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Reporter des Satans
Ace in the Hole (1951), US Laufzeit 111 Minuten, FSK 16, Drama, Thriller, Kriminalfilm, Kinostart 15.02.1952
7.7
Kritiker
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Moviemaster:Movie
von Billy Wilder, mit Kirk Douglas und Jan Sterling
Charles Tatum hatte einst eine große Karriere vor sich, doch er ist bei allen großen Zeitungen inzwischen gefeuert worden und arbeitet nun als kleiner Reporter bei einer Lokalzeitung. Als er eines Tages erfährt, daß in einem nahegelegenen Bergwerk ein Mann verschüttet wurde, macht er sich sofort auf den Weg dorthin und berichtet exclusiv von dem Unfall, wobei er alle Möglichkeiten ausnutzt, um aus dem tragischen Unfall eine große Story zu machen, die ihm die letzte Chance eröffnen soll, doch noch ein großer Vertreter seines Gewerbes zu werden.
Cast & Crew
Drehbuch
Filmdetails Reporter des Satans
- Genre
- Drama, Thriller, Film Noir
- Handlung
- Eingesperrtsein, Höhle, Reporter, Sensationspresse, Sterben und Tod
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Kommentare (5) — Film: Reporter des Satans
VisitorQ Sun, 06 Nov 2011 21:08:39 -0000
Kommentar löschenMein persönlicher Lieblingsfilm von Wilder über den ich nur eines sagen kann: WO ZUR HÖLLE IST DIE DEUTSCHE DVD VERÖFFENTLICHUNG!!!!!????!!!!!
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BigDi Sun, 24 Jul 2011 09:58:44 -0000
Kommentar löschenUnd wieder einmal zeitloses Kino vom Meister Billy Wilder. Damit sich Menschen füreinander interessieren, bedarf es entweder großer Taten oder großer Unfälle. Als ein einfacher Minenarbeiter mit Letzterem in Berührung kommt, ist das der erste Schritt zu einem lauten, vergnügten und profitbringenden "Leo-Land", einem Vergnügunspark für menschliche Sensations...pardon, für menschlichen Mitleid natürlich! Charles Tatum (so unerschütterlich in seinem Vorhaben, dass er sich nicht einmal von seinen Eiern etwas sagen lässt: Kirk Douglas) entfesselt einen Jahrmarkt um einen Sterbenden und sorgt mit aller Inbrust dafür, dass er ja nicht zu früh zurück an die frische Luft gelangt - denn nur Leid funktioniert als Publikumsmagnet und Karierreleiter zugleich. Ein korrupter Sherrif mit einer Schlange im Karton auf dem Weg zur Wiederwahl, ein Berichtserstattungsmonopol ("Come on, buddy, we're all in the same boat." - "I'm in the boat - you're in the river. Now let's see you swim...buddies.") und eine Ehefrau, der letzten Endes nichts Besseres hätte passieren können - der "Reporter des Satans" hat beim Informationspokern den "Ace in the Hole" und für eine gute Schlagzeile würde er sogar sich selbst verkaufen. Eine gleißende Noir-Satire ohne Verfallsdatum, aber was hätte man anderes erwarten können. Dass der Film hier nicht einmal auf 50 Bewertungen kommt, ist sehr traurig.
"Bad news sells best. Because good news is no news."
Vorgestern der hasserfüllte Anschlag in Norwegen, gestern der Tod von Amy, ansonsten...ähm, gab es sonst noch Neuigkeiten? Charles Tatum wird auf Ewigkeit Recht behalten.
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filmschauer Sun, 24 Jul 2011 18:01:20 -0000
Antwort löschenAch, 50 Bewertungen finde ich eigentlich ganz moderat. Da gibt es noch weitaus weniger beachtete Filme hier (besonders natürlich die 'älteren'), die es eigentlich wert sind, von viel mehr Leuten entdeckt zu werden. "Reporter des Satans" habe ich übrigens noch nicht gesehen.
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BigDi Mon, 25 Jul 2011 08:23:17 -0000
Antwort löschenDa hast du sicherlich recht, aber "Reporter des Satans" hat schließlich einen sehr bekannten Regisseur und fristet dennoch ein kaum beachtetes Dasein.
the traveler Sat, 30 Jul 2011 19:04:02 -0000
Antwort löschenReporter des Satans bekommt man aber auch einfach nirgends.. Wo hast du ihn her?
Keoma Sat, 06 Nov 2010 13:07:46 -0000
Kommentar löschenDa dreht Billy Wilder 1950 SUNSET BOULEVARD, einen extrem pessimistischen Blick in die Abgründe Hollywoods. Der Film wird ein Erfolg und Billy Wilder darf seinen erfahrenen Blick (immerhin war er mal Reporter der B.Z.) auf das Mediengeschäft werfen. Und auch hier scheint er keine guten Erfahrungen gesammelt zu haben. ACE IN THE HOLE (dt.: REPORTER DES SATANS) ist der Abgrund, purer Zynismus, absolut hoffnungslos. Die wenigen guten Menschen, die ihn bevölkern, sind am Ende die Verlierer. Wilders Menschenbild (sensationsgeile Gaffer, Spaßsucher und korrupte Nutznießer) ist heute noch erschreckend aktuell und wird sich, wenn man sich die Entwicklung der modernen Massenmedien betrachtet (erinnert sich noch wer an den "Maschendrahtzaun"?), in den nächsten Jahren eher noch verfinstern. Vor dem endgültigen Absturz in die totale Depression rettet den Zuschauer vor allem Wilders Talent, selbst die düstersten Geschichten noch mit galligem Humor zu würzen. Zudem gibt Kirk Douglas einen selten coolen Dreckskerl. Man kann gar nicht umhin, ihn zu hass-lieben. Aus den Ideen, die dieser Film zu bieten hat, haben sich im Laufe der Jahre noch viele andere Meisterwerke bedient (spontan fallen einem da NETWORK und WAG THE DOG ein). Er ist schlicht ein Meisterwerk!
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makatu Wed, 04 Aug 2010 19:54:25 -0000
Kommentar löschenWelches ist der "böseste" Film von Billy Wilder, "Double Indemnity" oder "Sunset Blvd."? Ich denke keiner von beiden, sondern einer, der nur selten unter seinen besten Filmen genannt wird, obwohl er es verdient hätte. Der Grund ist simpel - kommerziell wurde "Ace in the Hole" ein riesiger Flop. Das kann kaum überraschen, so gnadenlos wie hier wurde der Zuschauer selbst wohl selten in einem Film angeklagt, und das hat er nicht gern.
Der Mann, der hier das schlimmste im Durchschnittsbürger hervorkehrt: Boulevardreporter Charles 'Chuck' Tatum (Kirk Douglas), ein cholerischer Säufer, der sich unter anderem deshalb nie lange in einer Redaktion hält, der aber unbedingt wieder aus der Provinz nach New York will, dafür braucht er eine möglichst große und erfolgreiche Story - koste es, was es wolle...
Kirk Douglas in dieser frühen Phase seiner Karriere ist der ideale Schauspieler für diese Rolle - wie er mit Leichtigkeit etwa einen jugendlichen Reporter, die Ehefrau des verschütteten Arbeiters sowie zahllose Schaulustige korrumpiert, hätte einen Oscar verdient gehabt, für den er natürlich nicht mal nominiert wurde. Die Szenen, die der zweite Titel des Films ("The Big Carnival") beschreibt, gehörten wohl zum zynischten, was je gedreht wurde.
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patcharisma Sat, 19 Jun 2010 19:18:57 -0000
Kommentar löschenUnglaublich bösartige, zynische Gesellschafts-Kritik und Abrechnung über Sensations-Journalismus vom Regie-Genie Billy Wilder. Der fiese Original-Titel "Ace In The Hole", lässt keine Wünsche offen. Schier unglaublich: So garstig kann Kino 1951 sein!
(1974 verarbeitete Wilder dann das selbe Thema nochmals in "Extrablatt", diesmal mit dem ultra-schnellsprechenden Duo Lemmon/Matthau und etwas mehr Non-Chalance.)
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Filmsuechtiger Sat, 19 Jun 2010 20:25:54 -0000
Antwort löschenExtrablatt war im übrigen ein Remake von Hawks' Sein Mädchen für besondere Fälle.
patcharisma Sat, 19 Jun 2010 20:29:51 -0000
Antwort löschenHey merci, das wusste ich nicht! Toll, wie man von den anderen immer was filmgeschichtlich lernen kann. MoviePilot ist in dieser Hinsicht ein Segen... ^^
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Filmsuechtiger Sat, 19 Jun 2010 20:35:43 -0000
Antwort löschenInteressant ist, dass die Hauptfigur in Extrablatt ein Mann und im "Original" eine Frau ist.
patcharisma Sat, 19 Jun 2010 20:57:31 -0000
Antwort löschenHabs mir grad vorgemerkt, danke für den Tipp!