Ichi - Die blinde Schwertkämpferin

Ichi (2008), JP
Laufzeit 120 Minuten, FSK 16, Drama, Actionfilm, Kinostart 14.05.2009

6.0 Kritiker
6 Bewertungen
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6.3 Community
121 Bewertungen
13 Kommentare
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von Fumihiko Sori, mit Haruka Ayase und Shido Nakamura

Die blinde Wandermusikantin Ichi begibt sich auf die Suche nach ihrer Vergangenheit. Ihre einzigen Begleiter sind ihr Schwert und ihre Einsamkeit. Schweigsam, stolz und kompromisslos begegnet sie allem, was sich ihr in den Weg stellt. Nur Toma, ein traumatisierter Samurai, der nicht kämpfen kann, vermag sich Ichi zu nähern: Eher unfreiwillig rettet sie ihm das Leben und erledigt von da an seine Samuraipflichten. Als Ichi für einen letzten Kampf dem berüchtigten Bandenführer Banki gegenübertritt, ist es auch Toma, der ihr zur Seite steht. Für Ichi, die die Grenzen zwischen Licht und Schatten, Leben und Tod und Freund und Feind bisher weder sehen noch spüren konnte, beginnt die Reise zu ihrem Innersten.

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Kritiken (3) — Film: Ichi - Die blinde Schwertkämpferin

Fricki76: Asianfilmweb.de

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6.0Ganz gut

Schwerfällig kämpft sich eine vermummte Gestalt mitten im nächtlichen Schneegestöber einen tief verschneiten Hang hinauf. Sie stolpert, fällt, bleibt liegen, steht wieder auf und schleppt sich mühsam weiter. An einer einsamen Hütte bleibt sie stehen und beginnt auf ihrem Instrument zu spielen - die Ablehnung erfolgt auf dem Fuße in Form einer vor der Nase zugeknallten Türe. Die Wandermusikantin ist Ichi und unter den zerlumpten Kleidern und dem verdreckten Gesicht eine bildhübsche junge Frau. Eine blinde Frau, die zudem eine virtuose Schwertkämpferin ist.

FILMREZENSION VON DANIEL FRICK
Wer beim Namen und Beschreibung an einen wandernden Masseur namens Zatoichi denkt, liegt richtig. Der Film von Fumihiko Sori ("Vexille", "Ping Pong") greift die bekannte Film- und Fernsehfigur der 70er Jahre auf und variiert sie leicht. So lässt der Drehbuchautor neben der Grundidee eines "weiblichen Zatoichi" auch eine gehörige Portion "Yojimbo" einfliessen...

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J. Buttgereit: epd-Film, TIP Berlin, ray, ...

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6.5Ganz gut

Die Figur der blinden Schwertkämpferin Ichi basiert auf dem in Japan überaus beliebten Samurai-Charakter Zatoichi, dessen Name eigentlich auch nur Ichi ist. Der Zusatz „Zato“ ist im japanischen lediglich eine abwertende Bezeichnung für blinde Menschen. Über den sehbehinderten Masseur auf der Suche nach mehr Gerechtigkeit in dieser Welt wurden mittlerweile 27 Spielfilme und eine TV-Serie produziert. Obwohl sich Takeshi Kitano 2003 mit seinem Remake ZATOICHI – DER BLINDE SAMURAI vor dem Mythos verbeugte, hat man bei dem Namen Zatoichi vor allem den inzwischen verstorbenen Schauspieler Shintaro Katsu vor Augen, der den Wandermasseur seit den 60er Jahren in 26 Spielfilmen und vier TV-Serien-Staffeln dargestellt hat.
Sicher ist es eine lobenswert zeitgemäße Variante, diese ikonehafte Figur nun von einer schönen Frau spielen zu lassen. Auch weibliche Racheengel wie LADY SNOWBLOOD (dargestellt von Meiko Kaji) oder die wilde Ocho (dargestellt von Reiko Ike) aus SEX AND FURY sind noch immer aktuelle Rollenvorbilder aus dem japanischen Exploitation-Kino der 70er Jahre.
Doch die 1985 geborene Jungschauspielerin Haruka Ayase kann den Vergleich mit einem gestandenen Leinwand-Titan wie Shintaro Katsu natürlich nicht bestehen. Aber das muss sie auch nicht. Schließlich ist sie nur ein nicht besonders kühner Gegenentwurf. Ayase hat eine für Japan so typische Karriere als „Idol“-Fotomodell, Serienschauspielerin und Popsternchen hinter sich und macht ihre Sache gut. Dicke Tränen kullern aus ihren blinden braunen Augen über das schöne Gesicht und bezaubern sicher das vorwiegend männliche Stammpublikum.
Der Entschluss, Zatoichi mal von einer Frau spielen zu lassen, ist dann auch das Fortschrittlichste an dem neuen Film, der ansonsten brav den Genrekonventionen gehorcht, in meditativen Landschaftsaufnahmen schwelgt und die alt hergebrachten Handlungsmuster der Vorlage übernimmt.

Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kazushi: FILMSTARTS.de, TakashiMiike.de Kazushi: FILMSTARTS.de, TakashiMiike.de

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6.0Ganz gut

Die weibliche Zatoichi-Variante macht auf jeden Fall viel Spaß, vor allem auch weil Shido Nakamura einen herrlich überzogenen Bösewicht spielt und auch der Auftritt von Riki Takeuchi Vergnügen bereitet. Schade ist allerdings, dass man den Film viel zu melodramatisch aufgeladen hat und die Figuren in kurzen Rückblenden mit Problemen belädt. Dagegen ist prinzipiell nichts zu sagen, wenn man es richtig macht. Aber so mal reingeklatscht, ist das irgendwie nicht Fisch und Fleisch. Unnötig ist es zudem den männlichen Hauptcharakter plötzlich so stark in den Mittelpunkt zu rücken und erst gegen Ende sich wieder verstärkt Ichi zu wimden.

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Kommentare (10) — Film: Ichi - Die blinde Schwertkämpferin

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Finnigan

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Bewertung6.0Ganz gut

Der blinde Masseur Zatoichi war bereits Held zahlreicher Verfilmungen und einer Fernsehserie. Zwischen 1962 und 1989 erschienen nicht weniger als 26 Teile, womit Zatochi eine der langlebigsten Filmserien ist. Und 2003 hatte sich auch Takeshi Kitano einer Verfilmung angenommen.

In Fumihiko Soris Neuinterpretation "Ichi - die blinde Schwertkämpferin" schlüpft nun erstmals eine Frau in die Rolle des schwertschwingenden Helden.

Filmisch ist das Ganze äußerst gut gelungen. Visuell wirklich überzeugend. Fantastische Landschaftsaufnahme, schöne Einstellungen, gelungene Farbgebungen, ja sogar das Blut scheint besonders kunstvoll zu spritzen.

Handlungstechnisch kommt der Film nicht an die Überzeugung durch die visuelle Darbietung heran. Die Story ist nicht schlecht, aber eben auch nichts Besonderes. Das teilweise vorkommende Over-Acting stört etwas, vor allem die handvoll lustiger Szenen kommen dadurch etwas albern rüber.

Ingesamt gesehen auf jeden Fall ein guter Film, der zwar handlungstechnisch nichts Herausragendes bietet, aber vor allem visuell beeindrucken kann.

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Bradbury

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Bewertung4.5Uninteressant

Da gibt es Nichts, was die blinde Schwertkämpferin dem Chambara-Genre hinzuzufügen hätte - Alles schon hundertmal durchgekaut, Alles schon mal dagewesen. Fumihiko Sori, als Filmemacher genauso fahl und blass wie seine Hauptdarstellerin.

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PommesPapst

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Bewertung5.5Geht so

die hauptdarstellering ist leider genauso ausdrucksarm wie hübsch. ansonsten kein schlechter film, aber ein guter ist es wiederum auch nicht. zatoichi der blinde samurai von kitano hat mir da um längen besser gefallen.

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KingOli

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Bewertung5.5Geht so

Wie nimmt eine Blinde ihre Erinnerungen an die Vergangenheit wahr? In Bildern sicher nicht, der Zuschauer dafür schon. Allein schon bei diesen Flashbacks wird klar, dass man hier viele klassische Stilelemente des asiatischen Kampfkunstkinos sieht, diese jedoch meist ohne tieferen Sinn eingesetzt werden. Hinter der zugegeben tollen Optik fehlt es an Inhalt, so dass Ichi nur ein teuer aussehender B-Movie geworden ist.

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Herr Konfitüre

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Eigentlich wollte ich nur mal sehen, was mein Fernseher so mit HD-Programm auf Arte anfangen kann, und dann wieder wegschalten. War ja schon früh am Morgen.
Doch nach den ersten Minuten hab ich mir gedacht: "Wow!"
So unglaublich anders, als der Müll, der sonst mit Samurai-Filmen verbunden wird, allen voran "Hero". Fliegende Schwertkämpfer, nein danke...
Da ich das Zatoichi noch nicht gesehen habe, kann ich nich bewerten inwiefern die Charactere bloß flache Kopien des Originals sind, aber ich war mit der Charactertiefe ganz zu frieden, auch das Anti-Held Bild war weder übertrieben noch nervig.
A propos nervig, das war einer der ersten Filme, bei dem mich ein Kind als Nebendarsteller (oder Hauptdarsteller) NICHT genervt hat. Respekt.
Als der Film dann um halb 3 fertig war, war ich froh, den ganzen Streifen gesehen zu haben. Und das nicht nur wegen dem brillianten Bild ;)

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BlueSquirrel

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Bewertung4.5Uninteressant

Bilder und Kostüm sind ab und zu hübsch. Aber das hier alles ist kostenungünstig und schwer verdaulich. Nach einer Stunde schon marschierten bestimmt zwanzig unerträgliche Armleuchterbanditen auf. In 5er Gruppen unterteilt bei jedem Spektakel, geht es immer um... "eine Bettlerfrau? HoHoHiHi! Ich werds ihr zeigen. Zieh dein Schwert Weib!" Nach dem asiatischen Overacting über Trottel wird deren anfängliches Selbstbewusstsein mit dem Katana zerschnetzelt bis alle tot aus der Wäsche gucken. Diese Szene wiederholt sich dann öfters während sich unser' zweiter Held stets wegen einer Psychose, die es ihm erschwert Menschen zu töten, und anscheinender Doofheit zum Affen macht. Da steckt überall mehr dahinter als man zunächst glauben mag, aber leztenendes ist dies wieder eine asiatische Filmphilosophie-Phantasie, wo parallelen zwischen dem Leben und Schwertkampf gezogen werden und die Feder zum Säbel wird. Ich fühl mich schon viel buddah, und auch konfuzer. Wen's glücklich macht...

"Wie heißt deine Technik Fremder? Ich will's wissen denn du hast gerade vier meiner besten Männer getötet. Nur davor hab' ich Respekt!"

"Von hinten auf die Omme mit Adlerskraft!"

.....stilistisch ein Früheastern eben!

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derblonde

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Bewertung7.0Sehenswert

Nicht zu verwechseln mit dem Sadostreifen Ichi - The Killer und auch viel besser. Melodramatik, schöne Schwertkämpfe und eine hübsche Titelheldin ergeben einen unterhaltsamen Samuraifilm. Mehr aber auch nicht.

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8martin

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Bewertung5.0Geht so

Konventionell erzählt und spannungsarm auch weil die Kampfszenen nicht überzeugen. Die Tatsache, dass die Hauptfigur nicht sehen kann, kommt nur unzureichend rüber. Da gibt’s Besseres. Ichi ist halt nur schön. Ihre Geschichte beinhaltet nichts Ungewöhnliches. Ebenso wie die ihres Partners, der anfangs ziemlich dämlich daherkommt und erst am Ende ein gewisses Format erlangt. Optisch überzeugen nur einzelne wenige Einstellungen, andererseits liegt viel im Dunkeln. Eine allgemein übliche Samurai-Story: einer soll für ein Dorf kämpfen. Alles läuft viel zu glatt. Die einzelnen Charaktere bleiben blass und die Welt ist klar geteilt in Gut und Böse. Das vorhersehbare Ende gerät dann doch etwas zu melodramatisch. Und genau wie der kleine Junge, der zuvor das seltsame Trio vervollständigte, und der Ichi am Ende nachwinkt, während sie hinter den Hügeln verschwindet, weinen wir ihr keine Träne nach.

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dae-su

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich kenne keine der zahllosen Vorlagen und bin gänzlich unbewandert, was das Samurai-Genre betrifft. Aber Ichi hat mir sehr gut gefallen - und direkt Lust gemacht, mich mal intensiver mit diesem Stück asiatischen Kinos vertraut zu machen.
Die Mischung aus klassischen Westernelementen, überhaupt westlichen Inszenierungsmerkmalen und asiatischem Kampfkino fand ich ziemlich überzeugend. Die Darsteller gefallen durch die Bank gut, die Inszenierung der Kampf- und stellenweise Schlachtszenen ist stimmungsvoll. Und die Paarung der beiden Hauptcharaktere sowie subtiler Humor machen Ichi zu ner sehr kurzweiligen Angelegenheit. Schön, sowas im Kino sehen zu können!

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Mawazh

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Bewertung7.0Sehenswert

Ichi ist die weibliche Version von Zatoichi.
Der Film bietet interessante Charaktere, wie den Bösewicht gespielt von Shido Nakamura, und natürlich schöne Schwertkampfszenen. Im Vergleich zu Kitanos Zatoichi ist Ichi deutlich melodramatischer, was gar nicht mal so schlecht ist.
Trotzdem ist Kitanos Film insgesamt deutlich stimmiger.

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