Tsotsi

Tsotsi (2005), ZA/US
Laufzeit 94 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 04.05.2006

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7.2 Kritiker
14 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.7 Community
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von Gavin Hood, mit Presley Chweneyagae und Mothusi Magano

In einem Ghetto am Rand von Johannesburg lebt der 19-jährige “Tsotsi” (Ghettoslang für “Dieb”, “Gangster”) in den Tag hinein. Ohne Zukunft und ohne Vergangenheit. Denn der Chef einer kleinen Posse von Gangstern hat alle Erinnerungen an seine Jugend verdrängt und sich völlig dem verbrecherischen Hier und Jetzt verschrieben. Eines abends sieht er sich auf drastische Art mit den Folgen seiner Gewalttätigkeit konfrontiert: Als er bei einem Autodiebstahl eine junge Frau tötet, bleibt deren Neugeborenes auf dem Rücksitz zurück. Etwas in ihm sperrt sich dagegen, dieses Problem auf die übliche Weise aus der Welt zu schaffen. Er nimmt sich des Kindes an und es folgt eine atemraubende Story, voller Adrenalin erzählt zu den stampfenden Sounds des Kwaito, der Musik der Ghettokids von Johannesburg. Am Ende stehen ein flammendes Plädoyer für Liebe und Friedfertigkeit und der Sieg über Hass und die rasende Wut.


Cast & Crew


Kritiken (4) — Film: Tsotsi

Fricki76: Asianfilmweb.de

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6.0Ganz gut

Bei allen Realitäten in den Slums von Südafrika kommt mir der Film zu pathetisch und auch unglaubwürdig daher, um einen Oscar verdient zu haben. Stellenweise emotional anrührend, aber teilweise dann doch zu moralinsauer. Die Schauspieler gehen in Ordnung, die afrikanische Musik passt zum Flair. Das Ende ist zumindest konsequent. Alles in allem also nicht schlecht, ich persönlich hätte aber mehr erwartet. Wer's wirklich schonungslos glaubwürdig aus dem Ghetto mag, dem sei der sensationelle "City of God" ans Herz gelegt.

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Tytus

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City of God ist wirklich empfehlenswert!
Denn Film hier kenne ich nocht nicht, aber wenn der ein Oscar bekommenhat, kann der eigenlich nix sein ;)


Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders

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9.0Herausragend

"Tsotsi" ist mit Sicherheit kein einfacher Film, doch lässt man sich auf ihn ein wird man mit 94 Minuten packendem Kino belohnt. Wer Abseits der Hollywoodklisches einen guten Film sehen möchte, sollte sich für "Tsotsi" entscheiden.

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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

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5.5Geht so

In Wide Screen auf 35 mm gedreht, wirkt Gavin Hoods "Tsotsi" auch ob der Farb- und Lichtwahl sehr episch, was die skurril-dramatischen Geschehnisse allerdings zusehends an die Grenze zum Kitsch entgleiten lässt. Nicht mehr als einen Hauch von Authentizität und Sozialkritik, Großartiges in Bild und Ton, dazu ein geläuterter Bösewicht zum Ende - so mag man's halt bei der Academy Of Motion Picture Arts And Sciences. Und Hand aufs Herz: Im Kinosessel hin und wieder ebenso.

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Hausmeister: Nerdtalk.de

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6.0Ganz gut

Für mich war “Tsotsi” nette Programmkino-Durchschnitts-Kost, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Nachdem ich nun auch diesen Film gesehen habe, komme ich zu dem Schluss, dass “Sophie Scholl” den “Auslands-Oscar” eher verdient hätte. Ich habe den deutschen Film als eindringlicher und bedrückender empfunden. Auch von der moralischen Aussage her, dass Sophie Scholl lieber sterben wollte als ihre Mit-Verschwörer zu verraten, spricht er mich mehr an als ein Krimineller, der sich dadurch auszeichnet, dass er am Ende des Films keinen mehr tötet. Aber mich fragt ja wieder keiner.

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Kommentare (13) — Film: Tsotsi

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fabel

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Bewertung1.5Ärgerlich

Himmel, Arsch und Zwirn, war das ein Schmarn, aber ich habe da so eine Theorie:
Tsotsi, unsere Hauptfigur, hauptberuflicher Township-Gangster, gefürchtet bei jedermann, war früher eine Frau. Besonders männlich sieht er nämlich nicht aus und wie liebevoll er urplötzlich Vatergefühle entwickelt, das ist schon beeindruckend und ziemlich ungewöhnlich für einen Jungen wie ihn. Nur hat er nichts vor der Brust, was Milch gibt. Aber dafür gibt's ja eine Frau in der Nachbarschaft, die auf Babys steht und diese gerne mal saugen lässt. Klingt alles sonderbar, und das ist der Film, in Deutschland noch mit dem tollen Beinamen "Ein Junge aus dem Getto" versehen, auch: sonderbar und unglaubwürdig. Es sei denn, Tsotsi war wirklich früher eine Frau, denn dann würden sich einige Dinge relativieren. Aber davon ist nicht auszugehen.

Wir hier im Münsterland kennen U-Bahnen nur vom Hörensagen. Hier gibt es - ja, so weit entwickelt sind wir hier immerhin schon - zwar normale Zugstrecken und auch Buslinien, die sogar im Halbstundentakt verkehren, aber unter der Erde sind wir noch nicht angelangt. Wenn man Gavin Hoods Film sieht, kann man sich freuen.
Tsotsi fährt mit seinen drei Freunden Butch, der gerne cool wäre, Boston, der Intelligente, und Aab (oder so ähnlich), der dicke Spaßvogel, in der überfüllten Johannesburger U-Bahn. Sie fahren nicht nur, sie gehen auch ihrer Lieblingsbeschäftigung nach: Menschen ermorden.
Ja, richtig gelesen, mitten in der U-Bahn, zwischen allen Leuten, zückt Tsotsi sein Messer und ersticht einen Passanten. Keiner merkt was, keinen interessiert's, nur Boston ist sauer. Abends, die Promillezahl ist leicht erhöht, sitzen die fantastischen 4 in der "Dorfdisco" beisammen und es herrscht schlechte Stimmung. Boston faselt etwas von Anstand - nicht zum letzten Mal während der 90 Minuten -, Tsotsi ist genervt, und schon rappelt es im Karton bzw. in Bostons Auge. Tsotsi verpasst ihm eine nicht ganz schmerzfreie Tracht Prügel. Von sich selbst negativ überrascht, rennt er davon - und landet im Reichenviertel. Dort überfällt er eine Frau und stiehlt ihr Auto. Doch das erbeutete Diebesgut ist sehr speziell. Auf dem Rücksitz liegt ein schreiendes Baby. Tsotsi nimmt es mit nach Hause - und es beginnt etwas, was ich so selten gesehen habe.
Aus dem Ghetto-Bösewicht wird ein fürsorglicher Ersatzvater. Wie süß. Morgen früh wechselt Guido Westerwelle von der FDP in die Führungsspitze der Linkspartei - ich habe gehört, die suchen gerade jemanden mit Kompetenz - und Norbert Dickel wird Stadionsprecher von Schalke. Ganz bestimmt.
Ähnlich glaubwürdig ist auch Tsotsis Wandlung. Er verfolgt einen Rollstuhlfahrer, aber statt ihm was anzutun, wie er es sonst gemacht hätte, befragt er ihn nach seiner Krankheit. Bei Einbrüchen tötet er jetzt lieber seine Freunde, anstatt den Hausbesitzer. Und als Beute gibt's nun Babynahrung statt Geld. Den schwer verletzten Boston nimmt er, wie es sich für den geläuterten Samariter Number One eben gehört, auch bei sich daheim auf. Gleichzeitig zeigt er Gefühle und weint beim Zurückblicken auf seine ganz schlimme Kindheit. Er, der schlechte Mensch von vorhin, ist nun der gute Mensch von nebenan.
Neben seiner völlig unplausiblen und auch einfach nur völlig nach Schema F ablaufenden Läuterung, die hier in Rekordzeit stattfindet - ich glaube, als Therapie sollte man Gewaltverbrechern jetzt immer Babys in die Hand drücken, es scheint wahre Wunder zu bewirken - sind auch die üblichen Charaktere nach dem Reißbrett aufgebaut worden. Hier überzeugt nicht eine Sache, und als Millieustudie ist der Streifen auch nicht geeignet, da sich der Film vorwiegend auf die Beziehung von Tsotsi zu seinem Kind beschränkt. Eine Charakterstudie ist das Gezeigte - und zwar eine ganz miese.
Aber wie gesagt, wenn Tsotsi wirklich einmal eine Frau war und jetzt nur seine weibliche Seite von einst durchkommt, dann wäre das alles halb so wild. Eine Verwandlung ist jedoch sehr, sehr unwahrscheinlich. Von daher bleibt eigentlich nur die als Pampers zweckentfremdete Zeitung hängen. Für den Rest gilt:
Durchgefallen auf der ganzen Linie.

Wieso habe ich dafür bloß "Das Leben ist ein Bauernhof" sausen lassen?

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Dem kann ich auch nur zustimmen. Definitiv überbewertet.


fabel

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:)


dbeutner

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Bewertung5.5Geht so

Dass dieser Film 2006 einen Oscar bekommen hat, ist schon - naja, merkwürdig. Da muss Mitleid eine große Rolle gespielt haben. Das Anliegen des Films ist ja rührend sozial, aber die Umsetzung eher grottig. Auch wenn die Außenaufnahmen mitunter sehr künstlich wirken, sind die Bilder und Kamera dabei noch positiv herauszuheben. Aber dann geht's auch abwärts: Story und Dialoge sind auf Groschenromanniveau, Handlungsweisen sind plakativ, aber nie logisch, Stimmungswechsel in Dialogen so dermaßen an den Haaren herbeigezogen, dass man Drehbuch und Regie mit Tomaten bewerfen möchte.

Klassisches Beispiel der negativen Version von "gut gemeint".

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Super8951

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Bewertung9.0Herausragend

Einfach nur fantastisch. Und vielleicht braucht es dazu eben genau diese Portion Kitsch.

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JackoXL

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

In Hollywood wäre der Stoff unter Garantie zur total unglaubwürdigen Kitschnummer verkommen. Gavin Hood inszeniert stattdessen ein brutal realistisches Bild eines südafrikanischen Kleingangsters, der doch tatsächlich noch eine Spur Menschlichkeit in sich entdeckt. Das er trotzdem nicht zum Klosterschüler mutiert und bis zum Schluß kein Sympathieträger ist macht das Ganze trotz anfänglicher Skepsis glaubhaft. "City of God" hätte seinerzeit den Oscar zwar mehr verdient gehabt, gegönnt sei es diesem Film aber auch.

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dbeutner

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City of God und diesen Film trennen Dinge, für die es keinen Namen gibt. "Trennen Welten" würde einfach noch zu große Nähe assoziieren. CoG porträtiert einen Mikrokosmos auf geradezu beängstigende Weise, Tsotsi /versucht/ (!), ein Einzelschicksal zu porträtieren, scheitert aber inhaltlich sofort. "City of Men" ist noch näher dran an Tsotsi, aber auch der hat noch Format.


filmschauer

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Bewertung3.0Schwach

Gavin Hoods Sprungbrettsfilm nach Hollywood will eine Milieustudie über die Verhältnisse in den ärmlichen Vierteln von Johannesburg sein, entpuppt sich jedoch als Vertreter bekannter Genrekonventionen, wo ein Schwerstkrimineller durch ein bestimmtes Ereignis eine Läuterung erfährt und schließlich ein guter Mensch werden will. Das wäre nun gar nicht so schlimm, wenn die Handlungen des Hauptdarstellers, dessen Motivation auch noch durch gezeigte Flashbacks einer schweren Kindheit herrühren sollen, nicht so unplausibel und sinnlos wären, wodurch ich zu keiner Zeit Empathie mit der Hauptfigur entwickeln konnte. Zudem kommt die besagte Wendung sehr kitschig rüber, was schließlich in einem lächerlichen Finale endet. An sich ist der Film sehr schön gefilmt worden, kann allerdings nicht über die sehr schwache Dramaturgie hinwegtäuschen.

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HauntedSaint

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Bewertung7.5Sehenswert

Düsteres, bewegendes Drama.
Sehr glaubwürdig.

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King_Alpa

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Bewertung4.0Uninteressant

Vollkommen nichtssagend und langweilig.
Für mich eher unausgeglichenes Drama.

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jannis

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Bisschen anstrengend, aber ick fand ihn gut...

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AylaView

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der Film lebt vor allem von seinem starken Hauptdarsteller Presley Chweneyagae, der den skrupellosen Jugendlichen, in dem Hass, Wut, aber auch Trauer kocht, sehr gut spielt. Hood inszenierte in düsteren und harten sowie rührenden Bildern, jedoch geht das Ende ein wenig zu schnell.

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annaberlin

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Bewertung9.0Herausragend

Hat den Oscar wirklich verdient. Bewegender Film.

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Lorion42

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Bewertung7.0Sehenswert

Wirklich starker Film in schönen Bildern. Emotional Berührend, doch am Ende zu wenig aufrüttelnd, um hängen zu bleiben.

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BUW_514_HE

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Weder hausbacken noch unausgegoren. Ein Film, der auf die immer noch unfassbaren Unterschiede zwischen reich und arm (nicht nur) in Südafrika hinweist, und die damit verbundene Wut und Ausweglosigkeit, Kälte und Rohheit. Hast Du die Kinder gesehen, die in den Rohren wohnen?? Ein Film der gegen die Verwahrlosung und Abgrundlosigkeit ankämpft und die 10% Oberschicht aufwecken soll. Ob es gelingt entscheidest Du.

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donrosa

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Bewertung4.5Uninteressant

Trotz Anspruch und Oscar: ein eher hausbackenes, teils unausgegorenes Drama.

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