburtstagsgeschenk sollen goldfarbene Turnschuhe sein.
Leider werden die beiden beim Klauern derselben erwischt. Nun muss sich Jessica vor ihren geschiedenen Eltern rechtfertigen, die zwar um die Vierzig sind, sich aber immer noch wie Kinder zanken. In der Zwischnzeit bereitet sich Leonie (Christine Schorn) auf ihren 80. Geburtstag vor. Sie ist verbittert über den Verlust ihrer Jugend und rebelliert gegen ihre Tochter, ihr Leben im Altersheim und gegen die Konventionen, die sie binden. Mit großer Lust sabotiert sie daher die Feier zu ihren Ehren.
Weiterführende InformationenGiulias Verschwinden Trailer auf film-zeit.de
Giulias Verschwinden Pressespiegel auf film-zeit.de
Giulias Verschwinden auf www.moviepilot.de
Trailer zu Giulias Verschwinden auf www.moviepilot.de
Offizielle Website
- Regisseur
- Christoph Schaub
- Autor
- Martin Suter
- Genre
- Komödie
- Handlung
- Alte Freunde, Altersheim, Diebstahl, Geburtstag, Geburtstagsparty, Midlife Crisis, Verschwinden
- Stimmung
- Geistreich, Witzig
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Kritiker — Film: Giulias Verschwinden
Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Giulias Verschwinden [...] reitet er genau auf dieser »wie lustig ist das Alter«-Welle. Sprüche wie »50 ist das neue 40« sind leider ernst gemeint.
Schuld an der Misere hat Martin Suter, der Vorlage und Drehbuch zu Schaubs Film beisteuerte. Einst hatte die Schweiz Literatur von Weltrang wie Frisch oder Dürrenmatt, inzwischen hat man Martin Suter. Der ist ein Großschriftsteller jener Art, über die vor 90 Jahren schon Robert Musil spottete, ein Spekulant in der Börse des Geistigen, der mit gutem Riecher auf »die richtigen Themen« setzt. [...]
Jenseits solcher Momente hat Giulias Verschwinden ein paar gute Ideen und ist – zum Beispiel mit Sunnyi Melles – auch in kleineren Rollen hervorragend besetzt. Doch schnell gleitet der Film immer wieder in die Gefilde durchschnittlicher TV-Ware ab. Auch darin geht es vorzugsweise um Frauen jenseits der 40, die durch allerhand Probleme lernen, dass es ihnen besser geht, als sie dachten.
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Nina Zimnik: http://film-dienst.kim-info...
Unvermittelt fällt der erste Kuss, was ein bisschen so wirkt, als hätten die Schauspieler in der körperlichen Geste Zuflucht vor den schwachen Dialogen gesucht, ist der Film nicht nur an dieser Stelle alles andere als glaubwürdig...bereitet er in „Giulias Verschwinden“ jetzt sexistische und altersdiskriminierende Realitäten als harmloses Märchen für „Silver Agers“ auf.
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Kommentare — Geht so 5.9
alter.native 2010/02/13 17:40:48
Kommentar löschenGähn, gepflegte Langeweile! Daran können auch die guten Schauspieler (wobei ich bei Bruno Ganz' Genuschel immer das Gefühl hatte, im fallen gleich die dritten Zähne raus) nichts ändern. Es ist einfach stink langweilig, die Gespräche, die man von jeder zweiten Party oder anderen Anlässen kennt von den Protagonisten des Filmes 1 zu 1 wiedergekäut zu bekommen. Es gibt keinen Kunstgriff, keine Überhöhung, nix, smalltalk auf niedrigem Niveau. Und dabei gehöre ich mit ziemlicher Sicherheit zu der von den Filmemachern angepeilten Zielgruppe der Zuschauer (welcher junge Mensch würde sich freiwillig so ein Gequatsche anhören?). Dementsprechend leer war es dann auch im Kino!
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lucie 2010/02/05 08:44:40
Kommentar löschenDieser Film hat mich nicht aus dem Kinosessel gehoben, doch ich fühlte mich mit den drei Erzählsträngen, die sich später zusammenfinden gut unterhalten. Es wurde dem Zuschauer ein Spiegel vorgehalten, mit welchen platten Aussagen ein jeder von uns aufwartet und bittet uns um etwas mehr Um- und Nachsicht mit uns und unseren Mitmenschen. Kein Mensch ist auf Anhieb bereit eigene Unzulänglichkeiten hinzunehmen und dazu zu stehen. Mich haben diese Denkanstöße angenehm berührt weil nie ein erhobener Zeigefinger zu erahnen war, sonder vorher ein Schmunzeln aufblitzte.
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GoldenGirl62 2009/12/31 12:13:04
Kommentar löschenSeit ich den Trailer zum Film gesehen habe, freue ich mich schon richtig auf den Kinostart von Giulias Verschwinden. Eine tolle Schauspielerbesetzung, die sehr viel verspricht. Nicht zueletzt, da Corinna Harfouch ( in "This is love" absolut brillierend)die Hauptrolle spielt.
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alter.native 2010/02/13 17:44:16
Trailer sagen leider oft nicht die Wahrheit über den Film! Da wird rasant zusammen geschnitten was in seiner Gänze einfach nur langweilt.
GoldenGirl62 2010/02/13 23:39:52
Also ich und das ausverkaufte Kino fanden den Film hervorragend. Spritzige Dialoge, eine tolle Besetzung. Anscheinend ist es wohl wírklich nur ein Film ab einer bestimmten Altersgruppe. Zumindestens wurde in unserer Vorstellung sehr viel gelacht und am Ende auch applaudiert. Soviele Menschen aufeinmal können doch nicht wirklich irren ;-)
alter.native 2010/02/14 13:47:42
Ok, dann einigen wir uns mal auf den kleinsten gemeinsamen Nenner: C.H. ist eine wunderbare Schauspielerin, die auch hier ihre Rolle beherrscht. Aber die Dialoge der Geburtstagsgesellschaft sind im wesentlichen zum einschlafen, von geschliffenem Witz keine Spur.
GoldenGirl62 2010/02/14 14:42:14
Also mir geht es jetzt gar nicht um C.H. sondern dass es wirklich ein guter Film ist. Nicht umsonst hat er den Publikumspreis in der Schweiz erhalten,oder?
alter.native 2010/02/14 18:28:27
Publikumspreise sind ja immer so eine Sache und wenn der Drehbuchautor dann auch noch ein schweizer Vielschreiber ist, nicht ganz so verwunderlich. Macht nischt, Corinna Harfouch ist schon ne gute!
GoldenGirl62 2010/02/14 19:14:45
Klar - Corinna Harfouch ist ne Spitzen Schauspielerin und auch als Mensch wohl voll in Ordnung, wie ich in 2 kurzen Gesprächen mit ihr feststellen konnte. Ohne Allüren - richtig nett!
bootsmann13 2010/02/18 18:17:19
Ich glaube, das Bittere an dem ganzen Film ist nicht, dass er witzig sein will, sondern, dass er genau die Realität abbildet. Geht doch mal in ein Restaurant und hört, was an den Nebentischen so abgeht. Genau das. Und hört auf die Teenies! Versteht die noch irgendjemand der Menschen, die älter als 28 sind?
Freilich geht es bei den Wartenden beim Italiener und der Leuten im Altersheim schwer ans Fremdschämen, aber: die Harfouch und der Ganz reißen es raus. Das fand ich einfach nur warmherzig und ehrlich schön.
Und Zürich sah so ganz anders aus. Was sagst Du, Patch?
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Giulias Verschwinden wird von der moviepilot community mit 6 von 10 Punkten auf Grundlage von 35 Bewertungen und 8 Nutzerkritiken bewertet.

„Giulias Verschwinden“, der beim Filmfestival in Locarno 2009 den Publikumspreis gewann, verknüpft mit sicherer Hand diese drei Handlungsstränge miteinander. Ein Film wie Christoph Schaubs Komödie, in dem sehr viel geredet wird, ja in dem die Dialoge im Mittelpunkt von sehr langen Szenen stehen, birgt allerdings die Gefahr der Ermüdung in sich. So etwa wenn sich im Laufe eines Abends unter angeblich guten Freunden kein weiterer Diskussionsstoff als das Altern und die unterschiedlichen Strategien, dem entgegenzutreten, findet. Einige Inszenierungseinfälle wie das erwähnte Verschwinden des Spiegelbildes Giulias im Bus oder auch das Aufsetzen der Lesebrille wie auf Kommando, wenn es um das Bestellen im Restaurant geht, können zwar noch als witzig bezeichnet werden. Die Choreografie etwa in der Position von Alessia (Sunnyi Melles) direkt im Zentrum unter Botticellis „Geburt der Venus“, die penetranten Witze über die Vergesslichkeit von Giulias Freunden, die entweder das Portemonnaie oder das Geburtstagsgeschenk nicht finden können, wirken indes genauso arg konstruiert wie das Zugeständnis an den Zeitgeist, dass unter den Geburtstagsgästen unbedingt ein Schwulen-Pärchen sein muss.
Geht dadurch viel komödiantisches Potential verloren, so überzeugen vor allem die schauspielerischen Leistungen der zwei großartigen Darsteller Corinna Harfouch und Bruno Ganz, bei denen die vielzitierte „Chemie“ vom ersten Augenblick an stimmt. Die geschliffenen, von einer leisen Melancholie, aber auch von Lebensfreude und einer wunderbaren Selbstironie durchdrungenen Dialoge strafen den Jugendwahn in unserer Gesellschaft Lügen. Sprechen alle anderen dauernd vom Alter, so scheint John über das Alter erhaben, einfach alterslos zu sein.
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