Minority Report
US 2002
- Genre
- Science Fiction-Film, Polizeifilm, Politthriller, Mysterythriller, Gerechtigkeit
- Inhalt
Im Washington, D.C. des Jahres 2054 gibt es keine Morde mehr. Die Zukunft ist bekannt und Mörder werden gefasst, bevor sie ihr Verbrechen begehen können. Dafür sorgt Pre-Crime, eine Elite-Einheit der Polizei, die die Visionen der Pre-Cogs, drei Wesen… — Mehr
Im Washington, D.C. des Jahres 2054 gibt es keine Morde mehr. Die Zukunft ist bekannt und Mörder werden gefasst, bevor sie ihr Verbrechen begehen können. Dafür sorgt Pre-Crime, eine Elite-Einheit der Polizei, die die Visionen der Pre-Cogs, drei Wesen mit hellseherischen Fähigkeiten, auswertet und zur Tat schreitet. Das System ist perfekt. Und John Anderton (Tom Cruise) ist sein perfekter Chef: Seit einem tragischen Verlust sechs Jahre zuvor widmet er sein Leben mit vollkommener Leidenschaft der Verbrecherjagd. Es gibt keinen Grund für ihn, am System zu zweifeln - bis er in einer Vision selbst als Mörder zu sehen ist. 36 Stunden bleiben ihm bis zu dem Verbrechen. 36 Stunden, um zu beweisen, dass er unschuldig ist... und das perfekte System fehlbar. Die Flucht kann beginnen.
- Cast
- Tom Cruise, Colin Farrell, Samantha Morton, Max von Sydow, Lois Smith, Peter Stormare, Tim Blake Nelson — Mehr
- Regisseure
- Steven Spielberg
- Autoren
- Jon Cohen, Scott Frank, John August
- Laufzeit
- 144 Minuten
- Zeit
- 2050er Jahre, Zukunft
- Ort
- Virtuelle Realität, Washington D.C.
- Handlung
- Beweis, Computer, Drogen, Gewalt, Hologramm, Krimineller, Mord, Polizei, Selbsterfüllende Prophezeiung, Sex, Transplantation, Vater-Sohn-Beziehung, Verfolgungsjagd, Vorausahnung
- Stimmung
- Aufregend, Eigenwillig, Ernst, Spannend
Über diesen Film
Handlung
Washington, D.C. im Jahre 2054. Durch die Hilfe von drei “Precogs” und entsprechender Technologie ist die Stadt seit über sechs Jahren frei von Gewaltverbechen wie Mord. Die “Precogs” sind unter anderem d… — Mehr
Handlung
Washington, D.C. im Jahre 2054. Durch die Hilfe von drei “Precogs” und entsprechender Technologie ist die Stadt seit über sechs Jahren frei von Gewaltverbechen wie Mord. Die “Precogs” sind unter anderem durch medikamentöse Stimulation in der Lage, in der Zukunft geschehende Mordfälle vorauszusehen. Im Departement of Pre-Crime wird dann alles daran gesetzt, dass diese Visionen nicht wahr werden. Departement Chief John Anderton (Tom Cruise) und sein Team sind eine Spezialeinheit, die auf Grund der Visionen der Precogs den zukünftigen Mörder festnehmen, noch bevor er Schaden anrichten kann.
Das äußerst erfolgreiche Departement of Pre-Crime wurde von Lamar Burgess (Max von Sydow) gegründet, der nun den Plan hegt, das System auf das gesamte Land auszubreiten. Doch zuvor soll durch einen Sonderermittler des Justizministeriums, Danny Witwer (Colin Farrell), ausgeschlossen werden, dass das System Fehler produzieren kann. Sowohl Anderton als auch Burgess sehen in ihm einen Eindringling, der ihnen Schaden könnte. Anderton hat vor mehreren Jahren durch ungeklärte Umstände seinen Sohn verloren, woraufhin sich seine Frau von ihm trennte und er gelegentlich Drogen einnimmt. Aus diesem Grund legt Anderton eine überhöhte Motivation als Polizist an den Tag.
Während einer Führung für Witwer durch den “Tempel”, dem Ort an dem die Precogs leben, greift eine der Precogs, Agatha (Samantha Morton), nach John Andertons Arm. In einer Vision zeigt sie ihm einen bereits aufgeklärten Mord. Kurz darauf taucht sein Name als Mörder im Departement of Pre-Crime auf. Anderton soll der Mörder eines Mannes sein, den er nie zuvor gesehen hat.
Nun wird der Jäger zum Gejagten und Polizist Anderton macht sich gemeinsam mit der Precog Agatha auf die Flucht vor seinen eigenen Leuten. Von der Erfinderin von Pre-Crime (Lois Smith) erfährt er von einem so genannten Minority Report (dt. Minderheiten-Bericht), der bei jeder Vision durch Uneinigkeit zwischen den drei Prcogs entstehen kann. Um seine Unschuld beweisen zu können, versucht Anderton gemeinsam mit Agatha diesen Report besorgen.
Interessantes
- Bei der Vorbereitung des Films engagierte Steven Spielberg eine Gruppe von Zukunftsforschern, die eine Reihe von Zukunftszenarien für das Jahr 2054 ausarbeiteten (unter anderem Douglas Coupland). Die im Film dargestellten Requisiten können daher als Trendprognosen für die zukünftigen Entwicklungen in der Informationstechnik, dem Automobilbau, der Stadtplanung oder der Robotik interpretiert werden.
- Zum Ende des Films wird nicht ganz geklärt, inwiefern Andertons Erfolg seiner Fantasie entspringt oder der Realität entspricht. Denn er wird in einer Szene im Gefängnis eingesperrt, in eine Zelle, “in der alle seine Träume wahr werden”. Der Film lässt daher die Möglichkeit offen, dass Anderton – ähnlich wie in Brazil von Terry Gilliam – in einer luziden Traumwelt weiterleben muss. Das Happy End könnte somit auch als bitterer Traum gedeutet werden.
- Es fällt auf, dass auch in dieser Verfilmung einer Dickschen Kurzgeschichte der Rahmen stark verändert wurde, um ausreichend Action unterzubringen. Die hauptsächlich zwischenmenschlichen und psychologischen Aspekte der Kurzgeschichte treten dabei großteils in den Hintergrund. Derselbe Effekt ist auch bei anderen Verfilmungen, wie z.B. Total Recall und Paycheck festzustellen.
- Ein zentrales Element des Films ist das Konzept der sich selbst erfüllenden Prophezeiung.
Kritik
Der Film ist vieles in einem und keines ganz: deterministische Gesellschaftsvision, individuelles Schuld-und-Sühne-Drama und effektvolle Fluchtgeschichte. Technisch brillant und fesselnd im Konzept, wenn auch sicher nicht für jeden Zuschauer überzeugend. (Lexikon des internationalen Films)
Quellen und Literatur
- Philip K. Dick: Minority Report. Millennium, London 2003, ISBN 1-85798-947-3
- Philip K. Dick: Minority Report. Stories. Heyne, München 2003, ISBN 3-453-21749-7
- Minority Report auf http://de.wikipedia.org
- Besprechung von Minority Report auf http://www.filmzentrale.com
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Kritiker — Sehenswert 7.2
Der Film Minority Report wurde von 43 Kritikern bewertet.
Kommentare — Sehenswert 7.1
Der Film Minority Report wurde von 5176 Mitgliedern bewertet.
Nahtigall 2010/01/14 14:55:15
ein wirklich guter Sci/Fi Thriller der eindeutig die richtige Balance zwischen Action und Story findet. Die Geschichte wird spannend erzählt und die Actionszenen sind atemberaubend. Richtig gute Kinounterhaltung
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Jason Bourne 2010/01/01 11:50:52
Einer meiner Lieblings Tom Cruis Filme.Minority Report macht eigentlich alles richtig was zu einem gelungen Sci Fi Film gehört.Die Sets und Effekte sind gut .Die Darstellerriege ist 1 Klasse.besonders Peter Stomare als genial verrückter Artzt.Ein gelungener Film.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
Slevin Kalebra 2009/12/28 01:14:18
Mainstream-Kino, wie es sein sollte. Nicht dumm, flott inszeniert und mit beachtlichen Schauwerten. Mit einer Noir-Kriminalgeschichte betritt Spielberg jedoch Neuland, aber meistert das suverain. Der Plot steuert gerade und schnörkellos auf seine Auflösung zu und verliert sich nicht in den Verfolgungsjagten und dem futuristischem Design. Das es hier etwas dreckiger zugeht, als in anderen Spielberg-Zukunftsmärchen ist sehr lobenswert, genau wie die detailreiche Darstellung des Jahres 2054. Bei manchen Aspekten wie Werbung oder dem Verkehrssystem sind den Machern gute Einfälle gekommen. Wenn man Minority Report überhaupt etwas vorwerfen kann, dann das der Film seine Prämisse nicht ganz ausreitzt. Das gilt sowohl für den Handlungsverlauf, als auch für den Mangel an Tiefe. Gerade zu den Themen Schicksal und freier Wille, hätte es mehr geben können als ein paar Dialogpassagen von eher simpeler Natur. Allzu deutlich wird hier der Anspruch, der Unterhaltung geopfert. Diese funktioniert aber tadellos und so entsteht auch nicht der Eindruck das zu viel verschenkt wurde. Für mich einer der besten Sci-fi Filme der 2000er.
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Der Film Minority Report gehört zum Genre Science Fiction-Film, Polizeifilm. Regie führte Steven Spielberg.

Es ist eine im Gewand eines Unterhaltungsfilms auftretende, stellenweise tiefgründige, und zumeist bestechend inszenierte Reflexion über das Fragmentarische und die Geschlossenheit, den Überwachungsstaat der Zukunft, und das Schicksal des Individuums in ihm. Es wäre kein Film von Spielberg, wäre er nicht stellenweise sentimental und in seinen Botschaften grundsätzlich konservativ. Es wäre aber auch kein Spielberg-Film, dürfte man am Ende nicht ein wenig Hoffnung schöpfen. Dass er beides dabei nicht gleichsetzt, macht seine Stärke aus.
Link zu vollständiger Kritik (externer Link)
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