Straße der Versuchung

Scarlett Street (1945), US
Laufzeit 103 Minuten, Drama, Thriller, Kriminalfilm, Kinostart 22.06.1950

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von Fritz Lang, mit Edward G. Robinson und Joan Bennett

Der junge Bankangestellte Chris Cross besitzt außer einer goldenen Uhr nicht viel. Als er in einer verregneten Nacht die reizende Kitty vor deren Freund Johnny rettet, macht er sie glauben, er sei ein wohlhabender Künstler. Johnny überredet Kitty, Chris um sein angebliches Vermögen zu bringen.


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Kommentar — Film: Straße der Versuchung

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filmfan90

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Bei Fritz Langs "Scarlet Street" handelt es sich um einen völlig zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Film noir aus Hollywoods "Schwarzer Serie". Lang gelingt es, die Diskrepanz zwischen Künstlertum und Gesellschaft durch das Verhältnis zwischen dem talentierten, aber im Umgang mit Menschen naiven Maler Chris und der auf finanzielle Vorteile bedachten Kitty darzustellen. Der Film ist dank der Kameraarbeit Krasners hervorragned fotografiert und Robinson/ Bennett sind ein überzeugendes Schauspielergespann, dessen Vorzüge auch in anderen Filmen Langs zur Geltung kommt. Gerade am Ende des Films kommt zum Einsatz, was Lang während seiner Schaffenszeit in der Weimarer Republik gelernt hat: in der Szene, in der Chris Suizid begehen will, werden die Gewissensbisse des Protagonisten für den Zuschauer durch die expressionistischen Licht/Schatten- Effekte und die Stimmen, die Chris in seinem Unterbewusstsein wahrnimmt, transparent.
Ein Highlight des klassischen "Film noir", das man sich auf Grund der miserablen deutschen Synchronisation unbedingt im O- Ton ansehen sollte!

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filmfan90

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Renoirs Version ist mir (noch) unbekannt, aber danke für den Hinweis!


thedirector

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Gerade vorhin gesehen. Echt phantastisch! Edward G. Robinson in einer seiner besten Rollen. Lang's Inszenierung ist auch sehr stark. Bitterböser Plot wunderbar düster inszeniert. Gehört für mich zusammen mit "Fury" und "You Only Live Once" zu seinen besten Filmen, die er in den Staaten gedreht hat.


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