Das Ende der Unschuld
Twelve and Holding (2005), US Laufzeit 91 Minuten, FSK 16, Drama
1 Bewertungen
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60 Bewertungen
8 Kommentare
Keine
von Michael Cuesta, mit Conor Donovan und Jesse Camacho
In einem amerikanischen Vorort kämpfen drei vorpubertäre Zwölfjährige mit naiven Mitteln gegen ihre Einsamkeit und markieren damit gleichzeitig das Ende ihrer kindlichen Unschuld. Nach einem tragischen Vorfall, bei dem der mutige Rudy Carges im Klinsch mit einer verfeindeten Halbstarken-Clique tödlich verunglückt, sehen sich sein Zwillingsbruder Jacob sowie die besten Freunde Leonard und Malee plötzlich gezwungen, die heile Welt ihrer sorglosen Kindheit zu verlassen und erwachsen zu werden. Ihre Eltern, mit den eigenen Sorgen beschäftigt, sind ihnen dabei keine große Hilfe. Der schüchterne und ängstliche Jacob Carges, dessen linke Gesichtshälfte von einem Geburtsmal gezeichnet ist und der sich seinem tapferen Zwillingsbruder Zeit seines Lebens unterlegen fühlte, gibt sich die Schuld an Rudys Tod. Dieser hatte den schwächeren Bruder stets verteidigen und den Spott vonseiten einer verfeindeten Bande abwenden wollen. Bei seinen trauernden Eltern scheint Jacob nun erst recht im Schatten des toten Bruders zu stehen. Doch statt sich um ihren verbliebenen Sohn zu kümmern, schaffen sie Ersatz für Rudy in Form eines Adoptivsohns herbei. Währenddessen ist Jacob fest entschlossen, den Tod seines Bruders zu rächen. Auch Leonard “Lenny” Fisher, der beste Freund von Jacob und Rudy, ist bei dem Brandanschlag im Baumhaus verletzt worden. Der äußerst sensible, stark übergewichtige Junge hat durch den Unfall seinen Geschmackssinn verloren. Eine gute Gelegenheit, so meinen die Ärzte, die Ernährung umzustellen und abzunehmen. Dank seines Sportlehrers entwickelt Lenny den nötigen Ehrgeiz und beginnt, sich für Sport und Äpfel zu begeistern. Wenn da nicht die esssüchtigen Eltern wären, die kein Verständnis für den Sinneswandel ihres Sohnes haben und diesen mehr und mehr aus der familiären Fressgemeinschaft ausschließen. Auch die aufgeweckte Malee, einziges Mädchen innerhalb der Clique, fühlt sich ausgeschlossen – aus dem Leben ihrer Mutter, einer alleinstehenden Psychotherapeutin, die nur mit ihrer Arbeit und ihrem Frust beschäftigt ist, sowie aus dem Leben ihres Vaters, der vor Jahren die Familie verlassen hat und keinerlei Interesse an seiner Tochter zeigt. Die fehlende Zuneigung kompensiert die frühreife Malee, indem sie dem erwachsenen Gus, eigentlich ein Patient ihrer Mutter, bei seinen Problemen hilft. Das Mädchen glaubt an eine Seelenverwandtschaft und verliebt sich in den tief verletzten, attraktiven Bauarbeiter. Doch auch diese Liebe muss unerfüllt bleiben.
Cast & Crew
- Genre
- Drama
- Handlung
- Mord, Versehentlicher Mord, Zwillinge
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Kritiken (1) — Film: Das Ende der Unschuld
Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenEin depremierend-treffliches Jugenddrama, das in seiner Aufarbeitung eines tragischen Unfalls konsequent auf den Abgrund zusteuert. Eine kleine, gut beobachtete Schuld-und-Sühne-Parabel, deren junge Akteure durch die Bank zu überzeugen wissen. Als Unterhaltungsfilm dennoch wenig geeignet, denn die Hoffnungslosigkeit der Story wird nur selten durch aufgebrochen und selbst scheinbar positive Entwicklungen werden am Ende auf den Kopf gestellt. Schwere Kost, gut gemacht.
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Kommentare (7) — Film: Das Ende der Unschuld
Velly Sun, 17 Mar 2013 12:24:41 -0000
Kommentar löschenRuhiger kleiner Film über drei Kinder, die jedes für sich eine Wandlung durchmachen, deren Auslöser der Tod eines Freundes / Bruders ist.
Der übergewichtige Junge, der - im wahrsten Sinne des Wortes - sein fettes Essen nicht mehr riechen kann. Das Mädchen, das, durch den Tod des Freundes nachdenklich geworden, das Leben in allen Zügen genießen will und sich an einen Patienten (Jeremy Renner) ihrer Mutter heranmacht, der nicht ganz so recht weiß, wie er mit ihren frühreifen Avancen umgehen soll. Und nicht zuletzt der Bruder des Verstorbenen, der lernen muss mit seiner Wut und der seiner Mutter umzugehen und ebenso mit dem Gefühl, unwichtiger zu sein als sein toter Bruder.
Die Geschichte um den übergewichtigen Jungen finde ich, gerade dem Ende entgegen, etwas übertrieben, aber dafür fand ich die Geschichte des jungen Mädchens umso spannender. Davon hätte ich mir sogar fast noch mehr gewünscht.
Alles in allem ein sehenswerter Film mit glaubwürdigen Darstellern, die mir gut gefallen haben.
Wer die Möglichkeit hatte, sollte hier die OmU-Version wählen, da die Synchronsprecher der Kinder nicht wirklich gut sind...
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patcharisma Fri, 31 Aug 2012 18:48:26 -0000
Kommentar löschen"L.I.E. - Long Island Expressway" des gleichen Regisseurs, war tatsächlich ein Highlight eines fesselnden Pupertätsdramas, aber hier bei "12 And Holding" ging für mich so gar nichts auf: Triagonal werden hier drei Kinderschicksale erzählt, die entweder zu absurd überzeichnet sind (ein übergewichtiger Junge sperrt seine Mutter im Keller ein, um sie von ihren Fast-Food-Gewohnheiten abzubringen), in der Psychologie zu naiv sind (eine erfolgreiche Therapeutin kann ihre Scheidung nicht verkraften und kann mit den frühreifen Gefühlen ihrer Tochter nicht umgehen) oder dann eine stossende Moral transportieren, die nicht wirklich hinterfragt wird (die konservative Mutter wünscht den jugendlichen Tätern für den von ihnen verschuldeten Unfalltod ihres Sohnes selbst den Tod - mit fatalen Folgen).
Ich möchte nicht sagen, dass den Zuschauer das Ganze kalt lassen würde, aber das sehr weit der Realität hergeholte Provinz-Drama weiss in seiner gesamten Filmlänge kaum je wirklich zu packen und am Schluss steht man irgendwie vakuumös verloren da: "Was hätte das alles nun sein sollen?", hab ich mich jedenfalls gefragt.
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DerDude_ Thu, 31 May 2012 16:12:33 -0000
Kommentar löschenEs passiert mir selten das mich Internet Akktivitäten depremieren.
Moviepilot ist im Begriff zu sinken. Alle wissen es. Duffy, alanger, Klap Trap uvm haben das sinkende Schiff verlassen. Kann man es ihnen verdenken ?
Mittlerweile hat die Lösch Welle sich beruhigt. Aber Moviepilot leider nicht. Kaum löscht sich mal keiner wird knallhart über "Hanni und Nanni im Filmcheck" berichtet und schön Twilight in die Überschrift geschrieben. Das war nicht immer so...
Vor fast 2 Jahren hatte ich, wie heute, die Schnauze voll von Twilight, Transformers Abfall. Da fand ich eine Seite, auf der ich mich endlich nicht mehr allein fühlte. Dort waren Leute, die genauso tickten wie ich. Leute die Filme als mehr als dümmliche Unterhaltung sahen.
Als ich mich vor fast 2 Jahren auf Moviepilot einloggte war mir das alles neu und fremd und hab den ein oder anderen Mist geschrieben. Trotzdem war es eine schöne Zeit. Eine der schönsten Zeiten meines Lebens.
Wenn ich fröhlich war machte die Seite alles noch schöner, wenn ich traurig war hat sie mich aufgeheitert, wenn mir langweilig war hat sie mich unterhalten und vorallem konnte ich endlich meine Meinungen zu diverse Filmen zum Ausdruck bringen.
Morgens schön die Seite betreten, die News durch gelesen, oft kommentiert. Die Kommentare der anderen User aber waren der Höhepunkt. Egal ob lustige Kommentare zum schmunzeln wie bei DUFFY, alanger oder STALKER, sehr schöne informative, sympathische Kommentare wie FKFILMKRITIK,LE SAMOURAI oder die langen Analysen von BIGDI und KLAPTRAP. Bei letzterem muss ich gestehen oft melancholische Musik gehört zu haben, was die Wirkung dieser Meisterwerke unterstrich.
Es war ein Traum. Doch aus jedem Traum wacht man irgendwann auf.
Moviepilot Heute : Viele der aufgezählten User sind zum Glück noch hier aber viele auch nicht mehr. Ihre Kommentare sind weg. So kann ich nicht mal mehr in Errinerungen schwelgen.
Was das ganze aber noch trauiger macht sind die News auf Moviepilot.
Insgesamt hat sich Moviepilot zum schlechten geändert. Aus einer netten kleinen Seite für Filmfreunde wurde eine oberflächliche Seite die nur noch die Masse anzusprechen versucht. Neue gute Filme bekommen vielleicht eine News. "Twilight" aber bekommt 3 News inklusive der Getchen Frage "Bist du Team Edward oder Team Jacob ?". Was ist passiert ? Was ging kaputt ?
All die User sind weg weil sie die Schnauze voll davon hatten und um ein Zeichen zu setzten. Denn nur dann kann sich was verändern. Und noch eine Transformers , Snow White, Tribute von Panem News überleb ich nicht.
Dennoch bleibe ich hier weil ich fest an Moviepilot glaube. Denn wenn alles wieder gut ist will ich dabei sein und lächeln.
Aber vielleicht bleibt mir auch nur die Errinerung an eine Seite, vor der man sich vor der Masse zurückziehen konnte bis sie selbst Teil der Masse wurde.
Ich bin mir bewusst das ich das hier viel zu spät schreibe und das Thema nicht mehr ganz aktuell ist. Dennoch musste es einfach gesagt werden. Zu lang hab ich es runtergeschluckt.
Aber besser spät als nie. wobei Cheyenne dann sagen würde "Das ist nicht wahr. Zu spät ist zu spät"
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Jenny von T Thu, 31 May 2012 17:45:07 -0000
Antwort löschenIch hatte nach den ersten Zeilen schon einen Abschiedstext erwartet... durchatmen.
keinohrhase20 Wed, 22 Feb 2012 19:49:46 -0000
Kommentar löschen12 and Holding ist Kino am Abgrund- der Pupertät und des Erwachsenwerdens, des Lebens und weiter Lebens sowie des vergebens und der Rache.
Hier hängt alles zusammen und geht ineinander über:So entsteht aus Leid eine neue Einstellung aus der wiederum Gefahr entsteht(Dicker junge der dazu ermuntert wird nach dem ableben seines Freundes seine Pfunde zu bekämpfen und dabei die Gesundheit seiner Mutter auf Spiel setzt.)
Dieses und zahlreiche weitere Beispiele spielen in 12 and Holding eine tragende Rolle. Den Rest über nehmen die eindrücklichen Leistungen der jungen Darsteller + Jeremy Renner sowie ein clevers Drehubch und eine hervorragende Regie. Alles in allem ein Must See Film für anspruchsvolle Filmfans und/oder Freunde starker Geschichten.
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aiztur Tue, 30 Nov 2010 09:49:39 -0000
Kommentar löschenAls ein ruhiges Drama inszenierter Film, an dessen Anfang der Tod eines jungen Kindes steht. Seine drei (pubertären) Freunde entnehmen aus der Trauer die Kraft ihr Leben zu verändern. Einen lebensbejahenden Film mit Happy End darf man aber nicht erwarten, zu sehr bedrückt einen da die melancholische Grundstimmung, über die sich ein apathisch-gleichgültiger Schleier auszubreiten scheint. Von ihren Eltern, die mit ihren eigenen Sorgen beschäftigt sind, zurückgewiesen, sind die drei Kinder auf der Suche nach sich selbst und durchleben die Irrungen und Wirrungen der Pubertät. So verschwindet das eigentliche Anfangsereignis (Tod des Freundes) und an seine Stelle tritt ein sozialpsychologisches Drama über die amerikanische Lebensart und die pubertären Zweifel und Herausforderungen. Die verschiedenen Handlungsstränge verlaufen so parallel auf ihren (leisen) Höhepunkt zu.
Das Drehbuch selbst wartet mit wirren und interessanten Wendungen auf, gleitet aber manchmal - insbesondere am Schluss - zu sehr vom Weg ab. Auch Regisseur Michael Cuesta entwickelt hier einen ganz besonderen Stil, in dem er die inhaltliche Schwere geradezu nüchtern und zurückhaltend inszeniert. Die jungen Schauspieler können hier alle überzeugen und verleihen den Charakteren erst ihren individuellen Charme - von der frühreifen Marlee über die unterschiedlichen Zwillinge bis zum übergewichtigen Leonard. Was außerdem hängen bleibt, das ist einmal im positiven Sinne der gefühlvolle Song "Reckless Burning" von Jesse Sykes, zum anderen im negativen Sinne die blasse und emotionslose deutsche Synchronisation - unbedingt auf Englisch sehen!
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Scipio Tue, 07 Sep 2010 17:02:52 -0000
Kommentar löschenIch stimme "kruemel_1978" ausdrücklich zu.
Aber, das abfackeln eines Baumhauses mit einem Molotowcocktail ist für mich persönlich kein Unfall, sondern Vorsatz. In dem Fim ist aber immer von einem Unfall die Rede.
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KitKat Fri, 20 Apr 2012 15:56:08 -0000
Antwort löschenDas Abfackeln des Baumhauses war definitiv vorsätzlich, das ist schon richtig. Aber das der Junge dabei gestorben ist, DAS war ein Unfall.
kruemel_1978 Wed, 14 Apr 2010 10:48:19 -0000
Kommentar löschenMit 'Twelve and Holding' tu ich mich etwas schwer. Das Cover berschreibt ganz deutlich, dass hier gezeigt wird, wie die Kids mit dem Verlust ihres Freundes / Bruders klar kommen, wie sie die Trauer bewältigen. Das stimmt allerdings wirklich nur sehr bedingt.
Als Zuschauer kann man eigentlich kaum sagen, ob die Verhaltensweisen der Kids auf den Tod des Freundes / Bruders zurückzuführen oder einfach nur pubertär sind. Paradebeispiel ist da die 12jährige Malee, deren Mutter Psychotherapeutin ist und die mit ihren jungen Jahren total einen an der Klatsche hat, aber so richtig. Sie schmeißt sich an einen erwachsenen Bauarbeiter ran, stellt ihm nach und will ihn mit ihren 12 Lolitajahren sogar richtig verführen, sprich: mit ihm schlafen. Dabei hat sie nicht einmal Brüste o.O. Mal abgesehen davon, dass sie von Beginn an die Klugsch*** spielt, kann der Tod ihres Freundes nicht verantwortlich sein für ihren Vaterkomplex. Vielmehr liegen die Gründe in den eigenen, zerrütteten Familienverhältnissen.
Einzig bei dem kleinen Jacob, der seit seiner Geburt unter eine Art Feuermal im Gesicht leidet, kann ich so etwas wie Trauerbewältigung erkennen. Ist es ja sein Bruder, der gestorben ist. Allerdings wirken die Motive für seine Handlungen stark konstruiert. Das Ende betrachte ich als realitätsfern, auch wenn ich es als konsequent einstufen muss.
Wenn man den frühen Tod von Rudy schnell ausblendet und die fortlaufenden Handlungen nicht nur auf seinen Tod bezieht, so bekommt man hier ein durchaus interessantes Drama zu sehen, mit so einigen menschlichen Abgründen.
Ich musste bereits nach 10 Minuten vom Deutschen ins Englische switchen. Die dt. Synchro kann ich nur als 'blutleer' bezeichnen, völlig emotionslos.
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aiztur Mon, 29 Nov 2010 21:05:11 -0000
Antwort löschenBin erleichtert, dass nicht nur ich die Synchronisation als emotionslos empfunden habe...
Pepilotta Sat, 22 Oct 2011 17:16:38 -0000
Antwort löschenZum Glück lief der Film kürzlich auf arte im Originaton. Die Kids wirken so sehr authentisch