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James Bond 007 - Man lebt nur zweimal

You Only Live Twice (1967), GB Laufzeit 117 Minuten, FSK 12, Thriller, Abenteuerfilm, Actionfilm, Kinostart 14.09.1967


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6.7
Kritiker
35 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.9
Community
3693 Bewertungen
45 Kommentare
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von Lewis Gilbert, mit Sean Connery und Desmond Llewelyn

Ein amerikanisches Raumschiff wird gekarpert und die Amis sind natürlich überzeugt, dass die Russen hinter dem Space-Kidnapping stecken. James Bond klärt auf.

Als amerikanische und russische Raumschiffe auf ungewöhnliche Weise gekapert werden, verdächtigen Washington und Moskau sich gegenseitig. Der britische Geheimdienst glaubt, es besser zu wissen, und so kommt Agent 007 alias James Bond (Sean Connery) zu einem neuen brisanten Auftrag. Zunächst täuscht er seinen Tod vor, um sich nach Tokio abzusetzen. Dort bekommt er es mit den Damen Aki (Akiko Wakabayashi) und Mrs. Brandt (Karin Dor) zu tun bekommt. In Japans Geheimdienstchef ‘Tiger’ Tanaka (Tetsuro Tamba) findet er einen Verbündeten, der ebenfalls mit allen Wassern gewaschen ist. Es dauert nicht lange und sie finden heraus wer hinter all dem Übel steckt: Schurke Blofeld (Donald Pleasence).

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (3) — Film: James Bond 007 - Man lebt nur zweimal

Timo K.: Blockbuster Entertainment

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6.0Ganz gut

Bondsai in Japan! Mit einem Lächeln wird er allerorten begrüßt im Land der aufgehenden Sonne, größer als alle anderen. Sean Connery klont "Feuerball", den Vorgänger, und Lewis Gilbert Terence Young, den Regisseur des Vorgängers, indem einerseits das davor kommerziell erfolgreiche Konzept von der Mentalität stärkerer Technikzuwendung noch etwas überhöhter begriffen wird und andererseits Connerys chronische Amtsmüdigkeit das Beweismittel beschert, dass in "Man lebt nur zweimal" zum zweiten Mal mittlerweile nicht mehr viel übrig geblieben ist von des raubeinigen Gentlemans zwischen Charmeur und Chauvinist. Die lässigen Einzeiler gehen den richtigen Leuten zum richtigen Zeitpunkt zwar immer noch auf den Keks, aber Connery wandelt dennoch wie eine Leiche durch den Film. Das soll kein Vorwurf sein, "Man lebt nur zweimal" hat andere Stärken und er ist weiß Gott nicht so sporadisch im Ausreizen der Bond-Momente wie der tendenziell handzahme, fußlahme "Feuerball" zuvor.

Der Film ist fernöstlich und daher exotisch, er ist linientreu und daher direkt im Ermitteln, ohne um den Globus zu jagen, er ist vor allem eine feudale Kulissenarchitektur von des Meisters Hand, Ken Adam. Egal ob es sich dabei um eine unterirdische Lobby mitsamt eigener U-Bahnlinie oder eine als Vulkan getarnte Raketenabschussbasis mit künstlicher Wassermetallschicht handelt – Adam entwarf bedrückend-dichtes, dann wieder weitflächig-räumliches Hintergrundmaterial, das aufgrund seines Unbeirrbarkeitscharakters die Figuren ebenso verschluckt wie verschleiert.

Ehe die vergleichsweise popelige Pre-Title-Sequenz Bond vermeintlich sterben lässt (Cliffhanger!) und Nancy Sinatra schmettert (ein knackiger Song!), deutet einiges darauf hin, dass Gilbert unbewusst Motive der etablierten Bond-Formel enteignet, die er in weiteren Filmen nach "Man lebt nur zweimal" anders, weil kalkulierter, gleichwohl in dramaturgisch verwandter Konstellation benutzt. Das Science-Fiction-Element avanciert im späteren "Moonraker" zum Mittelpunkt, die Klimax einer ausgelassenen Materialschlacht im Hauptquartier des Antagonisten wird hingegen vorweggegriffen ("Der Spion, der mich liebte"), und dass Bond den Dritten Weltkrieg verhindern muss, wenn er den universellen Konflikt angefressener Amerikaner, Russen und Briten schlichtet – kein Thema.

Kinderbuchautor Roald Dahl ist wahrlich kein erfahrener Bond-Autor, was die Qualität seiner künstlerischen Freiheit gegenüber der Fleming-Vorlage erklärt. Dahls Änderungen waren gezwungenermaßen nötig, dem schnöden Fleming-Reiseabenteuer spannende Sentenzen abzuluchsen, nichtsdestotrotz gleicht das Drehbuch vielmehr einem Flickwerk an Ungereimtheit (Blofelds unbeirrbarer Plan – ein Stück Maximalaufwand gegen Minimalziel), frecher Laufzeitverlängerung (warum muss Bond unbedingt als Ninja ausgebildet werden, wenn er doch sowieso nur einen Wurfstern abfeuert?) und über Bord geschmissenen Möglichkeiten (langweilige Japanerinnen, aber sexy Akiko Wakabayashi im Bikini, während ihr Slip immer weiter runterrutscht).

Der Bond-Grammatik kommt es demnach entgegen, dass deren wichtigste Modifikationen aus Subjekt und Verb nicht zum ersten Mal über den Gesamttext hinweg zu kaschieren wissen, was sich darin spiegelt, dass: "Little Nellie" flattert, Barry treibend musiziert (in der Luftverfolgung), hungrige Piranhas Karin Dor futtern (köstlich!), Karin Dor ihre wohlgeformten Finger zeigt, Karin Dor überhaupt Karin Dor ist, Blofelds karikatureskes Schnitzelgesicht offenbart (diabolisch: Donald Pleasence), Bond vermöbelt wird (der Kampf im Industriekomplex). Und aus einer Zyankali-Zigarette schließlich eine resultiert, die dem Raucher gesundheitlich zwar nicht schadet, dafür aber dem nächstgelegenen Passivraucher noch viel, viel mehr. Viel mehr.

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sushi25: movie-fan.de

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7.5Sehenswert

Einer der schwächeren Bonds, aber trotzdem Kultig

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Xander8112: Xanders Blog

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8.0Ausgezeichnet

Nach “Feuerball” wieder ein Bond-Film, der richtig Spaß gemacht hat.

Natürlich ist auch dieser Film übertrieben, doch auf so charmante Art und Weise, dass man gerne darüber hinweg sieht und eigentlich nur darüber schmunzeln kann. Als James Bond nach seiner “Beerdingung” im U-Boot geborgen wird und Ms und Moneypennys Büro dort fast identisch eingerichtet sind, fand ich das recht lustig. Alle Schauspieler scheinen diesmal glänzend aufgelegt zu sein und handwerklich ist der Film auch einiges besser als sein Vorgänger. Auch hier ist Bond wieder der unbezwingbare Siegertyp, der die Lage stehts im Griff zu haben scheint und eigentlich die ganze Sache nur mit mehr Glück als Verstand übersteht, aber das erwartet man in den Filmen ja auch ein bisschen. Dabei ist der große Showdown in dem erloschenen Vulkan eines der großen Highlights der gesamten Reihe.

Eigentlich gibt es gar nicht soo viel zu meckern und zu guten Filmen weiß ich irgendwie auch nie viel zu sagen. Negativ fallen aus heutiger Sicht höchstens die Effekte auf, aber damals ging es nun mal nicht wirklich besser. Außerdem ist die Darstellung Blofelds leider etwas enttäuschend - als mächtiges Oberhaupt von S.P.E.C.T.R.E. (diesmal beim richtigen Namen genannt) kommt er dieses Mal leider nicht rüber.

Also, auch “Man lebt nur zweimal” gehört neben “Goldfinger” zu den besseren Bond-Filmen und sollte aber auch von Bond-fremden Actionfilm-Liebhabern mal getestet werden.

http://xander81.wordpress.com/2008/10/17/kritik-james-bond-007-man-lebt-nur-zweimal/

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Kommentare (42) — Film: James Bond 007 - Man lebt nur zweimal


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Moviegod

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Endlich sieht man Blofeld in einem super Showdown. Allgemein ist der Actionanteil im Vergleich zu "Feuerball" wieder größer und besser geworden.

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LIONS

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Starker Film und ein packendes Finale. Blofeld bekommt man endlich zu Gesicht. Donald Pleasence verkörpert Blofeld einfach klasse, allein sein Aussehen wirkt hier schon sehr unheimlich. Connery hingegen hat mich sehr enttäuscht, ja ich war geradezu genervt von seiner Langeweilge die man ihm in diesem Streifen leider total anmerken konnte. Schade, und eigentlich unprofessionell. Da lobe ich mir lieber ein Craig, der sich für jeden Bondfilm wenigstens den Arsch aufreißt für seine Darbietung. Aber egal, von Connery weniger guter Laune wollte ich mir den Film nicht verderben lassen. So komme ich zu den Schluss dass You Only Live Twice ein perfekter Abschluss von Sir Sean Connery als 007 gewesen ist (obwohl dieser nach Lazenby wieder für ein weiteren Film zurückkehrte, dazu aber äußere ich mich ein anderes Mal wieder genauer). Japan als Platz war mal auch schön zu sehen gewesen für einen Bondfilm. Der Titelsong passt perfekt zu diesem Teil, merkwürdig nur ist aber die Verwandlung von Bond zu einem Asiaten. Das kam eher etwas peinlich rüber, ist aber einer der wenigen Macken in diesem Streifen. Die Handlung wirkt nicht zu 100% perfekt, wird aber realtiv gut umgesetzt. Allerdings zieht sie sich aber ab der 2. Hälfte bis zum Finale etwas merklich leider hin. Von da aus bis vor dem Finale passiert nicht mehr viel. Doch das erstmalige, richtige Aufeinandertreffen zwischen 007 und Blofeld ist es (zumindest für mich) wert gewesen dafür zu warten! Alles wurde hier wunderbar schlussendlich umgesetzt. So vergebe ich 8,5 Punkte für diesen Klassiker!

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Lichtlady

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Auch wenn ich in puncto Craig Connery anderer Ansicht bin, ist der Kommi doch mehr als treffend, wenn man Bond 2.0 betrachtet. Und es ist schön, dass sich jemand dafür so ins Zeug legt und nicht einfach nur die 08/15-Nr an Kommentaren zum Besten gibt.


LIONS

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Ach vielen Dank ;D Kann dieses Kompliment nur zurückgeben ;-)

Deine Kommentare übertreffen meine in jeder Hinsicht, da werde ich nie mithalten. Aber es ist trotzdem immer sehr schön so ein Kompliment zu hören :D


Bandrix

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Bewertung7.5Sehenswert

„Man lebt nur zweimal“ führt Bond zurück in witzigere Gefilde.
War „Feuerball“ wieder eine einigermaßen gemäßigte Angelegenheit mit weitaus mehr Hang zum Realismus, so wildert Connerys fünfter Ausflug doch eher im Fantastischen.
Bond verschlägt es nun erstmalig nach Asien. Dort bekommt er es mit seinem größten Erzfeind zu tun, der nichts unversucht lässt die Großstaaten aufeinander zu hetzen.
„Man lebt nur zweimal“ funktioniert auch prima als ironischer Kommentar auf den Kalten Krieg, immerhin versucht Blofeld Russland und Amerika gegeneinander auszuspielen.
Das ist zu weiten Teilen natürlich eher naiv und kaum ausgereift, zudem schreitet der Film schlussendlich sowieso auf ein cartooneskes Finale hin.
Für mich ist Connery immer am besten, wenn es halb-ernst zur Sache geht. Etwa im Stile eines „Liebesgrüße aus Moskau“ oder „Feuerball“. „Man lebt nur zweimal“ schlägt allerdings in dieselbe Kerbe wie „Goldfinger“, steigert dies sogar noch um ein Vielfaches und verliert sich beinahe in seiner überspitzten Darstellung des Bösewichts und seines Plans.
Dennoch ist das japanische Setting vorzüglich. Zwar werden alle bekannten Klischees aufgelistet – vom Sumoringer-Kampf bis hin zum Ninja – Spaß macht das Treiben trotzdem.
Solange die Geschichte rund um verschwundene Raketen auf dem Boden bleibt (hihi), ist der Zuschauer noch voll und ganz bei der Sache.
Sobald Blofeld jedoch in Erscheinung tritt, sein Plan offensichtlich wird – dann schleichen sich doch ein paar Längen ein. Connerys Charme, der in solchen Situationen vortrefflich wirkt, kann dieses mal auch nicht alles wieder herausreißen. Seine Darstellung wirkt zu routiniert und auch gelangweilt.
Dafür wird man aber mit einem knalligen Finale belohnt, dass in seiner Größenordnung beeindruckt und mitzureißen weiß.
„Man lebt nur zweimal“ muss zwangsläufig hinter seinen übergroßen Vorgängern zurückbleiben, ist aber immer noch ein guter Vertreter der Reihe.

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Martin Oberndorf

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Ich und Geschmack geeeenaaaaauuuu
Der war gut.
Da glaub ich eher dass Aliens uns die Wertung eingegeben haben.


Bandrix

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Das kann natürlich auch sein!
Ich habe halt mal an dich geglaubt. ;)


pip-16

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ich finde das Finale sehr cool,wie Bond mit seinen Leuten Blofeld(Mein lieblingsbösewicht)überrascht.Bond tut alles für sein Job,er heiratet sogar eine Japanerin.Blofeld will ein Krieg auslösen indem er die Raumschiffe von der UDSSR und der USA vernichtet.Die bond gadtet sind wieder mal sehr cool finde ich,wie eine kleine Zigarette Blofeld und seine Kompannen so aus der fassung bringt.Dadurch kann Bond wieder mal die Welt vor einem Krieg rettet.

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hno-16

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Bewertung9.5Herausragend

Der hat starke, spezifische Effekte. Der Sound ist Klasse und gut abgestimmt! Mein zweit Lieblingsbösewicht Stavro Blofeld finde ich auch gut. Die Story ist witzig. Die Story, vor
allem das Finale spielt in Japan. Zur Tarnung muss James Bond sogar eine Japanerin heiraten. Das Finale spielt im Vulkan, das ist etwas abwäggig!

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hno-16

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Das mit dem Vulkan ist geil!


heiko.buschhaus

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Bewertung6.0Ganz gut

Endlich; nachdem es kanpp 3 Monate gedauert hat, diesen scheiß Film aufzutreiben, geht es nun endlich weiter mit der Bond-Reihe! Und leider muss ich wirklich sagen, hat sich das Suchen nicht wirklich gelohnt! Denn wie schon "Thunderball" vor ihm leidet auch dieser Film stark daran, dass er zu langgezogen ist! Es passiert entweder zu viel, oder zu wenig! Obwohl dies der erste Bond-Film ist, der wirklich mit einer Vielzahl an coolen Gadgets aufwartet, muss man dennoch sagen, dass ihn ebenfalls sein Mangel an Bond-typischen Onelinern ziemlich stark nach unten zieht! Schade, ich hoffe wirklich, dass es mit George Lazenby bergauf geht!

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vega_vincent

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Oha! Gerade die paar neusten Kommentare gelesen und das Gefühl bekommen, ich stünde mit meiner Meinung alleine da. Ich fand «Man lebt nur zweimal» nämlich ganz gut für einen Bond-Film, das heisst insgesamt sehr gut. Der lustlose Eindruck, den Connery machen soll, wie einige hier bemerkt haben wollen, ist mir nicht aufgefallen. Klar, er war etwas weniger «spritzig» als beispielsweise in «Goldfinger». Hier spielte er meiner Meinung nach einfach souverän – weniger spritzig, aber absolut souverän.

Ich kenne ja nur die neueren Bonds ab Goldeneye richtig und beginne erst jetzt, mir alle Teile der Serie in der Reihenfolge ihrer Erscheinungsdaten anzusehen. Bereits jetzt muss ich aber sagen (ich hoffe, ich tue Lazenby nicht Unrecht; mit Moore und Dalton kann ich bereits vergleichen): Connery ist absolut der Boss. So muss ein Filmheld sein.

Die japanischen Elemente haben mir (nur schon optisch – Gärten, Landschaften, Häuser, Möbel) sehr gut gefallen. Die Luftkampf-Szene war super, ebenso wie die Idee, Bond vermeintlich sterben zu lassen. Für mich war alles dabei, was zu einem guten Bond-Film gehört. Wie einer der Vorkommentatoren richtig bemerkt hat, hätte Blofeld auch eine ganz passable Figur abgegeben, wenn man ihm etwas mehr Zeit gegeben hätte. Seinen Auftritt fand ich ganz stark.

Hoffentlich komme ich heute Abend noch dazu, mir «Im Geheimdienst Ihrer Majestät» anzusehen.

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vega_vincent

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Ich sag’s dir dann. Du weisst ja, ich bin der Mann mit dem absoluten Geschmack. Teddy.


fuerchtegott

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^^ Der Lagerfeld des Filmgeschmacks;-)


A-Wax

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Bewertung7.5Sehenswert

Solides Bond-Abenteuer mit einem etwas lahmen Sean Connery der im Vergleich zu seinen Vorgängern schon ein wenig abfällt.

Sean Connery ist zum fünften und vorletzten Mal als 007 unterwegs und man merkt ihm schon an, dass er die Rolle langsam ein wenig leid zu sein scheint. Natürlich wird er immer an seiner exzellenten Leistung in "Goldfinger" gemessen und der Vergleich ist natürlich sehr schwer zu halten.

Die erste Hälfte des Films vergeht sehr zügig, vor allem weil die Story hier noch Zug hat. Die Geschichte spielt zur Zeit des Supermacht-Wettstreits über die Vorherrschaft im All und daher wird dieses eben auch zum Thema gemacht. Das exotische, asiatische Flair die die Kulisse hier bietet tut dem Film anfänglich sehr gut. Auch das Finale ist spitze und großartig inszeniert. Eines mindert die Qualität des Films aber doch merklich und das ist diese Kung-Fu-Thematik die plötzlich reingebracht werden soll. Bond als halber Ninja wirkt eher lächerlich als alles andere und am Ende hat es keinen nennenswerten Einfluss auf den Storyverlauf.

Im Gegensatz zu vielen anderen hier finde Blofeld und seine S.P.E.C.T.E.R.-Organisation als Gegenspieler gar nicht so schlecht. Er hätte halt mehr Zeit gebraucht, dann wäre schon aus ihm ein guter Gegner geworden. Auch hier vergleicht man natürlich immer sofort mit Goldfinger und Oddjob und solche "Spitzen-Gegenspieler" sind hier natürlich nicht aufgeboten.

Zu einem Spitzen-Bond a lá "Goldfinger" fehlt leider einiges, trotzdem ist "Man lebt nur zweimal" ein gutes Bond-Abenteuer das mit einer guten Kulisse und einem tolle Finale punkten kann.

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Thomas Hetzel

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Bewertung4.0Uninteressant

Der schwächste Bond mit Connery. Alles zieht sich unheimlich hin, Connery selbst wirkt auch total lustlos und nicht so cool und souverän wie immer und auch sonst hat der Film wenig unterhaltsame Momente. Da greif ich lieber zu "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" oder selbst "Diamantenfieber" war unterhaltsamer.

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Wall

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Bewertung7.0Sehenswert

Auf der einen Seite überzeugt Bond Nr. 5 mit aufwändigen Actionszenen, einer interessanten Story-Idee, sowie der lange überfälligen Konfrontation mit Erzfeind Blofeld. Die "interessante Story-Idee" die sich rückblickend betrachtet natürlich sehr gut in die Zeit des Kalten Krieges einsortieren lässt, sowie eine ironische Anspielung auf den Wettlauf ins All zwischen den USA und der UdSSR darstellt. Allerdings entwickelt sich die Handlung doch zunehmend ins Konfuse und Lächerliche, im Bezug auf Realität, Sinn und Verstand. Auch Bonds Spielereien werden zunehmend fantastischer. Zwar kann man das ganze durch die teils selbstironische Darstellung und das augenzwinkernde Spiel Connery's (welcher in diesem Film allerdings schon etwas nachlässt und ein wenig gelangweilt wirkt - der folgende vorzeitige Ausstieg aus dem Franchise macht sich schon fast bemerkbar) ein wenig relativieren. Dennoch ist "Man lebt nur zweimal" der vorzeitige Höhepunkt in Sachen Realitätsferne der Bond-Reihe (auch wenn er noch mindestens von "Moonraker" übertroffen werden wird).

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Bagadosh

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Bewertung5.5Geht so

[Simons 007-Marathon - Tag 5: Man lebt nur zweimal]

Nach den beiden Über-Vorgängern hatte es dieser Teil etwas schwer. Und er kommt auch an beide Filme nicht heran.

Das Setting ist überaus abwechslungsreich, mit fernöstlichen und sci-fi-Elementen.
Die Weltraumszenen sind wieder mal aus heutiger Sicht lachhaft, mit Raumschiff-fressenden Raumschiffen (ist das Kanibalismus? :D), die danach als Rakete wieder landen. Hier geraten die Effekte der damaligen Zeit an ihre Grenzen.
Die Japan-Szenen wiederum sind im Gegensatz dazu sehr schön und haben mich mit den typischen Inneneinrichtungen der Häuser und den Hattori-Hanzo-Schwertern ein bisschen an Kill Bill erinnert :) .

Leider wird es langsam langweilig, dass Bond immer nur gegen so eine schnöde Organisation mit einem Mann, der nie sein Gesicht zeigt, dafür seine Katze streichelt und seine Mitarbeiter Raubfischen vorwirft, auch wenn die Organisation mittlerweile dabei ist, den Weltraum zu erobern.
Dabei ist die Story immerhin insofern interessant, als dass in diesem Film mitten im kalten Krieg die beiden verfeindeten Nationen gegeneinander ausgespielt werden.

Sean Connery ist leider als 007 nicht mehr ganz so überzeugend in seiner Rolle. Er macht den Eindruck, als wäre er irgendwie gelangweilt.

Außerdem fehlt es dem Film über weite Teile deutlich an Action. Dadurch zieht sich der Film meiner Meinung nach viel zu sehr.

Alles in allem ein fernöstlicher Bond mit intelligenter Idee, der jedoch durch langweilige Gegner, wenig Action und einem gelangweilten Hauptdarsteller nicht so richtig überzeugen kann.
Dennoch ist dieser Teil bei weitem kein schlechter Film!

Morgen verlässt uns dann unser Lieblings-Schotte Sean Connery vorerst und macht Platz für einen Mann namens Lazenby, der dann im Geheimdienst seiner Majestät gegen das Böse kämpft.

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The Freewheelin Fonda

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Naja die Bondstory die dich hier ja schon ein bisschen gelangweilt hat wirst du noch in sehr, sehr vielen 007 Abenteuern erwarten können ;)
Fand den Streifen stellenweise schon etwas langweilig und vor allem die Ausbildung zum Ninja etwas unnötig(vor allem wenn Connery sich als Asiate verkleiden muss XD)
aber das starke Actionende fand ich ziemlich cool und hat mich noch n paar Punkte springen lassen :)


Bagadosh

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Ja okay, das Ende war wirklich ganz ordentlich, aber zwischendurch passiert halt recht wenig :)


The Freewheelin Fonda

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Bewertung7.0Sehenswert

Auch wenn Sean Connery zur Entstehungszeit von ,,Man lebt nur zweimal" seinen MI6 Job bereits an den Nagel hängen wollte, ist seine Leistung bei seinem 4ten Einsatz als 00 Agent immer noch gut, wenn er auch nicht mehr mit dem Einsatz der Vorgängerfilme spielt.
Nach dem fantastischen Vorgänger ,,Goldfinger" war es schwierig an diese Qualität noch einmal anzuknüpfen und das gelingt ,,Man lebt nur zweimal" leider auch gar nicht!
Der Film ist anfangs ziemlich routiniert, man bekommt ein paar nette Bondszenen zu sehen, eine gute Kulisse bei der Bond diesmal ausschließlich in Japan tätig ist und für die 60er Jahre ein paar sehr gute Actionszenen(Hubschrauberkampf).
Alles ist ziemlich durchschnittlich gehalten und auch die Handlung, dass James Bond einen 3ten Weltkrieg der Sowjets gegen die USA verhindern muss, reißt einen bei einem 007 Streifen nicht sonderlich mit.
Wenn der Film dann länger dauert und der Zuschauer sich zum Ende hin anfängt zu langweilen hat man bei diesem Film leider einige ziemlich beschäuerte Szenen eingebaut! James Bond wird zum Ninja ausgebildet was mit der Handlung überhaupt nichts zu tun hat und auch später nicht mehr wichtig ist und der Streifen macht sich selbst total lächerlich in dem man Sir Sean Connery als Asiaten verkleidet was man wohl kaum peinlicher hätte inszenieren können!
(Über die extrem sexistischen Darstellungen der Frauen in diesem Streifen werde ich mich jetzt nicht auslassen, da man von unseren Medien momentan schon genug von diesem Thema genervt wird und der Streifen ist immerhin über 40 Jahre alt!)
Aber das Ende von diesem Bond Einsatz ist dann wirklich brilliant in Szene gesetzt, eine großartige Schlacht zwischen Bonds Ninja-Verbündeten und den Leuten von seinem Erzfeind Blofed lassen den Zuschauer einige Kritikpunkte vergessen und man wird für einige Längen mehr als entschädigt!(Wirklich eine super Filmschlacht, die schon oft parodiert wurde!)
Dank Sir Sean Connery, der in die Rolle des James Bond einfach perfekt passt und einer insgesamt guten Atmosphäre des Film ist der Streifen allemal sehenswert und das Ende entschädigt einen für einige Schwachstellen!

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vega_vincent

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Was heisst denn hier «extrem sexistisch»? Nur weil er jede, die ihm über den Weg läuft, vernascht? Immerhin teilt er hier keine Ohrfeigen (an Frauen) aus, sondern kassiert selbst eine … =)


MrDepad

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Bewertung7.0Sehenswert

Bond 50: Die Jubiläums-Collection [Blu-ray] -5/22- "Man lebt nur zweimal"
Diesmal verschlägt es 007 nach Tokyo, wo er zusammen mit dem dortigen Geheimdienstchef Blofeld stoppen muss, der einen Krieg zwischen den USA und der Sowjetunion auslösen will.
Sean Connery hatte bei diesem Teil schon regelrecht die Lust an der Rolle verloren und wollte keinen weiteren Bond-Film mehr machen, da er nur noch mit dieser Rolle in Verbindung gebracht wurde und ihn die Reporter regelrecht verfolgten. Diese Unlust merkt man ihm aber meiner Meinung nach nicht wirklich an und so kann er wie immer eine gute Leistung bringen.
Mit Tokyo wird eine tolle Location geboten, die eine schöne Abwechslung zu den bisherigen darstellt. So vergeht die 1. Filmhälfte wie im Flug. Bond ermittelt, kämpft, schießt und flirtet sich von einer atmosphärischen Szene zur nächsten und man bekommt die altbekannte Mischung in, dank dem Schauplatz, neuem Gewand geboten.
Leider fällt der Film dann in der 2. Hälfte merklich ab. Hier wird eins der größten Probleme des Films deutlich. Ihm fehlt ein markanter Gegenspieler und Blofeld hat einfach viel zu wenig Screentime, um diesen Mangel zu kaschieren. Dazu kommt wohl, dass man ein wenig vom Hype der damaligen Kung-Fu-Filme Welle mitnehmen wollte und so wird Bond optisch zum Japaner verwandelt und besucht eine Kung-Fu-Schule, um dort zum Ninja ausgebildet zu werden. Das Ganze empfand ich als ein wenig zu albern, vor allem hat dieser Storyteil im Finale wenig bis gar keine Verwendung, weshalb er sich im Nachhinein als ziemlich überflüssig anfühlt. Bis zum actiongeladenen Showdown in Blofelds Geheimbasis vergeht außerdem ein wenig zuviel Zeit, wo nichts sonderlich spannendes passiert, was zu leichten Längen führt.
"Man lebt nur zweimal" bietet in der ersten Hälfte gewohnt erstklassige Unterhaltung und kann vor allem durch die neue Location Tokyo überzeugen. Leider bricht der bis dahin ausgezeichnete Film in der 2. Filmhälfte merklich ein, sodass viel Potential verschenkt wurde und der grandiose Gesamteindruck merklich getrübt wird.

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Oliver0403

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Bewertung9.5Herausragend

Die typischen Merkmale eines 007 sind hübsche Frauen, exotische Drehorte, hier hauptsächlich Japan, die Tatsache, dass einmal mehr die Welt gerettet werden muss und der Bösewicht. Donald Pleasance sieht hier im Gegensatz zu den Halloween Filmen auch so aus, wie es aussehen muss und alles andere stimmt auch wieder. Wer eine Vorliebe für asiatische Frauen hat, bekommt hier auch richtig was fürs Auge.
*Spoiler*
Dialog zwischen Moneyponny und James: Ich liebe dich. Wiederhole, damit ich weiss, dass du es verstanden hast. Nicht nötig. Das kann ich singen. :D

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David "Noodles" Aaronson

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Oh James

007 Big in Japan. Ehrensache dass neben dem Land des waagerechten Lächelns auch das des senkrechten besucht wird, mehrmals - alles für die Queen!

Seitens der Story ist dies alles schon doppelt geschüttelt. Bond wird für tot erklärt, umso besser untertauchen zu können. Nach der Filmmitte (sollte ja kein Geheimnis sein) wird Bondsan zum Japaner umgebaut(!) inklusive Spezialtraining, soll ihm bei der Undercoverarbeit helfen! Dabei wird 007 jeweils direkt vor, nach und während dieses Eingriffes/Trainings von Feinden attackiert. Scheint demnach nichts zu bringen! Wieso also dieser Kack? Vielleicht weil jeder in Japan sein 'altes Gesicht' kennt, schließlich wurde sein Ableben, zu Beginn, groß auf den Titelseiten der Zeitungen verkündet? Natürlich wechselt sein Gesicht zum Finalle wieder auf Connery-Standart zurück!
Wie bescheuert. Wie wunderbar.

Selbst die gute Ermittlungsarbeit kommt nicht zu kurz und Connery störrische Art bewahrt den Film davor zu stark ins kalauernde abzudriften. Zugleich waren Gimmicks, Action und Bauten selten so phantasievoll. Hier wird nicht gekleckert, nicht mal geklotzt, es ist irgendwie noch mal eine Steigerung (ja ich weiß, kotzen reimt sich…); ich würde glatt bonden als Begriff vorschlagen. Connery bondet sich seinen Weg durch die Gegnermassen - mit Schlägen die immer nach den Punch auf die Tomate klingen. Miss Aki wurde gebondet.
Bond kennt die ideale Temperatur des Champagners, er spricht japanisch, er trägt Toupet, er kennt die zusammenstzung von Raketentreibstoff, er rennt durch Kugeln. Er ist eine Kugel!!

Dann wäre noch Blofeld, DER große Erzfeind (Wie doof klingt eigentlich das Wort Erzfeind. Muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Erz-Feind). Ich mag Savalas lieber, Pleasence feine dünne lispelnde Aussprache klingt in meinen Ohren ein bisschen zu lasch, gleich seiner Präsenz im Film.
Dafür ist seine Blocat oft zu sehen. Ich bin vernarrt in Blofelds Katze!!! Will sie unbedingt streicheln. Die einzige Pussy die Bond nie bekommen hat ;)

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Pyro 91

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Bewertung9.0Herausragend

Oh Mann, der Film ist echt daneben...
Und das ist gut so! Die Idee Bond nach Japan reisen zu lassen und ihn nur in dieser einen Location zu behalten, erweist sich als absoluter Glücksgriff.
Ich kann ohne schlechtes Gewissen sagen, dass "Man lebt nur zweimal" der bisher unterhaltsamste Bond war. Hier wird es urkomisch, überdreht und doch sehr atmosphärisch.

Komödiantische Highlights:
- Bond zieht sich die Kleider von Hendersons Mörder an (die genau passen) und legt damit dessen Komplizen rein. Er spielt den Verwundten, worauf besagter Komplize ihn natürlich ins Büro des Drahtziehers bringt, was Bond sehr gelegen kommt.

- Bond verfolgt eine Frau, die High-Heels trägt...und erwischt sie nicht.
- Bei der japanischen Hochzeitszeremonie muss Sean Connery wie Quasimodo dasitzen, weil er sonst größer als alle anderen ist.

- Bond fliegt mit seinen kleinen Helikopter "Little Nellie" über einen Vulkan, der das feindliche Lager perfekt versteckt. Glücklicherweise wird er gerade dort von feindlichen Jägern angegriffen, was Bond den Verdacht gibt, dass man sich diesen ominösen Vulkan doch mal genauer anschauen sollte.

- Bond liefert sich ein Battle auf dem Dach mit ca. 20 Mann. Er schlägt sich durch, springt vom Dach, kommt unbeschadet unten an, rennt um die Ecke und bekommt eine übergezogen.

- Tanaka besitzt einen Helicopter mit einem Magnet unten dran, der Autos hochheben und sie ins Meer werfen kann.

- Bond wird zum Samurai. Das heißt Brusthaare rasieren, Topfhaarschnitt verpasst bekommen und wie Spock aussehen.
- "Tiger" Tanaka führt Bond in sein Heim ein und beide werden von ein Haufen Frauen umgarnt. Schließlich erklärt er Bond seine Regeln: "Regel Nummer 1: Tue nie etwas selbst, wenn du jemand anderen findest, der es für dich tun kann. Regel Nummer 2: In Japan kommen die Männer immer zuerst, danach die Frauen."
- Helga Brandt, die Sekretärin des Bad-Guys hat Bond dort, wo sie ihn haben will: Gefesselt auf einen Stuhl. Diese Chance ihn zu töten, nutzt sie allerdings nicht, sondern entwickelt lieber einen höchst unlogischen und halsbrecherischen Plan. Sie setzt sich mit Bond in einen Helikopter, fliegt damit in die Höhe, sorgt dafür, dass Bond sich nicht bewegen kann und springt dann mit einem Fallschirm ab (den sie bereits beim Einstieg trug, was Bond aber nicht störte). Es muss wohl nicht erwähnt werden, dass Bond das Ruder noch rumreisst und überlebt.

- Blofeld hat Chancen noch und nöcher Bond zu töten, entschließt sich aber dann doch ihm Zeit zu geben, damit er einen Plan entwickeln kann, um zu entkommen. Das wurde ja seitdem schon oft und zu recht parodiert!

- Tanaka zeigt Bond sein Ninja-Lager. Ein Ninja ist besonders stark, denn er kann einer Strohpuppe die Arme abschlagen, was er natürlich begleitet von "Huh" und "Hah"-Ausrufen tut.

- Am Ende will Bond noch ein wenig Liebe in einem Schlauchboot machen, doch plötzlich erhebt sich unter ihm ein U-Boot in dem sich M und Moneypenny befinden.

Dazu gibt´s noch herrliche One-Liner und Dialoge (frei zitiert):

Brandt: "Jetzt habe ich sie!"
Bond: "Bedienen sie sich ruhig."
-

Aki (zu Bond): "Mir wird es gefallen unter ihnen zu dienen."
-

Bond: "Wer ist der Chef der Osato-Manufaktur?"
Tanaka: "Mr. Osato."

Köstlich, köstlich muss ich sagen. Nebenbei entwickelt sich noch die Bedrohung eines 3. Weltkriegs, aber das ist eher nebensächlich. xD
Ich kann volkommen verstehen, wenn man bei diesem Eintrag in die Bond-Serie nur noch mit den Kopf schüttelt, aber für mich war das einfach nur urkomisch. Die oben erwähnten Szenen und Dialoge sind übrigens nur ein kleiner Auszug aus dem kompletten Nonsense-Programm. xD

"Man lebt nur zweimal" wirkt wie das Ergebnis einer Brainstroming-Session, bei der man viele Ideen für spaßige Actionsszenen und Sets hatte, um die der arme Drehbuchautor dann eine Geschichte stricken musste.
Doch irgendwie funktioniert das Ganze. Bond hat immer was zu tun und auch wenn Sean Connery gelangweilt aussieht, so bleibt er doch charmant und schlitzohrig.
Wir sehen wunderbare Landschaftsaufnahmen, untermalt von einem genialen Johny Barry-Score, der eine verträumte und urlaubsreife Stimmung verbreitet.
Auch die Actionszenen sind kreativ und toll inszeniert, selbst wenn sie manchmal durch nicht ausgereifte Effekte etwas an Eindruck verlieren.
Das Vulkan-Set ist grandios und der Showdown - Ninjas gegen Dr. Evil äh Blofelds Schergen - ist so wunderbar B-Movie-Sci-Fi-artig, dass er schon wieder Laune macht.
Bonds Mitstreiter, vor allem Mr. Tanaka, sind grundsymathisch und es macht Spaß mit ihnen durch Japan zu reisen.
Und trotz all den Albernheiten kann der Film immer wieder zu spannungsvollen Sequenzen zurückkehren (Giftmord, Kampf um das Piranha-Becken, die Entschlüsselung des Safe-Codes) und man verliert nie das Interesse am Geschehen. Eine wirklich sehr seltsame und liebenswerte Mischung, wobei ich mir natürlich vorstellen kann, dass wenn zukünftige Filme komplett in den einladenden Nonsensebereich kippen, es schnell ermüdend werden kann. Hier ist das allerdings nicht der Fall, es machte Spaß von Anfang bis zum Ende!

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The Freewheelin Fonda

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Hammer Kommentar und wirklich genial beschrieben, hat mich selbst zum Lachen grbracht


Pyro 91

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Hehe, freut mich. ;)


LowRidah

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Bewertung3.0Schwach

Ich frage mich die ganze Zeit wer die Flugobjekte (Hubschrauber, Rakete) für die Japaner (und das Phantom) filmt, sodass sie alles immer auf'm Bildschirm haben?
Der Film strotzt nur so vor Goofs, genau so wie die Teile davor :/

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concienda

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Sehr guter Bondfilm mit toller Kulisse in Japan. Die Sprüche sitzen, die Handlung ist spannend und schön straff inzeniert und die Szenen im Weltraum sehen für 1967 auch sehr gut aus. Die finale Schlacht ist auch toll inzeniert und besitzt im Gegensatz zu dem Unterwasserfight in Feuerball das richtige Tempo. Schön auch, das erstmalige komplette Auftauchen von Blofeld. Störend wirkt hier lediglich Bonds merkwürdige Verwandlung in einen Asiaten. Ansonsten ist dieser einer der besten Bonds.

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mannypenny

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Bewertung9.0Herausragend

Einer meiner Top drei Bonds !
Einer der besten John Barry Soundtracks, wunderbare location in Japan, grossartige Ken Adam bauten. und auch Mie Hama als Kissy finde ich zuckersüss, obwohl das leider viele anders sehen.
Und überhaupt finde ich den ganzen Plot viel aufwändiger und interressanter als zb. bei dem mir unverständlicherweisse so gelobten "Liebesgrüsse aus Moskau".
Nur leider zwei Dinge finde ich daneben :
1. Connery als Japaner geht gar nicht.
2.Blofeld schaut sich die Raumkapsel klauerei auf dem Monitor an. Schon vorher sieht Bond den Hubschrauber mit dem riesenmagneten in seinem wagen auf dem Bildschirm.
Wer hat denn dieses gefilmt frage ich jetzt mal ganz naiv.
Sorry , ist das eigentlich noch niemand aufgefallen

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fluxberg

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Doch, ich war auch irritiert. Und dachte dann einfach: those were the days ...


Agent Smith93

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Der fünfte Auftritt von Sean Connery als James Bond, sollte eigentlich auch sein letzter werden, denn der Darsteller fühlte sich inzwischen in seiner Rolle schauspielerisch unterfordert, und seine allgemeine Begrenzung auf die Rolle des James Bond begann ihn ebenfalls zu nerven. Ich persönlich finde das etwas respektlos von Connery. Ich will mir gar nicht vorstellen, wie viele Männer ihr letztes Hemd dafür geben würden, um einmal den berühmtesten Agenten aller Zeiten zu spielen. Trotz allem ist auch der vorletzte Auftritt von Connery als James Bond noch als gelungen zu bezeichnen. Diesmal geht es darum, dass mehrere Raumschiffe der USA und der Sowjetunion spurlos verschwunden sind. Die verfeindeten Länder haben sich natürlich sofort gegenseitig im Verdacht, und das könnte im schlimmsten Fall einen dritten (atomaren) Weltkrieg auslösen. Der britische Geheimdienst, zweifelt allerdings daran, dass eines der beiden Länder tatsächlich die Schuld an den mysteriösen Vorfällen hat. Die Spur scheint nach Japan zu führen, doch eigentlich ist jenes Land (technisch) noch nicht so weit fortgeschritten, um ein dermaßen großes Ding abzuziehen. Es muss also etwas anderes sein. Drei mal dürft ihr raten. Natürlich steckt erneut Phantom (das diesmal seltsamerweise auch in der deutschen Übersetzung als S.P.E.C.T.R.E bezeichnet wird) dahinter. James Bond lässt sich gleich am Anfang des Films "ermorden" um damit die Bösen Jungs in Sicherheit zu wiegen. Meiner Meinung nach ist das zwar eine nette und durchaus ungewöhnliche Idee, aber so richtig notwendig war das ganze Theater auch wieder nicht, denn Bond zeigt sich schon nach kurzem wieder in der Öffentlichkeit. Im späteren Verlauf des Films scheint sich der Verdacht des MI6 zu bestätigen. Tatsächlich hat Ernst Starvo Bloefield (den man hier endlich zum ersten mal ganz sehen kann) in einem erloschenen Vulkan eine geheime Basis errichtet, von der aus er seine teuflischen Pläne in die Tat umzusetzen versucht. Ich muss zugeben, dass ich selten ein cooleres Versteck gesehen habe, als in diesem Film. Wirklich einfallsreich. Mehr möchte ich zur Handlung aber nicht verraten. Der fünfte Bondfilm hat einen sehr asiatischen Touch, und das gefällt mir sehr. Die schönen Aufnahmen der japanischen Landschaft und ihrer Städte sind wirklich eine Freude fürs Auge. Andererseits finde ich beispielsweise die "Umwandlung" von James Bond in einen waschechten Asiaten etwas naja "eigenartig", da er danach eigentlich immer noch nicht wie ein Japaner aussieht. Auch von den Ninjas war ich ein wenig enttäuscht. Ich hatte mehr solche Ninjas wie in Batman Begins erwartet. Aber man kann ja nicht alles haben. Und nun zu den Darstellern. Zuerst Sean Connery. Für einen Mann dem seine Rolle so langsam aus dem Hals heraushing, spielt Connery immer noch überraschend gut. Auch wenn er seinen Esprit aus den ersten drei Filmen doch spürbar verloren hat. Sean Connery ist immer noch gut in Form, und gibt sich sichtbar Mühe die Erwartungen der Fans zu erfüllen. Das Bondgirl Kissy Suzuki wird von Mie Hama gespielt, und macht dabei einen niedlichen und etwas zerbrechlichen Eindruck, aber im Vergleich zu Honey Rider oder Pussy Galore verbleibt dieses Bond Girl einem sicher nicht so lange im Gedächtnis. Tetsuro Tamba spielt den Verbündeten Tiger Tanaka, und das nett. Nicht mehr und nicht weniger. Der aller schlimmste Feind von James Bond Ernst Starvo Bloefield bekommt diesmal seinen ersten echten Auftritt, und das weitaus besser als man denken könnte. Donald Pleasence spielt Bloefield einfach brilliant, und ich kann nicht verstehen, warum er im Nachfolger wieder ersetzt wurde. Für mich jedenfalls ist Donald Pleasence der einzig Wahre Bloefield. Leider wird dieser richtig originellen Figur nur im letzten Filmviertel ein Gesicht gegeben, was für mich eine große Schwäche des Streifens darstellt. Ohne Donald Pleasence würde der Film wahrscheinlich nur 8 Punkte bekommen, so schafft er es aber doch noch einen weiteren halben Punkt zu ergattern. Technisch lässt sich wie bei fast jedem Bond Film nichts aussetzen. Besonders die Szene wo Bond in seinem niedlichen Mini-Hubschrauber "Little Nellie" gegen vier feindliche Hubschrauber ankämpfen muss ist einer der besten Momente im Film, und das nicht nur in technischer Hinsicht. Die Schlacht zwischen den Ninjas und Bloefields Leuten ist einfach nur großartig inszeniert. Die Musik ist schön, aber eher unauffällig. Der Titelsong You Only Live Twice gefällt mir hingegen ganz gut. Abschließend muss ich nur noch sagen, dass auch der fünfte Bondfilm mit Sean Connery immer noch einen Heidenspaß macht, und als unterhaltsamer Actionfilm jeden Fan der Reihe zufriedenstellen sollte.

Bald schaue ich mir auch den allerletzten Auftritt von Connery als James Bond in "Diamantenfieber" an, und werde dann mein endgültiges Fazit zur Connery Ära machen. Aber vorher ist noch Herr George Lazenby im Geheimdienst ihrer Majestät an der Reihe. Dazu mehr in meiner nächsten Bond Kritik.

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