Julia

Julia (2008), FR
Laufzeit 144 Minuten, FSK 16, Drama, Road Movie, Kinostart 19.06.2008

admin edit edit group memberships sweep cache
6.4 Kritiker
8 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.5 Community
139 Bewertungen
17 Kommentare
Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
noch nicht bewertet

von Camille Natta und Erick Zonca, mit Tilda Swinton und Saul Rubinek

Julia ist 40, Alkoholikerin und eine notorische Lügnerin. Sie manipuliert ihr Umfeld, ist unzuverlässig und fällt durch ihr außergewöhnliches Äußeres auf. Zwischen Vodkadrinks und One-Night-Stands hält sich Julia mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Während sie zunehmend vereinsamt, steht ihr nur noch Freund Mitch helfend zur Seite. Doch als Julias Verwirrung durch den Alkoholkonsum zunimmt, weist sie auch ihn zurück und kommt mehr und mehr zu der Überzeugung, dass das Leben ihr übel mitgespielt hat und sie selbst nicht verantwortlich ist für die missliche Lage, in der sie sich befindet. Die Vorahnung des nahenden Elends und die Begegnung mit einer jungen Mexikanerin treiben sie schließlich zu einer Gewalttat, die sie aus Angst, Verzweiflung und Geldnot begeht. Im Verlauf der Geschichte geht Julias Reise kopfüber auf Kollisionskurs, aber schließlich schafft sie es doch noch, sich gegen den Tod und für das Leben zu entscheiden.

  • 37795279001_1044106033001_45979-thumb-square
  • 37795279001_1035739057001_45979-thumb-square
  • Julia - Bild 53214
  • Julia - Bild 53215
  • Julia - Bild 53216

Mehr Bilder (8) und Videos (3) zu Julia


Cast & Crew


Kritiken (4) — Film: Julia

Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Julia sollte eine große Werbekampagne haben und viel Lärm machen, um Mund-zu-Mund Propaganda anzuregen. Dieser Film wird behandelt wie ein Kunstfilm. Er ist gut genug ein Kunstfilm zu sein, aber stecken Sie ihn nicht in diese Schublade. Er ist ein verdammt guter Thriller. Und die Schauspieler sind so gut wie nur möglich.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Jürgen Kiontke: Jungle World, ai-Journal, K...

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

"Julia" ist eine Studie über unangenehme Gefühle. Als Film über eine Alkoholikerin, der dann aber abrupt in eine kriminelle Realität aufbricht, gibt er eine schöne, fiese Botschaft von sich: Das passiert, wenn man sich nicht unter Kontrolle hat. Die Trinkerei spielt nicht die geringste Rolle. All dies passiert auch so.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

alexandra seitz: Berliner Zeitung, tip, ray ... alexandra seitz: Berliner Zeitung, tip, ray ...

Kommentar löschen
5.0Geht so

Es ist zuviel los in diesem Film. Viel zu viel. Derart viel, dass man gegen Ende ­ bereits völlig erschöpft von der hysterischen Hektik der vergangenen gefühlten drei Stunden ­ seinen Augen nicht trauen will, als die Ereignisse sich ein weiteres Mal überschlagen und die ganz Sache erneut eine ziemlich wilde Wendung nimmt.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr... Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr...

Kommentar löschen
6.0Ganz gut

So angenehm es ist, die Arbeit eines Filmemachers zu betrachten, der sich moralisch nicht über seinen Protagonist erhebt, der dessen Schwächen zeigt, ohne sie gleich zu verurteilen, so sehr krankt sein Mix aus Sucht-Drama, Road Movie, Film Noir und Entführungs-Thriller an der eigenen Unentschlossenheit. Man hätte gerne mehr über Julias Vergangenheit erfahren, über ihre Beziehung zu Mitch und über das Leben, das bereits hinter ihr liegt.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (13) — Film: Julia

Kommentar schreiben
Sortierung

LynchFan1706

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

"Julia" eine "Tilda Swinton One Man Show"... Wow! Ich war beeindruckt...

Der Film ist sicher kein Meilenstein... Er wirkt oft überfrachtet, die Handlung ist holprig erzählt, er verliert sich streckenweise in immer neuen Situationen, aber das wird zur Nebensache, wenn ich Tilda Swinton im völligen Alleingang diesen Film beherrschen sehe...
Eine einzigartige, wundervolle Schauspielerin, die den Film bei allen Schwächen zu einem Erlebnis macht.

bedenklich? 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

cacavas61

Antwort löschen

In "Der seltsame Fall des Benjamin Button" war sie auch toll !


LynchFan1706

Antwort löschen

Tilda ist immer toll!


anakyn

Kommentar löschen
Bewertung4.5Uninteressant

mein fall war julia nicht so richtig. (ich kenne "gloria" allerdings auch nicht.) ich fand den film recht langatmig und nur mäßig unterhaltsam. tilda swinton hat mir ganz gut gefallen.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

neenchen

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Der Film erzählt im Grunde eine altbekannte Geschichte. Eine Frau mit mächtigen Problemen wird sich durch die Nähe eines Kindes bessern, doch zeigt der Film diese Geschichte relativ unsentimental. Der Film ist hart mit anzusehen und auch der große Erleuchtungseffekt wurde (glücklicherweise) weggelassen. Tilda Swinton spielt die alkoholabhängige und ihren Launen folgende Julia grossartig und es beeindruckt oder erstaunt, wie sie mit ihrem Lügennetz trotzdem irgendwie immer weiter kommt. Das Ende unterstreicht den um Realismus bemühten und nicht auf ein Happy-End getrimmten Film.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

BigDi

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Ungemütlichkeit zum Genießen, die durch Tilda Swinton lebendig wird und unruhig atmet, wenn sie nicht gerade in gehetzte Raserei verfällt. Feines geradlinieges spannendes Thrillerkino.

bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

8martin

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wir sehen hier eine grandiose Tilda Swinton. Sie beherrscht die Szene von der ersten bis zur letzten Minute. Inmitten von übertölpelten Tölpeln versucht sie erst ihr finanzielles Süppchen zu kochen. Sie passt sich geschickt sich ständig veränderten Situationen erstaunlich gut an und behält den Kopf über Wasser. Interessanterweise gelingt ihr dabei noch die Wandlung von der erpresserischen Entführerin zur mitfühlenden Ersatzmutter. Eine schauspielerische Höchstleistung, die zeigt, welche unterschiedlichen Rollen Swinton überzeugend spielen kann. Sie ist überpräsent und spielt intensiv konzentriert. Und die Rolle als Alkoholikerin verlangt ihr dabei besonders viel ab. Die Geschichte wird in recht farbigen Bildern erzählt, hat aber einige logische Fragezeichen und auch monologartige Längen. Kein Wunder bei 140 Minuten. Unterm Strich ist es annehmbare, recht spannende Unterhaltung mit überraschenden Wendungen und einer umwerfend guten Tilda Swinton.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Breadfan

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Ähnlich wie Charlize Theron in "Monster" (wenn auch nicht ganz so extrem!) macht es auch hier viel Laune Tilda Swinton zuzuschauen, vor allem, wenn man sie bereits aus zahlreichen völlig anderen Rollen kennt. Das Filmende finde ich - wahrscheinlich varriert dies je nach Erwartungslage - etwas prompt und zu offen, einer Filmbotschaft war das für mich etwas abträglich (behält sie das Kind nun einfach?), aber wen kümmert's....der Rest passte!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

stuforcedyou

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Das Tilda Swinton eine großartige Schauspielerin ist, sollte man wissen und "Julia" von Erick Zonca liefert dafür erneut einen Beweis. Leider erzählt Zonca die moralische und tiefgründige Geschichte vor allem in der ersten Hälfte viel zu zäh und ausschweifend. So erlaubt der Film zwar einen längeren Blick auf Titelfigur Julia, zerstört so aber auch den Erzählfluss des Filmes, der mit wechselnden visuellen Look die momentane Situation treffend darstellt auch wenn diese optischen Wechsel manchmal verstörend wirken, was wiederum zum Charakter Julia und ihren Entscheidungen passt. Zum Glück für die ambitionierte Geschichte und deren Machart kriegt der Film spätestens dann die Kurve als Julia nach Mexiko kommt. Dann verstärkt sich der Thriller-Anteil des Films, er wird noch packender und lässt so Tilda Swinton noch mehr Raum um ihr Talent darzubieten.
Alles in allem ist "Julia" ein anspruchsvoller, vielschichtiger Film, der sicher nichts für die seichte Unterhaltung für Zwischendurch ist, aber der Film benötigt zu viel Zeit und macht es dem Zuschauer nicht immer einfach in die Welt der Julia Harris einzutauchen. Wer also anspruchsvolle Filme mag und sich gerne in diese hineinarbeitet macht mit "Julia" nichts falsch und Tilda Swinton ist eh eine Klasse für sich.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

BlueSquirrel

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Man fürchtet die Tendenz zum sinnfreien Schlechtfühl-Drama, aber schnell treiben spannende Elemente auf den Plot zu. Tilda Swinton lässt leere Wodkaflaschen auf dem Weg in ihren Untergang und entfesselt dabei ein glamouröses Gewitter über ihrem Resume. Weniger Alkoholismus als viel mehr Narzissmus wird hier erfolgreich angeschnitten und in einen Entführungs-Krimi verpackt. "Julia" ist eigentlich ein sehr typisches amerikanisches Thema, was aber normalerweise von Männern interpretiert wird. Die schmierigen Outlaws mit nichts mehr zu verlieren, gehen aufs Ganze und schon bald sind sie in der Wüste angekommen. Einige die den Film nicht mögen, haben ihn falsch verstanden glaube ich. Das hier ist "U-Turn" mit Tilda. Kein Drama.

bedenklich? 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Schlegel

Antwort löschen

Find ich auch!


JimSommer

Antwort löschen

Tilda Swinton zeit in dem Film ihr volles Potential, nie davor und nicht mehr danach hat sie derart packend virtuos gespielt - unglaublich!


Schlegel

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Puh. Heftig. Ein Film wie harte Arbeit, aber es hat sich gelohnt.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

patcharisma

Antwort löschen

Gell, es lohnt sich.. Anstrengend, aber unglaublich crazy, gell?


patcharisma

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Konfus, grotesk, anstrengend, verfahren - sind das schlechte Adjektive für einen ungewöhnlichen Film? Ja und Nein. Irgendwie ist das Ganze so durchzogen wie die kranke Seele der psychisch abgeschlagenen Loserin & Hauptdarstellerin: Mal hektisch, mal langweilig, oft absurd und auch grausam komisch. Und das ist denn es auch, was den Film zum Tragen bringt. Er schafft es irgendwie, die gegen Ende zwar recht spannende Handlung mit einer gewissen Lethargie über einem ergehen zu lassen. Wie der Alkohol-Zyklus, den es thematisiert: Vom Highlife zur totalen Leere, vom Kater-Monster zur empathischen Mitfühlenden, von gewohnter Primitivität zur durchdachten, von Coolness Bestimmten, vom wach werden durch ein Ereignis bis hin zur Gleichgültigkeit desselben. Julia ist immer von aussen bestimmt. Irgendwann geht es nur noch darum, den einzelnen Moment zu erfasssen, zu (er)leben oder auch zu verpassen.
Unter dem Aspekt könnte der Film auch noch eine Stunde länger dauern. Anstrengend ist das trotzdem.

Dass das alles eine grandiose One-Woman-Show für Tilda Swinton ist, muss man wohl nicht weiter erläutern und ihre Fans sehen damit den Film, auf den sie ewig gewartet haben.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

strangelet

Kommentar löschen
Bewertung4.5Uninteressant

Offenbar war am Set kein echter Alkoholiker verfügbar, oder wenigstens jemand, der mal einen gekannt hat. Dafür gibt's als Exposition einen Darstellung dessen, wie sich die saturierte Mittelschicht die Randlagen der Gesellschaft vorstellt: eine hysterische, psychotische, gefühlskalte oder gewalttätige Figur jagt die nächste über die Leinwand.

Wenn die Verrückten dann bis auf eine einzige verschwunden sind, beginnt eine ganz brauchbare Entführungsgeschichte, die zwar weiterhin darunter leidet, dass Julia so irrational handelt, dass es keine noch so an den Haaren herbeigezogene Motivation erklären könnte, die aber zumindest Spannung bringt - jedenfalls bis die zweite Entführung oben draufgeklatscht wird, als Diabolus ex Machina, der das für Filme dieser Art verpflichtend vorgeschriebene Unhappy End herbeiführt. Das drückt den Film dann doch noch unter den Durchschnitt.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kubrick_obscura

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Mit einer enormen Präsenz verkörpert Tilda Swinton diese Julia und sie duldet niemanden auf der Leinwand, der ihr versucht die Show zu stehlen. Die Mutter des kleinen Tom taucht nach 20 Minuten nie wieder auf und auch sonst beschränkt sich der Film mit fortschreitender Laufzeit auf die Beziehung zwischen Julia und Tom. Die Frau beginnt eine Beziehung zu dem Kind aufzubauen, die sie verändert. Zonka zeigt uns aber nicht den Wandel einer egoistischen, kranken und kinderlosen Frau zu einer Kinder liebenden Wohltäterin, die nur noch Kaffee trinkt, sondern er lässt es am Ende zu nur einer einzigen selbstlosen Tat Julias kommen und dann ist der Film auch schon vorbei, als habe er auf diese eine kleine Geste gewartet.
Bevor das passiert rollen 138 Minuten Zelluloid durch den Projektor, ein Koloss von Film für dieses Genre und es passiert auch enorm viel. Alles fängt damit an, dass Julia, wegen ihrer Alkoholsucht, ihre Arbeit verliert. Am Ende des Films ist sie eine zweifache Mörderin, eine Diebin und eine Kindesentführerin. Immer wieder greift sie zur Flasche und hält uns ständig die Ursache dieser Ereigniskette vor Augen. Zonca wechselt im Laufe des Films fließend die Genres. Insgesamt kann man ihn als Mischung aus Charakterstudie, Geiseldrama und Psycho-Thriller begreifen und dieser Mix funktioniert tadellos.
Leider liegen in dieser enormen Fülle von Themen auch die negativen Seiten des Films. Er ist einfach zu lang. Bis Zonka es schafft zum spannenden Thriller-Teil überzuleiten, will man mehrmals die Credits lesen. Trotzdem merkt man, besonders am Anfang, wo überall geschnitten wurde, damit der Film nicht noch länger wird.
Wer Genrekost nicht scheut, wahrhaftige Figuren, gespielt von fantastischen Schauspielern, sehen will und die Extreme liebt, sollte sich „Julia“ unbedingt ansehen.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

JarvisBln

Kommentar löschen
Bewertung3.0Schwach

Der Film zitiert Elemente aus "Gloria" von Cassavetes und macht alles falsch.
Tilda Swinton, die hier die Rolle (und zum Teil auch das Spiel) von Gena Rowlands
übernimmt, kommt nicht in die Gänge, muss erst ausführlich und mit maniriertem
Spiel die Alkoholikerin geben (die später übrigens den Alkohol gar nicht mehr so dringend braucht), kidnappt brutal ein Kind, womit sie sich jegliche Sympathien verscherzt und
bricht auf Richtung Tijuana. Der Film hat kein Gefühl für Orte und Stimmungen,
und am Schluß setzt das Drehbuch noch einen drauf und das gekidnapte Kind
wird nochmals gekidnapt. Lediglich der Showdown auf einer Schnellstrasse ist
wenigstens spannend.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kommentar schreiben

Fans dieses Films mögen auch