Morgen
Morgen (2010), Laufzeit 100 Minuten, Drama
2 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6 Bewertungen
4 Kommentare
Keine
von Marian Crisan, mit István Dankó und András Hatházi
Nelu – ein Mann in den 40ern – arbeitet als Sicherheitswächter im Supermarkt von Salonta, einer Kleinstadt an der rumänisch-ungarischen Grenze. An dieser Stelle versuchen viele illegale Emigranten, irgendwie rüberzukommen, um nach Ungarn und dann weiter nach Westeuropa zu gelangen. Der Alltag der Hauptfigur von “Morgen” spult sich Tag für Tag gleich ab: fischen in der Morgendämmerung, dann arbeiten – und schliesslich heim zu seiner Frau Florica. Sie beide leben alleine auf einem abgelegenen Hof ausserhalb der Stadt. Eines Morgens jedoch «fischt» Nelu etwas anderes aus dem Fluss: einen türkischen Mann, der über die Grenze will… Unfähig, miteinander in Worten zu kommunizieren, verstehen sich die beiden doch irgendwie. Nelu nimmt den Fremden mit auf seinen Hof und gibt ihm trockene Kleider, etwas zu essen und ein Dach über dem Kopf. Der Türke wiederum gibt Nelu sein ganzes Geld und bittet ihn, ihm über die Grenze zu helfen. Schliesslich nimmt Nelu das Geld und verspricht, ihm zu helfen, morgen…
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Cast & Crew
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Marian Crisan
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István Dankó
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András Hatházi
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Szabolcs Hajdu
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Elvira Rimbu
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Yilmaz Yalcin
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'Kecske' Molnár Levente
Regie
Schauspieler
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Alina Vicoveanu
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Razvan Vicoveanu
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Dorin C. Zachei
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Marian Crisan
- Genre
- Drama
- Ort
- Kleinstadt, Rumänien, Ungarn
- Handlung
- Angeln, Auswanderer, Ehefrau, Flüchtling, Fremder, Grenze, Hilfe, Hof, Illegalität, Supermarkt, Türke, Versprechen, Wächter
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Kritiken (2) — Film: Morgen
Ciprian David: NEGATIV
Kommentar löschen...Denn Marian Crişan distanziert sich durch seine Filmwelt von den üblichen Konstrukten seiner Kollegen aus Bukarest und schöpft den rumänischen Film mitten aus und in der Provinz, und zwar mit der nötigen Ehrfurcht vor dem Lokalen, sodass seine Bilder nicht zu malerisch und auch nicht grotesk werden. So wird "Morgen" im Mund Nelus von der Wiederholung des Filmtitels zu einem Merkmal der um die Stadt Salonta lebenden Menschen, ebenso wie sein Haus, sein Motorrad und sein Umgang mit den Anderen....
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Susanna Fazio: outnow.ch Susanna Fazio: outnow.ch
Kommentar löschenMarian Crisans Erstling Morgen ist ein gelungener Film über eine spezielle Freundschaft und die Problematik der illegalen Immigration. [...]
Das Ganze kommt sehr authentisch daher, was bestimmt auch darauf zurückzuführen ist, dass der Film aus One-Shots besteht. Keine Szene wurde mehr als einmal gedreht. Yilmaz Yalcin hat das Drehbuch bis vor Drehbeginn nicht gelesen. So wirkt es auch in Morgen: Frisch von der Leber gesprochen, wie wir es im Alltag tun, ohne dass jeder Satz genau durchdacht und gefühlsbetont ausgesprochen wird, um eine gewisse Reaktion beim Zuschauer zu erzeugen. Tolle Leistung.
Kurz gesagt: Ein Film der von Emotionen, Mimik und Gestik lebt und zeigt, dass sich Menschen auch ohne Sprache verständigen und vor allem verstehen können.
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Kommentare
Kommentar schreiben8martin 2012/04/20 12:27:09
Kommentar löschenDunkel war’s, der Mond schien helle…Es passiert nicht viel. Man ahnt die Situation an der Südost Grenze der EU, ein gutes Gebiet für Schmuggler und Schleuser, und natürlich gibt es hilfsbedürftige Flüchtlinge. Von den beiden Männern Nelu und Behran (András Hatházi und Yilmaz Yalcin) versteht keiner den anderen. Es wird auch gar nicht der Versuch unternommen, sich zu verständigen. Nur das Wort ‘Almanya‘ taucht im Kauderwelsch des Migranten Behran immer wieder auf. Das nervt den gutmütigen Einheimischen nicht, den Zuschauer schon. Denn diese Sprachbarriere der Akteure wird zur Verständnisbarriere. Die Handlungsarmut, eine starre Kameraeinstellung und die emotionslosen Dialoge tragen mit dazu bei, dass sich alles etwas zäh in die Länge zieht, sehr hölzern wirkt. Da ist die ruppige und herzlose Unterhaltung des Ehepaares noch ein dramatisches Highlight. Meistens schwankt die Handlung aber zwischen seltsamer Komik und komischer Realität hin und her. Das Ende kommt nicht nur recht unverhofft, sondern bleibt auch noch offen, irgendwie unvollendet. Die Preiswürdigkeit liegt wohl in der Schlichtheit des Andersseins.
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lioznnep 2012/04/20 09:24:49
Kommentar löschenSituationskomik und alltags Dramatik leicht melankolisch verpackt - wie ich sowas liebe
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