Minority Report

Minority Report (2002), US Laufzeit 144 Minuten, FSK 12, Drama, Thriller, Kriminalfilm, Science Fiction-Film, Kinostart 03.10.2002

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7.0
Kritiker
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7.1
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103 Kommentare
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von Steven Spielberg, mit Tom Cruise und Colin Farrell

Tom Cruise muss in Minority Report von Steven Spielberg im Wettlauf gegen die Zeit seine Unschuld an einem Verbrechen beweisen, das noch gar nicht begangen wurde.

Washington, D.C. im Jahre 2054. Durch die Hilfe von drei “Precogs” und entsprechender Technologie ist die Stadt seit über sechs Jahren frei von Gewaltverbechen wie Mord. Die “Precogs” sind unter anderem durch medikamentöse Stimulation in der Lage, in der Zukunft geschehende Mordfälle vorauszusehen. Im Departement of Pre-Crime wird dann alles daran gesetzt, dass diese Visionen nicht wahr werden. Departement Chief John Anderton (Tom Cruise) und sein Team sind eine Spezialeinheit, die auf Grund der Visionen der Precogs den zukünftigen Mörder festnehmen, noch bevor er Schaden anrichten kann.

Das äußerst erfolgreiche Departement of Pre-Crime wurde von Lamar Burgess (Max von Sydow) gegründet, der nun den Plan hegt, das System auf das gesamte Land auszubreiten. Doch zuvor soll durch einen Sonderermittler des Justizministeriums, Danny Witwer (Colin Farrell), ausgeschlossen werden, dass das System Fehler produzieren kann. Sowohl Anderton als auch Burgess sehen in ihm einen Eindringling, der ihnen Schaden könnte. Anderton hat vor mehreren Jahren durch ungeklärte Umstände seinen Sohn verloren, woraufhin sich seine Frau von ihm trennte und er gelegentlich Drogen einnimmt. Aus diesem Grund legt Anderton eine überhöhte Motivation als Polizist an den Tag.

Während einer Führung für Witwer durch den “Tempel”, dem Ort an dem die Precogs leben, greift eine der Precogs, Agatha (Samantha Morton), nach John Andertons Arm. In einer Vision zeigt sie ihm einen bereits aufgeklärten Mord. Kurz darauf taucht sein Name als Mörder im Departement…

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Cast & Crew


Kritiken (3) — Film: Minority Report

Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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5.0Geht so

Sicher eine der schwächsten und dümmsten Adaptionen von Dicks Werk, die obendrein auch noch sehr schlecht gealtert ist. War der Film 2002 schon keine Offenbarung und ein weiteres Indiz für Spielbergs Niedergang in die Mittelmässigkeit, wirkt er beim erneuten Ansehen nochmal um einiges ernüchternder, denn der der Look und die Tricks sehen aus heutiger Sicht billiger und alberner aus, als Blade Runner, T2 oder Jurassic Park - was auch den vielen sehr doofen Action-Szenen geschuldet sein dürfte, von denen der Kampf mit den Jetpack-Polizisten neben den Digi-Spinnen wahrscheinlich die peinlichste ist, denn hier verbindet Spielberg dümmlichen Klamauk mit schlechten Tricks und einem ganzen Inferno an internen Logiklöchern.

Das in der Fragestellung der Story liegende Potential, bei dem es wie immer bei Dick um das "was macht den Menschen aus" geht, wird nur oberflächlich angekratzt und erschöpft sich in absehbaren Wendungen. Der Jäger der zum Gejagten wird - diese Story ist nicht erst seit Logans Run abgegriffen und wurde schon weitaus spannender und intelligenter abgehandelt als in diesem verzweifelten Actioner, der sich schamhaft ein wenig Anspruch über die Randale zieht, ohne verbergen zu können, dass Spielberg sich letztlich doch mehr für technische Spielereien wie das umständliche (bei Johnny Mnemonic entlehnte) Bildschirminterface, unnütze bewegliche Pflanzen und unpraktische Autos interessiert, als für die moralisch-ethischen Fragen, die das Konzept Pre-Crime aufwirft.
Der zynische Endtwist, ist zwar nettes Gimmick, wirkt aber absichtlich so tief im scheinbaren Happy-End versteckt, dass ihn wohl die wenigsten Zuschauer so mitbekamen, wie er gemeint war. Wobei wir das alles in Brazil auch schon schöner und effektiver gesehen haben....

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Kubrick_obscura: CinemaForever

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9.0Herausragend

"Minority Report" wiederfuhr ein ähnliches Schicksal wie "Blade Runner" damals. Als Blade Runner erschien wusste die Filmwelt auch nicht so recht, was sie da vor sich hatte. Erst mit der Wiederveröffentlichung kam die Erkenntnis. Irgendwann wird Spielbergs düstere,-und überhaupt NICHT auf Hochglanz polierte- Zukunftvision der selbe Aha-Effekt zu Teil werden.
Die einen stören sich an den Effekten, die anderen an Tom Cruise und die letzten am Happy End, doch wen das nicht stört oder die Fähigkeit besitzt dahinter zu schauen, der erkennt die Zeitlosigkeit dieses Meisterwerks!

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po_loch

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"Irgendwann wird Spielbergs düstere,-und überhaupt NICHT auf Hochglanz polierte- Zukunftvision der selbe Aha-Effekt zu Teil werden."
- Das hälst du also für düster? Den mit dummen Comedyeinlagen gespickten und von Produkt-Placement verseuchten Blockbuster?


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8.5Ausgezeichnet

Es ist eine im Gewand eines Unterhaltungsfilms auftretende, stellenweise tiefgründige, und zumeist bestechend inszenierte Reflexion über das Fragmentarische und die Geschlossenheit, den Überwachungsstaat der Zukunft, und das Schicksal des Individuums in ihm. Es wäre kein Film von Spielberg, wäre er nicht stellenweise sentimental und in seinen Botschaften grundsätzlich konservativ. Es wäre aber auch kein Spielberg-Film, dürfte man am Ende nicht ein wenig Hoffnung schöpfen. Dass er beides dabei nicht gleichsetzt, macht seine Stärke aus.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten


Kommentare (100) — Film: Minority Report


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8martin

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Bewertung9.0Herausragend

Das ist Spielbergs bester Sci-Fi-Film. Er setzt einen Meilenstein in dieser Branche. Nicht nur die übliche schnelle Action (z.B. die fliegenden Polizisten oder andere Luftstunts) sind toll, auch die dreibeinigen Roboter sogenannte ‘Spiders‘ zum Scannen der Pupille gehören in die Schublade ‘außergewöhnlich‘, in der sich auch noch Makabres und Ekelerregendes befindet. Dafür ist hier Peter Stormare zuständig. Das Größte aber ist, dass Spielberg eine menschliche Tragödie in diese Zukunftsvision eingebettet hat mit Frau (Kathryn Morris) und Sohn. Alles ist in gerade noch so viel Fach-Chinesisch verpackt, dass es Spannung abwirft. Natürlich mit viel supertechnischem Schnickschnack als Begleitung. Und als Erholung für Auge und Ohr erleben wir die reine Natur.
Die Grundidee ist einfach: Hellseher, sogenannte Pre-Cogs (eine davon eindrucksvoll gespielt von Samantha Morton) können Morde vorhersehen, und eine schnelle Eingreiftruppe kann sie dann verhindern. Eine Wahnsinnsidee! Man ahnt aber schon bald, dass an diesem System etwas faul sein muss. Dem geht Chief Anderton (Tom Cruise) aus persönlichen Gründen nach. Kontrahent Detective Witwer (Colin Farrell) bleibt auf der Strecke und auch der oberste Direktor (Max von Sydow) muss dran glauben.
Diese Utopie spielt in einem Grenzbereich, der der Frage nachgeht: Ist das System das absolut höchste Gut, dem sich der Mensch unterzuordnen hat? Gleichzeitig wird ein autoritäres System auf seine Fragwürdigkeit hin untersucht. Und natürlich lässt Spielberg nach all dem Grauen den Film als Märchen enden. Großartig!

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NostalgiaCritic

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Die Precogs können Morde vorhersehen, die aber garnicht stattfinden werden eben weil sie sie vorhergesehen haben? Wenn man nur 10 Sekunden über diese Tatsache nachdenkt, auf der der gesamte Film basiert, fällt er komplett in sich zusammen :P

Oh und zudem:
Ein Retinascan ist scheinbar die einzige Identifizierungsmethode auf die alle (sogar Sicherheitsdienste) schwören und sich zu 100%verlassen, obwohl es ein offenes Geheimnis ist, dass man sich mit ein paar Dollars und 24 Std Zeit bei jedem Streetdoc neue Augen besorgen und damit das komplette Sytem aushebeln kann?

Die Message des Film fand ich dennoch gut, gabs aber schon und in weitaus besserer Form. Von daher ist mir die 'Wahnsinnsidee' dieses Films verborgen geblieben ;)


the assassin 666

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Minority Report sit ein ebenso genial durchdachtes wie durchgestyletes Sci Fi Meisterwerk. Die Handlung ist sowohl von der Botschaft als auch vom Thrillerpart sehr intellegent, die Effekte sehen absolut erstklassig aus. (Diese furistischen Autos die die Häuserfronten runter fahren ..."genial".... diese lebendigen Pflanzen sehen sehr organisch und lebensecht aus.
Die Besetzung ließt sich wie das Who is Who von Hollywood, Tom Cruise bleibt zwar etwas blass aber dafür überzeugt Max von Sydow voll und ganz, Peter Stormare als Chirug ist fantastisch abgedreht und sogar der heimliche Star des Films auch Colin Farrell zeigt sich als Ermittler von der besetn Seite.
Die Botschft die der Film vermitteln will ist bei mir angekommen, die Jagd auf Cruise ist sehr spannend ins Szene gesetzt, und läßt keine Längen aufkommen.
Besonders angetan haben es mir aber die Pre Coks für mich eine Art Mastermind und (Wortwiederholung) genialer als genial.
Wer auf Sci Fi mag wird um Minority Report nicht herum kommen. :)

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Dj Rise

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Intelligenter Sci Fi Thriller der seines gleichen sucht spannend bis zur letzten Minute und einfach nur empfehlenswert !

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Murphante

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Puuuuuuuuuuh ...
Heftiger Scheiß ^^ ... das erste was mir an dem Film gleich aufgefallen ist ... die wussten schon vor über 10 Jahren das wir Fernseher erschaffen werden die wir als Touchscreen benutzen können ... da fällt mir gleich wiederum ein was mir jemand mal gesagt hat:
All das ... was wir in Filmen sehen oder wir uns nur ansatzweise vorstellen können ... kann und wird ... Wirklichkeit werden ...
Der Film hatte mich in seinen Bann gezogen und behielt über dem Film hinweg die Spannung! Nur einmal musste ich herzhaft lachen: "Na ... haben sie sich etwas verrenkt :D muhar har har ... geile Szene ... der Film hat einen auch in Welten blicken lassen die gar nicht mehr soweit entfernt sind und zeigte auch noch eine heile Welt ... ohne Elektronik und Hightec ... wäre so schön wenn sich noch mehrere daran erinnern können ...
aber den Fortschritt kann wohl keiner mehr stoppen ...

Den Schluss des Films fand ich seeeeehr spannend und war total begeistert vom Ende!
Sehr gut die Kurven bekommen und diese spätere Klarheit bei der Aufdeckung ...
Spitze ...

Kleine Hänger hatte der Film für mich aber dennoch:
**** Spuren von Spoilern ****
Ich fand es doof das diese Gedanken- und Zukunftsleser als erst nicht menschlich dargestellt wurden ... und sie dann doch mehr als menschlich sich durch die Gegend bewegten ... das fand ich eigentlich eher schade und hätte ich gern anders gesehen!!!
**** Spoiler Ende ****

Dennoch ein ausgezeichnetes Filmerlebniss das man sich nicht entgehen lassen sollte!

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Murphante

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Boahr das freut mich sehr zu lesen ... my <3 Buddy
das Dir das gefällt ;-) obwohl du mehr Pünktchen vergeben hast ;-)


Chris12zero

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:-) ..na das freut mich aber!! :D^^
Jaaaaa ich hab da mehr Punkte vergeben^^ Ich liebe diesen Film!!!!!!!! <3 ;DDD^^


rockadude

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Obwohl ich Tom Cruise nicht wirklich leiden kann muss man dem Mann einfach lassen das er trotzdem fast stets gute Filme macht. Dieser Film hier ist unter der Regie von Steven Spielberg sogar darüber hinaus noch "fast" ziemlich intelligent geworden. Die Ausgangsidee ist eigentlich genial und wurde zu großen Teilen auch konsequent umgesetzt. Nur so gegen Ende hin macht der Film einen unschönen Bruch und wird nach all dem komplexen Handlungsgeflecht dann doch unnötig mainstreamig und auch kitschig.
Was schade ist, denn bis zu dem Punkt ist der Film richtig spannend, hat auch viele schräge Ideen die noch etwas Humor in die düstere Geschichte bringt. Z.B. ist die Augenoperationsszene recht witzig, weil der immer wieder gute Peter Stormare mal wieder ne richtig schön schräge Nebenrolle gekriegt. Top besetzt ist der Film generell sowieso mit eben Tom Cruise, Max Von Sydow, Colin Farrell, Peter Storemare und sogar Vorzeige-Bad Guy Patrick Kilpatrick ist mit am Start. Technisch ist der Film ebenfalls einwandfrei. Das futuristische Setting ist genial und die Effekte z.B. in dem Gewächshaus sind perfekt gelungen.
Negativ ist vielleicht außer dem etwas enttäuschenden Ende noch das diesmal John Williams Musik nicht so wirklich passen will. Da hätte mir ein Hans Zimmer zur Abwechslung dann doch etwas besser gefallen und das der Film vielleicht doch einen Tick etwas zu lang ist. Auch sind ein paar Dialoge doch vielleicht etwas zu gewollt intelligent, aber das hält sich allerdings im Rahmen.
Insgesamt eine von Spielbergs besten neueren Arbeiten und es wäre perfekt gewesen wenn er die düstere Stimmung bis zum Abspann konsequent durchgehalten hätte und den Film vielleicht um 10 Minuten gestrafft hätte. Aber ansonsten ein schönes Sci-Fi-Thrillerchen.

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sonatajessica

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Seh' ich ähnlich, ich will den Herrn Cruise partout nicht unterstützen, aber dann macht er immer wieder gute Filme, das ist schon ein Dilemma. Auch der neueste, Oblivion, sieht recht interessant aus wie ich finde.


ShayaNova

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ja und andere, sehr gute schauspieler, landen oft in merkwürdigen b-produktionen. vielleicht ein fall von 'mieser agent' oder 'keine nase für gute drehbücher'.


Nagelfar

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Bewertung7.5Sehenswert

Evtl. Spoiler:

Die Dame mit der Pfeife hätte auch aus einem Lynch' sein können.

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zachine

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Bewertung7.0Sehenswert

Eine interessante Idee, vorausgesehene Taten noch zu verhindern. Und eine ebenfalls interessante Folgerung: Du kannst dich immer entscheiden!

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LowRidah

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Bewertung7.5Sehenswert

Einfach nur schlicht und schön :)

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Splashy

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Bewertung9.0Herausragend

Kurz und knapp: GANZ GROßES KINO!!!

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Binsi

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Bewertung5.0Geht so

Anfangs war ich begeistert von dem Plot, weil er versprach, vernünftig die Frage nach Schuld aufzugreifen.
(Hat er auch:
"Warum haben Sie die gefangen?"
"Sie wäre runtergefallen."
"Sicher?"
"Ja."
"Ist sie aber nicht, durch ihr Eingreifen. Dass sie es verhindert haben, ändert aber nichts daran, dass es zweifellos geschehen wird.")

Dennoch wurde meiner Meinung nach in der Szene mit dem Protagonisten John Anderton und der Pflanzendame die Entstehung der Pre-Cops wahnsinnig schlecht erklärt. Als hätte der Autor eine - zweifellos - wahnsinnig gute Idee in einem Traum gehabt, die Frage nach dem "Warum denn eigentlich?" aber nicht klären können.

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craax

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Sollten Sie sich diesen Film ansehen? Aber sicher.
Viele Kritiken von oben herab loben oder kritteln, mal ein bißchen am Regisseur, an Tom Cruise, oder an der hanebüchen „logisch schwächelnden“ Geschichte. Tatsache ist: auch wenn man diesen Film, wie alle diejenigen welche vor allem von Spannungserzeugung leben, nicht unbedingt ein Dutzend Mal sehen muß,- hat man doch – diese einzig erste Vorführungs-Bekanntmachung – durchaus genügend Redundanz, seine Zuwendungsentscheidung nicht zu bereuen. Geboten wird spannendes, perfekt illustriertes Kino /sicher unter Spielbergs TopFive – und eine Geschichte, hinter der eine Idee steckt.

Ursprünglich war diese, wie einige Beurteiler bemerkten,- sogar eine, die das Prädikat „philosophisch“ verdient hätte – aber Skript und Regisseur biegen denn doch noch rechtzeitig in Richtung Unterhaltungseffekte ab, so das vor allem guter Mainstream bleibt. Jedoch das ist schon viel: guter Mainstream ist vor allem gut,- dann erst Mainstream. (Und der Vergleich mit Brazil betrifft, entschuldigen Sie, bitte – nur, das beides „in der Zukunft“ spielt.)
Mainstream also zuerst: einige Zukunftsbeflissene eilten, laut Auskunft, Spielberg zu Hilfe, um ihm beim Arrangieren glaubwürdiger Trendsettings für technolgisches Proceeding zu unterstützen – und sie schaffen einige futuristische Verkehrsleit-Visionen, Kfz-Produktions-Zusammenschweiß-Förderbänder und Design- Audiovisualisierungsvisionen, die den Appetit beim Essen kommen lassen. Allein diese: lohnen schon das Einsehen,- wenn jemand ein Faible dafür hat, seine Phantasie-Muskeln in einer Art Fitnesstudio hierfür gewöhnlich zu trainieren und derart Schweiß zu investieren,- statt gepflegt ein Kulturprogramm (etwa Musical- oder Restaurantbesuch) zu absolvieren. Wer nicht darüber steht, sich Gedanken über das äußere Outfit der „Jules-Verne-“Zukunft zu machen,- wird bei diesem Film ausreichend bedient und auf seine Kosten kommen. Wer auf dem luxuriösen Standpunkt steht,- das ewig-Menschliche bleibe eh stets unspektakulär gleich,- und das Äußere sei negotiable,- für den dürfte eher der andere Aspekt des Filmes interessanter sein – der >philosophische<,- wenn wir ihn einmal so nennen wollen. Philosophie für Krieger sozusagen; vollblütige Jungbullen,- welche glauben, der Kampf für die Gerechtigkeit bedürfe auch eiserner Fäuste, die sich für sie einsetzen – oder ebensolcher Willen. Für den Willenshintergrund also sorgt hier ein anderes Kapitel des Films,- nunmehr besprochen (und deswegen überhaupt).

Denn also abgesehen davon, das hier ein süffiger, konsumierbarer Filmstoff darauf wartet, geschlürft zu werden -, schwimmt auch noch ein Olive/nkern mit im Cocktail und kann, ist man unaufmerksam,- leicht mit runtergespült werden. Zum Glück stickt kein Spicker drin,- so das keine Verletzungsgefahr besteht. Nur diejenige einiger unbeabsichtigter Calorienzunahme mehr.
Das heimliche Spannungscredo für höhergeistige Interessenten besteht in den geschickt aufgebauten Zunahmejustierungen, die um die Frage gewickelt werden: können wir unseren Handlungs-Vorgaben entfliehen? Können wir uns anders entscheiden? Können wir die Kraft aufbringen, unsere Vorlieben oder Abneigungen zu überwinden? Können wir uns selbst – überwinden – stärker sein als wir selbst,- zum Beispiel unser – Haß? – Davon lebt der Film,- bis zu einem (dem heimlichen Kulminationspunkt) angeklebten Schluß.

Nun mal von vorn:
beginnt der Film in der Zentrale von PreCrime,- einer High-Tech-Polizei-Sonderkommando-Zentrale,- die mit Hilfe dreier, unter Drogen gleichzeitig ruhiggestellter und angezapfter menschlicher Medien, welche in der Lage sind, Schreckensereignisse zu erspüren,- die Aufgabe hat, Verbrechen ungeschehen zu machen – was gelingen kann,- denn diese schrecklichen aufgespürten Ereignisse sind nicht solche, die geschehen,- sondern die geschehen – werden,- wie sich im Laufe der ersten,- wundervoll konstruierten Filmminuten Stück für Stück zusammengepuzzelt herausstellt. Diese Sequenzen sind –sehr – gelungen.

Der Film handelt mitnichten um das juristische Dilemma, das diese nichtsdestotrotz geahndeten Verbrechen also letztlich nicht begangen werden ,- ist also kein Bürgerrechts-Drama,- sondern – ob menschliche Entscheidungen ‚frei‘ getroffen werden - können. (?)

Der überwiegende erste Abschnitt des Films baut eine Spannung um die Frage auf: ist die Zukunft so unentrinnbar festgelegt,- wie die >PreCogs<,- „Prä-Cognitive“, ‚Voraussehende‘,- sie erblicken? – der ganze erste Teil des Filmaufbaus hilft dabei, die Erwartung aufzubauen,- daß das, was sie sehen (und der Zuschauer immer wieder in Bruchstücken,- „Erblickungssequenzen“ zu sehen bekommt),- unfehlbar geschehen und sich ereignen wird – und die Identitätsverschmelzung des Zuschauers mit der Zentrumsperson wird dadurch erzeugt, das diese – der Polizist John Anderton- Tom Cruise, sich selbst zu seiner und unserer eignen maßlosen Überraschung,- als verwickelt in einen übermorgen stattfindenden Mord identifizieren muß – und wieder nicht, gesteigerte Überraschung, als Opfer (was für uns alle noch denkbar wäre, wer wäre schon dagegen gefeit, zufälliges oder auch beabsichtigtes Ziel irgendwelcher Willkürhandlungen seiner Umgebung zu werden- unbedingt ausschließen zu können) – sondern als TÄTER,- zumal eines uns selbst völlig unbekannten Opfers,- das uns bisher in unserem ganzen Leben noch nicht einmal über den Weg gelaufen ist? Wer von uns wäre wohl gegen die Überzeugung gefeit, eher – als mördrischer kaltblütiger Täter – vielmehr selbst Opfer einer gezielten Irreführung und Intrige zu werden,- auf allerdings hier höchstem technisch eingefädelten Niveau? Aber warum? Und wer (von wem) geplant? – Das herauszufinden,- ist John‘ Cruise Aufgabe. Im Laufe der rasanten Nervenkriegs- Aufklärung gegen das Uhrenspiel verdichtet sich allerdings von Station zu Station unser Verdacht – das es womöglich keine unmögliche Wahrheitsverdrehung sein könnte, deren Zeuge wir werden (werden),- sondern schlicht – die Wahrheit – gruselig! Sind wir – potentiell Mörder? Sind alle Mörder – potentiell wie wir? – unschuldig bis zu dem Moment,- wo sie – getrieben handelten? – das ist der heimliche Spannungserzeuger, der das Räderwerk der ersten eigentlichen Filmessenz antreibt.

Alles ist daraufhin angelegt,- diesen Konfliktsverdacht zu erhärten. Mit jeder zutreffenden Prophezeiung, die dem (schließlich entführten) weiblichen PreCog an der Seite John Cruise‘ hilfreich gelinkt (denn aus lang unerfindlichen Gründen ist sie ihm freiwillig folgend dienstbereit) erhärtet sich unsere angstvolle Vermutung, das – so unwahrscheinlich es sei – es möglich wäre, aus Tom – und der sind wir – unter nur passenden Umständen unwirkliche,- doch in der Tat einen reelen „furchtbaren Verbrecher“- aus diesem Unschuldslamm- zu machen. Unaufhaltsam nähern wir uns im überaus geschickt arrangierten Szenen-Spektakulum des race-against time-Krimis (etwa der Augenpfuscher-Geschichte, oder der wundervoll impressiven Fahndungs-Razzia im Miets-Gettho mit den winzigen mechanischen Augenscan-Spionenspinnen,- jener Minute und Ort des fraglichen zu Fürchten stehenden >unmöglichen?< Mordes – denn immer noch kennt John‘Tom, welcher in der ‚prä-visionierten‘ Mordszene voller Inbrunst und Tatlust sein Opfer hinrichtet,- dieses noch nicht einmal in irgendeinem Detail außer dem Namen nach. Warum und wie sollten wir jemand so hassen lernen,- das wir ihn binnen vier Minuten – soviel Zeit und nur noch wenige Meter trennen uns vom Ort des (baldigen?) Geschehens – zum Tode befördern wollen?

Das Wunder gelingt mittels des vorher eingeflochtenen persönlichen Hintergrunds der privaten Werdegeschichte John Andertons,- die ihn zum besessenen motivierten Polizisten und Leiter der Eingreifgruppe des PreCog-Kommandos werden ließen: sein sechsjähriger Sohn (und in Folge seine Ehe) wurde Opfer einer nie aufgeklärten Entführung und vermutlich getötet von einem Kinderschänder. Und,- wie sich herausstellt,- als nur noch wenige Sekunden von der Tat trennen,- ist der bis dahin Unbekannte jener Täter. Die Beweise liegen umhergestreut auf dem Bett seiner eben ausfindig gemachten Wohnung: etliche Kinderphotos, darunter das seines Sohnes. Schlagartig wird klar,- warum, im Affekt,- John Grund hat, zu töten – wie eingangs (des Films) der Mann mit der Schere in einer bedrückend realen Mordszene ,- im furchtbaren Affekt. Morde passieren, wird klar, nicht unbedingt geplant. Morde passieren – in furchtbaren emotionalen Zwangslagen, welche von Menschen, die bis eben nicht wußten, das sie Mörder sind - sein könnten -, so wie wir – auch,- begangen werden. Wir wissen es auch nicht – von uns. Bis unsere Zeit – käme. Hoffen wir, sie kommt nie.

„Du hast die Wahl, John Anderton. Du hast die Wahl“ flüsterfleht das Medium immer wieder in der entscheidenden Annäherung an den entscheidenden Augenblick (den wir im medialem Traum schon voraussahen). (Samantha Morton, übrigens die beeindruckendste darstellerische Leistung im ganzen Film meiner Ansicht nach,- manchmal schon beängstigend, in einer in ihren wenigen Szenen alles an sich reißenden und auf sich konzentrierenden Nebenrolle). Der Sekundenzeiger der gewohnheitsmäßig eingestellt auf-Mordzeit-Null-zulaufenden Armbanduhr John Cruises‘ springt auf die Sekunde der Tat – Täter und Opfer genau wie vorgesehen im Konflikt gegeneinanderüber aufgestellt – erreicht die Wahrheitssekunde – und springt – unverrichteter Dinge – keine Explosion, kein Schuß – auf das weitere (Zeitfixum),- wieder, – und zähneknirschend, erschüttert bis ins Mark,- sagt Polizist Johntom Anderton dem Lustmörder seines Söhnchens seine Civil rights vor,- dem Richter zugeführt zu werden – Tom Cruise, dem letzten weißen Ritter, auf den Leib geschneidert,- dem Gut-(Über)Menschen schlechthin. Die Determination wurde überwunden – etwas theatralisch,- jedoch durchaus tränenreich akzeptabel und philosophisch weitaus befriedigend. Der Mensch hat seinem Schicksal ein Schnippchen geschlagen und sich, unter äußerster Anstrengung,- selbst überwunden. Er muß nicht zum Mörder werden (bei aller Verständlichkeit), er – „hatte die Wahl“.

Damit ist die eigentliche Spannung des Films vorbei. Was aber ist mit den paar unaufgeklärten Details? – dahin Licht ins Dunkle zu bringen,- braucht es noch ein paar Film-Minuten, die ich als „angeklebt“ bezeichnet habe. Mag sein, das hier einige Filmfreunde, die das Grobe (oder Flottpassable) lieben,- auf ihre Kosten kommen,- ist aber nur das gewohnte Cowboy-und –Indianer-Hütchenspiel mit den üblichen Verdächtigen. Wie nicht anders zu erwarten,- erweist sich der Hypervertrauens-Sauberhirte als der Drecksspitzbube,- der selbigen am Stecken hat: Max von Sydow, oberster PreCrime-Prinzipien-Hüter, ist am Schluß selbst überführt als einer, der in Kenntnis der Schwächen des Systems,- in dessen ausgeklügeltem Windschatten das perfekte Verbrechen zu begehen hatte (wieweit wohl unschuldig daran?)- und Ende gut, alles gut, landen alle together wieder in der perfekten Wirklichkeit dort, wo wir schon sind : beim gegenwärtigen Zustand (im nearly perfekten Amerika),- hart aber gerecht. Alle verwahrten Fast-Mörder sind, „unter Beobachtung“ auf (vorläufig wieder) freiem Fuß (bis sie ihrem präjudiziertem Schicksalsmoment vielleicht doch noch über den Weg laufen, denn – sind wir im Grunde nicht alle doch – Gene? – (und die Spreu und der Weizen schon prädestiniert getrennt?-) – vorläufig frei,- und das mordgereingte Washington,- das im Begriff war, Landes- und dann –vielleicht?- /heute Amerika, und morgen die ganze Welt /- Allgemeinzustand zu werden – ad acta. Denn schließlich hat in VinoVeritas gezeigt: das System ist überlistbar – da helfen auch sechs mordfrei penibel erfolgreich gesäuberte Jahre nicht. Bevor wir auf „astronomische Höhen erklommene Mordziffern verzichten“ – lassen wir doch einen UnSchuldigen locker laufen. Hier ging‘s, wohlgemerkt, nicht um die Abschaffung der Todesstrafe – hier ging’s um die Wiedereinführung der menschlichen Fehlbarkeit – und die ist uns lieb – so lieb, das wir ungern verzichten.
Wohlgesagt, ist das eigentliche Ende – des reizenden Ideeanteils des Films – etwa eine Viertelstunde vor Schluß erreicht.
Aber der unterhaltsame Teil der Zuschauer darf bis zum Nachherigen, wohlgesättigt, bleiben.

Ach ja ,- und die bemitleidenswerten PreCogs – aber das ist der andere heimliche Fadenstrang der unterderhand erzählten Geschichte, die (zu Recht) hängenbleibt, Friede endlich ihrer Asche.

Alles in Allem, nicht übel (meinesteils). Und die Idee im Film (tatsächlich, er gehört zu denen, die eine haben) nicht schlecht. Also, nichts wie ran. Es lohnt sich durchaus. Sonst sind Sie ganz schön SEHR anspruchsvoll. Und wie er gemacht ist und flutscht, sollten Sie würdigen. Wenigstens beim ersten Mal und Hinsehen.

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Dj Rise

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!!! DAS NENNE ICH MAL NEN KOMMENTAR !!! :)


FlyingChili

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Bewertung9.0Herausragend

Absolut top!! Gut gespielt, spannend, actionreich, intelligent und mit einigen Twists...nach wiederholtem Anschauen sogar für noch besser empfunden.

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T-Rex

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Eine gelungene Film Adaption eines Romanes von meinem Lieblings Science-Fiction Autor Philip K. Dick, Tom Cruise liefert mal wieder eine solide Arbeit, er bekommt allerdings ein gutes Setting von Steven Spielberg geliefert, der hier mal wieder beweist, dass er der Merlin unter den Regisseuren ist. Minority Report ist für Fans von High End Science-Fiction filmen sehr geeignet.

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n_icecream

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Bewertung7.5Sehenswert

Musik passt gar nicht teilweise und wie die precops erscheinen ist leider einfach nur lächerlich. Sehr spannend ist das Ende, der Anfang etwas zu lang.

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Uli Kunkel

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Bewertung9.0Herausragend

Sowohl von der interessante Fragen aufwerfenden inhaltlichen Seite, wie vom bleak-stylischen Look her, eine außerordentlich beeindruckende Verfilmung eines Philip K. Dick- Stoffes. Gleiches gilt für Charakterentwicklung und Schauspiel. Die Action ist wohldosiert, aufregend und einfallsreich. Die CGI- und sonstigen Effekte sind nach ganzen zehn Jahren noch immer nahezu state of the art. Bemerkenswert.

*SPOILERS ahoy! *

Was "Minority Report" leider von einer glatten Zehn und davon abhält, locker als einer der besten und intelligentesten Science-Fiction-Streifen aller Zeiten durchzugehen, sind die letzen zehn Minuten. Das zu süßliche und leider ein wenig verlogene Ende.
Mensch, Steven!
Über kleine Plotlücken, etwa daß die Staatsgewalt es permanent versäumt, ihre Sicherheitssoftware upzudaten, läßt sich großzügig hinwegsehen.
Darüber, daß der Film sein zentrales moralisches Dilemma verrät, jedoch nicht.
Dabei plädiere ich gar nicht mal für etwas unerhört Mutiges und Überraschendes wie beispielsweise John Anderton tatsächlich zu opfern und Lamar Burgess mit seinem Verbrechensbekämpfungsprogramm durchkommen zu lassen. Das kann sich ein Blockbuster wohl nicht herausnehmen und hätte dann wahrscheinlich auch auf die Mitwirkung von Tom Cruise verzichten müssen. Ein Happy End und das Publikum mit einem guten Gefühl aus dem Kino entlassen zu wollen, ist nichts Ehrenrühriges. Aber die Ausgangslage hat einfach keine Entscheidung zugelassen, bei der kein hoher ethischer Preis zu zahlen ist. Entweder der Zweck heiligt die Mittel und man versklavt die Precogs, um auch zukünftig Morde verhindern zu können - oder aber die Gesellschaft muß weiterhin mit diesen Verbrechen leben. Spielberg verschweigt jedoch die Konsequenzen und verwässert damit die Aussage und Wirkung. Schon eine schriftliche Einblendung während der letzten idyllisch-versöhnlichen Sonnenuntergangs-Einstellung, mit der statistischen Anzahl der Morde in den Jahren nach Absetzung des Programms, hätte ausgereicht, die Balance wieder herzustellen. Der Film und sein Publikum hätten mehr Aufrichtigkeit verdient.
So ziehe ich es vor, zu glauben, daß die letzten zehn Minuten nur in John Andertons Bewußtsein stattfinden.

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vidar

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Schöner, kurzweiliger Film mit innovativer Story, der offensichtlich durch die Werbung finanziert wurde. Ein gut platziertes Produkt stört mich sicherlich nicht, aber wenn an jeder Ecke irgendeine Werbung steht, dann ist das total nervig.

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loveissuicide

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Bewertung7.5Sehenswert

Die Grundidee ist klasse. Aber dass das keine Zukunft hat, Leute zu verurteilen, die nichts getan haben, versteht sich von selbst. Da ist das Beispiel mit der Kugel, die runtergefallen wäre, hätte er sie nicht aufgefangen, ein wenig an den Haaren herbeigezogen. Ich sehe diese Thematik ähnlich wie die Todesstrafe. Da eine Schuld in zu vielen Fällen nie zu 100% nachgewiesen werden kann und da Menschen Fehler machen, bewusst wie unbewusst, kann das keine Lösung sein. Die 0,00%-Mordrate finde ich übrigens etwas übertrieben. Das Eingreifen der Precrime-Truppe beim ersten Mord ist sowas von knapp gewesen, da kann mir keiner sagen, dass sich das immer ausgegangen ist, zumal ja, laut Aussage im Film, die meisten Morde im Affekt passieren und deswegen erst relativ kurz vorher vorhergesehen werden können. Das muss man halt hinnehmen. Der Rest des Films? Technisch ganz ansprechend, die Story ein wenig altmodisch, wenn auch im futuristischen Gewand, und die schauspielerischen Leistungen passabel. Für einen entspannten Filmabend eignet sich Minority Report ganz gut, und dafür wurde er sicher auch gemacht.

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Mumi68

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Bewertung6.5Ganz gut

Geile / Originelle Story und toller philosophischer Ansatz. Die Schauspieler können mässig überzeugen, manchmal nimmt der Film sich irgendwie nicht so ernst. Schade... wäre da mehr rauszuholen gewesen.

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chmul_cr0n

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Bewertung7.0Sehenswert

Die Szene beim Augenarzt gefiel mir. :D
Ansonsten sehr...gewöhnlich...für einen Spielberg.
Außerdem ein bisschen lang.

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Bourbon

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Bewertung7.5Sehenswert

´Gestern lief der Film im Fernsehen. Das kurze Review und die Zusammenfassung der Handlung haben mich sehr interessiert, also habe ich ihn mir natürlich angeschaut. Da meiner Meinung nach Filme mit dem Genre Thriller schon mehr bieten sollten als bloße Actionfilme, habe ich meine Erwartungen nicht so hoch gesetzt. Bisher können nur wenige Schauspieler einen guten Thriller rüberbringen. Am besten macht dies immernoch Leonardo DiCaprio. Egal, wieder zurück zum Film: Die Grundidee mit den sogennanten Precorgs und deren Fähigkeiten wurde im Film sehr gut rübergebracht und gut ausgeschöpft. Außerdem ist der Einstieg in den Film gelungen, wobei man schon in den ersten Minuten weiß, was Sache ist. Bei vielen Filmen ist dies leider nicht mehr der Fall. Da der Film in der Zulunft spielt, waren zum Glück viele moderne, zukunftartige Idee vertreten, was den Film insgesamt interessant gestaltet hat. Als John Anderton von den Precorgs als nächster Täter gestellt wird, wird die Action und Spannung nocheinmal bis zum Schluss sehr gesteigert. Zudem will man ab diesem Moment immer wieder wissen, wie es weitergeht und den FIlm einfach zuende sehen möchte.

Fazit: Auch wenn es ein etwas älterer Film ist, ist die Idee modern sowie deren Ausführung. Wer einen guten Thriller sehen möchte, der sollte sich diesen Film auf jeden Fall anschauen.

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