Gordos - Die Gewichtigen

Gordos (2009), ES
Laufzeit 115 Minuten, FSK 12, Komödie, Drama, Kinostart 01.07.2010

6.5 Kritiker
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Skala 0 bis 10
6.2 Community
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von Daniel Sánchez Arévalo, mit Antonio de la Torre und Raúl Arévalo

“Gordos” ist ein komödiantisches Drama. Fünf Geschichten, die vom Übergewicht im Alltag handeln: Treffpunkt ist eine Gruppentherapie. Ein Ort, an den die Menschen nicht gehen um ihr Gewicht zu verlieren, sondern um herauszufinden, warum sie zugenommen haben. Sie wollen erkunden, warum sie ihre Körper nicht mögen. Ihr Gewicht ist nicht das Entscheidende, ihre Körper sind nicht das Entscheidende. Das Übergewicht ist eine Metapher, um über Dinge zu sprechen, die wir jeden Tag “runterschlucken”, und die in uns “wachsen”. Dinge, die wir nur schwer ausdrücken oder akzeptieren können und denen wir uns schon gar nicht stellen.

HandlungFünf Geschichten, die vom Übergewicht im Alltag handeln: Treffpunkt ist eine Gruppentherapie. Ein Ort, an den die Menschen nicht gehen um ihr Gewicht zu verlieren, sondern um herauszufinden, warum sie zugenommen haben. Sie wollen erkunden, warum sie ihre Körper nicht mögen. Ihr Gewicht ist nicht das Entscheidende, ihre Körper sind nicht das Entscheidende. Das Übergewicht ist eine Metapher, um über Dinge zu sprechen, die wir jeden Tag “runterschlucken”, und die in uns “wachsen”. Dinge, die wir nur schwer ausdrücken oder akzeptieren können und denen wir uns schon gar nicht stellen.

Weiterführende Informationen
Gordos – Filmkritik auf KultHit.de
Hier geht es zur Seite auf moviepilot.de
Gordos auf film-zeit.de

Gordos – Trailer auf KultHit.de
Gordos – Trailer auf film-zeit.de

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Kritiken (2) — Film: Gordos - Die Gewichtigen

Rochus Wolff: freier Journalist

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7.5Sehenswert

Was hat Liebe eigentlich mit unserem Körper zu tun? Daniel Sánchez Arévalo stellt in seinem Karussell des Begehrens zwischen Komödie und Tragödie lauter richtige Fragen.

Da versammeln sich unterschiedlich schwergewichtige Menschen (zwischen leicht übergewichtig und ernsthaft adipös) beim smarten Therapeuten Abel, weil sie schlanker, leichter werden wollen. Und Abel fordert sie als Erstes auf, sich ganz auszuziehen, geht auch mit gutem Beispiel voran. Nur wenige seiner prospektiven Patienten bleiben – diese aber, wir ahnen es, werden rasch mehr als nur ihren Körper freilegen.

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Janus Winter

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Mögt ihr den Film nur aus Toleranzgründen? Im Feuilleton ist der Film ja grandios verissen worden. Ich bin mir noch unschlüssig, ob ich das sehen will...


Die Cö

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Ich bin total begeistert von Gordos.
Das Thema Übergewicht, find ich, tritt dabei eigtlich in den Hintergrund.
Es ist nur der Anstoß, um die Geschichten der verschiedenen Charaktere kennen zu lernen. Zumindest hab ich das so empfunden.

Ist auf jeden Fall empfehlenswert. Und wenn schon nicht der Film dann zumindest der Score.


Luitgard Koch: programmkino.de Luitgard Koch: programmkino.de

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7.5Sehenswert

Lange Zeit wurde nur der gefeierte Vertreter des Arthouse-Kinos Pedro Almodovár neben der surrealistischen Regielegende Luis Buñuel als spanischer Regisseur wahrgenommen. Nun steht mit dem verheißungsvollen Newcomer endgültig eine neue Generation von Filmemachern bereit. Wie das einstige Enfant Terrible des spanischen Untergrunds Almodovár versteht sich Drehbuchautor Arévalo darin, dramatische wie komische Momente ineinander fließen zu lassen, wobei die vor allem in den früheren Almodovár-Werken kultivierte Exaltiertheit und schrill-bunte postmoderne Ästhetik diesmal nicht fehlt. Speziell die elegante Kameraarbeit von Juan Carlos Gomez trägt entscheidend dazu bei.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Janus Winter

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Mögt ihr den Film nur aus Toleranzgründen? Im Feuilleton ist der Film ja grandios verissen worden. Ich bin mir noch unschlüssig, ob ich das sehen will...



Kommentare (2) — Film: Gordos - Die Gewichtigen

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8martin

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Bewertung5.5Geht so

Der Originaltitel drückt es direkter aus ’Die Dicken’. In dieser Groteske steht eine Therapiegruppe im Mittelpunkt, deren Ziel es ist abzunehmen (’Kilo Away!’). Die einzigen Aspekte der Gewichtsreduktion sind allerdings nur die Auswirkungen auf das Sexualleben der Teilnehmer. Die sind recht kunterbunt ausgewählt und bieten somit ausgiebigen Raum für Komik in Wort und Bild: z.B. ein religiöser Fundamentalist vor der Eheschließung, ein Schwuler von Frauen verfolgter oder ein Polizeibeamter mit zweifelhafter Vaterschaft. Bei allen Probanten gibt es Partnerprobleme - auch beim Therapeuten selber. Nach viel nackter Haut und ebenso vielen Liebesabenteuern verlaufen sich die diversen Schwierigkeiten in der Eintönigkeit der Wiederholungen. Wer mit wem? Aus Spaß an der Freud oder von Amts wegen?! So geht auf Dauer viel an Witz verloren, trotz überraschender Wendungen und einem Parallelschnitt von Zeugung und Geburt (Sic!) Tränenreiche Szenen folgen welchen mit Pathos, Albernheiten wechseln sich mit allgemeiner Menschlichkeit ab oder die fette Proll-Family provoziert durch diffamierende Beschimpfungen. Die skurrile Spirale dreht sich dann in Richtung Dialog mit einem Toten und eine Gesangseinlage am Sarg des Ehemanns. Man verfolgt das alles, weil die Schauspieler total überzeugen und gegen die aufkommende Langeweile erfolgreich anspielen.

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Kris

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Es gibt eine Spezies, die das Kino ziemlich mies behandelt: Dicke Menschen. In die ewige Nebenrolle als beste Freundin, lustiger Kumpel oder - noch schlimmer - Vielfraß-Running Gag verdammt, dürfen sie die Hauptrolle höchstens in Filmen übernehmen, in denen es um genau das geht: Übergewicht.

Auch bei "Gordos" dreht sich alles um die mehr als überflüssigen Pfunde. In einer Therapiegruppe versuchen die Teilnehmer zu ergründen, warum sie zugenommen haben. Der Film geht in jeder der sehr unterschiedlichen Geschichten unter die Oberfläche und ist dabei sehr mutig und kompromisslos. Er zeigt nicht nur, dass die Gründe, die zu Übergewicht führen, so individuell sind wie die Menschen selbst. Er ist außerdem weit davon entfernt, einen neuen Stereotyp vom armen, gemoppten, aber liebenswerten Pummelchen zu bedienen. Schließlich werden sogar der attraktive Therapeut und seine gertenschlanke Freundin vom Teufelskreis aus Essen, Schuld, Angst und Ablehnung ereilt.

Witzig, traurig und sehr dramatisch. Und mit jeder Menge Sex.

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