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Rendezvous nach Ladenschluss
The Shop Around the Corner (1940), US Laufzeit 95 Minuten, FSK 12, Drama, Komödie, Kinostart 10.09.2009
7.5
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von Ernst Lubitsch, mit Margaret Sullavan und James Stewart
Alfred Kralik (James Stewart) und Klara Novak (Margaret Sullavan) arbeiten in einem Geschenkeladen in Budapest und sind ständig verkracht. Wer zu behaupten wagte, dass sie in Wirklichkeit verliebt sind, den würden sie für verrückt erklären. Beide schreiben an unbekannte Brieffreunde, die sie jeweils nur ‘Lieber Freund’ und ‘Liebe Freundin’ nennen. Natürlich ahnen Alfred und Clara nicht, dass sie selbst diese ‘lieben Freunde’ sind.
Mehr Bilder (9) und Videos (1) zu Rendezvous nach Ladenschluss
Cast & Crew
Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Rendezvous nach Ladenschluss
- Genre
- Drama, Komödie, Romanze, Romantische Komödie
- Ort
- Budapest, Ungarn
- Handlung
- Angestellter, Arbeiter, Brieffreundschaft, Heiratsantrag, Liebe, Liebesbrief, Rendez-Vous, Romanze, Sekretärin, Suizid
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Kritiken (1) — Film: Rendezvous nach Ladenschluss
Stephan Eicke: www.film-rezensionen.de
Kommentar löschen„The Shop Around the Corner“ ist ein warmherziger Film mit viel sensiblem Gespür für Humor und Dramatik mit philosophischen Reflexionen und einer ungewöhnlichen Liebesgeschichte, die viele interessante Aspekte bietet und anschauliche Seitenhiebe auf gesellschaftliche Situationen bietet von langsam aufgebautem Vertrauen, das innerhalb von Sekunden zerstört werden kann über die Veränderung eines Menschen aufgrund der äußeren Umstände, die ihn umgeben bis hin zu dramatischen Schicksalsschlägen, die gekonnt in einer Mischung aus Komödie und Drama verbunden werden.
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Kommentare (4) — Film: Rendezvous nach Ladenschluss
dantesque Thu, 25 Oct 2012 15:28:57 -0000
Kommentar löschenEs ist wieder soweit: Weihnachten steht vor der Tür... (naja, momentan noch eher im Vorgarten als direkt vor der Tür... sei's drum...). Die Lebkuchen stapeln sich in den Supermärkten, Zimtschwaden wehen durch die Lüfte, und die ersten Lichterketten werden an den Fenstern angebracht. Und wie immer stellt sich die Frage: Was soll man sich eigentlich an Heiligabend ansehen (außer dem Weihnachtsklassiker "Stirb Langsam", natürlich).
Glücklicherweise gibt es da ja James Stewart, der dieses Problem löst. Denn Stewart hat im Laufe seiner Karriere einen weihnachtstauglichen Film nach dem anderen rausgehauen. Neben dem absoluten Klassiker "Ist das Leben nicht schön?" und dem eher unbekannten, aber empfehlenswerten "Meine Braut ist übersinnlich", hat der gute Jimmy auch noch in "Rendezvous nach Ladenschluss" mitgewirkt.
Die Geschichte, welche als der analoge Vorläufer von "E-Mail für Dich" angesehen werden darf, ist schnell erzählt: ein Mann und eine Frau, die sich im richtigen Leben nicht so wirklich leiden können, verlieben sich in einander - übers Briefe schreiben. Dumm nur, dass sie nicht ahnen, wer auf der anderen Seite des Postkastens sitzt... Des Weiteren gibt es auch noch einen kleinen Kapitalismus-Nebenplot, aber den lassen wir mal außen vor. Auch wenn die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern, Stewart und Sullavan, anfangs nicht so wirklich zu passen scheint, nimmt der Film langsam Fahrt auf. Das Setting ist wenig spektakulär, aber erfüllt seinen Zweck. Und somit steht einem grundsoliden Film nichts mehr im Wege.
Lubitschs "Rendezvous nach Ladenschluss" kann man sich durchaus mit ein paar Keksen und einem Gläschen Milch, eingehüllt in der Bettdecke, am Weihnachtsabend ansehen - denn sehenswert ist dieser Klassiker allemal. Dennoch vermag der Funke nicht so ganz über zu springen. Im direkten Vergleich spielt Frank Capras "Ist das Leben nicht schön" dann doch nochmals in einer ganz anderen Liga. Im Zweifel also letzteren nehmen.
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RoosterCogburn Wed, 16 May 2012 21:16:08 -0000
Kommentar löschenIch merke dem Film zwar beim zusehen sofort an, das er auf einem Theaterstück basiert. Denn die Handlung besitzt wenige Spielräume und hauptsächlich wird die Story innerhalb der Geschäftsräume erzählt. Doch trübt dies nicht den Unterhaltungswert. Es geht um Glück und Unglück der kleinen Leute im Mikrokosmos eines Ladens.
Es fällt auf, das hier mit geringen Mitteln gearbeitet wurde. Allein das Bühnenbild "bescheiden" zu nennen, ist auch für damalige Verhältnisse geschmeichelt. Lubitsch macht sich hier nicht über das Geschehen und deren Personen lustig. Es ist mehr eine amüsante Charakterzeichnung. Humorvoll wird klargestellt, die zu sehenden Personen sind Menschen mit Stärken und Schwächen. Hier porträtiert der Meister der frivole Komödie, die Betroffenen mit liebevollem Verständnis. Warmherzig und frech wird mir eine hübsche Romanze im Kammerspielcharakter vorgesetzt.
Seinerzeit war der Film ein kommerzieller Misserfolg. Trotzdem war "Rendezvous nach Ladenschluss" einer von Lubitschs Lieblingsfilmen. Ich kann es verstehen. Der Charme des Filmes ist bei mir auch angekommen.
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filmfan90 Thu, 31 Mar 2011 18:40:08 -0000
Kommentar löschenIn der im vorweihnachtlichen Budapest der 1930er Jahre situierten Screwball comedy „The Shop Around the Corner“ thematisiert Ernst Lubitsch die alltäglichen Sorgen und Nöte der Angestellten eines kleinen Geschäfts, vor dessen Hintergrund zwei alleinstehende Angestellte, die einander zunächst so gar nicht leiden können, schließlich über Umwege zueinander finden.
Alfred Kalik arbeitet in dem exklusiven Accessoire- Geschäft des Herrn Matuschek. Er ist ledig und korrespondiert regelmäßig mit einer Unbekannten über ein Postfach. Eines Tages stellt sich die attraktive Klara Novak in jenem Geschäft vor und bittet um eine Anstellung. Nachdem sie ihr verkäuferisches Geschick unter Beweis gestellt hat, stellt der Besitzer, Herr Matuschek, die junge Dame zum Leidwesen Alfreds, der stets anderer Meinung als seine neue Mitarbeiterin ist, ein. Als Alfred herausfindet, dass es sich bei der unbekannten Brieffreundin um Klara handelt, wird es turbulent…
Man merkt Lubitschs Komödie an, dass sie auf einem Bühnenstück („Parfümerie“ des ungarischen Dramatikers Miklós László) basiert, da der Großteil der Handlung in (und vor) dem Laden des Herrn Matuschek spielt.
Die geschliffenen, zu keinem Zeitpunkt zotigen Dialoge, die die Drehbuchautoren Raphaelson und Hecht den Protagonisten in den Mund legen, gehören fraglos zu den humorvollsten Schlagabtäuschen der Screwball comedy der 1930er und -40er Jahre.
James Stewart, der in der Rolle des Gutmenschen, der Mitmenschlichkeit dem Geschäftssinn überordnet (vgl. „It’s a Wonderful Life“), seinen Weg in die Filmgeschichte gefunden hat, und Margaret Sullavan brillieren in den Hauptrollen als ein wider Willen füreinander bestimmtes Paar.
Zwar handelt es sich bei Lubitschs Film um ein „Feel- Good- Movie“ der alten Schule, in dem Sozialkritik nur sehr vage anklingt, doch ändert dies nichts an der Tatsache, dass man „The Shop Around the Corner“ keinesfalls in eine Schublade mit „Hitch- Der Date Doktor“ oder „Notting Hill“ stecken kann, denn die letztgenannten Titel versuchen lediglich, die Klasse etwa dieses Werkes auf wenig subtile Weise zu imitieren.
„The Shop Around the Corner“ ist ein kostbares Relikt aus längst vergangenen Tagen, dessen Naivität man in Anbetracht des sympathischen Hauptdarsteller- Duos, der vielen liebenswürdigen Nebencharaktere und der ansprechenden Inszenierung gerne zu verzeihen bereit ist.
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filmfan90 Thu, 31 Mar 2011 18:58:54 -0000
Antwort löschenPS: Von der deutschen Tonfassung sollte unbedingt abgesehen werden, da die krächzende, weinerliche Synchronstimme Sullavans sehr qualitätsmindernd ist.
smu137 Fri, 27 Jun 2008 18:12:21 -0000
Kommentar löschenOriginal zu "e-m@il für Dich" und wirklich sehenswert.
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